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 | X-Men - Der letzte Widerstand |  | | |
X-Men: Der letzte Widerstand, 2006 | |
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| deutscher Start: | 2006 | | Herstellungsland: | USA | | Regie: | Brett Ratner ("Roter Drachen") |
| Drehbuch: |
Zak Penn, Simon Kinberg |
| Darsteller: | Patrick Stewart, Hugh Jackman, Ian McKellen u.a. | | Verleih: | 20th Century Fox | | Genre: | Action/Fantasie/Sci-Fi/Thriller | | Länge: | 107 Minuten | | FSK:
| ab 12 Jahren |
| Website: | Link aufrufen | | Günstig DVD, Video, Buch oder Soundtrack zu "X-Men - Der letzte Widerstand" | 
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Inhalt:
In „X-Men: Der letzte Widerstand“ droht ein „Heilmittel“ gegen Mutationen den Lauf der Geschichte für immer zu verändern. Zum ersten Mal haben Mutanten nun die Wahl: Entweder sie entscheiden sich dafür, ihre Einzigartigkeit zu bewahren und so ein isoliertes und von der Welt entfremdetes Leben zu führen, oder sie geben ihre Kräfte auf, um von der Gesellschaft akzeptiert zu werden.
Für Angel hat sein Vater das Anti-Mutations-Serum ursprünglich entwickelt.
Die unterschiedlichen Standpunkte der Mutantenanführer Charles Xavier (Patrick Stewart, „Star Trek: Nemesis“), der an das Gute im Individuum glaubt, und Magneto (Ian McKellen, „Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs“), der ganz im Sinne Darwins davon überzeugt ist, dass sich die stärkere Rasse durchsetzen wird, werden auf eine ultimative Probe gestellt. Der Krieg der Kriege, der alle Kämpfe beenden soll, steht kurz bevor... |
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| Kritik:
Das Regiekarussell um den Platz an der Spitze des Sommerblockbusters „Superman Returns“ drehte sich in den letzten Jahren lange und ausdauernd. Schließlich wurde überraschenderweise Bryan Singer („Die üblichen Verdächtigen“) für diesen begehrten Job verpflichtet. So stand die „X-Men“-Reihe vor ihrem abschließenden dritten Teil auf einmal ohne Regisseur da, hatte Singer doch die ersten beiden Teile beeindruckend in Szene gesetzt und war so natürlich auch für „Der letzte Widerstand“ fest eingeplant. Nun hat Regisseur Brett Ratner, der sich bisher mit solchen Filmen wie „Money Talks“, „Rush Hour“, „Roter Drache“ und „After The Sunset“ lediglich als solider Hollywood-Handwerker profilieren konnte, nur wenige Wochen vor Drehbeginn das Ruder übernommen – und damit trotz der schwierigen Bedingungen nun seinen bisher besten Film abgeliefert.
Mystiques erneuter Versuch der amerikanischen Staatsmacht zu entkommen.
Wenn „Spider-Man“ die Teen-Comedy unter den Comicverfilmungen ist, dann ist „X-Men“ die 80er Jahre Soap-Opera – also „Denver Clan“ und „Dallas“ statt „Breakfast Club“ oder „Sixteen Candles“. Und das hat wie fast alles andere auch seine Vor-, aber auch Nachteile. Zum einen gibt es durch die unzähligen Verstrickungen unterschiedlichster Art zwischen den Gruppen (Memento, Prof. Xavier und den Menschen) und den Mutanten selbst, immer genug zu erzählen, um glaubwürdig ausreichend emotionale Höhepunkte in den Film zu integrieren. So gibt es in „X-Men: Der letzte Widerstand“ eine romantische Geschichte zwischen Wolverine (Hugh Jackman, „Van Helsing“) und Jean Grey/Phoenix (Famke Janssen, „Hide And Seek – Du kannst Dich nicht verstecken“), ein angedeutetes Liebesdreieck zwischen Rogue (Anna Paquin, „Darkness“), Shadowcat (Ellen Page, „Hard Candy“) und Iceman (Shawn Ashmore), aber auch persönliche Rivalitäten wie etwa zwischen Iceman und seinem ehemaligen besten Freund Pyro (Aaron Stanford, „The Hills Have Eyes – Hügel der blutigen Augen“). Für genug Abwechslung ist also auch in den actionfreien Szenen immer gesorgt.
Einst kämpften Professor Xavier und Magneto noch für die gleiche Sache.
Zum anderen hat aber der dritte „X-Men“-Teil wie jede Soap einen immensen Verschleiß an Charakteren (darunter auch einige Überraschungen, die sich das Franchise nur leisten kann, weil ein vierter Teil nicht mehr geplant ist: der müsste sonst auch „The Next Generation“ heißen). Aber anders als bei einer wöchentlichen oder gar täglichen Serie hat „X-Men: Der letzte Widerstand“ mit seinen gerade mal 107 Minuten natürlich erheblich weniger Zeit, um den Zuschauer für die neuen Figuren zu begeistern. Gerade Comic-Unkundige werden so Probleme damit haben, sich bei den eher blass bleibenden Neuzugängen Shadowcat, Angel und Colossus (Daniel Cudmore, „Alone In The Dark“) nicht nur für ihre Kräfte, sondern auch für die Geschichten dahinter zu interessieren. Lediglich Beast (Kelsey Grammer, der „Frasier“ aus der gleichnamigen Sitcom) hat genug Szenen, um sich als Vertrauter des US-Präsidenten ein ausreichendes Profi zu erarbeiten.
Beliebtes Fanthema: Sollte Berrys Rolle als Storm wirklich ausgebaut werden.
Die „X-Men“-Comics gehören mit ihren Rassen- und Faschismusproblematiken zu den politisch interessantesten Comicreihen überhaupt. Schon bei den ersten beiden Filmen machte dieser Aspekt einen gewichtigen Anteil ihrer Qualität aus. Hielt sich Singer mit seinen kritischen Anspielungen aber noch zurück, spielte eher die subversive Karte aus, macht Ratner die politischen Anteile nun im dritten Teil zum Zentrum des Films. Das Serum, dass in „X-Men: Der letzte Widerstand“ als Heilmittel für Mutanten entwickelt wird, steht im Endeffekt metaphorisch für den Versuch eines nicht zu rechtfertigenden Völkermords – in diesem Zusammenhang ist auch die jüdische Abstammung von Magneto einzuordnen, dessen Motivation im Kampf gegen die Menschen ist, einen zweiten Holocausts, diesmal an den Mutanten, mit allen Mitteln zu verhindern. Ein besonders interessantes – und auch besonders kritisches - Element ist dabei, dass eine Vielzahl von Mutanten (u.a. Rogue) durchaus dazu bereit sind, sich der Behandlung zu unterziehen und ihr Selbst zu verleugnen, nur um endlich auch „normal“ zu sein – auch hier sind die Bezüge zum Nationalsozialismus unverkennbar.
Der Star der X-Men: Der coole und unnahbare Wolverine (Hugh Jackman).
Inszenatorisch liefert Regisseur Ratner absolut solide Arbeit ab. Zwar beschränkt er sich mit überbordenden Special-Effects-Feuerwerken bis auf einige kürzere Action-Sequenzen zwischendurch auf den krachenden Showdown (der titelgebende letzte Widerstand), zieht da dann aber auch inklusive einer schwebenden Golden Gate Bridge alle Register. Dieser Verzicht darauf, ein einziges Knallbonbon sein zu wollen, ermöglicht es dem Zuschauer aber, sich im Anfangs- und Mittelteil des Films voll auf die persönlichen Konflikte einzulassen – die zumindest was die altbekannten Charaktere wie Magneto, Prof. Xavier, Wolverine, Jean Grey, Rogue und Cyclobs (James Marsden, „Superman Returns“) auf der emotionalen Schiene auch durchgehend perfekt funktionieren. |
| | Fazit: Der neue Mann am Steuer des „X-Men“-Franchise, Regisseur Brett Ratner, schafft es nicht wirklich, auf die beiden ersten Teile von Bryan Singer noch einen draufzusetzen – er macht seine Sache aber auch auf keinen Fall schlechter als sein Vorgänger. So ist „Der letzte Widerstand“ ein würdiger Abschluss der „X-Men“-Trilogie. |
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