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The Abandoned - Die Vergessenen

 

The Abandoned, 2006

 
Poster zu 'The Abandoned - Die Vergessenen' kaufen
deutscher Start:2007
Herstellungsland:USA
Regie:Nacho Cerdà ("Ataúdes de luz")
Drehbuch: Karim Hussain, Nacho Cerdà, Richard Stanley
Darsteller:Anastasia Hille, Karel Roden, Valentin Ganev u.a.
Verleih:

e-m-s
Genre:

Horror/Mystery/Thriller
Länge:95 Minuten
FSK: ab 18 Jahren
Website:

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Inhalt:


40 Jahre ist es her, als Marie Jones (Anastasia Hille) in ihrem Geburtsland Russland ausgesetzt und darauf hin von einer britischen Familie adoptiert wurde. Sie wird von ihrer Vergangenheit heimgesucht, als sie unerwarteterweise das Haus ihrer verstorbenen, leiblichen Mutter erbt und zurück in die Heimat reist, um sich dieses anzuschauen. Ein Einheimischer führt sie zum Haus in einem düsteren Sumpf, bevor dieser spurlos verschwindet. Im Haus begegnet Marie schließlich Nikolai (Karel Roden), der sich als ihr Zwillingsbruder ausgibt, dem sie aber nicht so recht trauen kann, während beide tiefer in die Vergangenheit vordringen. Das Haus entpuppt sich als unheimlicher Ort. Bizarre Dinge gehen darin vor, die beiden werden von zombiehaften Doppelgängern attackiert, Raum- und Zeitebenen scheinen sich zu verschiedenen und ungläubig erfahren die beiden was vor 40 Jahren wirklich geschehen ist.

Kritik:


Spanien ist auf dem Vormarsch. Mehr und mehr erweist sich das liebste Urlaubsziel der Deutschen als echte Instanz für gute Filme. Pedro Almodovar („Volver-Zurückkehren“), Alejandro Amenabar („Das Meer in mir“), Guillermo del Torro („Pan´s Labyrinth“) und Isabel Coixet („Das Geheime Leben der Worte“) sind hier nur die wichtigsten Namen, die einem spontan einfallen. Auch abseits dieser international sehr geschätzten Regisseure haben die Spanier, speziell im Horror-Genre, einige Export-Schlager zu vermelden. Vorneweg ist hier Jaume Balaguero zu nennen, der mit Filmen wie „Darkness“ oder „Fragile“ vor allem visuelle Akzente setzt und somit positiv aus dem Einheitsbrei hervor sticht. Auch Nacho Cerda, ein junger Regisseur, der bislang mit Kurzfilmen auf sich aufmerksam machte, setzt mit seinem Langfilm-Debut zum Karrieresprung an. Sein Horror-Thriller „The Abandoned“ überzeugt durch eine verzwickte, kafkaeske Story, morbide Atmosphäre und visuelle Brillianz.

Bild 1 zu The Abandoned - Die Vergessenen
Marie entdeckt ein Überbleibsel aus der Vergangenheit.

Sein Talent für Kurzfilme erweißt sich für Nacho Cerda als größte Stärke, aber auch als einzige nennenswerte Schwäche seines Films. Zu Gute kommt „The Abandoned“, dass Cerda bei seinen früheren Werken wie z.B. „Aftermath“ seine inszenatorischen Fähigkeiten perfekt schulen konnte. Sein erster Langfilm hat eine wahrlich brilliante, von „The Machinist“-Kameramann Gimenez eingefangene, Ästhetik vor zuweisen, die selbst international ihres Gleichen sucht. Fernab von klischeehaften Nebelschwaden wird hier die russische Einöde als düsteres Paralleluniversum präsentiert, wo hinter jeder Ecke das Grauen lauern könnte. Die gut getimten Schock-Sequenzen werden durch Cerdas beeindruckende Regie spannungstechnisch auf die Spitze getrieben und auch zwischendurch überrascht er immer wieder mit spannenden Einstellungen, Schnitten und nicht zu letzt mit den mystisch anmutenden Kulissen. Ein kraftvoller Score rundet die Inszenierung optimal ab und macht „The Abandoned“ zu einem Highlight für die Sinne. Selbst wenn man an der Story nicht die Bohne interessiert ist, kann man sich immer noch an den schaurig-schönen Bildkompositionen und auch an den starken Leistungen von Anastasia Hille und Karel Roden ergötzen.

Bild 2 zu The Abandoned - Die Vergessenen
Die Doppelgänger sind wirklich gruselig.

Die genannte Schwäche setzt dem Drehbuch zu, denn Cerda, der u.a. das Skript erarbeitete, scheint noch nicht so recht mit einer 90-minütigen Spielfilmzeit umgehen zu können. So hat speziell die erste Hälfte ein Problem damit, dem Zuschauer klar zu machen in welche Richtung zu denken ist, da „The Abandoned“ 60 Minuten lang als interessante „Haunted-House“-Variation daher kommt, aber sich später in eine völlig andere Richtung entwickelt. Die Geschichte dreht sich ein wenig im Kreis und scheint nicht so recht zu wissen, wo sie eigentlich hin will. Das sorgt für einige Längen, die dem Gesamteindruck nicht gut tun. Dennoch ist die erste Filmhälfte dramaturgisch nicht völlig verloren, da Cerda immer wieder mit beklemmenden Horror-Szenarien aufrüttelt. Speziell die zombiehaften Doppelgänger sind extrem unheimlich und werden zartbesaiteten Zuschauern schlaflose Nächte bescheren.

Bild 3 zu The Abandoned - Die Vergessenen
„The Abandoned“ überzeugt durch atmosphärische Bilder.

Sobald „The Abandoned“ in den Schlussakt einbiegt, nimmt die Story erheblich an Fahrt auf und erreicht ihren Höhepunkt. Von nun an hat es das Publikum nicht mehr mit einer simplen Horrormär zu tun, sondern findet sich in einer surrealen Höllendimension wieder, in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft verschwimmen (toll dargestellt, durch eine super getrickste Szene in der Küche). Cerda wildert hier gekonnt im Revier von David Lynch, stiftet ordentlich Verwirrung, reiht Nervenkitzel an Nervenkitzel und kommt mit einem grandiosen Schluss daher, der reichlich Platz für Spekulationen lässt. Seine Mini-Lynch-Variation wirkt natürlich wirr, hat aber dennoch Hand und Fuß und wird den mitdenkenden Zuschauer auch nachhaltig beschäftigen. Es macht durchaus Spaß sich selbst einen Reim auf die Geschehnisse zu machen.

Bild 4 zu The Abandoned - Die Vergessenen
Unheimlicher Doppelgänger Nr. 2.

Mit einem Budget von lediglich $ 3 Mio. hat Nacho Cerda Großes vollbracht. „The Abandoned“ ist eines der Highlights auf dem Fantasy Filmfest 2007 geworden. Schade, dass die erste Hälfte nicht so herrlich funktioniert, wie das Ende und dass Cerda nicht noch mehr solche morbiden Ideen wie z.B. die fleischfressenden Wildschweine hatte. Nichts desto trotz ist „The Abandoned“ vor allen Dingen Fans von Filmen wie „The Machinist“ oder „Donnie Darko“ zu empfehlen und einer der besten, weil einer der eigenständigsten Horrorfilme der letzten Zeit.

Fazit:


Ein sehr starker letzter Akt, eine brilliante Optik und surreal-verstörende Ideen entschädigen im Falle von „The Abandoned“ für eine etwas mittelmäßige erste Filmhälfte.
 

Bewertung[?]::

Userbewertung:

Autor:

Kevin

Eingetragen am:

22.10.2007

Aufgerufen:

7853 Mal

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