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 | The Hills Have Eyes - Hügel der blutigen Augen |  | | |
The Hills Have Eyes, 2006 | |
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| deutscher Start: | 2006 | | Herstellungsland: | USA | | Regie: | Alexandre Aja ("High Tension") |
| Drehbuch: |
Alexandre Aja, Wes Craven, Grégory Levasseur |
| Darsteller: | Aaron Stanford, Kathleen Quinlan, Vinessa Shaw u.a. | | Verleih: | 20th Century Fox | | Genre: | Drama/Horror/Thriller | | Länge: | 107 Minuten | | FSK:
| ab 18 Jahren |
| Website: | Link aufrufen | | Günstig DVD, Video, Buch oder Soundtrack zu "The Hills Have Eyes - Hügel der blutigen Augen" | 
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Inhalt:
Familie Carter, eine typische amerikanische Durchschnittsfamilie aus Cleveland, nimmt auf der Fahrt nach Kalifornien eine Abkürzung durch die Wüste. In the middle of nowhere bleiben sie mit einer Autopanne liegen.
Bei diesem Typen müssen sich selbst Mike, Freddy und Jason warm anziehen.
In der Einsamkeit der Wüste zu stranden, ist an sich schon der Horror – doch dann greifen auch noch atomar verseuchte Mutanten an. In der Gluthitze der Wüste entbrennt ein verzweifelter Kampf auf Leben und Tod. |
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| Kritik:
1977 erreichte Wes Cravens billig-produziertes Trash-Horror-Fest „Hügel der blutigen Augen“ eine sehr geringe Zuschauerresonanz. Aber über die Jahre wurde, vor allem wegen Cravens späteren Erfolgen mit „Nightmare“ und „Scream“, die Fan-Gemeinde immer größer. Vor gerade einmal drei Jahren schlug Alexandre Ajas Regie-Debüt „High Tension“ in Genrekreisen ein wie eine Bombe. Frankreich, das vorher nicht unbedingt für geradlinige Horror-Schocker bekannt war, hatte auf einmal einen atmosphärisch dicht in Szene gesetzten, superharten Reißer zu bieten, bei dem nur die überkonstruierten letzten zehn Minuten ganz großes verhinderten. Auf den ersten Blick scheint Aja also die perfekte Besetzung für das Remake von Cravens Underground-Klassiker zu sein. Aber es liegen in Sachen Charme halt doch Welten zwischen dem unscharfen Original mit einer körnigen Kopie in einem Schachtelkino und Ajas Hochglanz-Bildern in einem unpersönlichen Multiplex – der Reiz des rebellischen, der der 70er Jahre Horror-Gemeinde noch anhaftete, fehlt dem Film einfach. Trotzdem ist Ajas Vision ein guter Film – handwerklich perfekt inszeniert und politisch hochinteressant.
Der unerwartete Besuch kommt Lynne (Vinessa Shaw) gar nicht gelegen.
Als typischer Outback-Horrorfilm beginnt auch „Hügel der blutigen Augen“ nach einer kurzen, blutigen Eingangssequenz mit einer humorvollen Einführung der Charaktere. Dafür, dass die Hintergründe der Figuren nach fünf Minuten glasklar sind und die Gags im Verlauf auch zu stark abbauen, dauert dieser Teil aber mindestens zehn Minuten zu lange. Daraufhin folgt der erste Angriff der Atom-Monster, der in seiner Konsequenz (selbst in der weltweit geschnittenen Fassung, die Uncut-Version gibt’s erst auf DVD) an das psychologische Terrorkino der frühen 70er (z.B. Wes Cravens „Mondo brutale“) erinnert. Hier wird sich zu einem wilden basslastigen Techno-Sound die Seele aus dem Leib geschrieen und die Kanarienvögel werden wie Cocktails geschlürft. Was danach kommt, gleicht einer „A-Team“-Folge auf Ecstasy gemischt mit einer Jahrespackung herumspritzender Körperflüssigkeiten. Bei weitem nicht mehr so intensiv wie die Terror-Szenen, aber dafür umso blutiger und splatter-technisch äußerst perfide-einfallsreich.
Ein entführtes Baby und zu Tode gequälte Eltern: Rache ist süß!
„Ich bin Franzose, natürlich ist mein Film politisch!“ (Alexandre Aja)
Wie alle typischen Redneck-Splatterfilme (z.B. „Wrong Turn“, „Texas Chainsaw Massacre“, „House of Wax“) zieht auch „Hügel der blutigen Augen“ sein Konfliktpotential aus dem gegenseitigen Unverständnis der amerikanischen Stadtbewohner und der Landbevölkerung. Vereinfacht gesagt, leben auf dem Land die fundamentalistischen Christen und in der Stadt die gott- und morallosen Vergnügungsmenschen, die Drogen nehmen und ihre sexuellen Reize offen zur Schau stellen. Aber wie gesagt, ist Aja Franzose und so geht er noch erheblich weiter. Nicht nur, dass er sich wie das Original die US-Army und deren Atom-Programme zur Brust nimmt, er spielt auch auf äußerst amüsante Weise mit dem Image von Republikanern und Demokraten. So ist Familienoberhaupt Bob (Ted Levine, „Das Schweigen der Lämmer“) ein waschechter Republikaner – ein harter Kerl, den Colt stets griffbereit und Mitglied der NRA („National Rifle Association“). Trotzdem erwischt es ihn als ersten. Der demokratische Pazifist Doug (Aaron Stanford, „X-Men 2“) hingegen wird, nachdem die degenerierten Wüstenbewohner sein Baby entführt haben, zum blutdürstenden Berserker, der seinen Gegnern die „Stars and Stribes“-Flagge durch den Hals bohrt, während im Radio die amerikanische Nationalhymne gespielt wird. Besonders gelungen sind diese satirischen Anflüge vor allem deshalb, weil das Selbstverständnis sowohl des rechten als auch des linken politischen Flügels auf die Schippe genommen wird.
Die Schäferhunde waren schon die heimlichen Highlights des 77er-Originals.
Dass Aja ein handwerklich überzeugender Regisseur ist, hat er schon mit „High Tension“ bewiesen, aber auch in „Hügel der blutigen Augen“ hat er einfach noch keinen eigenen Stil gefunden. Seine Bilder sind eine hübsch anzusehende Kopie der wichtigsten 70ths Genreproduktionen, die so aber bei weitem nicht so aufregend wie die der Originale sind. Nur das mit Schaufensterpuppen bestückte Dorf auf dem Army-Testgelände sorgt für echte optische Brillanz und ist wahres Eye-Candy. So ist Ajas zweites Werk ein „Muss“ für alle Horror- und Gore-Jünger, nur ein „Kann“ für den durchschnittlichen Kinogänger und ein „No-No“ für alle Zartbesaiteten. |
| | Fazit: Aja hat aus Wes Cravens Trash-Klassiker „Hügel der blutigen Augen“ einen Hochglanz-Schocker gemacht, der zwar schöner anzusehen und hochpolitisch ist, aber dafür bei weitem nicht an den speziellen Charme des Originals heranreicht. |
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