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The Hills Have Eyes 2

 

The Hills Have Eyes 2, 2007

 
Poster zu 'The Hills Have Eyes 2' kaufen
deutscher Start:2007
Herstellungsland:USA
Regie:Martin Weisz ("60 Sekunden")
Drehbuch: Jonathan Craven, Wes Craven
Darsteller:Michael McMillian, Jessica Stroup, Gabriella Alonso u.a.
Verleih:

20th Century Fox
Genre:

Horror/Thriller
Länge:89 Minuten
FSK: ab 18 Jahren
Website:

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Inhalt:


Eine Forschungsstation in der Wüste von New Mexico soll mit neuen Ausrüstungsgegenständen beliefert werden. Diese Aufgabe wird einer Rookie-Einheit der Nationalgarde inkl. ihres Sargeants übertragen. Als die Gruppe der jungen Leute bei besagtem Stützpunkt ankommt, sind die Forscher wie vom Erdboden verschluckt. Durch ein Funkgerät vernehmen die Nationalgardisten Lebenszeichen aus dem naheliegenden Gebirge, worauf der Großteil der Gruppe eine Rettungsaktion startet, während Napoleon (Michael McMillian) und Amber (Jessica Stroup) im Lager die Stellung halten sollen.

Bild 1 zu The Hills Have Eyes 2
Die Mutanten haben ein neues Opfer im Schlepptau.

Die Rettungsgruppe findet sich schnell in einem fiesen Hinterhalt wieder, da das Gebirge von mutierten, fleischfressenden Menschen belagert wird, die die Männer töten und die Frauen zu Fortpflanzungszwecken gefangen halten. Einer nach dem anderen wird dezimiert und auch Napoleon und Amber werden im Camp Zeugen einer schockierenden Begebenheit. Sie ziehen los um ihre Freunde zu warnen, doch da ist es schon fast zu spät.

Kritik:


Als das Remake des 1977er Kultfilms von Wes Craven 2005 weltweit die Kinos enterte, war die Horror-Fan-Gemeinde begeistert. Wie kompromisslos der französische Shootingstar Alexandre Aja („High Tension“) den alten Stoff in ein neues, stylisches Gewand verpackte und neue Maßstäbe in Sachen Horror setzte, war eine echte Sensation. Folgerichtig avancierte „The Hills Have Eyes“ zusammen mit „Saw“ und „The Descent“ zur Speerspitze der Terror-Schocker-Bewegung, die sich auf die harte Gangart der 70er zurückbesinnt und den moralischen Ballast, den sich das Genre auferlegt hatte, ad acta legt. Zu einem solch erfolgreichen Film musste natürlich schnellstmöglich ein Sequel her, das von Martin Weisz umgesetzt wurde, der bekanntlich für das „Rothenburg“-Debakel verantwortlich zeichnet. Leider macht Michael Weisz nun alles falsch, was sein Vorgänger richtig gemacht hat. „The Hills Have Eyes 2“ ist vorhersehbar, innovationslos, schwach inszeniert, dramaturgisch oberflächlich; schlicht eine stupide Schlachtplatte.

Bild 2 zu The Hills Have Eyes 2
Frauen müssen für die Mutanten Kinder gebären.

Ajas Werk schleuderte das Statussymbol Familie in die Einöde, wo es sich, in der Tradition des klassischen Backwood-Horrors, gegen degenerierte Mutanten zur Wehr setzen musste. Dabei wandelte der Regisseur klassische Schablonen soweit ab, sodass sich „The hills have eyes“ nie in Muster pressen ließ oder sich gängigen Genreregeln beugen musste. Die Charaktere waren nicht allzu ausgeprägt gezeichnet, wirkten aber realistisch, klischeefrei und sympathisch, was heftiges Mitfiebern rechtfertigte. Zunächst war geplant eine Story um die Überlebenden der Carter Familie so kreiiren, nur leider war Emilie de Ravin nicht mehr verfügbar. So werden nun einfallslos einige Teenager, mit Soldaten-Backround, in die Wüste geschickt, die vollkommen vorhersehbar und meist spannungsfrei gemeuchelt werden. Der größte Fehler des Scripts, das überraschenderweise von Wes Craven persönlich nieder gekritzelt wurde, ist, dass „The Hills Have Eyes 2“ im Gegensatz zum Vorgänger nach klassischen Gesetzen funktioniert und alte Standards durchkaut. Wer hier wann stirbt und wer überlebt ist leider nach 15 Minuten Laufzeit glasklar.

Bild 3 zu The Hills Have Eyes 2
Der letzte Überlebende der Forschungsstation.

Die Charaktere sind komplett oberflächlich gehalten, werden als Schlachtvieh präsentiert und geben keinerlei Anlass zum Mitfiebern. Mit konstruierten Plattheiten (Handy-Video vom Sohnemann) soll ein wenig Mitleid erhascht werden, was aber leider nur peinlich wirkt. Zudem fehlt dem Sequel die bedrückende Ernsthaftigkeit. Hier wird die Atmosphäre immer wieder durch mehr oder weniger gelungene Witzchen unangenehm aufgelockert. „Je mehr Brutalität, desto schockierender“ scheint das Motto einiger Regisseure zu sein, was leider grundlegend falsch ist. Ein guter Handwerker kann selbst aus einem kleinen Kratzer, mit Hilfe von Bild, Ton und Dramaturgie, einen nachhaltigen Schockmoment zaubern. Alexandre Aja hatte das verstanden, sparte zwar nicht mit Blut und Gewalt, wusste diese Momente aber auch entsprechend zu inszenieren. Seine Gore-Szenen schockten. Dann ging er sogar noch einen Schritt weiter und gab den Figuren die Möglichkeit intensiv um die brutal Verblichenen zu trauern. Die Verzweiflung und das Verlust-Gefühl wurden so erschreckend greifbar gemacht. In Weisz Fortsetzung spritzt das Blut, wird abgehackt, durchbohrt, in die Luft gesprengt, ausgehöhlt, vergewaltigt und in Fleischwunden herum gefummelt, was den Zuschauer nur völlig kalt lässt, weil alle Gore-Szenen oberflächlich inszeniert wurden und nur auf den Ekel-Effekt setzen. Die konturlosen Charaktere werden hier anteilnahmslos und nebenbei abgeschlachtet, was zwar unterhaltsam, aber weder bewegend noch schockierend ist.

Bild 4 zu The Hills Have Eyes 2
Die einzigen Frauen im Cast: Jessica Stroup und Gabriella Alonso.

Wenigstens auf technischer Ebene kann „The Hills Have Eyes 2“ halbwegs mithalten, was weniger an den Fähigkeiten von Martin Weisz liegt, sondern viel mehr an der Tatsache, dass einiges beibehalten wurde. Die Bilder fangen noch immer die brütende Hitze der Wüste ein. Der wummernde Score ist noch immer gefällig. Als Clou erweist sich allerdings die Handlung in ein Höhlensystem zu verlegen und dazu den „The Descent“-Kameramann Sam McCurdy zu engagieren. Hier ist er in seinem Element und kann einige klaustrophobisch-atmosphärische Bilder ein fangen. Ein weiterer Vorzug von Alexandre Ajas Werk war der doppelte Boden, den er geschickt einarbeitete. Er griff die Republikaner/Demokraten-Thematik auf, ließ den erzkonservativen Republikaner als erstes meucheln und den Demokraten zum Kampfschwein mutieren, der den Bösewicht mit der amerikanischen Flagge, die Nationalhymne im Hintergrund, richtete. So erschien selbst die Werbezeile „the lucky ones die first“ erfrischend doppeldeutig. Wes Craven würde in sein neustes Script nun gerne eine Kriegssituation hinein interpretieren, was leider reichlich weit hergeholt ist. Außerdem wird erneut Kritik am Präsidenten geübt und zwar in Form eines Dialogs: Soldat: „Ich finde, der Präsident lügt zu viel.“ Sarg: „Alle Präsidenten lügen. Das ist ihr Job!“ Platter geht´s nicht mehr!

Bild 5 zu The Hills Have Eyes 2
Nicht nur diese Einstellung erinnert an „The Descent“.

Zur Klarstellung: „The Hills Have Eyes 2“ ist nicht gänzlich misslungen, immerhin hat er einen gewissen Unterhaltungswert vorzuweisen, aber er hat dem Genre überhaupt nichts Neues hinzu zufügen. Ein durchschnittlicher Schocker, der das 10-kleine-Negerlein-Prinzip nicht mal besonders einfallsreich runterkurbelt. Ein professionell gefilmtes, aber seelenloses Kunstprodukt, um das THHE-Franchise möglichst schnell und effektiv auszuquetschen. In einer Welt, wo androgyne Sängerknaben und Eisbär-Babies gnadenlos vermarktet werden, ist das nicht weiter verwerflich. Echte Horrorfans können sich diesen halbgaren Aufguss von altbekannten Standards aber getrost sparen.

Fazit:


Enttäuschend! Auf einen innovativen Schocker, der an den Nerven zerrte, folgt ein nicht ambitioniertes Fließband-Produkt, der die Horrorschemata der letzten 20 Jahre öde wiederkäut und lediglich stellenweise unaufregend unterhält.
 

Bewertung[?]::

Userbewertung:

Autor:

Kevin

Eingetragen am:

08.04.2007

Aufgerufen:

71888 Mal

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