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 | Wild Country |  | | |
Wild Country, 2005 | |
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| deutscher Start: | 2007 | | Herstellungsland: | Großbritannien | | Regie: | Craig Strachan ("Hidden") |
| Drehbuch: |
Craig Strachan |
| Darsteller: | Samantha Shields, Martin Compston, Steve Capaldi u.a. | | Verleih: | Legend Home Entertainment | | Genre: | Horror | | Länge: | 70 Minuten | | FSK:
| ab 16 Jahren |
| Website: | Link nicht vorhanden | | Günstig DVD, Video, Buch oder Soundtrack zu "Wild Country" | 
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Inhalt:
Die jugendliche Kelly-Ann (Samantha Shields) hat es wirklich nicht leicht im Leben: Just von ihrem Baby entbunden, wird ihr Jenes auch schon vom Gemeindepriester (Steve Capaldi) gemobbst und an eine Pflegefamilie weitergereicht. Um sich von diesem Trauma zu erholen und den Verlust ihres Kindes zu verarbeiten, nimmt sie an einer Wanderung für Jugendliche teil. Organisiert von Priester Steve müssen sich Kelly-Ann und ihre Freunde David (Kevin Quinn), Louise (Nicola Muldoon) und Mark (Jamie Quinn) 21 Meilen durch den finsteren Wald, über Hügel und Täler schlagen. Unerwartet schließt sich dann auch Lee (Martin Compston), Kellys Ex-Freund und Vater des Kindes, der Gruppe an, der die Halbstarken auch gleich mit alkoholischen Getränken eindeckt. In einer Höhle zwischen übel zugerichteten, menschlichen Überresten finden die Kids schließlich ein kleines Baby, dem sich Kelly sofort annimmt und Muttergefühle entwickelt. Als die Nacht anbricht müssen sie schnell feststellen wer oder was das Blutbad in der Höhle angerichtet hat. Von einem wolfsähnlichen Ungetier werden die 6 durch den Wald gehetzt. |
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| Kritik:
Alle Jahre wieder zieht es tausende von Cineasten in Richtung Fantasy Filmfest, auf dass sie von den besten Horror- und Fantasyfilmen des Jahres gut unterhalten werden. Wenn man allerdings ehrlich ist, gestaltet sich das Angebot des legendären Festivals immer recht durchwachsen. So auch im Jahre 2006. Neben einigen echten Überfliegern („Brick“, „Severance“, „http://www.celluloid-dreams.de/asia/show/Hausu.html“) und einer Menge Durchschnittsware („Frostbite“, „Scared“), gibt es eben auch viele unerhört schlechte Tiefschläge („H6 - Tagebuch eines Serienkillers“) und stinklangweilige Mysterygurken („The Hidden“). Der No-Budget-Tierhorror „Wild Country“ von Debutant Craig Strachan reiht sich ohne Weiteres in die letzten beiden Kategorien ein. Strachans Machwerk darf sogar als schlechtester Beitrag zum FFF 2006 bezeichnet werden.
Noch ist die Truppe guter Dinge. Das Budget für „Wild Country“ ist tatsächlich so gering ausgefallen, dass sich Strachan nicht mal halbwegs geübte Darsteller leisten konnte. Stattdessen hat er irgendwo einige blutjunge Laien aufgegabelt, die überraschenderweise nicht mal sonderlich attraktiv sind, womit weder starke Schauspielleistungen noch Schauwerte gegeben sind. Diesen Umstand versucht Strachan mit der peinlichen Ausrede, es sei realistischer, zu kaschieren. Ganz auf Realismus sind auch die Dialoge getrimmt, denn belustigend-überspitzten Teen-Talk oder wenig subtile Balzgebärden, wie das sonst der Fall ist, gibt es hier nicht. Stattdessen sind Klopapier, Hodendresche und Durchfall die bevorzugten Gesprächsthemen. Mit derlei Aussagen sollte man stets vorsichtig sind. Wenn man nämlich auf der einen Seite von Realismus predigt, auf der anderen allerdings ein überdimensioniertes Stofftier als mörderische Bestie verkaufen möchte, setzt man sich zwangsläufig der Lächerlichkeit aus.
Wer hat Angst vorm Krümmelmonster? Zunächst versucht es Strachan aber auf subversiver Ebene, mit gefährlich-glühenden Augen in der Dunkelheit und ungemein gruseligen Silhoutten. Spätestens wenn sich das Plastik-Ungetüm in seiner vollen Pracht präsentiert, kann man sich das Lachen beim besten Willen nicht mehr verkneifen. Gegen dieses Gummiviech sind selbst die Glücksbärchies der reinste Horror. Dennoch beginnt es die Teens nun einen nach dem anderen genüßlich zu verspeisen, womit der wohl langweiligste Überlebenskampf aller Zeiten mit grausig, schlechten Gore-Effekten beginnt. In ihrer scheinbar ausweglosen Situation fühlen sich die Kids zu den schwachsinnigsten Taten berufen, wobei der Versuch das Gummimonster mit Pappmaschee-Felsbrocken zu überrollen, nur die Spitze des Eisbergs darstellt. Zeitgleich werden die Protagonisten dazu verleitet die üblichen Sprüche zum Besten zu geben („Wir müssen unbedingt zusammen bleiben“, „Es wird uns alle töten“). Zwischendurch versucht man uns mit Vögeln, perversen Hinterwäldlern und niedlichen Schäfchen zu erschrecken.
Die Gummibestie gönnt sich ein leckeres Stück Bauernfleisch. Auch inszenatorisch hat sich Regisseur und Drehbuchautor Strachan wahrlich keinen Gefallen getan. Für mehr als eine DV-Kamera hat das Geld auch nicht gereicht, was den amateurhaften Stil des unerfahrenen Regisseurs nur zusätzlich unterstreicht. Die Aufnahmen bei Tag sind hässlicher als die Plastikbestie und die Darsteller zusammen. Speziell hier stechen die miserablen Produktionsbedingungen deutlich hervor. Doch auch die Nachtaufnahmen sind alles andere als ansehnlich geraten. Wenn Taschenlampen oder sonstige Lichtquellen im Bild sind, sind schon nicht mehr als Umrisse zu erkennen. Ohne Licht muss man sich sehr anstrengen, um überhaupt irgendetwas zu sehen. Vielleicht wäre nach dem Genuss dieses Machwerks ein Besuch beim Augenarzt angebracht.
Kelly-Ann kämpft um ihr Leben und um das des ominösen Babys. Nach nur 70 Minuten ist der Spuk auch schon wieder vorbei, wobei man auf einen albernen Schlusstwist natürlich nicht verzichten wollte, um dem ganzen Unsinn noch die Krone aufzusetzen. Letztendlich muss man „Wild Country“ bescheinigen, dass er nichts zu bieten hat, was ihn vor der Mindestwertung schützt. Um diese seltendämliche Gurke sollten selbst Trashfans einen weiten Bogen machen. Wer sich dennoch eine Portion britischen Backwoods-Horror mit B-Movie-Touch gönnen möchte, sollte zum amüsanten Schlachtfest „Wilderness“ oder zum atmosphärischen „Isolation“ greifen oder einfach mal wieder „The Descent - Abgrund des Grauens“ aus dem Sammlerschrank kramen. |
| | Fazit: Traurig aber wahr! „Wild Country“ ist nicht eine einzige Minute lang unterhaltsam, viel mehr durchgehend unfreiwillig komisch. |
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