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The Wind that shakes the Barley

 

The Wind that shakes the Barley, 2006

 
Poster zu 'The Wind that shakes the Barley' kaufen
deutscher Start:2006
Herstellungsland:USA
Regie:Ken Loach ("McLibel")
Drehbuch: Paul Laverty
Darsteller:Cillian Murphy, Padraic Delaney, Orla Fitzgerald u.a.
Verleih:

Neue Visionen
Genre:

Drama/Kriegsfilm
Länge:127 Minuten
FSK: ab 12 Jahren
Website:

Link nicht vorhanden

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Inhalt:


Irland, 1920: Während der Anglo-Irische Krieg zwischen Irland und England tobt, sieht der junge, irische Arzt Damien O´Donovan (Cillian Murphy) einer rosigen und erfolgreichen Zukunft entgegen. Er hat eine Anstellung in einem Londoner Krankenhaus erhalten und obwohl seine Freunde ihn mit Spott überschütten, weil er für die verhassten Engländer arbeiten möchte, zieht er es vor den Job anzunehmen und Irland zu verlassen. Als er jedoch die brutale Vorgehensweise der englischen Truppen, den sogenannten Black and Tans, am eigenen Leibe miterleben muss und einer seiner Freunde aus banalen Gründen zu Tode geprügelt wird, ändert er schnell seine Meinung und beschließt sich einer kleinen Gruppe der IRA anzuschließen, was vor allem seinem Bruder Teddy (Padraic Delaney) sehr zu sagt, der ebenfalls in der Gruppe für die Unabhängigkeit Irlands kämpft.

Bild 1 zu The Wind that shakes the Barley
Krieger statt Arzt: Damien (Cillian Murphy).

Mit kleineren Anschlägen setzen sie den britischen Truppen stark zu, müssen aber auch eigene Rückschläge und Verluste in der Mannschaft einstecken. Schnell findet sich Damien in einem Zwiespalt wieder. Zum einen will er alles für die Unabhängigkeit Irlands aufs Spiel setzen, zum anderen drängt sich ihm der Verdacht auf, dass die brutale und rücksichtslose Vorgehensweise seiner Truppe nicht rechtens ist. Bevor seine Situation eskaliert, erklären sich die Engländer zu einem Waffenstillstand bereit. Es kommt zum anglo-irischen Vertrag. Dieser erklärt Irland für teilweise souverän. Während Teddy diesen Vertrag für gut heißt, ist Damien und ein Teil des kleinen Guerillatrupps noch immer nicht zufrieden, will stattdessen weiter für die Unabhängigkeit des Landes kämpfen. Die beiden Brüder werden zu Todfeinden.

Kritik:


Regisseur Ken Loach scheint offensichtlich einer der wenigen Regisseur zu sein, auf den sich Kritiker und Publikum partout nicht einigen wollen. Der Engländer wurde schon mit vielen Preisen, u.a. dem Goldenen Löwen von Venedig und mehreren Jury-Preisen in Cannes, überschüttet, fragt man aber nach großen Publikumserfolgen, lässt sich in seiner Filmographie nicht ein einziger finden und das obwohl er laut Kritikerschaft zu den wichtigsten und ambitioniertesten Regisseuren Englands gehört. Mit seinem neuen Film, dem IRA-Drama „The Wind that shakes the Barley“, seine mittlerweile achte Zusammenarbeit mit Drehbuchautor Paul Laverty, könnte sich das nun ändern. Der Kriegsfilm sorgte bereits bei den Filmfestspielen in Cannes für großen Wirbel in der Filmwelt. Wer sich gegen Giganten wie Inarritus Episoden-Meisterwerk „Babel“ oder Almodovars charmant-skurrile Komödie „Volver - Zurückkehren“ durchsetzt und völlig überraschend die Goldene Palme für den besten Film einheimst, der muss schon einiges auf dem Kasten haben.

Bild 2 zu The Wind that shakes the Barley
Ein Herz und eine Seele: Damien und Teddy.

In erster Linie ist „The Wind that shakes the Barley“ vor allem mal eines: nämlich sehr glaubhaft. Der Film schildert die Begebenheiten in den Jahren 1919-1921, in denen der verzweifelte Kampf der Iren gegen die Engländer für die Unabhängigkeit des Landes, tobte. Die IRA (Irish Republcan Army) ist eine paramilitärische Truppe, die sich für die Befreiung Nordirlands und die Vereinigung mit Südirland einsetzte. Sie existiert bis heute. Als Zugang zur Geschichte dient dem Zuschauer eine dieser kleinen IRA-Gruppierungen, die in einer ländlichen Gegend Nordirlands angesiedelt ist. Zwar sind die Charaktere dieser Gruppierung individuell gestaltet, dennoch verläuft die Geschichte in universell gültigen Bahnen. So oder zumindest so ähnlich dürfte es sich in jeder Region Irlands abgespielt haben. Loach und Laverty haben ihre Hausaufgaben in Geschichte außerordentlich gut gemacht. „The Wind that shakes the Barley“ hält sich strikt an Fakten, nicht etwa wie in „Pearl Harbor“, wo die Kriegsgeschichte lediglich genutzt wurde, um eine schnulzige Lovestory zu erzählen. Dennoch werden die Überlieferungen nicht einfach nur widergekäut, sondern zum Leben erweckt und aus einem sehr nachdenklichen, psychologisch wertvollen Blickwinkel interpretiert. Diese Tatsache ist „The Wind that shakes the Barley“ nicht hoch genug anzurechnen.

Bild 3 zu The Wind that shakes the Barley
Die Engländer marschieren ein.

Der Film beginnt mit einem Match des, in Irland sehr beliebten, Sports Hurling. Es geht richtig ruppig zur Sache, trotzdem haben die Jungs einen riesen Spaß. Mit derlei Gegensätzlichkeiten wird der Zuschauer von nun an immer wieder konfrontiert. In paradiesischer Umgebung hält die Gruppe um Damien einen freundschaftlichen Tratsch, als plötzlich die Engländer und damit die Hölle in das Szenario Einzug halten; Damien erschießt einen Jugendlichen der seine Truppe verraten hat, obwohl er diesen schon seit einer Ewigkeit kennt und mag; Die kleine Gruppierung lässt ihre Mitglieder im Stich, nimmt es sich dann aber raus Verräter zu exekutieren. Die Thematik „Gegensatz“ gipfelt mit dem Zwist der beiden Brüder. Zwei Drittel des Films ziehen sie gemeinsam an einem Strang, bis sich ihre Wege schließlich in gegensätzliche Richtungen entwickeln und sie zu Erzfeinden avancieren. „Schlimmes ertragen und selbst durchführen, um Gutes zu erreichen“, so oder so ähnlich dürften sich Loach und Laverty die Grundessenz ihres Films vorgestellt haben und es funktioniert prächtig. „The Wind that shakes the Barley“ ist psychologisch vielschichtiger, als viele seiner Genrekollegen.

Bild 4 zu The Wind that shakes the Barley
Die kleine IRA-Gruppe ist auf der Flucht.

Es ist erstaunlich wie konsequent der Regisseur an dieser Devise festhält, denn ebenso prägnant schlägt sie sich in nahezu jeder Szene in der Inszenierung wieder. Hier werden brutale Schlachten in der idyllischen, immer grünen Landschaft Irlands ausgetragen. Himmel und Hölle werden oft in einem einzigen Bild eingefangen. Mit den darstellerischen Leistungen verhält es sich dagegen überhaupt nicht zwiespältig, denn diese sind allesamt gut. Doch aufgrund der großen Masse an Darstellern, fällt es dem ein oder anderen schwer herauszustechen. Cillian Murphy, das einzige, bekannte Gesicht des Casts, lässt es sich natürlich nicht nehmen positiv, durch eine unglaubliche Präsenz, aus der Reihe zu tanzen. Der werte Herr ist offensichtlich auf dem besten Weg ganz nach oben, wie er zuletzt durch seine erhabene Performance in „Breakfast On Pluto“ verdeutlichte. Doch auch unbekannte Namen, allen voran Padraic Delaney und Orla Fitzgerald, geben eine sehr gute Figur ab.

Bild 5 zu The Wind that shakes the Barley
Die Engländer zeigen auch vor Unschuldigen keine Gnade.

Trotz aller Stärken lässt sich in „The Wind that shakes the Barley“ auch der ein oder andere Makel finden. Z.B. erweist es sich als schwierig, eine emotionale Bindung zum Geschehen aufzubauen. Der Film kommt nie über „sehr interessant“ hinaus. Die Kameraführung ist zu defensiv, nicht nah genug dran am Geschehen, um wirklich zu erschüttern. Loach und seinem Kameramann Barry Ackroyd war es offensichtlich wichtiger den künstlerischen Aspekt, nämlich den Kontrast zwischen wundervoller Landschaft und harten Kriegsgeschehnissen herauszuarbeiten, als den Zuschauer zu fesseln. Erschwerend kommt hinzu, dass die eine oder andere Situation arg konstruiert wirkt, um die Handlung voran zu treiben oder die Nerven des Publikums zu belasten. Letztendlich ist leider das Gegenteil der Fall. Des Weiteren weigert sich Drehbuchautor Laverty die Engländer mit Menschlichkeit auszustatten. Sie werden als hassenswerte Monster dargestellt. Es kämpft Gut gegen Böse, was einem Kriegsdrama nicht zwangsläufig gerecht wird. Hier fehlt der Kontrast, der im Rest des Films en masse vorhanden ist. Erst im letzten Drittel wenn Gut und Böse nicht mehr klar definiert sind und sich der Zuschauer selbst für eine Partei entscheiden muss, erreicht der Film die Facettenvielfalt, die über die gesamte Laufzeit angebracht gewesen wäre.

Bild 6 zu The Wind that shakes the Barley
Verräter müssen sterben: Damiens letzte Worte an seinen alten Freund.

Folglich lässt sich natürlich darüber streiten, ob die Goldene Palme nun gänzlich verdient ist, vor allem in Hinblick auf Alejandro Gonzales Inarritus „Babel“. Unbestritten ist allerdings, dass Ken Loach einen wichtigen und vor allem glaubhaften Film über eine bisher recht unangetastete, historische Begebenheit abliefert und dass sein kommerzieller Durchbruch längst überfällig ist.

Fazit:


Exzellent erzähltes, aber mit einigen Schönheitsfehlern versehenes Kriegsdrama, das durch psychologische Vielschichtigkeit überzeugt.
 

Bewertung[?]::

Userbewertung:

Autor:

Kevin

Eingetragen am:

06.01.2007

Aufgerufen:

6640 Mal

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