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U-900

 

U-900, 2008

 
Poster zu 'U-900' kaufen
deutscher Start:2008
Herstellungsland:Deutschland
Regie:Sven Unterwaldt („7 Zwerge – Der Wald ist nicht genug“)
Drehbuch: Michael Gantenberg, Oliver Ziegenbalg, Sven Unterwaldt
Darsteller:Atze Schröder, Oliver K. Wnuk, Yvonne Catterfeld u.a.
Verleih:

Warner Bros.
Genre:

Komödie
Länge:95 Minuten
FSK: ab 6 Jahren
Website:

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Inhalt:


Deutschland, 1944: Die Nazis sind im Besitz des Heiligen Grals. In geheimer Mission schickt General Strasser das U-Boot U-900 mit dem wertvollen Besitz von Toulon nach Warnemünde. Ausgerechnet jetzt wird Atze Schröder inflagranti mit der Frau des Generals beim Liebesspiel erwischt und muss vor den Nazis fliehen. Zusammen mit dem Juden Samuel und der Schauspielerin Maria macht sich Atze auf dem Weg nach Toulon um sich als Kapitän der U-900 auszugeben. Das Ziel: New York. Der Plan scheint zu funktionieren, doch schon bald muss Atze feststellen, dass er überhaupt keine Ahnung von der Seefahrt hat. Und General Strasser ist ihm dicht auf den Fersen...

Kritik:


Der „Schuh des Manitu“ hat es vorgemacht: Deutsche Komödien sind im Kino wieder gefragt. Nach Michael „Bully“ Herbig haben sich viele weitere Kollegen an große Leinwandauftritte versucht und ein Ende scheint nicht in Sicht. Da können die Kritiker noch so viel im Vorfeld herumstänkern und den Untergang des deutschen Humors prophezeien. Inzwischen scheint es sogar „in“ zu sein, deutsche Comedy zu verachten. Dies ist bestimmt auch nicht immer unberechtigt, wenn man an Gurken wie „Siegfried“ oder „1 ½ Ritter – Auf der Suche nach der hinreißenden Herzelinde“ denkt. Die Qualität kommt meistens nicht über Sketch-Niveau hinaus und mehr als eine Handvoll flacher Witze bekommt der Zuschauer nicht geboten. Trotzdem stürmen die Leute in die Kinos und das macht es umso verwunderlicher, dass gerade „U-900“ zum Flop wurde, ragt er doch zu größeren Teilen aus dem platten Comedy-Einheitsbrei heraus.

Bild 1 zu U-900
Der ewige Frauenheld Atze Schröder.

Atze Schröder, der Vorzeigeprolet aus Essen-Kray, begeistert bei seinen Auftritten mit Ruhrpottdialekt und deftigen Sprüchen. Ein Marcel Reich-Ranicki würde mit einem lauten „furrchtbarr“ sofort den Saal verlassen und es ist tatsächlich etwas anstrengend dem „Ruhrpott-Asi“ zwei Stunden lang zuzuhören. Aber das ist eben Geschmackssache und es muss ja nicht immer im höchsten Maße anspruchsvoll sein. Über Zuschauermangel braucht sich Atze Schröder jedenfalls keine Sorgen machen und nachdem Bastian Pastewka und Konsorten erfolgreiche Kino-Hits für sich verbuchen konnten, wollte natürlich auch Atze ein großes Stück von dem Kuchen abhaben. Erstmal musste aber eine passende Idee gefunden werden und da kam Drehbuchautor Michael Gantenberg die Idee, eine Hommage auf den Wolfgang Petersen-Klassiker “Das Boot” zu verfassen. Der moderne Chauvi aus dem Pott in der Zeit des Zweiten Weltkrieges? Kann das überhaupt funktionieren? Ja, es kann. Es funktioniert sogar wunderbar. Atze ist zu keiner Zeit fehl am Platz und man kann von Glück reden, dass man nicht einfach nur ein aufgeblähtes „Alles Atze“ (TV-Serie) für die Leinwand konzipiert hat und er nur einen Spruch nach dem nächsten reißt. Natürlich ist Atze der Star des Films, aber man lässt auch genug Platz für andere Charaktere und hat sogar eine richtige Story zu bieten, die zwar erwartungsgemäß hanebüchen, aber zumindestens nicht nur Mittel zum Zweck ist, um sich von Gag zu Gag zu hangeln. Filmfans können sich zudem neben der bereits angesprochenen „Das Boot“-Persiflage, auch noch auf den einen oder anderen Verweis in Richtung „Indiana Jones“ freuen.

Bild 2 zu U-900
Die Nazis haben es mal wieder auf den Heiligen Gral abgesehen.

Neben dem Hauptdarsteller überzeugen noch Götz Otto, als ewig nörgelnder Oberleutnant, Christian Kahrmann als dummer Nazi-Scherge und Jan Fedder in der Rolle des eigentlichen Kapitäns. Auf die Co-Stars Oliver K. Wnuk und Yvonne Catterfeld hätte man getrost verzichten können, vor allem da ihre Rollen für den Handlungsverlauf irrelevant sind und es die Liebesbeziehung zwischen den Beiden nicht in die endgültige Schnittfassung geschafft hat. So ganz ohne eine weibliche Hauptrolle geht es aber nun mal anscheinend nicht und man kann sich zumindestens bei Yvonne Catterfeld nicht über mangelndes (für eine Komödie passendes) schauspielerisches Talent beklagen. Lediglich Oliver K. Wnuk, den Meisten als Ulf aus der TV-Serie „Stromberg“ bekannt, bleibt über die gesamte Spieldauer überraschend blass und völlig austauschbar. Ein weiterer großer Minuspunkt ist die für deutsche Komödien typische handzahme Umsetzung. Zwar ist „U-900“ kein als Erwachsenenstreifen getarnter Kinderfilm wie beispielsweise „7 Zwerge – Männer allein im Wald“, doch die für das Szenario passenden provokanten Einfälle sucht man vergebens. Alles bleibt immer schön familienfreundlich und harmlos um möglichst noch eine FSK6-Freigabe zu erhalten. Auch ist die Schlusspointe zu plump und langgezogen. Trotz dieser Negativpunkte und einiger Rohrkrepierer weiß der Film weit mehr zu Gefallen als die meisten Klamaukfilme aus Deutschland, die uns in den letzten Jahren „gequält“ haben.

Bild 3 zu U-900
Samuel, Atze und Maria sind auf der Flucht vor den Nazis.

Leider kam das nicht bis zu dem Zuschauer durch, denn wie bereits erwähnt erlebte der Film eine Bruchlandung an den Kinokassen. Der Erfolg könnte sich nun nachträglich noch in den DVD-Verkäufen einstellen, denn es werden einige interessante Zusatzszenen (in denen man sich auch die bereits erwähnte, nachträglich gestrichene Liebesbeziehung ansehen kann) und Trailer geboten. Ein Audiokommentar, Interviews oder ein Blick hinter die Kulissen sucht man allerdings vergebens, weswegen die Spieldauer der Extras leider überschaubar bleibt. Da hätte man sich mehr gewünscht.

Fazit:


Der Humor eines Atze Schröders ist weder tiefsinnig noch feinfühlig. Fans des Komikers können bei „U-900“ nichts falsch machen, Gegner werden trotz einiger netter Einfälle und verrückter Nebencharaktere, nur bedingt Spaß an der Komödie haben. Zugute halten muss man dem Film, dass er sich weniger flacher Witze als die Konkurrenz bedient und man nicht nur eine aufgeblähte Sketchsendung präsentiert bekommt. Kurzweilige Unterhaltung, der man trotz aller Vorurteile gegenüber dem Genre eine Chance geben kann.
 

Bewertung[?]::

Userbewertung:

Autor:

Sebastian

Eingetragen am:

05.04.2009

Aufgerufen:

6604 Mal

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