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V wie Vendetta

 

V for Vendetta, 2005

 
Poster zu 'V wie Vendetta' kaufen
deutscher Start:2006
Herstellungsland:Deutschland/USA
Regie:James McTeigue
Drehbuch: Andy Wachowski, Larry Wachowski, Alan Moore, David Lloyd
Darsteller:Natalie Portman, Hugo Weaving, Stephen Rea u.a.
Verleih:

Warner Bros.
Genre:

Action/Drama/Sci-Fi/Thriller
Länge:132 Minuten
FSK: ab 16 Jahren
Website:

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Inhalt:


Vor dem Hintergrund eines fiktiven totalitären Staates im Großbritannien der Zukunft, erzählt „V wie Vendetta“ die Geschichte einer jungen Frau aus der Arbeiterklasse namens Evey (Natalie Portman, „Star Wars: Episode III“), die von einem maskierten Mann (Hugo Weaving, „Matrix Revolutions), der unter dem Pseudonym „V“ bekannt ist, aus einer lebensbedrohlichen Lage gerettet wird. V, ein zugleich belesener, exzentrischer, empfindsamer und intellektueller Mensch, hat sein Leben der Befreiung seiner Mitbürger von jenen verschrieben, die sie bis zur vollkommenen Gleichgültigkeit terrorisiert haben. Aber er ist auch ein verbitterter, rachsüchtiger, einsamer und brutaler Mensch, der von seiner persönlichen Vergeltungssucht getrieben wird.

Bild 1 zu V wie Vendetta
V, Kämpfer für die gerechte Sache oder egoistischer Racheengel?

In seinem Bestreben, die englischen Bürger von der Korruption und Grausamkeit der Regierung zu befreien, verdammt er die tyrannische Natur der Führungsriege und fordert seine Mitbürger auf, mit ihm am 5. November – dem traditionellen Guy Fawkes Day – vor das Parlament zu ziehen. An jenem Tag des Jahres 1605 entdeckte man Guy Fawkes und 36 Fässer Schießpulver in einem Tunnel unter dem Parlamentsgebäude. Er und seine Mitverschwörer hatten als Hochverräter den so genannten Gunpowder Plot als Reaktion auf die tyrannische Regierung unter James I. geplant. Fawkes und die übrigen Saboteure wurden gehängt, ausgeweidet und gevierteilt – ihre Umsturzpläne wurden nie ausgeführt. Im Geiste dieser Rebellion, in Erinnerung an diesen Tag, schwört V, Fawkes’ Plan durchzuführen, wie er für den 5. November 1605 vorgesehen war: Er will das Parlament in die Luft sprengen...

Kritik:


Durch ihre misslungenen Blockbuster-Fortsetzungen „Matrix Reloaded“ und „Matrix Revolutions“ hat das Regiebrüderpaar Wachowski fast soviel Ansehen verloren, wie es sich zuvor mit seinem Sci-Fi-Hit „Matrix“ und seinem schwarzhumorigen Erstling „Bound – Gefesselt“ erarbeitet hatte. So haben sich die beiden bei ihrem neuesten Projekt, der auf einem Vertigo-Comic basierenden Verfilmung von „V wie Vendetta“, ein wenig zurückgenommen und sich auf das Produzieren und das Schreiben des Drehbuchs beschränkt. Die Inszenierung selbst hat James McTeigue übernommen, der bisher nur als Regisseur von Werbespots und als Regieassistent unter anderem bei der „Matrix“-Trilogie Erfahrungen sammeln konnte und nun mit „V wie Vendetta“ sein Kino-Regie-Debüt abliefert. Aber wo die letzten beiden „Matrix“-Teile noch fast unerträglich waren, weil die Wachowskis viel zu abgehobene, im Endeffekt sinnlose Visionen umsetzten, tun sie hier das genaue Gegenteilung: Jede Anspielung, jedes Zitat wird solange bis ins kleinste Detail erklärt, bis wirklich jeder es verstanden hat – und das ist auch nicht viel besser, gehen die offensiven Erklärungen dem Zuschauer doch schon ziemlich bald gehörig auf die Nerven.
Bild 2 zu V wie Vendetta
Noch sind sie Haare dran, später läuft Portman mit einem Kahlkopf herum.

Die optische Ausrichtung des Films lässt sich wohl am besten mit dem Wort „unspektakulär“ titulieren, hält sich der Film in Sachen Schauwerte doch erschreckend-konsequent zurück, bietet erst in der letzten Viertelstunde ein wenig fesselndes Eye-Candy. Für einen Werbe-Regisseur ist McTeigues visuelle Kraft dabei erstaunlich schwach ausgebildet, außer ein paar wenigen Zeitlupen-Fights in „Matrix“-Manier hat er keine inszenatorischen Einfälle zu bieten, findet für Vs Geschichte nur gerade für eine Comic-Verfilmung viel zu konservativ-zurückhaltende 08-15-Bilder. „V wie Vendetta“ hat mit „nur“ 50 Mio. Dollar ein für diese Art von Kino relativ bescheidenes Budget, was man dem Film vor allem bei den Szenen im Ministerium oder bei den Ermittlungssequenzen ansieht, weil hier doch schwarze Hintergründe das Bild dominieren und Bildausschnitte zum sparen von aufwendigen Ausstattungen möglichst eng gehalten werden.

Bild 3 zu V wie Vendetta
Der Diktator Sutler ist Herrscher über einen totalitären Überwachungsstaat.

Die Wachowskis haben es nicht geschafft, die ausschweifende Comic-Vorlage in eine funktionierende Film-Dramaturgie zu pressen - so franst der Film vor allem im Mittelteil sehr stark aus und die Spannungsbögen laufen wild und somit wirkungslos durcheinander. Dabei wird den Ermittlungen von Chief Inspector Finch (Stephen Rea, „Ein Haus in Irland“), deren Ausgang man schon nach den ersten Minuten in alle Einzelheiten vorhersehen kann, viel zu viel Platz eingeräumt, während die um ein Vielfaches spannendere Entwicklung von Evey, die ihre neue Rolle als gewalttätige Widerstandskämpferin erst einmal mit ihrem Gewissen in Einklang bringen muss, mehr sprunghaft als nachvollziehbar von statten geht. In dieser Form ist es am Ende eigentlich sogar total unverständlich, warum Natalie Portmans Rolle überhaupt so viel Platz eingeräumt wurde, außer einer Erzählerfunktion und einer wichtigen Entscheidung am Ende des Films, hat ihre Figur, deren eigentliche Aufgabe die Reflexion der moralischen Konflikte von V hätte sein müssen, mit der eigentlichen Geschichte des Films nicht allzu viel zu tun.

Bild 4 zu V wie Vendetta
V´s großes Ziel ist die Sprengung des Londoner Parlamentsgebäudes.

Die Kritik, die „V wie Vendetta“ am totalitären System und Überwachungsstaat übt, steht klar in der Historie von Aldous Huxleys „Brave New World“ und George Orwells „1984“. Aber wo sich für jeden Nebensatz der beiden Klassiker die verschiedensten Deutungsmöglichkeiten finden lassen, haut „V wie Vendetta“ seine recht simpel gehaltenen politischen Parolen mit einer solchen Lautstärke raus, dass für Subtilität einfach kein Platz mehr bleibt und die Aussagen an der Oberfläche verpuffen. Nur die durchaus komplexe Haltung, die der Film zum Thema Terrorismus in Form der kontroversen Figur des V offenbart, wird dem Zuschauer nicht mundgerecht präsentiert, sondern muss von diesem selbst aufgedröselt werden. Aber da der Rest des Films einfach kaum etwas zu bieten hat, hat man nach dem Kinobesuch eigentlich auch keine rechte Lust mehr, über diesen einen interessanten Punkt noch ausführlich zu diskutieren.

Fazit:


Viele gute Comic-Verfilmungen wirken auf den ersten Blick wie oberflächliche Action-Streifen ohne jede Aussage, sind aber auf den zweiten mit subversiven, gesellschaftskritischen Aussagen nur so voll gestopft. Bei „V wie Vendetta“ ist genau das Gegenteil der Fall, er versucht den Zuschauer mit seiner offensichtlichen Kritik für sich einzunehmen, dabei steckt im Endeffekt nicht viel wirklich Bedeutendes dahinter.
 

Bewertung[?]::

Userbewertung:

Autor:

Christoph

Eingetragen am:

10.03.2006

Aufgerufen:

37832 Mal

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