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 | The Fog |  | | |
The Fog, 2005 | |
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| deutscher Start: | 2006 | | Herstellungsland: | USA | | Regie: | Rupert Wainwright („Stigmata“) |
| Drehbuch: |
John Carpenter, Debra Hill, Cooper Layne |
| Darsteller: | Tom Welling, Maggie Grace, Selma Blair u.a. | | Verleih: | Sony Pictures | | Genre: | Action/Horror/Mystery/Thriller | | Länge: | 100 Minuten | | FSK:
| ab 16 Jahren |
| Website: | Link aufrufen | | Günstig DVD, Video, Buch oder Soundtrack zu "The Fog" | 
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Inhalt:
Nebel legt sich über Antonio Bay. Die kleine Insel vor der nordkalifornischen Küste richtet eine Feier aus, bei der die Gründerväter geehrt werden sollen. Doch über dem scheinbar idyllischen Städtchen liegt ein dunkles Geheimnis. Denn im Jahr 1871 sank vor der Küste von Antonio Bay unter mysteriösen Umständen der Clipper „Elizabeth Dane“. An Bord: eine Kolonie Lepra-Kranker, die sich auf der Insel niederlassen wollten. Niemand auf dem Schiff überlebte das Unglück…
Nick versucht zu fliehen, aber aus dem Nebel gibt es kein Entkommen.
Während die Vorbereitungen für die Feier in vollem Gange sind, kehrt Elizabeth Williams (Maggie Grace, „Lost“) in ihre Heimatstadt zurück. Ihr Ex-Freund Nick Castle (Tom Welling, „Im Dutzend billiger“) liebt Elizabeth noch immer, obwohl er mittlerweile eine Liebschaft mit Stevie Wayne (Selma Blair, „Eiskalte Engel“), der Besitzerin des lokalen Radiosenders pflegt. Doch für Gefühlsverwirrungen bleibt keine Zeit. Seltsame Dinge ereignen sich in Antonio Bay: Eine bedrohliche Nebelbank bewegt sich unaufhaltsam auf die Küstenstadt zu. Alte Gegenstände tauchen aus der Tiefe der See auf und werden an Land gespült. Aber das ist erst der Anfang. Denn die Toten der „Elizabeth Dane“ kehren ebenfalls aus ihrem nassen Grab zurück, um sich an den Nachfahren ihrer Mörder zu rächen – und um das finstere Geheimnis der Stadt zu lüften... |
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| Kritik:
Im Gegensatz zum Jahr 1980, in dem John Carpenters Original „The Fog“ in die Kinos kam, kann man heutzutage Nebel im Computer animieren, anstatt ihn einfach so auf die herkömmliche Art und Weise in die Luft zu pusten. Aber ist das wirklich Grund genug, um den Film unbedingt remaken zu müssen? Zumindest der deutsche Verleih „Sony Pictures“ scheint nicht dieser Meinung zu sein, hat er doch vorab aus Angst vor schlechten Kritiken alle Pressevorführungen abgesagt. Wahrscheinlich hätte „The Fog“ die sogar bekommen, zumindest war dies in Amerika der Fall und für einen Horrorfilm dieser Kategorie gehören Verrisse ja heute auch schon fast zum guten Ton, aber ihm wäre damit ein Unrecht widerfahren. Denn auch wenn „The Fog“ erwartungsgemäß qualitativ dem Original hinterherhinkt, können sich doch die überzeugenden und vor allem abwechslungsreichen Horrorszenen locker gegen die teilweise echt dämlichen Dialoge durchsetzen, so dass das Ergebnis den meisten anderen Schockern der letzten Jahre um mindestens einen Schritt voraus ist.
Die Toten sind gekommen, um Rache an den Nachfahren ihrer Mörder zu nehmen.
Die Legende um die betrogenen Leprakranken ist die gleiche geblieben, so dass über die Interpretation des Originals, sprich Anspielungen auf die Besiedelung Amerikas, nicht hinausgegangen wird. Aber zumindest bietet die Story genug Anlässe für spannende oder erschreckende Momente ohne dabei zu abgedroschen oder dämlich zu wirken. Dass übernehmen dafür zumindest in der deutschen Fassung die zum Teil unsäglichen Dialoge. Wenn die Bewohner von Antonio Bay über den herannahenden Nebel philosophieren, könnten ihre Sprüche auch von einer 0190-Astrologie-Nummer stammen. Und wenn Nicks Leichtmatrose Spooner (DeRay Davis, „Eyes Wide Shut“), auf hoher See mit zwei blonden „Zwillingen“ flirtend, Anmachsprüche wie „Anziehen ist blöde, nackt sein ist toll!“ benutzt und damit sogar noch Erfolg hat, weiß man als Zuschauer wirklich nicht mehr weiter.
Macht nicht nur in „Lost“ eine gute Figur: Sceam-Queen Maggie Grace.
Dagegen machen die Darsteller, die mit diesen misslungenen Dialogen klar kommen müssen, schon eine wesentlich bessere Figur. Zwar wirkt der Darsteller des jugendliche Superman aus der TV-Serie „Smallville“ Tom Welling auch mit Stoppeln im Gesicht mehr wie ein High-School-Quarterback als ein raubärtiger Skipper, aber trotzdem weiß er in „The Fog“ nicht nur in der ausgiebigen Dusch-Sexszene eher zu überzeugen als etwa in den „Im Dutzend billiger“-Filmen. Auch Maggie Grace in der Rolle seiner attraktiven Weltenbummler-Freundin Elizabeth sammelt Pluspunkte, weil sie im Gegensatz zu anderen Scream-Queens ungewohnt undurchsichtig und nur schwer einzuschätzen bleibt. Am stärksten kann sich aber erwarteterweise Selma Blair als allein erziehende Radiomoderatorin mit sexy Rauchstimme in den Vordergrund spielen. Ihr gelingt dabei der perfekte Spagat zwischen ihren bisherigen Rollen als lasziver Teenie in „Eiskalte Engel“, „Storytelling“ oder „A Dirty Shame“ und ihrer ersten richtigen Erwachsenenrolle.
Auch mit Stoppelbart wird Tom Welling sein Sunnyboy-Image nicht los.
Nach den ersten fünf Minuten geht man eigentlich davon aus, bestenfalls Durchschnittsware von „The Fog“ erwarten zu können, aber schon die erste Horrorszene auf dem Flirt-Kahn weiß zu überzeugen. Und von da an nimmt der Film dann immer mehr Fahrt auf, vermischt ohne Rücksicht auf klassische Genres Geisterfilm mit Zombiehorror, Splattermovie mit Mysterygeschichte und tobt sich dabei auf sehr unterhaltsame Weise einfach aus. Das Highlight bleibt aber der abwechslungsreiche Showdown inklusive durchsichtiger Piraten, einem Ballett fliegender Glasscherben und einer kleinen Überraschung. Um am Schluss noch einmal auf die Ausgangsfrage dieses Textes zurückzukommen. Auch wenn die Ausleuchtung in der neuen Version nicht so wundervoll schaurig ist wie in Carpenters Original, gelingen Regisseur Wainwright mit seinem Special-Effects-Nebel doch zumindest ein paar wunderbar absurde Spielereien. |
| | Fazit: Trotz der zumindest in der deutschen Fassung teilweise unterirdisch geratenen Dialoge ist „The Fog“ insgesamt ein doch sehr gelungener Horror-Schocker. |
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