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The Hamiltons

 

The Hamiltons, 2006

 
Poster zu 'The Hamiltons' kaufen
deutscher Start:2007
Herstellungsland:USA
Regie:Mitchell Altieri, Phil Flores ("Long Cut")
Drehbuch: Mitchell Altieri, The Butcher Brothers, Phil Flores, Adam Weis
Darsteller:Cory Knauf, Joseph McKelheer, Mackenzie Firgens u.a.
Verleih:

Tiberius Film
Genre:

Drama/Horror/Thriller
Länge:83 Minuten
FSK: ab 18 Jahren
Website:

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Inhalt:


Die Hamiltons sind eine scheinbar ganz normale Familie. Nach dem Tod der Eltern mussten die Kinder die Farm verkaufen und ziehen nun häufig um. Diesmal hat es David (Samuel Child), die Zwillinge Wendell (Joseph McKelheer) und Darlene (Mackenzie Firgens) und den Jüngsten Francis (Cory Knauf) in ein Häuschen in einer Vorstadt verschlagen. Keiner der Nachbarn weiß, dass die Hamiltons in Wirklichkeit blutrünstige Serienkiller sind und zurzeit gerade wieder einige Menschen im Keller gefangen halten. Während David verzweifelt versucht den Schein zu wahren, meucheln die durchgeknallten Zwillinge fröhlich umher und Francis leidet unter seinen Geschwistern, will eigentlich ein ganz normales Leben führen. Doch warum müssen die Hamiltons eigentlich ständig neue Opfer anschaffen? Und was hat die Familie, außer ein paar Gefangenen, sonst noch im Keller versteckt?

Kritik:


Ein großes Vorstadt-Haus in einer schönen Straße, hübsch dekoriert und zurecht gemacht, eine einladende Veranda, ein gepflegter Vorgarten und ein weißer, sorgfältig gestrichener Zaun davor – So sieht bekanntlich das Traumleben einer jeden amerikanischen Familie aus. Doch wie viele Filme wie „American Beauty“ und „Little Children“ bewiesen haben, geht hinter dieser Fassade nicht alles so idyllisch und friedvoll zu, wie das von außen den Anschein hat. Auch die Butcher Brothers haben sich für ihren Debutfilm „The Hamiltons“ dieser Thematik gewidmet, treten allerdings nicht in die Fußstapfen der genannten Gesellschaftsdramen. Hier wird die Geschichte einer Familie, die den Schein wahren will mit Horror-Elementen verbunden und diese interessante Gegenüberstellung von Familien-Drama und Horror macht den größten Reiz von „The Hamiltons“ aus und trügt über einige Problemchen hinweg.

Bild 1 zu The Hamiltons
Die Hamiltons machen doch einen netten Eindruck.

Schon die erste handvoll Szenen hat diesen Kontrast vorzuweisen, von dem der Film über weite Strecken lebt. Da gibt es eine Attacke einer unbekannten Gefahr im Keller, ein harmloser Streit unter Geschwistern, eine brutale Entführung und ein gemütliches Familienessen mit Besuch in den ersten 15 Minuten. Hier macht „The Hamiltons“ noch richtig Spaß, da parallel 2 verschiedene Filme zu laufen scheinen und der Zuschauer erst mal herausfinden muss, wie überhaupt alles zusammen gehört. Außerdem wird schon hier deutlich, dass das Werk der Butcher Brothers mehr ist als ein stupider Horror-Reißer, da er sich von Anfang an auf einer zynisch-satirischen Ebene bewegt und sich konsequent den üblichen Schemata verweigert, allein schon, weil hier die vermeintlich „Bösen“ und nicht die „Guten“ die Hauptcharaktere sind. In der Mitte hat „The Hamiltons“ leider einen klaren Durchhänger, wenn vor allem die Horror-Szenen die Überhand gewinnen. Die sind nicht wirklich schlecht inszeniert, teilweise sogar recht spannend, aber leider viel zu episodisch und etwas unstrukturiert um einzelne Opfer herum aufgebaut. Ein echter Spannungsbogen will sich nicht so recht entfalten.

Bild 2 zu The Hamiltons
Erst werden die Opfer im Keller gelagert...

Der satirische Aspekt rückt nun etwas in den Hintergrund und macht Platz für viele kleine Nebenhandlungsstränge, die die Horrorfans bei der Stange halten sollen. Wer aber jetzt ein brutales Schlachtfest erwartet, könnte falscher nicht liegen. Die Hamiltons gehen zwar rabiat vor, mehr als ein bisschen Blut ist allerdings nicht zu sehen. Besser wäre es gewesen, wenn sich die Butcher Brothers ein wenig mehr ihrer Charaktere angenommen hätten. Bis auf den jungen Francis, der den Lebensstil seiner Familie nicht für gut heißen kann und sich selbst immer mehr unter Druck setzt, ist die Hamilton-Sippe, mit den Zwillingen, die einen Riesenspaß beim Morden haben und David, der sich als alleingelassener Verantwortungsträger fühlt, recht einseitig gezeichnet. Die unerfahrenen Darsteller sind da nicht gerade hilfreich, zumal sie stark zum Over-Acting neigen. Gegen Ende wird der Streifen allerdings wieder besser, wenn einige Twists auf den Zuschauer warten und „The Hamiltons“ seine zuvor verlorene Symbolik wieder gewinnt. So wird bspw. das Morden als Metapher für das Erwachsenwerden verwendet. Dass „Die Familie ist alles“ letztendlich die Moral der Geschichte ist, mag zunächst fad klingen, hat aber einen erfrischend zynischen Beigeschmack.

Bild 3 zu The Hamiltons
...und schließlich getötet.

Eine echte Schwäche gibt es auch bei der Produktion zu finden. Zwar haben die Butcher Brothers keine schlechte Inszenierung zu Tage gefördert, aber um das gesamte Potenzial von „The Hamiltons“ zu entfaltet, hat offenbar einfach das nötige Kleingeld gefehlt. So konnten sie nur auf eine günstige DV-Kamera zurück greifen, die sehr blasse und fade Bilder abliefert. Vielen Szenen, in denen mehr Potenzial gesteckt hätte, wird so ein großes Stück Atmosphäre entzogen. Besonders während der Horror-Szenen sticht dieser Makel hervor. Auch der Score wird nicht immer optimal eingesetzt. Manchmal erklingt er an unpassenden Stellen, manchmal erklingt er gar nicht, obwohl das nötig gewesen wäre, um die Spannung zu fördern.

Bild 4 zu The Hamiltons
Besonders die Zwillinge haben es in sich.

Die gute Idee und eine außergewöhnliche Herangehensweise rettet „The Hamiltons“ vor dem Mittelmaß. Hätte sich allerdings ein erfahrener Regisseur mit einem größeren Budget dem Skript angenommen, hätte „The Hamiltons“ ein weit überdurchschnittlicher Beitrag zum Fantasy Filmfest 2007 werden können. Wer einen etwas andersartigen Film sehen möchte und auch gerne mal mitdenkt und zwischen den Zeilen ließt, kann sich das Werk der Butcher Brothers mal ansehen. Gorehounds oder Horrorfans, die einen über alle Maßen spannenden Horrorreißer erwarten, sollten sich allerdings fern halten.

Fazit:


Ein interessanter, satirisch-gesellschaftkritisch angelegter Horrorbeitrag, der zwar mit einer sehr gefälligen Idee daher kommt, der aber noch Mängel im Fein-Tuning aufweißt. Stupiden Horror-Reißern wie „Hostel 2“ kann er, dank seiner Doppeldeutigkeit, dennoch locker das Wasser reichen.
 

Bewertung[?]::

Userbewertung:

Autor:

Kevin

Eingetragen am:

26.10.2007

Aufgerufen:

13900 Mal

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