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 | The Last Horror Movie |  | | |
The Last Horror Movie, 2003 | |
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| deutscher Start: | 2005 | | Herstellungsland: | USA | | Regie: | Julian Richards ("Silent Cry") |
| Drehbuch: |
James Handel, Julian Richards |
| Darsteller: | Kevin Howarth, Mark Stevenson, Jim Bywater u.a. | | Verleih: | Legend Films, Universum Film | | Genre: | Horror/Thriller | | Länge: | 66 Minuten | | FSK:
| ab 18 Jahren |
| Website: | Link nicht vorhanden | | Günstig DVD, Video, Buch oder Soundtrack zu "The Last Horror Movie" | 
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Inhalt:
Er dreht Hochzeitsvideos, kümmert sich rührend um die Kinder seiner Schwester, ist ein zuvorkommender Gastgeber - und perfektioniert als Serienkiller die Kunst des Mordens. Max Parry ist ein Maniac, der hautnah miterleben will, was in seinen Opfern vorgeht und seine blutigen Taten in einem Video-Tagebuch festhält.
Das Bild spricht für sich - die gute und böse Seite von Max.
Indem er einen handelsüblichen Teenie-Slasher-Film aus der Videothek mit seinem eigens kreierten Homevideo austauscht, macht er die Zuschauer auf und vor der Leinwand zu Mitwissern seines blutigen Treibens. |
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| Kritik:
! Die Kritik bezieht sich auf die deutsche gekürzte Fassung !
An der Hoffnung klammernd auf den vergangenen Spuren des Blair Witch Projects wandeln zu können und frei von enormen Investitionen ordentlich Umsatz zu generieren, drehte der Britte Julian Richards den Pseudo-Reality Streifen „The Last Horror Movie“. Ohne aber wirklich begriffen zu haben, welche damalige Faktoren für das finanzielle und populistische Gelingen des 35.000 Dollar Films entscheidend waren. Ausgeklügeltes Marketing ist das magische Wort gewesen. Triviale Fundstücke und eine real existierende Legende suggerierten dem Publikum auf ein echtes Abenteuer der Neuzeit gestoßen zu sein und die letzten Lebenszeichen bis zum Verschwinden der jungen Protagonisten auf der Mattscheibe flimmern sehen zu können. Der Plan findiger Produzenten ging sogar soweit auf, dass selbst heute noch auf verschieden Teilen der Erde Menschen den Fake dahinter nicht erkannt haben. Keineswegs ungewöhnlich, weil schon vor dem Medienrummel vergleichbarere Gerüchte im Umlauf waren. Das verwertbare Material lag sozusagen schon die ganze Zeit im Wald und musste nur noch massentauglich umgesetzt werden. So entstand ein bisher nie da gewesenes Projekt, das Fiktion zur Realität wandelte und Hunderttausende in die Kinos zog. Die Fabel wurde dadurch über Nacht berühmt und berüchtigt, was nicht nur den Produzenten, sondern auch dem Ort, in dem die Geschichte angeblich statt fand, ein kleines Vermögen einbrachte. Merchandising-Ausweidung pur, woraufhin selbstverständlich ein zweiter Teil folgte. Dessen Aufmachung aber als reiner Spielfilm gedacht war und auch so vermarktet wurde.
Der alltägliche Mord gehört zu seiner Freizeitbeschäftigung.
Im Vergleich fehlt „The Last Horror Movie“ die Beziehung zu real existierenden Begebenheiten. Der dargestellte Psychopath Max (Kevin Howarth, „Whacked“) ist nicht greifbar in Form von nachhaltigen Recherchen, um eigene mulmige Gefühle den Gar auszumachen oder tiefer in die imaginäre Welt abzutauchen, wie es in „Blairwitch Project“ der Fall war. Das Drehbuch stützt keine Backgroundstory und weiterhin beschränkt es den Wirkungsgrad seiner selbst auf einen Vorgang - dem Ausleihen eines
Videos. Hat man den Film also in einem Shop erworben, wird das Ende jedem gewollten Schreckens geraubt und verpufft in der Schwärze des Abspanns. Daher verwundert es nicht, dass sich in kleinen Spielhäusern kaum Atmosphäre durch die Distanz zum Geschehen entwickeln konnte. Immerhin weist Regisseur Julian Richard einige mehr oder wenige fähige Schauspieler vor, wonach der begnadetste in dem Umfeld Kevin Howarth ist. Er verstrickt den Zuschauer mit der Hauptfigur Max in zynische Gespräche und kurzweilige Fragespiele, die zum Nachdenken anregen, evtl. sogar vor sich selbst erschrecken lassen. Da die Story gespeist wird durch seinen smarten und verschmitzen Auftreten, ist die Figur auch der große Pluspunkt. Howarths Interaktion mit dem Betrachter und die unterhaltsamen, manchmal sogar belustigende Dialoge, lassen hin und wieder über vereinzelte Macken hinwegsehen. Man kann sich manchmal eines schelmischen Grinsens nicht verwehren, das aber schnell verschwindet, wenn Max sich erkundigt, ob man für das Leben eines afrikanischen Kindes seinen Fernseher verkaufen würde. Wie wäre die Antwort darauf? - Na, schockiert über die eigene Persönlichkeit oder doch eine gute Seele?!
Nicht das letzte Opfer des Hochzeitsfilmer.
Als eigentlich selbstbekennender „Snuff“-Film bzw. Dokumentation über und von Max, ist merklich wenig Blut zu sehen. Bevor überhaupt Gewalt zum tragen kommt, wird immer sofort strickt abgeblendet und die Flucht in analysierende Gespräche des Psychopathen angetreten. Die Schuld trägt aber nicht der Regisseur, sondern ist der deutschen Zensur zu verdanken. Fast alle brutalen Szenen wurden herausgeschnitten, dabei hätten die offensiven Gewalteindrücke die perfide Denkweise deutlicher unterstrichen und „The Last Horror Movie“ ein Tick ernsthafter gestaltet. Satte 14 Minuten fielen der deutschen Bevormundung zum Opfer und als Sahnehäubchen bekamen die restlichen vergleichsweise harmlosen 66 Minuten keine Jugendfreigabe. Ich weiß nicht, ob ich weinen oder lauthals lachen soll.
Das Richard fähig ist auch gewollt gekonnt Regie zu führen und neben diesem beabsichtigten Amateurfilm in der Lage wäre einen ansehnlichen 0815-Horrorfilm auf die Beine zu stellen - sofern die FSK keinen schlechten Tag hat - beweißt er gleich zu Beginn. Doch nur als Einspieler, denn wenige Minuten später entlässt er den Zuschauer in die Doku. Gott sei Dank, schließlich hätte ich mir den Einheitsbrei hysterischen Frauen und blutgierigen Messerschwingern in der X.ten-Fassung nicht noch mal einverleibt. |
| | Fazit: Seichter Philosophie-Kurs über die sinnige oder auch sinnlose Begehung von Morden. Wer genug Zeit mitbringt und alles gesehen haben muss, der kann bei „The Last Horror Movie“ getrost zugreifen. Dann aber bitte das Original. Ich erlaube mir trotz der immensen Kürzung, die nur auf die Tötungen abzielte, eine Wertung auszusprechen. Denn das meine Kritik deswegen anders ausfallen würde, wage ich zu bezweifeln. An der Handlung selbst ändert es nämlich im Grunde nichts. |
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