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Red Eye

 

Red Eye, 2005

 
Poster zu 'Red Eye' kaufen
deutscher Start:2005
Herstellungsland:USA
Regie:Wes Craven ("Nightmare - Mörderische Träume")
Drehbuch: Carl Ellsworth, Dan Foos
Darsteller:Rachel McAdams, Cillian Murphy, Brian Cox u.a.
Verleih:

United International Pictures
Genre:

Action/Drama/Thriller
Länge:85 Minuten
FSK: ab 12 Jahren
Website:

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Inhalt:


Lisa Reister (Rachel McAdams) war das Fliegen schon immer suspekt. Doch was sie auf einem Flug nach Miami durchmachen muss, hat mit Flugangst nichts mehr zu tun. Ein gutes Gefühl: das Flugzeig ist abgehoben, die Reiseflughöhe erreicht und die Anschallzeichen sind erloschen. Das Schlimmste ist geschafft. Für Lisa Reistert allerdings fängt der Horror jetzt erst richtig an. Kurz nach dem Take Off enthüllt Sitznachbar Jackson (Cilian Murphy) den wahren Grund seines Aufenthaltes. Er plant, einen einflussreichen Geschäftsmann an Bord umzubringen - und verfolgt dabei eine teuflische Strategie: Lisa soll das Attentat verüben. Weigert sich, wird ihr Vater von einem Scharfschützen liquidiert, der nur auf Jacksons Anruf wartet.

Bild 1 zu Red Eye
Schicksalbestimmung kann man diese Begegnung nicht nennen.

Wohin soll Lisa fliehen? Wie soll sie jemanden warnen? Gnadenlos läuft die Zeit ab. Und das Unvorstellbare rückt immer näher. Sicher ist, Flug 1019 wird pünktlich landen.

Kritik:


Wisst ihr schon das Neueste? Zwischen Fertigessen, schreienden Kindern und Geiselnehmern tummeln sich jetzt in Flugzeugen auch Killer deren Aufgabe darin besteht Hotelmitarbeiter zu bestimmten Handlungen zu nötigen. Warum solche komplizierten Wege neuerdings Gebrauch finden, hat sich mir noch nicht erschlossen, aber eventuell klärt mich noch jemand auf. Ob das Wes Craven sein wird, wage ich zu bezweifeln. Der Alt-Meister des Horrors wirkt in den letzten Jahren sichtlich erschöpft in seinen Produktionen. Seit er den Grundstein des Teen-Slasher-Booms 1996 mit „Scream“ legte, folgten nur noch Fortsetzungen, ein Abstecher in fremde Gefilde – Music of the Heart (1999) - und ein solides, aber konventionelles Werwolfstück, bekannt als „Verflucht“ (2005). Filme die nicht gerade auf den Erfinder von Kultfigur Freddy Krüger und weiteren ausgezeichneten Horrorfilmen hinweisen. Böse Zungen würden jetzt behaupten, dass er wohl seinem Genre-Kollegen John Carpenter („The Fog“) das Wasser reichen und eine steile Karriere bergab hinlegen möchte. Optimistisch gesehen streite ich das als Fan selbstverständlich aufs heftigste ab und hoffe in Zukunft mal wieder beeindruckende Werke von ihm unter meine Fittiche zu bekommen.

Bild 2 zu Red Eye
Künftiges Anschlagsopfer und Grund des TamTams: Politiker Keefe (J. Scalia).

In welche Kategorie soll man demzufolge „Red Eye“ nun einordnen? Geht man von einem Fehlgriff aus, lag es garantiert an Wes Cravens hoffentlich gutem Herzen, dass für Anfänger und unbekannte Autoren schlägt. Denn wie uns die Vergangenheit gelehrt hat, bringen neue Gesichter auf dem Hollywoodparkett Atemberaubendes zustande, sofern die Chance für sie greifbar ist - siehe „Saw“. Doch ohne Ying, auch kein Yang - verantwortlich für den puritanischen Thriller, der vielleicht heranwachsende Jugendliche den Atem stocken lässt, sind zwei bis dato fast unbeschriebene Personen. Der eine (Carl Ellsworth) weißt sagenhafte Erfahrungen in jeweils einer Episode für Leder-Heldin „Xena“ und Vampirjägerin „Buffy“ vor, sowie etwaige mehr oder weniger erfolglose TV-Serien, und der andere (Dan Foos) hat bisher noch nie professionell den Stift geschwungen. Zusammen entwarfen sie ein drittklassiges Skript – 1. Kino, 2. DVD - für die Sparte Fernsehprogramm am Abend. Warum es da nicht gelandet ist, lässt sich leicht beantworten. Wes Craven inszenatorische Fähigkeiten und den talentierten Schauspielern ist es zu verdanken, dass die an den Haaren herbeigezogene Geschichte teilweise spannend in Szene gesetzt werden konnte und so für kinotauglich befunden wurde. Dadurch wirkt „Red Eye“ vielleicht oberflächlich betrachtet halbwegs atmosphärisch, doch im Kern der Story alles andere als einfallsreich.

Bild 3 zu Red Eye
Hoffentlich beobachtet mich bloß keiner in dem vollbesetzten Flugzeug!

Ausgangspunkt für den obligatorischen „Thrill“ bzw. Plottwist, der weit entfernt von dem metaphorisch gesehenen Nackenschlag ist, dient zu Beginn ein kleiner Flirt zwischen der gestressten Hotelmanagerin Lisa Reiserts (Rachel McAdams, „Wie ein einziger Tag“) und dem charmanten Jackson Rippner (Cillian Murphy; „Batman Begins“). Obwohl der Ausdruck Charmant hier etwas deplaziert ist, denn außer ausgelutschten Abläufen, die jede billige Schnulze gleichermaßen bietet, wird an Ideenreichtum in Punkto zwischenmenschlicher Interaktion nicht viel geboten. Enttäuschend, wenn man bedenkt, dass diese 5-10 Minuten die entscheidenden Vorlage für den kurz darauf folgenden Wendepunkt der Story sind. Aus heiterem Himmel wird nämlich erwartungsgemäß die für zuerst gehaltene nette Bekanntschaft zum bitterbösen Alptraum für Lisa. Jackson entpuppt sich als unfähiger Profikiller, wie die Geschichte später zeigen wird. Er offenbart ihr die Drohung, dass sie ihren Vater verliert, sollte sie aus dem Flugzeug per Telefon den Politiker Charles Keefe (Jack Scalia, „Ground Zero“) nicht umgehend in ein anderes Hotelzimmer verfrachten. Im Zuschauer und „nicht Fachmann für Erpressungen“ keimt währenddessen langsam die Frage auf, warum der junge Mann die Aktion so kompliziert gestaltet? Hätte ein klassisches Kidnappen die im Laufe des Films auftauchenden Probleme nicht wesentlich reduziert? Sicherlich, aber dann wäre diese unglaubwürdige Geschichte nur halb so spannend ausgefallen als sie es momentan schon ist. Bei der Assoziation „Flugzeug gleich Terroristen“ dachte sich wohl das Autorenpaar, dass die ausweglose luftige Umgebung das Mainstream-Publikum begeistern wird. Schaut man zur IMDB, traurig aber wahr, funktioniert diese These tatsächlich.

Bild 4 zu Red Eye
Es gibt kein Entrinnen vor dem Telefon.


! Achtung, Spoiler vorhanden !

Hingegen aber nicht Rippners unter Druck setzende Äußerung gegenüber Lisa. Deswegen folgt kurz darauf eine halbstündige Diskussion und Demoralisierung des Opfers. Zwischendrin quetscht sich auch noch eine kurze Charakterstudie beiderseits, damit wenigstens irgendwen das mögliche Ableben der Hauptperson und dessen Vater interessiert. Mit einer Kopfnuss – welch formidable Idee, wusste der Killer doch, dass sie nicht den ganze Flug bewusstlos sein wird – und diversen Lügen gegenüber den beschränkten Stewardessen - „Tut mir leid, sie weint wegen einem Trauerfall in der Familie“ -, die sich nicht wundern, dass es trotz Seelenschmerz für den äußerlich erscheinenden Air-Sex auf der Toilette gereicht hat, kommt es auch alsbald zum ultimativen Showdown Marke „Scream“. Nicht, dass Jackson Rippner schon zuvor nie die Kontrolle über die weinerliche, aber auch störrische Lisa besaß, muss er nun auch noch Spott im Endkampf ertragen – ein klein wenig mehr Professionalität hätte nicht geschadet. Über Stühle fallend, total verplant hinterher rennend, geschieht zwangläufig das, was jedem Schwächling in der freien Wildbahn passiert. Sein Druckmittel, Lisas Dad, macht dem Trauerspiel ein Ende. Geschockt, und das nicht weil „Red Eye“ schwitzige Achseln verursacht, sackt man zusammen und ärgert sich wieder einmal über den hohen Eintrittspreis und verlässt schlecht unterhalten den Saal.

Fazit:


Ohne Wes Cravens routiniertes Händchen für Nervenkitzel und manch ansprechender Kamerafahrt wäre der Film in meiner Wertung gnadenlos gefloppt. So gibt’s noch gutmütige 1,5 Punkte + Fanbonus. Summa summarum 2 Filmklappen für einen anspruchslosen Thriller, trotz sporadisch auftauchender dichter Atmosphäre und tadellosen Darstellern.
 

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Userbewertung:

Autor:

Tamas

Eingetragen am:

27.08.2005

Aufgerufen:

10909 Mal

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