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 | Them |  | | |
Ils, 2006 | |
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| deutscher Start: | 2007 | | Herstellungsland: | USA | | Regie: | David Moreau ("Back to Saint-Tropez"), Xavier Palud ("The Eye") |
| Drehbuch: |
David Moreau, Xavier Palud |
| Darsteller: | Olivia Bonamy, Michael Cohen, Maria Roman | | Verleih: | Telepool | | Genre: | Horror/Mystery/Thriller | | Länge: | 77 Minuten | | FSK:
| ab 16 Jahren |
| Website: | Link nicht vorhanden | | Günstig DVD, Video, Buch oder Soundtrack zu "Them" | 
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Inhalt:
Clementine (Olivia Bonamy) und ihr Mann Lucas (Michael Cohen) sind ein glückliches, junges Paar. Er ist Schriftsteller, sie ist Lehrerin und hat vor Kurzem einen Job als Französisch-Lehrerin an einer Schule in Rumänien angenommen, weswegen die beiden vor 3 Monaten ein wunderschönes, altes Landhaus in den Wäldern von Bukarest ersteigert haben. Doch kaum sind sie eingezogen und haben sich ein wenig in der unbekannten Umgebung eingelebt, ist die Idylle auch schon wieder vorbei, denn in der Gegend scheint ein oder mehrere Mörder ihr Unwesen zu treiben. Eines Nachts vernimmt Clementine seltsame Geräusche und befürchtet jemand schleiche um ihr Haus herum. Lucas schenkt ihr zunächst keinen Glauben, erklärt sich allerdings bereit, nach zu schauen, um seine Frau zu beruhigen. Seine Zweifel sind schnell verflogen, als weitere unheimliche Geschehnisse ihren Lauf nehmen und eine Gruppe vermummter Gestalten in das Haus einbricht, um eine gnadenlose Jagd auf das junge Pärchen zu starten. |
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| Kritik:
Wer kennt es nicht? Man ist allein zu Hause. Es ist dunkel und draußen tobt ein Gewitter. Plötzlich glaubt man seltsame Geräusche zu vernehmen. Möglicherweise im Keller oder aus dem zweiten Stock. Türen knarren und bewegen sich von selbst, der Wind rüttelt an den Fenstern, vielleicht fällt sogar der Strom aus. Höre ich da etwa Schritte? War das gerade ein menschlicher Schatten, der da vorbei gehuscht ist? Ist etwa jemand im Haus? Diese menschlichen Urängste macht sich „Them“, der Debutfilm der Franzosen David Moreau und Xavier Palud, gekonnt zu Nutze und spinnt das Szenario zu einer alptraumhaften Hetzjagd mit Gänsehaut-Garantie weiter. In „Them“ gibt es zwar wenig Blut, aber umso mehr Spannung und Atmosphäre und schon jetzt gilt der Streifen als legitimer Nachfolger zu Alexandre Ajas nervenzerfetzenden Horrorschocker „High Tension“ aus dem Jahre 2004.
Clementine und Lucas sind in Angst und Schrecken. Schnell stellt sich heraus, dass Moreau und Palud ihre Hausaufgaben außerordentlich gut gemacht haben, denn „Them“ sind die Bezüge zu Hitchcock deutlich anzusehen. Schon der spannend inszenierte Kickstart mit einem Mutter-Tochter-Gespann spielt geschickt mit der Erwartungshaltung des Zuschauers und ist einfallsreicher und atmosphärischer als alle Szenen amerikanischer Hochglanz-Gurken wie „The Hills Have Eyes 2“ zusammen. Anschließend schaltet „Them“ erstmal 2 Gänge runter und zeigt uns die Hauptfiguren mit denen wir die nächsten 77 Minuten verbringen. Die Charaktere Clementine und Lucas werden zwar nur angerissen, sind aber sympathisch und natürlich genug gehalten, um dem Zuschauer ausreichend Ansporn zum Mitfiebern zu geben.
Clementine sieht den Feind in ihrem Haus. Wenn die Nacht herein bricht, beginnt der Horror und eine wahre Freude für jeden Suspense-Fan. Wie hier eine vielseitige Geräuschkulisse genutzt wird um so richtig Angst und Schrecken zu verbreiten ist ganz große Klasse. Da paart sich Gerümpel mit schleichenden Schritten, schwerem Atem, knarrenden Türen, rauschenden Fernsehern und spooky sounds, die sich lange Zeit gar nicht zu ordnen lassen. Dann fällt der Strom aus um kurze Zeit später wieder an zuspringen. Da werden Spiele mit Licht und Schatten getrieben. Da meint man Umrisse von Gestalten in dunklen Ecken zu erkennen. Das klingt abgedroschen, passt im Falle von „Them“ aber wie die Faust aufs Auge und ist wunderbar unerwartet über die gesamte Laufzeit verstreut, bis schließlich die Gefahr akut wird und eine mörderisch spannende Hetzjagd durch Haus und Wald beginnt. Wenn „Them“ zum Schluss enttarnt werden, ist das zwar relativ schlüssig und spielt auf eine wahre Begebenheit an, aber man hätte sich einen offeneren Ausgang gewünscht, um die Gruselstimmung auch nachhaltig wirken zu lassen.
Clementine sitzt in der Falle. Moreau und Palud hatten offensichtlich gar keine Lust auf irgendwelche visuellen Mätzchen, wodurch „Them“ einen angenehm natürlichen und authentischen Look ohne hochstilisierte Bilder vorzuweisen hat. Die Kamera wackelt ein wenig, nimmt manchmal eine Beobachterposition ein und schwirrt nah um die beiden Hauptfiguren herum. Gegen Ende wird die Inszenierung immer wilder, was ein wenig störend wirken könnte, aber Sinn ergibt, da so der Geisteszustand der Charaktere angemessen verdeutlicht wird. Ausufernde Gore-Exzesse wie in „High Tension“ gibt es hier glücklicherweise gar nicht, was sofort als Bonus in der B-Note vermerkt wird, ebenso wie die Dunkelheit, die wirklich mal rabenschwarz dargestellt wird. Die beiden Hauptfiguren Olivia Bonamy und Michael Cohen leisten gute Arbeit und können die Angst ihrer Figuren glaubhaft auf den Zuschauer übertragen. Unterstützend kommt hinzu, dass „Them“ keinerlei Ungereimtheiten beinhaltet und sich die beiden Helden geschickt anstellen. Unbedingt erwähnenswert ist auch der minimalistische Piano-Score, der an den jungen Carpenter erinnert.
Lucas steht vor verschlossenen Türen. Dass „Them“ es nicht in deutschen Kinos geschafft hat, ist diesmal sogar gut begründet, denn hierbei handelt es sich um einen Streifen, der seine Wirkung viel besser vor dem heimischen Fernseher (mit Surround-Anlage) an einem dunklen Abend, als in einem überfüllten Kinosaal, entfaltet. Wer es wagt sich den Film allein anzuschauen, den erwartet mit Sicherheit eine unruhige Nacht, vorausgesetzt man zieht eine Horrorfilm mit viel Spannung und Atmosphäre einem stupiden Gemetzel vor. Eine Suspense-Attacke, in der die Stilmittel dermaßen gekonnt und punktgenau zum Einsatz kamen, gab es schon lange nicht mehr. Bitte mehr davon! |
| | Fazit: Suspense in Perfektion! Bislang der effektivste Angstmacher 2007. |
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