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Per Anhalter durch die Galaxis

 

The Hitchhiker`s Guide to the Galaxy, 2005

 
Poster zu 'Per Anhalter durch die Galaxis' kaufen
deutscher Start:2005
Herstellungsland:Großbritannien/USA
Regie:Garth Jennings
Drehbuch: Karey Kirkpatrick, Douglas Adams (Buch)
Darsteller:Martin Freeman, Sam Rockwell, Mos Def u.a.
Verleih:

Kino: Buena Vista, Touchstone Pictures
Genre:

Abenteuer
Länge:109 Minuten
FSK: ab 6 Jahren
Website:

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Inhalt:


Es scheint mal wieder einer dieser ereignisreichen Donnerstage für den Erdenmenschen Arthur Dent (Martin Freeman) zu werden, auf die er nicht besonders scharf ist. Denn anstatt seinen obligaten Tee zum Frühstück genießen zu dürfen, steht ein Abrisskommando vor seinem Haus, um dieses für eine Umgehungsstrasse dem Erdboden gleichzumachen. In bester Greenpeace-Protestmanier legt sich Arthur vor die Bulldozer als urplötzlich sein Freund Ford Prefect (Mos Def) mit einem prallgefüllten Einkaufswagen voller Bier und Erdnüsse anrauscht. Die Gefahr der Bauarbeiter scheint vorerst abgewandt, doch das Auftauchen von Ford hat eine weitaus globalere Bedeutung als sich erahnen ließe.

Bild 1 zu Per Anhalter durch die Galaxis
Raumschiffe aus ID4 sind im Vergleich zu den vogonischen Zerstörern harmlos.

Im örtlichen Pub unterbreitet Ford dem aufgewühlten Arthur, dass er nicht von der Erde, sondern von einem kleinen Planeten aus dem Beteigeuze-System stammt, und dass die Erde innerhalb der nächsten zehn Minuten durch eine vogonische Bauflotte gesprengt würde, um Platz für eine Hyperraum-Expressroute zu schaffen. Arthur hat sich unterdessen einer seelischen Sorge zugewandt: Tricia McMillan (Zooey Deschanel; Trillian), die ihn an einer Kostümparty sitzen ließ. Als pünktlich die Vogonen auftauchen, bricht weltweit Panik aus. Rechtzeitig rettet sich Ford und mit ihm der perplexe Arthur auf eines der Vogonen-Schiffe und rutschen in das wohl haarsträubenste Abenteuer, das die Galaxis je gesehen hat...

Kritik:


Nun ist der Film endlich da. Doch was ist es und wie ist er? Don`t Panic! "The hitchhicker`s Guide" von Celluloid-Dreams.de kennt die Antworten:

"Per Anhalter durch die Galaxis" basiert auf dem gleichnamigen ersten Sci-Fi-Kultroman von Autor Douglas Adams. Das Buch (1979; deutsche Übersetzung 81) sowie die Idee zu den vier Fortsetzungen (80;82;84;92) - deshalb auch „die größte Trilogie aller Zeiten“ genannt - entstammt Adams ursprünglichem Radioskript der Sendung auf BBC Radio 4 (1978-80), welche in zwei Staffeln zu je sechs halbstündigen Folgen die englischen Zuhörer erfreute. Daneben existiert eine, nach heutigen Maßstäben eher trashige, bei Fans beliebte Mini-TV-Serie (1981), die sich an den ersten sechs Radiofolgen anlehnt. Internationaler und vor allem auch kommerzieller Erfolg erlangte "Per Anhalter durch die Galaxis" aber besonders durch die Romanfassung, welche mittlerweile in über dreißig Sprachen übersetz wurde. Herzstück der gesamten Geschichte bildet der titelgebende "Hitchhicker`s Guide" - ein intergalaktischer Reiseführer für Tramper -, der auf ziemlich jede Frage eine Antwort kennt oder zumindest auf Lager hat: Für Ausflüge in den Weltraum - der bekanntlich "groß ist, verdammt groß, man kann sich einfach nicht vorstellen, wie groß, gigantisch, wahnsinnig riesenhaft der Weltraum ist" - also genauso unerlässlich wie ein Handtuch.

Bild 2 zu Per Anhalter durch die Galaxis
Die Vogonen sehen nicht nur unfreundlich aus - sie sind es auch!

"Per Anhalter durch die Galaxis" vereint typisch britischen Humor mit grenzenlos skurrilem Erfindergeist; wer sich also bei den Mothy Phytons zuhause fühlt, kommt an der Verfilmung zu "Per Anhalter durch dei Galaxis" ohnehin nicht vorbei (Adams hat zu Zeiten des "Monty Python`s Flying Circus" bei einer Episode das Drehbuch geschrieben). Der Kinofilm könnte man sich als Mischung zwischen Gilliams "Time Bandits", Brooks "Spaceballs" und „Groenings „Futurama“ vorstellen. Angesichts der Vorlage ist eine filmische Umsetzung eine ernstzunehmende Herausforderung, die durch Regisseur Garth Jennings, der eigentlich nur Videoclip-Erfahrung mitbringt, vorbildlich gehandhabt wurde. Das Drehbuch, woran Adams bis zu seinem plötzlichen Tod (11. Mai 2001; Herzinfarkt) jahrelang feilte, adaptiert wichtige Komponenten, bringt hauptsächlich passende Erweiterungen und integriert ebenfalls die nötigen CGI-Effekte stimmungsvoll, sodass keinesfalls ein überladener Eindruck entsteht. Es ist erfreulich, dass wenn irgendwie möglich die gute alte Tricktechnik zum Einsatz kommt und aufwendige Kostüme sowie Puppen nicht der Vergangenheit angehören - Jim Henson`s „creature workshop" sei Dank. Das Ganze hat zeitweise auch einen nostalgischen 80iger-Jahre-Charme, der mich persönlich unerwartet an den Kinderfilm "Explorers" (1985) erinnerte, indem noch Ethan Hawk sein Filmdebüt ablieferte.

Bild 3 zu Per Anhalter durch die Galaxis
Zaphod offeriert Ford einen unvergesslichen „pangalaktischen Donnergurgler“.

Dennoch bringt der Film dem eingefleischten Fan der Vorlage nicht uneingeschränkt die ersehnte Befriedigung; was ausschließlich an der im Vornherein unwahrscheinlichen Kompatibilität des Geschriebenen mit dem Filmformat liegen mag. Der Humor der Bücher ist einfach zu eigensinnig: Einerseits bieten der liebevolle und detaillierte Erzählstil zuwenig Handlungsspielraum, um einen mitreißenden Filmplot zu stricken, und andererseits liefert die Vorlage auch keinen Ansatz für eine lineare Erzählung. Eine britische Sci-Fi-Satire über die genauso tiefsinnige wie irrwitzige Sinnsuche in einem durchgeknallten Universum, wo die kuriose Reise mehr den Weg als Ziel und kaum eine dramatische Ader hat, ist eigentlich schlicht „unverfilmbar“. Das wurde natürlich versucht zu umgehen, indem sich eher unnötige Elemente wie eine zähe Liebesgeschichte dazugesellt, die wohl mehr dazudient dem Erwartungsgrad eines Hollywoodstandards Genüge zu tun. Sollte sich jemand die Frage stellen, ob er zuerst das Buch lesen soll, würde ich ihm von diesem Vorhaben abraten. Am erfrischendsten wirkt der Film sicherlich unvoreingenommen, danach sind die Bücher natürlich Pflicht.

Bild 4 zu Per Anhalter durch die Galaxis
Dieses Chaoten-Quartett hält den armen Arthur ganz schön auf Trapp.

Der Film beginnt mit einem wunderbaren „Delphine“-Intro, wonach auch dem letzen Kinobesucher klar sein dürfte, dass er sich nicht in ein handelsübliches Sci-Fi-Abenteuer gewagt hat, sondern sich mitten in einem ausgefallenem Ritt quer durch die Galaxis befindet: Ausgangspunkt Cottington (England) und als Ziel die Antwort auf die Frage aller Fragen. Die Auswahl der Schauspieler war sicherlich auch keine leichte Aufgabe, wurde aber zufriedenstellend gelöst und mit erfreulichen Gastauftritten bedacht. Der Hauptcharakter Arthur Dent wird von Martin Freeman ausreichend verkörpert, lässt einen aber auch nicht gerade in Begeisterungsstürme ausbrechen. Zooey Deschanel (Trillian) hingegen wirkt ziemlich austauschbar. Ziemlich gut spielt seine Rolle Sam Rockwell als abgedrehter Galaxispräsident Zaphod Beeblebrox, der zwei Köpfe sowie einen dritten Arm hat und ganz nebenbei der Erfinder des besten Drinks ist: Der „pangalaktische Donnergurgler“. Mos Def - womöglich der einzige Rapper der mich in Filmen bisher nicht aufregt - überrascht als Ford Perfect, selbst wenn er nicht die Coolness der Vorlage erreicht. Die spaßigsten Charaktere sind eindeutig die „Nichthumanen“, wie der paranoide Androide Marvin (Stimme: Alan Rickman). Ein depressiver Roboterprototyp mit „Echtem Menschlichen Persönlichkeitsbild“ (EMP), der zum Inventar des mit dem ersten unendlichen Unwahrscheinlichkeitsantrieb ausgestatteten Raumschiffes "Herz aus Gold" gehört und durch seine beachtliche Intelligenz - "„ein Gehirn mit der Größe von zehn Planeten“ - ständig unterfordert wird. „The Hitchhicker`s Guide“ (im Original von Stephen Fry vertont) unterbricht den Fluss der Geschichte stellenweise und setzt mit schön animierten Bildern zu Erläuterungen an. Eine neue und reichlich überflüssige Figur ist der Sektenführer Humma Kavula, der allerdings durch John Malkovich die nötige Charakterfeinheit erhält. Weitere Höhepunkte bieten sicherlich die gefühllose, bürokratische und mies gelaunte Rasse der Vogonen, die ihre Synchronisation unter anderem von Mitgliedern der britischen Komödiantentruppe „The League of Gentlemen“ erhält; oder auch der Todessturz eines Pottwals (Bill Bailey), welcher seine eingeschränkte Existenz durch unterhaltsame Gedankengänge kommentiert. Fans der BBC TV-Serie werden an einer Stelle das kurze Erscheinen des damaligen Arthur Dent (Simon Jones) zu schätzen wissen, sofern sie gut aufpassen.

Bild 5 zu Per Anhalter durch die Galaxis
„Per Anhalter durch die Galaxis“ hat auch seine gefühlvollen Momente.

Ebenfalls als ein Highlight könnte man die stimmungsvolle musikalische Untermalung bezeichnen, die dem Film hilft die Balance zu halten. Die Verfilmung des ersten Romans „Per Anhalter durch die Galaxis“ ist merklich mit viel Herzblut angegangen worden, zeigt aber irgendwo auch die Grenzen des Möglichen oder Sinnvollen auf - ähnlich wie „Clever & Smart“ bei den Comicverfilmungen. Die Bücher sind eine andere Welt, die sich nicht so einfach in Bilder erfassen lässt; diese Welt sollte man vermutlich besser in der eigenen Phantasie entdecken. Nichtsdestotrotz ist der engagierten Umsetzung eine Art Treue- und Verehrungswerk gelungen, die zwar ihrer Vorlage erwartungsgemäß nicht ebenbürtig werden konnte, aber ihrem verstorbenen Schöpfer ein würdiges, cineastisches Monument errichtet, welches hoffentlich viele „Anhalter“-Laien zum Lesen der größten und vor allem humorvollsten Sci-Fi-Trilogie aller Zeiten animiert. Don`t Panic - auf eine Fortsetzung der Kinoreihe darf man sich angesichts des Erfolges übrigens einstellen, so werden also auch die Unbelesenen irgendwann näher an das Geheimnis der ominösen „42“ gelangen können.

Fazit:


Gesalzene Erdnüsse zur Hand und ein paar kaltgestellte Bierchen vorsorglich in Reichweite deponiert: Die Verfilmung von Douglas Adams Sci-Fi-Kultroman „Per Anhalter durch die Galaxis“ beweißt, dass mit genügend Fingerspitzengefühl eine Verfilmung selbst bei schwierigster Vorlage in den Bereich des Machbaren rückt. Eine berauschende, kurzweilige Irrfahrt quer durch die Galaxis!
 

Bewertung[?]::

Userbewertung:

Autor:

Mr. Blonde

Eingetragen am:

21.06.2005

Aufgerufen:

25980 Mal

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