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The Black Dahlia

 

The Black Dahlia, 2006

 
Poster zu 'The Black Dahlia' kaufen
deutscher Start:2006
Herstellungsland:Deutschland/USA
Regie:Brian De Palma ("Femme Fatale")
Drehbuch: Josh Friedman, James Ellroy
Darsteller:Josh Hartnett, Aaron Eckhart, Scarlett Johansson u.a.
Verleih:

Warner Bros.
Genre:

Drama/Krimi/Mystery/Thriller
Länge:115 Minuten
FSK: ab 16 Jahren
Website:

Link nicht vorhanden

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Inhalt:


„The Black Dahlia“ beschäftigt sich mit einem der geheimnisvollsten Mordfälle der Kriminalgeschichte. 1947: In L.A., in der Nähe des Leimert Parks, wird die erfolglose Schauspielerin Elisabeth Short (Mia Kirshner), bürgerlicher Name Betty Short, bestialisch ermordet, in zwei Teile gehackt, ausgeweidet und der Mund zu einem Grinsen aufgeschlitzt, aufgefunden. Aufgrund ihres lasziven sowie naiven Auftretens und wegen ihrer stets schwarzen Kleidung wird sie in Kennerkreisen nur „die schwarze Dahlie“ genannt. Der Fall wird den geachteten Polizisten Dwight „Bucky“ Bleichert (Josh Hartnett) und Leland „Lee“ Blanchard (Aaron Eckhart), die sich auch als Boxer betätigen, anvertraut.

Bild 1 zu The Black Dahlia
Das Dreamteam: Bucky und Lee.

Zusammen mit Lees Frau Kaye (Scarlett Johansson) bilden die drei eine fast schon familiäre Gemeinschaft, obwohl sich Bucky zunehmend zu Kaye hingezogen fühlt und deren dunkle Vergangenheit ihn sehr fasziniert. Die Ermittlungen in diesem Fall gestalten sich schwierig und aus unerfindlichen Gründen benimmt sich Lee zunehmend aggressiver. Als Bucky auch noch die ebenso verführerische wie verdächtige Madeleine (Hilary Swank) kennen lernt und ihr verfällt, geraten die beiden Polizisten in ein gefährliches Labyrinth aus Lügen, Liebe, Leidenschaft und Mord, aus dem es scheinbar kein Entrinnen gibt.

Kritik:


Es ist soweit! Der Film auf den Cineasten schon seit Drehbeginn warten, hat endlich die deutschen Kinos erreicht. Das Entgegenfiebern ist durchaus berechtigt. Nicht nur, dass es sich bei „The Black Dahlia“ um den neuen Streich von Regiegenius Brian de Palma handelt. Ebenfalls handelt es sich hierbei um eine Verfilmung, nach einer Vorlage, des wohl wichtigsten und bedeutendsten, amerikanischen Kriminalautoren aller Zeiten. James Ellroy hat Literaturgeschichte geschrieben. Seine Romane, stets in den 40ern spielend und somit dem Thriller Noir angehörend, beruhen meist auf Tatsachen. So beschäftigt sich auch „The Black Dahlia“ mit einem wahren, äußerst mysteriösen Fall, wobei Ellroy Fakten und Fiktives zu einem einzigartigen Leseerlebnis und einem abgründigen und höllisch spannenden Thriller verwoben hat. Doch was hat dieser Mann mit Film zu tun? Er lieferte keine geringere Vorlage, als die zum filmischen Meilenstein „L.A. Confidential“, der unter Kritikern als einer der 50 besten Filme aller Zeiten zählt. Zwar hat hier nicht Curtis Hanson Regie geführt, aber mit einem Brian de Palma im Gepäck sollte eigentlich auch nichts schief gehen. Oder etwa doch?

Bild 2 zu The Black Dahlia
Rose McGowan in einer Minirolle.

Sicherlich ist die Nachfolge eines „L.A. Confidential“ anzutreten eine äußerst schwierige und unfaire Bürde und gerade das ist der Grund warum „The Black Dahlia“ nicht in die Annalen der Filmgeschichte eingehen wird. De Palmas Verfilmung ist zwar gut, reicht aber nicht an Hansons Geniestreich aus dem Jahre 1997 heran. Verantwortlich dürfen sich Regie, aber auch vor allem Drehbuchautor Josh Friedman, zeichnen. Nicht das de Palma keine fabelhafte Arbeit geleistet hätte, er hat nur die falsche Herangehensweise gewählt, um sein Werk zu inszenieren. „L.A. Confidential“ lebte von seinen Figuren, die durch ihre Vielschichtigkeit und Undurchschaubarkeit ein Netz um den Mittelpunkt spannten, so dass der Film zu keiner Sekunde seiner Laufzeit von immerhin 2 ½ Stunden schwächelte. Die Grenzen zwischen Schein und Sein, die durch die Charaktere zum Ausdruck gebracht wurden, verliehen „L.A. Confidential“ seine unnachahmliche Intensität. Niemand hätte eine derartige Einfühlsamkeit von Curtis Hanson erwartet, der prompt in die 1.Liga der Regisseure aufstieg und seit dem als Meister der Charakterzeichnung gilt, was er auch jüngst in „In den Schuhen meiner Schwester“ bestätigte.

Bild 3 zu The Black Dahlia
Bucky kann nicht die Finger von Kaye lassen...

De Palma versucht es nun auf anderen Wegen und konzipiert den Film vom Mittelpunkt, nämlich dem Mordfall aus, während die verschiedenen Geschichten der Charaktere lediglich als Nebenhandlungen herhalten müssen. Das wäre nicht schlimm, wenn diese Nebenhandlungen auch intensiv und feinfühlig umgesetzt wären. Doch de Palma verlässt sich ganz auf seine fraglos technisch herausragenden Fähigkeiten und versucht das Publikum statt durch intensive Charakterzeichnung durch optische Highlights auf seine Seite zu ziehen. Erschwerend kommt noch hinzu, dass Josh Friedman es nicht schafft, die vielen Facetten seiner Figuren ausreichend deutlich zu machen, wo er doch die Handlung immerwährend nach vorne treibt und dabei nur wenig Rücksicht auf die Charaktere nimmt. So reichen die knapp 2 Stunden Laufzeit nicht wirklich aus und keine einzige Figur erhält die Tiefe, wie es in Ellroys Vorlage der Fall war. Hanson hat dies weitaus besser bewältigt.

Bild 4 zu The Black Dahlia
...doch auch die mysteriöse Madeleine reizt ihn.

Was die Schauspieler angeht, gleicht es auf dem Papier zunächst einer Farce. Jungspunde wie Josh Hartnett, Aaron Eckhart und Scarlett Johansson können doch niemals mit Superstars wie Kevin Spacey, Russell Crowe und Kim Basinger mithalten, denkt man. Doch dieser Eindruck erweißt sich nur zur Hälfte richtig. Hartnett bemüht sich und meistert seine Rolle auch über lange Strecken, wobei ihm sein jugendliches Image hier und da mal ein Bein stellt und in die Unglaubwürdigkeit zieht. Dass Aaron Eckhart nicht glänzt ist auch wieder dem Drehbuch zu verdanken. Der Abstieg seiner Figur wirkt viel zu abrupt. In einer Szene ist er noch gut gelaunt und charismatisch; in der nächsten ist er dann plötzlich schon aggressiv und völlig verzweifelt. Weder Eckhart noch das Drehbuch lassen diesen Zusammenbruch glatt und kontinuierlich durch gehen. An der Performance von Scarlett Johansson ist eigentlich nichts zu bemängeln, wobei das Drehbuch sie viel mehr als schnuckelige Hausfrau statt als vom Leben gebeutelte Verführerin darstellt. Als perfekt lässt man Hilary Swank und Mia Kirshner durchgehen. Swank beweißt mal wieder, dass sie alles spielen kann und gibt eine durch und durch überzeugende Femme Fatale ab. Die Schlüsselfigur Elisabeth Short wird von Mia Kirshner in Probeaufnahmen/Ermittlungsmaterial gemimt, die dort die Schattenseiten ihrer Figur bravourös zwischen den Zeilen durchblitzen lässt. Elisabeth/ Betty ist völlig von sich überzeugt, obwohl sie ziemlich talentlos ist (Uwe Boll lässt grüßen). De Palma nutzt die Gunst der Stunde, um um seine Mutter zu trauern. „Ich konnte nicht um meine Mutter trauern, aber ich kann um Betty Short trauern.“ Des wegen wurde auf diese Figur wohl besonderen Wert gelegt. Auch Fiona Shaw muss unbedingt positiv erwähnt werden, die Madeleines suizidgefährdete Mutter superb darbietet.

Bild 5 zu The Black Dahlia
Die tragische Schlüsselfigur: Mia Kirshner als Elisabeth Short.

Doch nun lassen wir „L.A. Confidential“ einfach mal „L.A. Confidential“ sein und sehen „The Black Dahlia“ als völlig eigenständigen Film. Und siehe da! Es lassen sich doch noch ein paar herausragende Pluspunkte entdecken. Ellroys Vorlage ist selbstverständlich viel zu gut und de Palma viel zu erfahren, dass da nicht ein herausragender Thriller Noir bei rum kommt. Dem Zuschauer werden viele tolle Dialoge und eine hervorragende Optik geboten. Des Weiteren wird es nie langweilig und die letztlich doch recht spannenden Handlungsstränge laufen gekonnt nebeneinander her und fügen sich zum Schluss, nach einigen überraschenden Wendungen, glatt und makellos zur phänomenalen Auflösung zusammen. Ob David Fincher, der zuerst engagiert wurde, das besser hinbekommen hätte, ist in Frage zu stellen. Zweifelsohne wäre aber ein Curtis Hanson die beste Wahl gewesen. Was bleibt ist zum einen eine kleine Enttäuschung, zum anderen aber auch ein guter bis sehr guter Genrebeitrag, der sich ein zahlreiches Publikum in den Kinos sicherlich verdient.

Fazit:


Wer ein zweites „L.A. Confidential“ erwartet, wird eine kleine Enttäuschung erleben. Wer allerdings mit ganz so hohen Erwartungen einen Kinobesuch antritt, wird von der packend erzählten Geschichte und der tollen Optik begeistert sein.
 

Bewertung[?]::

Userbewertung:

Autor:

Kevin

Eingetragen am:

10.10.2006

Aufgerufen:

10540 Mal

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