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 | Transformers |  | | |
Transformers, 2007 | |
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| deutscher Start: | 2007 | | Herstellungsland: | USA | | Regie: | Michael Bay ("Die Insel") |
| Drehbuch: |
Roberto Orci, Alex Kurtzman, John Rogers |
| Darsteller: | Shia LaBeouf, Megan Fox, Josh Duhamel u.a. | | Verleih: | UIP | | Genre: | Abenteuer/Action/Sci-Fi | | Länge: | 143 Minuten | | FSK:
| ab 12 Jahren |
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Inhalt:
Die Geschichte beginnt auf dem weit entfernten Planeten Cybertron, auf dem einst die sogenannten Autobots und die Decepticons, beides intelligente Roboterwesen, in Frieden miteinander lebten, bis der böse Decepticon Megatron einen Krieg gegen den Anführer der Autobots Optimus Prime in Gang setzte. Als der Teenager Sam Witwicky (Shia LaBeouf) von seinem Vater ein Camaro geschenkt bekommt, der wie sich heraus stellt, ein seltsames Eigenleben führt, ahnt er nicht, dass es sich dabei um Bumblebee, ein Anhänger der Autobots handelt, denn beide Kriegsparteien sind mittlerweile auf der Erde angekommen und suchen nach einem mächtigen Würfel, um die Schlacht für sich zu entscheiden.
Kampf der Giganten. So rutschen Sam und seine Angebetete Mikaela (Megan Fox) hinein in den Krieg der Außerirdischen, zumal der Aufenthaltsort des ominösen Würfels auf der alten Brille von Sams Ur-Großvater eingraviert ist. Währenddessen haben die Regierung (u.a. Jon Voight und John Turturro) und ein Soldaten-Trupp (u.a. Josh Duhamel und Tyrese Gibson) in der Wüste von Qatar alle Hände voll zu tun, gegen die übermächtige Zerstörungswut der Decepticons anzukommen und die beiden Hacker Maggie (Rachel Taylor) und Glen (Anthony Anderson) machen eine entscheidende Entdeckung. |
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| Kritik:
Der japanische Spielzeug-Hersteller HASBRO brachte in den frühen 80ern eine Kultreihe ins Rollen. Mit der Entwicklung von Action-Figuren namens Transformers, Roboter die sich blitzschnell in Autos, Flugzeuge oder sonstige Fortbewegungsmittel umbauen ließen, wurde der Konzern reich. Es folgte eine Zeichentrickserie und ein passender Kinofilm, der gnadenlos floppte. Dennoch können die Transformers bis heute eine riesige Fangemeinde ihr eigen nennen, die sich natürlich freute, als Steven Spielberg 2004 bekannt gab, einen Spielfilm über die außerirdischen Roboter auf die Beine stellen zu wollen. Was an sich schon banal genug klingt, ein Film auf der Basis von Spielzeugen, nahm zunehmend Form an, als bekannt wurde, dass nicht etwas Steven Spielberg, sondern sein Kumpel, der Krach-Bumm-Spezialist Michael Bay auf dem Regiestuhl Platz nehmen sollte, während sich Spielberg erneut als Produzent versuchen wollte. So kommt es wie es kommen muss. Der $ 126 Mio. teure „Transformers“ ist, wie Bay es bereits prophezeite, die größte Zerstörungsorgie der Filmgeschichte und an spektakulären Action- und Effektszenen einfach kaum zu überbieten, hat darüber hinaus aber nicht den geringsten Nährwert, um auch Nicht-Fans der Spielzeugreihe oder gar Cineasten für sich begeistern zu können.
Sam und Mikaela geraten zwischen die Fronten. So krankt „Transformers“ an diesem Virus von einer Idee, an dem so gut wie alle Michael Bay-Filme früher oder später zu Grunde gingen. Hier wird eben alles auf das Nötigste reduziert, damit auch ja nichts dem Krach-Bumm-Effekt im Weg steht. Alles wird hier den gewaltigen, mit CGI vollgestopften Action-Sequenzen untergeordnet. Dabei sollten diese lediglich der Zuckerguß oben drauf sein und stattdessen, wie etwa in den „Spiderman“- oder „X-Men“-Filmen, eine interessante Story und Konflikte sowie Charaktere mit Identifikationspotenzial das Fundament für einen guten Film bilden. Dass Michael Bay und seine Drehbuchautoren Roberto Orci und Alex Kurtzman ihren Film nicht für eine Philosophie-Aufarbeitung nutzen, ist zwar keine Überraschung, was man letztlich als Story vorgesetzt bekommt, ist allerdings arg dürftig. Im Mittelpunkt steht natürlich der Krieg zwischen den Autobots und den Decepticons, die auf der Erde einen mächtigen Würfel suchen, der für beide Parteien der ausschlaggebende Punkt für den Sieg ist. Was es mit diesem Würfel genau auf sich hat und was der überhaupt auf der Erde zu suchen hat, bleibt allerdings ein Rätsel, womit die Geschichte umso offensichtlicher als Alibi enttarnt wird, um es mal ordentlich krachen zu lassen. Sinn und Verstand gibt es hier jedenfalls nicht.
Megatron ist schockgefrostet. Desweiteren gibt es einige Nebenhandlungsstränge um die aufkeimende Beziehung zwischen Sam und Mikaela, die Regierung, 2 Hacker und eine Soldateneinheit in der Wüste von Qatar, die mit Figuren aufgefüllt wurden, deren Charakterisierung nicht ambitionsloser und stereotypischer hätte runter gerissen werden können, womit hier an eine ernsthafte Integrierung des Zuschauers oder Spannung gar nicht erst zu denken ist. Einzig und allein Sam gibt ein bisschen was her, zumal er die einzige wirklich wichtige, menschliche Figur, da Bindeglied zwischen Menschen und Robotern und Einführung in die Geschichte, ist. Ansonsten sind das alles nur beliebige Protagonisten, die durch die Szenerie wirbeln und beten, dass sie nicht von irgendetwas erschlagen werden, während sich um sie herum die Roboter die Rübe einhauen und alles in Schutt und Asche zerlegen. Für eine anständige Charakterisierung würde ja auch kostbare Spielzeit verloren gehen, in der mal nichts in die Luft gesprengt werden kann. Hier bleibt wahrlich kein Stein auf dem anderen und früher oder später werden sämtliche Kulissen, egal ob Häuser, Autos oder gleich eine ganze Innenstadt, dem Erdboden gleich gemacht. Das mag noch ein hirnloser Spaß sein, bedenklich wird es aber spätestens, wenn man einen Blick auf den Wüstenhandlungsstrang wirft, der einer realistischen Kriegssituation ziemlich nahe käme, wären da nicht die übergroßen Transformers. Hier bleibt einem dann doch das Lachen im Halse stecken, wenn Bay mal wieder seinem nervigen Hang zum Militarismus und übertriebenem Patriotismus frönt. Die einzigen handlungstechnischen Elemente die voll und ganz funktionieren, sind einige gelungene Gags, die die erste Filmhälfte durchziehen.
Typisch baysche Kriegspropaganda. An Schauspielerei ist hier natürlich ebenso wenig zu denken, bei solch flachen Figuren. Nur Shia LaBeouf holt hier aus seinem Dasein als tollpatschiger Außenseiter noch das Beste heraus. Doch all das wird die Fans und den Gelegenheits-Kinogänger, der sich auf einen krachigen Action-Streifen eingestellt hat, natürlich wenig interessieren. „Transformers“ gibt seinem Klientel das was verlangt wird und das sind nun mal spektakuläre Schlachten zwischen den Robotern, Explosionen und Zerstörung. Inszenatorisch ist hier einzig und allein zu bemängeln, dass Bay die Kamera ruhig mal länger als 5 Sekunden hätte still halten können. Ansonsten setzen speziell die Effekte neue Maßstäbe, die so nahtlos und authentisch noch nie in eine reale Umgebung verfrachtet wurden und die nicht nur durch Quantität sondern auch durch Qualität, nämlich eine unglaublich detaillierte Ausarbeitung, Erstaunen hervor rufen. Auf dieser Ebene macht „Transformers“ wirklich Spaß und schwingt sich zum besten Film auf den Michael Bay je gedreht hat, wenn man gar nicht erst versucht mit zu denken, sondern sich einfach an den Bildern ergötzen kann, die in diesem riesigen Ausmaß noch nie auf einer Leinwand zu sehen waren.
Sam und Mikaela kommen sich näher. Aus diesem Grund wird „Transformers“ auch ohne jeden Zweifel ein weltweiter Megahit werden, denn er bedient, mit seinem brachialen Action- und CGI-Rausch, das anspruchslose Mainstream-Publikum zu 100%. Die Transformers-Fans werden natürlich auch ihren Spaß daran haben, ihre einstigen Helden auf der Leinwand anhimmeln zu dürfen. So lässt sich „Transformers“ ein gewisser, zwar dummer und oberflächlicher, aber dennoch spaßiger Unterhaltungswert nicht absprechen, zumal es hier natürlich keine Längen oder Ähnliches gibt. Dennoch sollte man nicht vergessen, dass man es hier eigentlich nicht mehr mit einem Film zu tun hat, sondern mit einem aufgeblasenen, spektakulären Nichts bzw. mit einem 140 Minuten langen Werbespot für Actionfiguren. |
| | Fazit: Ein grandios inszenierter, über alle Maßen actionreicher, mit spektakulärsten CGI-Effekten voll gestopfter und durchaus unterhaltsamer Haufen Plastik ohne Sinn und Verstand. |
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