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Unbekannter Anrufer

 

When A Stranger Calls, 2006

 
Poster zu 'Unbekannter Anrufer' kaufen
deutscher Start:2006
Herstellungsland:USA
Regie:Simon West ("Tomb Raider")
Drehbuch: Jake Wade Wall, Steve Feke, Fred Walton
Darsteller:Camilla Belle, Tommy Flanagan, Katie Cassidy u.a.
Verleih:

Sony Pictures
Genre:

Horror/Thriller
Länge:87 Minuten
FSK: ab 16 Jahren
Website:

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Inhalt:


Schülerin Jill Johnson (Camilla Belle) ist genervt: Zum einen hat sie Stress mit ihrem Freund Bobby (Brian Geraghty), zum anderen muss sie auch noch im abgelegenen Schlösschen der Mandrakis auf deren Kinder aufpassen, während ihre Freunde feiern. Doch dies ist nichts gegen den Schrecken den Jill nun im einsamen Landsitz mitmachen muss.

Bild 1 zu Unbekannter Anrufer
Wer würde dort nicht gerne wohnen?

Denn nachdem die Kinder im Bett sind, sich das atemberaubende, mit Hi-Tech voll gepackte Haus als eher unbehaglicher als gemütlicher Ort herausstellt und ein Sturm heranzieht, klingelt das Telefon und Jill wird von einem unheimlichen Kerl belästigt. Sie hält das Ganze zunächst für einen dummen Scherz, dennoch verständigt sie die Polizei und versucht sich irgendwie abzulenken. Sie ändert ihre Meinung schnell, als sie feststellen muss, dass sie, die Kinder und Hausdame Rosa, nicht die einzigen Menschen in diesem gruseligen Ambiente sind. Ein Kampf ums Überleben beginnt...

Kritik:


Zunächst muss ich den deutschen „Filmtitelübersetzern“ doch einmal gratulieren. Sie haben es tatsächlich geschafft den, für einen Horrorfilm, wohl langweiligsten Filmtitel in der Geschichte des Zelluloids zu kreieren. „Unbekannter Anrufer“ klingt in etwa so mitreißend wie Britney Spears mit Stimmbandentzündung. Bravo!!! Aber das nur als Randvermerk. Wer sich die kurze Inhaltsangabe oben durchgelesen hat, wird sich jetzt denken: Das kenne ich doch irgendwo her. Richtig! Den Meisten wird die Handlung vor allem als Düstere Legende bekannt sein. Auch Wes Cravens Kulthit „Scream“ diente ganz offensichtlich als Vorbild. Eigentlich ist „Unbekannter Anrufer“ nur eine Ausdehnung der ersten 10 „Drew-Barrymoore-Scream-Filmminuten“ auf knappe 90 Minutchen Laufzeit. Den wahren Filmkennern oder 70er-Horrorklassikerfans dürfte jedoch längst bewusst sein, dass „Unbekannter Anrufer“ ein Aufguss von „Das Grauen kommt um Zehn“ aus dem Jahre 1979 ist. Somit schwimmt der Streifen als Remake natürlich wieder mal auf der Trendwelle mit, die mit u.a. „Michael Bay`s Texas Chainsaw Massacre“, „House of Wax“ oder „The Hills Have Eyes“ bereits zahlreiche Angehörige gefunden hat. Erschreckend zu sehen wie den Filmemachern langsam aber sicher die Ideen ausgehen und sie auf 30 Jahre alte, verstaubte Zelluloidfetzen zurückgreifen müssen.

Bild 2 zu Unbekannter Anrufer
Langsam wird Jill die Sache unheimlich.

Neue Ideen sind auch in „Unbekannter Anrufer“ nicht mal mit der Lupe zu finden und auch die Handlung lässt stark zu wünschen übrig, denn diese ist eigentlich nicht vorhanden. Es sei denn man möchte abwechselnd im Haus herum schleichen, wegrennen und mysteriöse Anrufe entgegen nehmen als wendungsreiche Geschichte bezeichnen. Nach 10 Minuten Einführung nämlich beginnt eben genau dieser Ablauf. Jill telefoniert mal mit Freunden und anderen ihr bekannten Personen; Hält dann wieder mehr oder weniger ein Schwätzchen mit dem gruseligen Anrufer, der scheinbar unter Asthma leidet; erkundet das riesige Haus und dessen technische Raffinessen und dunkle Ecke, wo sie sich dann auch mal unbegründeter Weise erschrecken kann (was der Zuschauer natürlich des Öfteren voraussieht); dann meint sie mal etwas Ungewöhnliches zu sehen und schaut nach; und, und, und. So zieht sich der Plot dann eine geschlagene Stunde (wobei selbst hier kleinere Patzer in der Logik nicht aus bleiben), bis es dann tatsächlich mal ernst wird.

Bild 3 zu Unbekannter Anrufer
Bobby macht sich Sorgen.

Sowieso scheinen es Regisseur Simon West und Drehbuchautor Jake Wade Wall zu bevorzugen, an der Oberfläche zu kratzen ohne auch nur einmal einen tieferen Blick zu wagen. Das ist ja auch viel sicherer! Man könnte ja in der eigens geschaffenen Komplexität ertrinken! Aber Tiefgründigkeit wäre in diesem Fall mehr als angebracht gewesen. So fällt die Charakterzeichnung zum Beispiel vollends blass aus. Über Jill weiß der Zuschauer nur die üblichen Teenagergeschichten und beim Anrufer hat man sich nicht mal die Mühe gemacht dem armen Kerl ein Motiv für seine grausigen Taten auf den Leib zu schneidern. Mühe steckte man dagegen in das Haus, das aber ähnlich bereits in „Hostage - Entführt“ zu sehen war. Dieser hochmoderne Palast, versteht es durch seine überwältigende Größe und seine düsteren Räumlichkeiten eine tolle Atmosphäre zu zaubern und wird daher auch gekonnt in Szene gesetzt.

Bild 4 zu Unbekannter Anrufer
Noch mal Glück gehabt: Panzerglas!

Beachtlich ist was die Macher aus ihrem mehr als dürren Plot herausgeholt haben, denn vor allem die einwandfreie Verwendung der cineastischen Stilmittel reißt „Unbekannter Anrufer“ aus dem Desaster. Der Score , beispielsweise, bestehend aus mal unheimlich-ruhigen mal hektisch-polternden Violinengewittern, sorgt regelmäßig für wohlige Gänsehautschauer (Tipp: unbedingt im Kino oder mit Surround-Anlage ansehen) Des Weiteren sorgen wunderschön-lange Kamerafahrten und wilde Schwenks, sowieso geschickte Beleuchtung und Schnitttechnik für eine atemberaubende Optik. Auch die Kulisse, mir ihren unheimlichen Skulpturen und zahlreichen Glaswänden, wo Schatten vorbeihuschen können, kann sich sehen lassen. Rein atmosphärisch bewegt sich der Streifen auf einem sehr hohen Level. Da gibt auch Hauptdarstellerin Camilla Belle ihren Senf dazu. Trotz ihrer arg blassen Figur, liefert die bis dato relativ unbekannte Schauspielerin eine erstaunlich inspirierte One-woman-show und macht es dem Zuschauer ganz einfach Angst um sie zu haben und mit ihr mit zu fiebern. Da ist es auch gar nicht nötig Blut fließen zu lassen, womit der Film, in dieser Hinsicht, eine erfrischende Ausnahme bildet. Der obligatorische Sturm erledigt den Rest um den Zuschauer in ein packendes Szenario zu versetzen und den Spannungspegel auf einer ordentlichen Höhe zu halten. Und siehe da: plötzlich erscheint einem die Ideenlosigkeit und die lahme Handlung gar nicht mehr so gravierend. Klarer Fall von: Gerade noch die Kurve gekriegt.

Fazit:


Trotz nicht vorhandener Story und dreistem Ideenklau bietet „Unbekannter Anrufer“ durchgehend spannende Unterhaltung. Lobend sind vor allem die atmosphärische Verwendung von Stilmitteln und die sympathische Hauptprotagonistin zu erwähnen.
 

Bewertung[?]::

Userbewertung:

Autor:

Kevin

Eingetragen am:

07.06.2006

Aufgerufen:

12680 Mal

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