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 | Unleashed - Entfesselt |  | | |
Unleashed, 2005 | |
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| deutscher Start: | 2005 | | Herstellungsland: | Frankreich/Großbritannien/Hong Kong/USA | | Regie: | Louis Leterrier ("The Transporter") |
| Drehbuch: |
Luc Besson, Robert Mark Kamen |
| Darsteller: | Jet Li, Morgan Freeman, Bob Hoskins, Kerry Condon u.a. | | Verleih: | United International Pictures | | Genre: | Action/Thriller | | Länge: | 102 Minuten | | FSK:
| ab 16 Jahren |
| Website: | Link aufrufen | | Günstig DVD, Video, Buch oder Soundtrack zu "Unleashed - Entfesselt" | 
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Inhalt:
Danny (Jet Li, nach „Kiss of the Dragon“ ist „Unleashed sein zweiter Ausflug in das europäische Kino) hat sein ganzes Leben als Sklave verbracht. Aufgewachsen ohne jegliche humanitäre Erziehung, steht er auf dem geistigen Entwicklungsstufe eines Kindes und hat nur eines gelernt: zu kämpfen. Von seinem „Besitzer“, dem eiskalten Bart (Bob Hoskins), wird er im wahrsten Sinne des Wortes wie ein Hund gehalten: Von klein auf wurde er zu einer tödlichen Kampfmaschine ausgebildet, und mit einem Metallhalsband versehen lebt er unter menschenunwürdigen Umständen. Für Bart ist Danny nur für eines gut: Bei illegalen „Gladiatorenkämpfen“ in Unterwelt-Clubs bringt er ihm jede Menge Geld ein.
Der erste Schritt zurück zur Zivilisation:
Vanille-Eis.
Nach einer Auseinandersetzung und einem Unfall entkommt Danny schwer verletzt und wird von dem blinden Klavierspieler Sam (Morgan Freeman) gefunden. Sam pflegt den verängstigten Danny und gemeinsam mit der jungen Victoria (Kerry Condon) gelingt es ihm allmählich, ein Vertrauensverhältnis aufzubauen. Für Danny beginnt ein völlig neues Leben – bis ihn die Vergangenheit einholt. Denn Bart ist nicht bereit, seinen „Besitz“ so einfach aufzugeben: Er möchte seinen Kampfhund wieder haben. Danny hat der Gewalt zwar abgeschworen, aber in dieser Situation gibt es nur einen Ausweg: In ihm erwacht wieder der Kämpfer. |
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| Kritik:
Wenn Luc Besson („Leon – Der Profi“, „Das fünfte Element“) seine Nase in eine Filmproduktion steckt, dann kann der Zuschauer mit allem rechnen, aber nicht damit das es langweilig wird. Wie bereits mit „The Transporter“ ist unter der Leitung von Louis Leterrier ein fulminantes Actionspektakel entstanden. Schon die ersten Momente – vor dem ersten Fight wird nur ein einziges Wort gesprochen – lassen hoffen, dass „Unleashed“ ein Gourmet-Menü der besonderen Art wird. Und wirklich: Dank der Fähigkeiten von Kampf-Choreograph Woo-ping Yuen, der sein Können schon in „Matrix 1-3“ und „Crouching Tiger, Hidden Dragon“ unter Beweis stellen durfte, verkommen die zahlreichen Prügel-Szenen nicht zu einem Einheitsbrei, sondern repräsentieren alle – eingebettet in die Entwicklung der Geschichte – einen eigenen Stil.
Beeindruckend: Die Kampfsequenzen - größtenteils ohne nervige Effekte.
Natürlich bleibt aber der niedliche, kleine, immer naiv träumend blickende Jet Li die Hauptattraktion des Films. In der Rolle eines Kampfsklaven, dem zumindest zu Beginn jegliche Humanität fehlt, sollte es ihm dann auch einmal möglich sein, sich mehr als nur Sympathien zu erspielen: Und wirklich, in der ersten halben Stunde schafft er es erstmals in seiner Karriere nicht wie ein begossener Pudel dreinzuschauen und das obwohl er einen Hund spielt. Jedes Mal, wenn ihm seine Halskette abgenommen wird, versteifen sich seine ruhigen, gelassenen Gesichtszüge zu einer grausamen Grimasse, der jegliche Menschlichkeit entschwunden scheint. Eine Weiterentwicklung, zumindest gegenüber seinen amerikanischen Filmen wie „Romeo Must Die“ oder „Born 2 Die“, die seiner zukünftigen Arbeit neue Perspektiven eröffnet: Weg von der Action-Comedy, für die Li bis jetzt exploitiert wurde und von der Jackie Chan bis heute nicht losgekommen ist, steht die Tür nun auch für ernsthaftere Rollen offen, in denen die phänomenalen Kampfkünste noch beeindruckender wirken würden.
Danny (Jet Li) mag sein Keyboard, aber nicht seine Suppe essen.
Kampfsport wird von vielen als eine Art Philosophie gesehen. Ein Aspekt, der in üblichen US-Schlägerfilmen durch Zeitlupen-Joggen bei Sonnenaufgang repräsentiert wird. „Unleashed“ verfolgt einen anderen Ansatz: Dannys Kampfstil steht für seinen Grad an Zivilisation. Zu Beginn wütet er wie ein Berserker, hat sich selbst und seine Kraft nicht unter Kontrolle, menschliches Leben bedeutet ihm nichts. Mit der Erziehung durch Sam, dessen Tochter und der Musik ändert sich nicht nur sein Verhalten beim Einkaufen sondern auch der Umgang mit seinen Feinden. Tritte und Schläge werden genauer, scheinen als Ziel nicht mehr nur das Töten zu haben, sondern einer höheren Moral zu folgen. Der Tot des Gegners wird, wenn überhaupt, zur ultima Ratio. Dannys Mensch-Werdung präsentiert so, wenn auch auf sehr spielerische Weise und mit mehr als nur einem Augenzwinkern, die moralische Entwicklung in der Geschichte des Krieges.
Der blinde Mann und sein Hund – Sam (Morgan Freeman) und Danny.
Als zwei Leckerbissen am Rande werden uns die Charakterdarsteller Freeman und Hopkins serviert, deren Mitwirkung in einem solchen kleinen, dreckigen Film mehr als nur ein wenig überrascht. Steigert sich Hopkins total in die Rolle des Bösen hinein und erinnert so an seine großen Zeiten im englischen Gangsterfilm (vor allem „Rififi am Karfreitag“ von John Mackenzie), scheint Freeman nur seine gewohnte, wenn auch sympathisch erhabene Masche abzurufen ohne sich weitergehend mit der Figur zu befassen. Frei nach dem Motto: „Spiels noch einmal Sam“ kopiert Freeman eins zu eins seine Arbeit aus „Million Dollar Baby“. Die gleichen Kalendersprüche, die gleichen silbrigen Kontaktlinsen, der einzige Unterschied: In „Unleashed“ ist er auf beiden Augen blind. |
| | Fazit: Ultraharter, an manchen Stellen sentimentaler Actionkracher, dessen Story trotz aller Einfälle und der beiden Charakterdarsteller nur eine Ausrede – wenn auch eine sehr gute - für die perfekt choreographierten Kampfsequenzen ist. |
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