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Wrong Turn 2

 

Wrong Turn 2 - Dead End, 2007

 
Poster zu 'Wrong Turn 2' kaufen
deutscher Start:2007
Herstellungsland:Kanada/USA
Regie:Joe Lynch
Drehbuch: Alan B. McElroy, Turi Meyer, Al Septien
Darsteller:Erica Leerhsen, Henry Rollins, Texas Battle u.a.
Verleih:

Highlight
Genre:

Action/Horror/Thriller
Länge:90 Minuten
FSK: ab 18 Jahren
Website:

Link nicht vorhanden

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Inhalt:


Das hat sich Kimberly (Kimberly Caldwell) auch anders gedacht, als sie in ihrem Cabrio auf der Suche nach dem Drehort einer Reality-Survival-Show die falsche Abzweigung nimmt und daraufhin kurzerhand von einem monströsen Degenerierten vertikal halbiert wird. Ihre Mitbewerber Nina (Erica Leerhsen), Jake (Texas Battle), Amber (Daniella Alonso), Jonesy (Steve Braun) und Elena (Crystal Lowe) ahnen derweil noch nichts von Kimberlys Schicksal, werden stattdessen von Moderator Dale (Ex-Black Flag-Frontmann Henry Rollins), Kameramann M (Matthew Currie Holmes) und dessen Freundin Mara (Aleksa Palladino) empfangen und richten sich im Wald-Camp ein. Nachdem die Dreharbeiten der absurden Reality-Show begonnen haben und die Teilnehmer in Grüppchen eingeteilt worden sind, müssen alle Anwesenden befürchten ein ähnliches Ende wie Kimberly zu finden – zerstückelt und verspeist von mutierten Kannibalen, die im Wald ihr Unwesen treiben.

Kritik:


Es verbietet sich eigentlich in Zusammenhang mit einem Film von einem Produkt zu sprechen. Schließlich handelt es sich dabei um Kunst, folglich um nichts Profanes was man lieblos in einen Warenkorb legt, es zur Kasse bringt, der Kassiererin 19,95 € in die Hand drückt und dann von Dannen zieht, um es zu Hause zu gebrauchen. Nein, so ein Film ist natürlich viel wertvoller. Er ist der Schlüssel in eine andere Welt, er entführt, berührt, erschreckt, erheitert und lenkt für 2 Stunden vom Alltag ab, wenn die Erschaffer denn alles richtig gemacht und genug Liebe, Leidenschaft und Freude in ihr Werk gesteckt haben. In „Wrong Turn 2: Dead End“ ist all das nicht vorhanden, weswegen man die Fortsetzung des ohnehin schon schwachen, aber offenbar ziemlich erfolgreichen „Wrong turn“ aus dem Jahre 2003 durchaus als Produkt bezeichnen kann. Eine tote Sache, die soeben vom Fließband in die Videotheken gerutscht ist, um noch ein bisschen Geld mit dem Namen abzustauben, lieb- und leblos runter gekurbelt für den schnöden Hausgebrauch, von Regie-Debutant Joe Lynch zusammen gesetzt aus einfältigen Versatzstücken aus „Blair Witch Project“, „Texas Chainsaw Massacre“, „The Hills Have Eyes“ und dem ersten Teil, uralten Genreschemata und all dem angesagten Scheiss, der aus Filmen Geld macht.

Bild 1 zu Wrong Turn 2: Dead End
Ich bin kein Star. Holt mich hier raus!

Eins kann man Joe Lynch nicht vorwerfen: Er macht keine halben Sachen. Wo man in „Wrong Turn 2“ hin sieht, suppt es rot, wird gehackt, aufgeschlitzt, enthauptet, gespalten, zerfleischt, durchbohrt, zerstückelt, zerfetzt und aufgespießt. Die 93 Minuten Laufzeit sind reichhaltig gefüllt mit derben Splattermomenten. Da fliegen dem Zuschauer Blut und Gedärme um die Ohren und auch sonst haben die Scriptautoren Turi Meyer und Al Septien allerlei Geschmacklosigkeiten an Ort und Stelle platziert, vom Mutanten-Sex, über Mutanten-Entbindung, Mutanten-Onanie bis hin zu versehentlichem Kannibalismus. Die Macher waren offensichtlich sehr darauf bedacht, möglichst viele, eklige Details in ihrem Film unterzubringen, haben darüber hinaus aber völlig vergessen dieses Blutbad auch mit cleveren Ideen zu versehen und vor allem in einen ansehnlichen Spannungsbogen zu verpacken. In rasendem Tempo scheucht Joe Lynch seine Pappkameraden durch die verschiedenen Stationen und hakt munter die Checkliste ab; da können solch nebensächliche Dinge wie Spannung und Atmosphäre schon mal auf der Strecke bleiben. Durch den allzu episodischen Aufbau will „Wrong turn 2“ einfach keine klare Linie finden. Sobald eine Episode droht ein wenig spannend zu werden, wird auch schon wieder an einen anderen Ort gewechselt und so zuverlässig alle guten Ansätze im Keim erstickt. In den Film hinein finden, kann der Zuschauer so gut wie nie, weshalb die zahlreichen Gore- und Ekelszenen in ihren drastischen Ausmaßen eher unfreiwillig komisch anmuten – sicherlich nicht der Effekt, den sich die Macher gewünscht haben - und auch die zaghaften Schritte gen Medienkritik wirken plump, naiv und angestrengt.

Bild 2 zu Wrong Turn 2: Dead End
Punk-Ikone, Schriftsteller und B-Movie-Darsteller: Henry Rollins.

Nach einem durchaus netten Start wird die Klischeemühle gut geölt und mit großem Trara in Gang geworfen, wenn die Charaktere in kurzen Clips angerissen werden. Wir haben die taffe Außenseiterin, die sich als Surviving-Girl anbietet, den bibelfesten, aber dankbarerweise recht normalen Quoten-Schwarzen, eine durchtrainierte Kampf-Lesbe, ein von Selbstzweifel geplagtes Sensibelchen, die obligatorische Fick-mich-im-Wald-Schlampe, einen Militär-Rambo als Moderator, einen triebgesteuerten und sensationsgeilen Kameramann, eine möchtegern-prominente Melrose-Place-Schickse als Startopfer und last but not least einen jammernden Loser, aus dem ein niemals enden wollender Wortschwall aus Stumpfsinn und Dämlichkeit heraus schwappt, sodass man die Sektkorken knallen lässt, wenn er dann endlich tot ist. Ein gesichtsloserer Haufen ist wahrlich schon lange nicht mehr durch einen Horrorfilm gekaspert, aber auch die degenerierte Gegenseite ist nicht gerade erträglicher mit ihren albernen Hampeleien und vor allem nicht unheimlich. Die darstellerischen Leistungen lassen dann auch weitestgehend zu wünschen übrig. Nur Erica Leerhsen, Texas Battle und Aleksa Palladino liefern etwas ab, was man annähernd als Schauspiel bezeichnen könnte und drängen ihren platten Figuren ein wenig Profil auf, während Crystal Lowe immerhin durch die Entblößung ihrer Oberweite in Erinnerung bleibt.

Bild 3 zu Wrong Turn 2: Dead End
Von Woody Allen-Filmen zu peinlichem B-Horror: Erica Leerhsen.

Ein ständiger Negativfaktor ist auch die Inszenierung von Joe Lynch, dem es einfach nicht gelingen will, aufregende Bilder einzufangen. „Wrong Turn 2“ bewegt sich visuell auf unterstem TV-Niveau, eine fade Einstellung reiht sich an die Nächste und von der Wald-Kulisse ist nichts weiter zu sehen, als ein paar langweilige Bäume und Büsche aus der Boden-Perspektive. Ein Armutszeugnis, wo doch Wälder immer wieder für atmosphärische Bilder mit rauschenden Gewässern, idyllischen Wiesen und rauer Wildnis gut sind. Der perspektivische Wechsel in die Reality-Show-Kameras der Protagonisten ist hier schon das Höchste der Gefühle und auch der Score ist ziemlich öde, wirkt unpassend und plastisch. Einzig mit den Effekten kann „Wrong Turn 2: Dead End“ nochmal ordentlich punkten, da jene nicht nur erfrischend einfallsreich sondern auch angemessen authentisch umgesetzt wurden. Hier haben sich die Macher ganz offensichtlich am meisten Mühe gegeben.

Bild 4 zu Wrong Turn 2: Dead End
Nina und Jake auf der Flucht vor den blutrünstigen Monstern.

Letztendlich muss man gestehen, dass „Wrong Turn 2: Dead End“ immerhin angenehm kurzweilig ist. Joe Lynchs Film ist ein hübscher, hirntoter und unheimlich blutiger Partyfilm, der am besten in geselliger Runde angeschaut werden sollte; mit einem Promille durchaus genießbar, mit 2 Promille wahrscheinlich ein Riesenspaß, nüchtern dank hohem Trash-Appeal gerade noch erträglich, solange man das Gezeigte nicht allzu ernst nimmt und nicht die große Offenbarung erwartet. Leider erscheint der Film in Deutschland in einer um satte 3 Minuten gekürzten Fassung; dass es sich dabei wohl kaum um irgendwelche Dialogszenen handelt, dürfte sich wohl jeder selbst denken können. Somit wird „Wrong Turn 2: Dead End“ auch noch die letzte kleine Existenzberechtigung entzogen.

Fazit:


„Wrong Turn 2: Dead End“ reiht sich ohne Umschweife in die Kategorie der überflüssigen, lieblosen und billigen Sequels ein, wobei er immerhin durch seine derben Splattereien (in der Originalfassung) einen gewissen trashigen Unterhaltungswert im Stile der 70er- und 80er-Exploitation-Horrorwelle zu bieten hat.
 

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Userbewertung:

Autor:

Kevin

Eingetragen am:

06.10.2007

Aufgerufen:

24267 Mal

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