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Trauma

 

Trauma, 2004

 
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deutscher Start:noch nicht erschienen
Herstellungsland:Großbritannien
Regie:Marc Evans („My Little Eye“)
Drehbuch: Richard Smith
Darsteller:Colin Firth, Mena Suvari, Naomie Harris u.a.
Verleih:

SquareOne Entertainment
Genre:

Thriller
Länge:88 Minuten
FSK: nicht bekannt
Website:

Link nicht vorhanden

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Inhalt:


In einer regnerischen Nacht verursacht Ben (Colin Firth, „Bridget Jones“) nach einem Streit mit seiner Frau Elisa (Naomie Harris, „28 Days Later“) einen schweren Autounfall. Die Folgen sind katastrophal. Ben fällt ins Koma, verliert das Gedächtnis und Elisa kommt ums Leben. Nach seiner Rückkehr zieht Ben von Schuldgefühlen und tiefer Trauer geplagt in eine neue Wohnung. Einziger Lichtblick ist seine lebensfrohe, junge Nachbarin Charlotte (Mena Suvari, „American Beauty“), die sich trotz aller Geheimnisse, die sich um Bens Vergangenheit ranken, mit ihm anfreundet.

Bild 1 zu Trauma
Nach seinem Unfall fällt Ben ins Koma und verliert sein Gedächtnis.

Doch trotz aller Unterstützung durch Charlotte, verliert Ben schnell den Halt. Seine Wirklichkeit verkehrt sich immer mehr ins surreale. Immer wieder sieht er seine tote Frau, ein Polizist versucht ihm den grausamen Mord an einer berühmten Sängerin anzuhängen und die Ameisen aus Bens Terrarium nehmen nach und nach die ganze Wohnung in Beschlag. Kurz vor dem endgültigen Verlust der Realität schleppt Charlotte Ben zu einer merkwürdigen Erlösungssekte und sein Gehirn gibt immer mehr nebelige Erinnerungsschnipsel vom Abend des Unfalls frei.

Kritik:


Vor drei Jahren betrat Regisseur Marc Evans mit seinem Debüt „Unsichtbare Augen“ optisches Neuland. In dem Thriller verpflichtet sich ein Gruppe junger Menschen ein halbes Jahr in einer einsamen Hütte zu verbringen - rund um die Uhr von Web-Cams beobachtet. Was eine interessante Neuinterpretation des im Horror-Genre oft behandelten Themas Voyeurismus hätte werden können, entwickelte sich schnell zu einer inhaltlich-konzeptlosen Schlaftablette, die nur durch gekonnte Kamera-Spielereien ein letztes Bisschen Interesse wecken konnte. Glücklicherweise hat sich Evans in seinem zweiten Film genau auf diese Stärke konzentriert. In irreal wirkenden Wohnvierteln entwirft er in kühlen Bildern eine surreale Zwischenwelt, wobei er nicht auf die typische Weise die Fremdartigkeit der Szenen nach und nach erhöht, sondern konstant auf einer abstrakten Ebene verweilt. Liefert er aber zu Beginn noch Erklärungen für die Wunderlichkeiten, werden diese im Laufe des Films immer unbefriedigender und bleiben irgendwann gänzlich aus. Als Ben am Morgen nach der ersten Nacht in der neuen Wohnung die Straße betritt, stehen alle Menschen still – im ersten Moment eine absurde Situation, nach einem lauten „Action“ kommt jedoch sofort Bewegung in die Szenerie, Ben ist in einen Filmdreh geraten. Auf diese Weise wird der Zuschauer langsam an Evans Art des Filmemachens gewöhnt. Trotz der Aufgabe alles Konkreten wird der Film aber nicht beliebig, am Ende werden die Ungereimtheiten logisch erklärt, der Film zwar nicht auf eine komplett offene aber zumindest psychologische Ebene zurückgeholt.

Bild 2 zu Trauma
Trotz aller Liebe zu den kleinen Krabbelviechern - zu viel ist zuviel.

Evans hat für sein Puzzelspiel eine überraschend prominente Besetzung gefunden. Colin Firth, vor allem als Gegenspieler von Hugh Grant in den „Bridget Jones“-Filmen bekannt, spielt die Rolle des zwischen Realität und Wahnsinn verlorenen Ben mit erfrischendem Mut zu großen Emotionen – ist es doch in letzter Zeit immer mehr in Mode gekommen, verstörte Figuren durch Verschlossenheit und Lustlosigkeit zu charakterisieren. Suvari überzeugt hingegen durch kontrollierte Zurückhaltung, spielt das Mädchen von nebenan mit großer Natürlichkeit und bietet sich so als ruhender Gegenpol zu dem ausufernden Schauspiel Firths an. Ihre Rolle Charlotte ist dabei genau das Gegenteil von Bens toter Frau Elisa - weiß statt schwarz, jugendliche Lebensfreude statt ausgeprägtem Familiensinn und religiöser Fanatismus statt Boulevard-Bekanntschaften. Eine Gegensätzlichkeit der Charaktere die die Phantasie des Zuschauers in Bezug auf des Rätsels Lösung in unerwartete Regionen treibt. So stellt sich das Gespann Suvari/Firth schnell als Traumpaar des Surrealistischen heraus, nie kann man sagen, wer von Beiden die Unwirklichkeit in die Szene bringt, oder ob sie nur Ergebnis der optischen Finesse und der feindosierten Sound-Effekte ist.

Bild 3 zu Trauma
Ben hilft Charlotte (Mena Suvari) ihre Arachnophobie zu überwinden.

Auch wenn die Schauspieler es schaffen, immer neue Winkel ihrer Rollen zu offenbaren, wird den Charakteren vom Drehbuch keine wirkliche Entwicklung zugestanden. Ben ist von Anfang an verwirrt, die merkwürdigen Geschehnisse verstärken diesen Zustand aber nicht spürbar, Charlotte bleibt das liebenswürdige, naive Mädchen, auch wenn Bens Ausfälle jeden anderen Menschen aus Angst oder Schockiertheit vertrieben hätten. Nach der Aufklärung kurz vor Ende des Films folgt noch der eigentliche, leider überstürzte Schluss, der wie angeklebt wirkt und sich nicht schlüssig aus dem vorher Geschehenen ergibt. Hier stürzt sich der Film in spekulative Gewaltszenen, um überflüssiger Weise nachträglich den Genre-Erwartungen gerecht zu werden.

Fazit:


Typischer Independant-Puzzelfilm mit zwei engagierten Hauptdarstellern und aufregend surrealen Bilder, zwischen denen leider nicht viel Platz für die Entwicklung der Charaktere bleibt. Das Ende wirkt überstürzt und wenig natürlich.
 

Bewertung[?]::

Userbewertung:

Autor:

Christoph

Eingetragen am:

31.08.2005

Aufgerufen:

17594 Mal

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