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 | Winn-Dixie - Mein zotteliger Freund |  | | |
Because of Winn-Dixie, 2005 | |
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| deutscher Start: | 2005 | | Herstellungsland: | USA | | Regie: | Wayne Wang (" Manhattan Love Story") |
| Drehbuch: |
Kate DiCamillo (Novelle), Joan Singleton |
| Darsteller: | Jeff Daniels, Annasophia Robb, Eva Marie Saint u.a. | | Verleih: | 20th Century Fox | | Genre: | Drama/Komödie/Familienfilm | | Länge: | 106 Minuten | | FSK:
| ab 0 Jahren |
| Website: | Link aufrufen | | Günstig DVD, Video, Buch oder Soundtrack zu "Winn-Dixie - Mein zotteliger Freund" | 
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Inhalt:
Zusammen mit ihrem allein erziehenden Vater (Jeff Daniels, „Dumm und Dümmer“), dem Prediger, zieht die 10jährige Opal (Annasophia Robb, „Charlie und die Schokoladenfabrik“) nach Naomi, einer verschlafenen Kleinstadt in Florida. Bei einem Streifzug durch den Ort findet sie einen streunenden Hund, den sie nach dem Fundort benennt – dem Supermarkt „Winn-Dixie“.
Opal und Winn-Dixie sind gekommen um eine ganze Stadt zu retten.
Zusammen mit Winn-Dixie gelingt es ihr, wieder Kontakt zwischen den im Laufe der Jahre vereinsamten und verschroben gewordenen Bewohnern herzustellen und Leben nach Naomi zu bringen. Aber am meisten hofft Opal darauf, dass es ihr gelingt, das gestörte Verhältnis zwischen sich und ihrem Vater wieder herzustellen. |
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| Kritik:
Die Welt wird immer unpersönlicher, setzt sich in Bus oder Bahn jemand neben uns, obwohl noch andere Plätze unbesetzt sind, empfinden wir das als unnormal und unangenehm. Mit Unbekannten ins Gespräch zu kommen – und sei es der Nachbar vom übernächsten Haus – wird immer schwieriger. Eine Entwicklung, die mittlerweile selbst in die ländlichen Gebiete Floridas vorgedrungen scheint – und das, obwohl hier die Kirche noch im Lebensmittelladen untergebracht ist und jeder jeden kennt. Vor allem die Älteren, hier die Bibliothekarin (Eva Marie Saint, „Der unsichtbare Dritte“) und die Dorfhexe, sind betroffen, ihnen fehlen zusätzlich die alltäglichen Kontakte in Schule oder Job. Erst als Opal zusammen mit ihrem Hund Winn-Dixie eine Pro-Freundschaft Kampagne startet, gibt es wieder Hoffnung für die eingefahrene, von Vorurteilen geprägte Dorfgemeinschaft, in der keiner sich traut, den ersten Schritt zu machen, auf den anderen zuzugehen. Als gelungene Metapher für die Entwicklung Naomis dient ein Bild, das Opal von der Stadt malt. Zunächst besteht es nur aus schwarzen Kreidestrichen, erst nach und nach fügt sie die Farben hinzu. Genau wie die Herzen der Bewohner werden sich hoffentlich auch die der Zuschauer für die Aktion der beiden kleinen Helden erwärmen.
Mindestens drei Minuten – das ist auch bei einem Hund nicht anders.
Entdeckung des Films bleibt aber die Jungdarstellerin Annasophia Robb, die nach der Kaugummi-Weltmeisterin Violetta Beauregarde in Tim Burtons Meisterwerk „Charlie und die Schokoladenfabrik“ ihre erste Hauptrolle spielt. Überzeugte sie in „Charlie…“ noch durch ihr artifizielles, überzogenes Spiel, ist in „Winn-Dixie“ Natürlichkeit ihre große Stärke. Das hebt sie in der Riege der Kinderstars sogar über die von allen Seiten umjubelte Dakota Fanning. Die nämlich kann nur große Rollen spielen – unheimliche, von Aliens entführte Mädchen mit Borderline-Syndrom oder zumindest Asthma. Schauen sich Erwachsene ihre Filme an, ist große Bewunderung der „für das Alter“-Fähigkeiten das Ergebnis, Kinder werden aber mit der überzogenen Darstellung wenig anfangen können. Ganz anders Robb, Erwachsene werden ihre Leistung vielleicht als niedlich abtun, Kinder aber können sich voll und ganz mit ihr identifizieren.
Mit der Bekehrung einer Gemeinde fängt man am besten in der Kirche an.
In der Eröffnungssequenz sieht man Opal beim Baseball spielen - langsam zieht die Kamera zurück, ein Baum kommt ins Bild, ein Feld im Hintergrund, spät erst merkt der Zuschauer, das Opal alleine ist, keine anderen Kinder mit ihr spielen. Ein einziger Zoom, der Opals kindlich-optimistisches, kämpferisches Gemüt charakterisiert, gleichzeitig die zerstörte Sozialstruktur Naomis offenbart und von großem filmischen sowie menschlichem Verständnis der Macher zeugt. Auch wenn der Film durchgehend solide inszeniert ist, erreicht er die Genialität der ersten Szene nur noch ein einziges Mal: Als Opal Winn-Dixie im Supermarkt zum ersten Mal begegnet, ist die Jagd auf den Hund wie in einem Horrorfilm aufgebaut, etwas Unbekanntes versteckt sich hinter den Regalreihen während die Phantasie des Zuschauers durch einen unheimlichen Score noch weiter angeregt wird.
Für sich selbst Freunde zu finden fällt Opal am schwersten.
Die actionreichen Slapstick-Szenen um Hundezähne putzen oder Supermarkt-Randale rissen die jungen Zuschauer zu wahren Begeisterungsstürmen hin und dürften auch bei den Größeren zumindest für das ein oder andere Lächeln gut sein. Leider kommen diese Szenen in der ersten Hälfte zu gehäuft, später dann gar nicht mehr. Dafür nimmt Opal sich der Dorfbewohner an, ergründet ihre Geheimnisse und Wünsche, mit großer Ernsthaftigkeit werden in den langen Gesprächen auch für Kinderfilme eher ungewohnte Themen wie Alkoholismus und Einsamkeit behandelt. Ohne eine Durchmischung mit bewegteren Bildern haben die Dialoge aber trotz der moralischen Präzision doch Längen. Und das Ende, bei dem im strömenden Regen der verschwundene Winn-Dixie gesucht wird, will scheinbar überhaupt nicht mehr aufhören. |
| | Fazit: Ein phantasievolles Märchen um die Rettung einer fast verlorenen Stadt, das aktuelle Themen mit ungewohnter Ernsthaftigkeit behandelt. Einzige Schwächen sind das zu ausgewalzte Ende, das aus dem Feel-Good- ein Feel-Better-Movie macht, und die schlechte Vermischung von dialoglastigen und actionreichen Szenen. |
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