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 | Amityville Horror |  | | |
The Amityville Horror, 2005 | |
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| deutscher Start: | 2005 | | Herstellungsland: | USA | | Regie: | Andrew Douglas |
| Drehbuch: |
Scott Kosar |
| Darsteller: | Ryan Reynolds, Melissa George, Philip Baker Hall u.a. | | Verleih: | 20th Century Fox | | Genre: | Horror | | Länge: | 89 Minuten | | FSK:
| ab 16 Jahren |
| Website: | Link aufrufen | | Günstig DVD, Video, Buch oder Soundtrack zu "Amityville Horror" | 
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Inhalt:
George (Ryan Reynolds) und Kathy Lutz (Melissa George) glauben, am Ocean Drive 112 im idyllischen Amityville ihr Traumhaus gefunden zu haben.
George (Ryan Reynolds) & Kathy (Melissa George) und ihr Traum(?)haus.
Doch schon bald werden sie von unheimlichen Erscheinungen und alptraumhaften Visionen heimgesucht. Auf dem Haus scheint ein Fluch zu liegen und tatsächlich birgt es ein grauenhaftes Geheimnis: ein Jahr zuvor, am 13. November 1974, wurden seine damaligen Bewohner bestialisch ermordet. Für das Ehepaar und seine Kinder wird das neue Heim zu einer tödlichen Falle. |
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| Kritik:
Zu Zeiten der Horrorfilm-Flut in den 70er Jahren, deren Niveau nur selten über das billiger Schmuddelfilmchen hinauskam, reichte es, ein lediglich solides Werk abzuliefern, um einen „Klassiker“ zu schaffen. Den Studios ging es auch nicht um künstlerischen Anspruch, für sie waren spritzendes Blut und herumfliegende Eingeweide wertvoller als Gold. Einer dieser sicheren Geldmacher war „Amityville Horror“ des Regisseurs Stuart Rosenberg aus dem Jahr 1978, der die wahren Ereignisse um George und Kathy Lutz, die einige Jahre zuvor in den Nachrichten für Aufruhr sorgten, exploitierte. Mittlerweile gibt es fünf weitere Teile des Häuserspuks, die zwischen 1982 und 1993 entstanden und von denen sich nur „Amityville 2 – Der Besessene“ von Damiano Damiani, der sich mit italienischen Mafia-Filmen einen Namen machte, noch einen gewissen Ruf bewahren konnte.
Ich sehe was, was Du nicht siehst!
Heute ist die Situation ähnlich: Filme des Horror-Genres führen die amerikanischen Kino-Charts öfter an als jemals zuvor. Keine Woche ohne ein neues Remake oder die nächste Fortsetzung – Hauptsache das Risiko ist gering und der Gewinn hoch. Selbst bekanntere Namen können über diese Möglichkeiten des Marktes nicht mehr hinwegsehen. Vor allem Sam Raimi („The Boogeyman“) und „Amityville“-Produzent Michael Bay („The Texas Chainsaw Massacre“) beglücken uns regelmäßig mit ihren düsteren Visionen, auch wenn sie nicht interessiert genug sind, um selbst Regie zu führen. Bisher war das Ergebnis mehr als dürftig, vor allem das neue Kettensägenmassaker überzeugte nur mit purem Zynismus und einigen Splatter-Ideen, filmisch sorgte es aber mit seiner angestrengten Video-Clip-Ästhetik für einen katastrophalen Fehlschlag.
Noch versteckt sich Kathy hinter ihrem Freund, bald schon vor ihm.
Um so größer ist die Überraschung, dass Andrew Douglas „Amityville“-Remake sich positiv aus dem Sumpf der schnellproduzierten Horror-Stücke der letzten Jahre absetzen kann. Im Gegensatz zu seinen Konkurrenten begreift Douglas die neuen Möglichkeiten des Filme-Machens nicht als notwendiges Übel, mit dem man seinen Film von Anfang bis Ende zupflastern muss, sondern setzt sie nur in den Szenen ein, in denen es auch Sinn macht: Warum darauf bloß vorher keiner gekommen ist? So entsteht eine klassische, ruhige Atmosphäre, die immer wieder von schnelleren, visuell aufregenden Passagen durchbrochen wird. Höhepunkt ist die Inszenierung eines Drahtseilaktes der kleinen Tochter auf dem Dach des Anwesens – Zuschauer mit Höhenangst seien gewarnt.
Eine letzte Hoffnung: Kathy sucht kirchlichen Beistand.
Die Geschichte ist simpel: Familie zieht in ein verfluchtes Haus, das langsam anfängt, die Bewohner in den Wahnsinn zu treiben. In den 70ern gab es halt noch kein „Scream“ oder „The Sixth Sense“, die überraschende Wendungen als Grundbestandteile des Horror- und Thrillergenres etablierten. Außer im ersten Teil der „Freitag der 13te“-Reihe war das Böse meist eine klar definierte Kraft, die entweder in Form eines Monsters („Halloween“, „Freitag der 13te – Teil 2-10“) oder als übersinnliche Macht („Amityville“, „The Shining“) daher kam. Einziger Kritikpunkt kann hier sein, dass die Wandlung Reynolds ohne Abstufungen erfolgt: Entweder der liebende Stiefvater und Lebensgefährte oder der hasserfüllte, angsteinflößende „Schwarze Mann“. Eine Einschränkung, die mit Blick auf die beschränkten schauspielerischen Fähigkeiten Reynolds, der vor allem gut darin ist, seinen muskulösen Oberkörper in die Kamera zu halten, aber durchaus Sinn macht. |
| | Fazit: Endlich mal ein moderner Horrorfilm, der nicht nur auf schnelle Schnitte setzt, sondern aufregende Bilder sucht – und findet. |
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