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Sunshine

 

Sunshine, 2007

 
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deutscher Start:2007
Herstellungsland:USA
Regie:Danny Boyle ("28 Days later")
Drehbuch: Alex Garland
Darsteller:Cillian Murphy, Rose Byrne, Chris Evans u.a.
Verleih:

20th Century Fox
Genre:

Sci-Fi/Thriller
Länge:107 Minuten
FSK: ab 12 Jahren
Website:

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Inhalt:


Ca. 2050: Die Erde steht am Abgrund. Das Schicksal der Menschheit scheint besiegelt zu sein, denn die wichtigste Energiequelle, die Sonne, ist kurz davor ihren Geist auf zugeben und die Erde in ewige Dunkelheit und niemals endende Kälte zu hüllen. 8 mutige Astronauten, u.a. der Physiker Capa (Cillian Murphy), die Pilotin Cassie (Rose Byrne), der Mechaniker Mace (Chris Evans) und die Biologin Corazon (Michelle Yeoh) unter der Führung des Captian Kaneda (Hiroyuki Sanada), haben sich nun auf eine waghalsige Mission auf dem Schiff Icarus II begeben. Mit einer gigantischen Bombe soll die Energie der Sonne neu entfacht werden.

Bild 1 zu Sunshine
Capa sucht Schutz vor einer unbekannten Gefahr.

Dabei ist der Tod der 8 schon vorbestimmt. Sie haben sich entschieden ihr eigenes Leben zu opfern, um die Menschheit zu retten. Kurz vor dem Ziel nimmt die Mission eine unerwartete Wendung. Die Besatzung sichtet die Icarus I, die zuvor für die gleiche Mission entsandt wurde, doch augenscheinlich, aus unbekannten Gründen, scheiterte. Die Crew scheint spurlos verschwunden. Die Mannschaft der Icarus II steht nun vor der Wahl. Entweder sie erledigen die Mission wie geplant oder entern die Icarus I, um deren Bombe zusätzlich zu nutzen und so die Chance auf einen Erfolg zu verdoppeln.

Kritik:


Es ist schade, dass viele Filmfans gar nicht so genau wissen, was für ein riesiger Aufwand für einen guten Film betrieben wird, denn alles was da auf der Leinwand zu sehen ist oder aus den Boxen dröhnt ist nie rein zufällig, sondern sorgfältig geplant und lange ausdiskutiert. Da werden Kameraeinstellungen auf den cm genau ausgelotet, Szenen, die im nach hinein geradezu belanglos wirken, immer und immer wieder wiederholt, die Geräuschkulisse punktgenau abgestimmt u.s.w.. Anschließend wird alles penibel zusammen geschnippelt, mit SFX angereichert und Nachbearbeitung betrieben, von der Pre-Production ganz zu schweigen. Ein scheinbar endloses Gefrickel nur um annähernd den perfekten Moment auf Zelluloid festzuhalten. Regelrechte Paradebeispiele für diesen perfekten Moment gibt es im Sci-Fi-Epos „Sunshine“ gleich im Dutzend billiger zu sehen, denn was auf dem Papier noch wie eine recht hanebüchene Endzeitvision klingt, gerät in den Händen von Regie-Genie Danny Boyle („28 Days later“) zu einer faszinierenden und hochspannenden Bilderflut.

Bild 2 zu Sunshine
Cillian Murphy als Capa.

Doch wer jetzt hofft mit „Sunshine“ ein klassisches Stück Sci-Fi-Kino vorzufinden, der irrt, denn Danny Boyles Stoff verschließt sich gekonnt vor jeglichen Klischees und Konventionen. Schablonen, Ideenklau und Pathos sind hier Mangelware. Zwar ist vieles durchaus bekannt, doch wird von Autor Alex Garland geschickt abgewandelt. Es beginnt schon damit, dass „Sunshine“ mitten in der Mission startet und die Figuren nicht einmal groß eingeführt werden. Nur wenige Momente wurden ihnen zugedachtet, um sich eine eigene Identität zu schaffen, welche auch voll ausgenutzt werden. Auch ungewöhnlich die Idee, den Tod der Besatzung als beschlossene Sache zu erklären, was im Zweifelsfall einen starken Spannungsverlust verursachen könnte. In „Sunshine“ gilt allerdings „die Hoffnung stirbt zu letzt“, was speziell auf das Publikum zu trifft. Über solche Dinge kann sich der Zuschauer ohnehin kaum Gedanken machen, wenn Danny Boyle einige höllisch spannende Szenarien aus dem Hut zaubert. Es gibt eine Außenreparatur, einen Brand im Oxygen-Garten, einen Eiswasser-Tauchgang und eine Expedition durch die Icarus I mit anschließender waghalsiger Rückkehr, welche durch Danny Boyles nahezu perfekte Regie zum Nervenkitzel der Extraklasse werden.

Bild 3 zu Sunshine
Die Crew entert die Icarus I.

Trotz all dieser spektakulären Action-Momente lässt sich Danny Boyle dennoch Zeit einen doppelten Boden in seinen Film einzubauen. So ist die Mission nicht nur die letzte Rettung für die Menschheit, sondern auch eine Reise in die Abgründe der menschlichen Seele, wenn sich die Crew immer wieder mit moralischen Fragen auseinander setzen muss. So geraten die Charaktere im Angesicht der brisanten Lage immer wieder aneinander, Grüppchen bilden sich und später muss sogar abgestimmt werden, welches Besatzungsmitglied geopfert werden muss, weil die Sauerstoffvorräte knapp werden. So schwingt selbst in weniger actionreichen Momenten eine ungeheure Anspannung mit, vor allem auch weil Skript-Autor Alex Garland immer wieder klar macht, dass die Truppe zunehmend unter Zeitdruck gerät. An Bord der Icarus I reißt „Sunshine“ sogar noch das Thema Religion an, doch bevor der Film droht in Spiritualität und überbordende Metaphorik abzurutschen, hat Danny Boyle wieder eine überraschende Wendung parat, wenn sich zum Sci-Fi-Thriller-Plot auch noch geschickt getimte Horror-Elemente, irgendwo zwischen Alien und dem klassischen Slasher-Movie, gesellen, die entfernt auch an „Event Horizon“ erinnern. Lediglich der Schluss ist leider etwas konventionell geraten, was aber durch die Bildgewalt wieder vergessen gemacht wird. Auch die Herkunft und die Motive der „unbekannten Gefahr“ hätten gerne noch etwas mehr Spielzeit einnehmen können. Desweiteren tauchen speziell gegen Ende einige Ungereimtheiten auf, die man aber, aufgrund der straffen und packenden Inszenierung, glatt übersehen könnte.

Bild 4 zu Sunshine
Die Sonne ist fantastisch animiert.

Was „Sunshine“ endgültig vom Sci-Fi-Einheitsbrei der letzten Jahre abhebt, ist die visuell brillante Inszenierung von Danny Boyle. Insgesamt 750 Effekte kamen in „Sunshine“ zum Einsatz und sind so grandios getrickst wie selten zuvor. Schon allein die Szenen in denen die Sonne Zentrum des Interesses ist, sind eine Augenweide, aber auch andere Kulissen, wie der schiffseigene Garten, sind atemberaubend schön. Eine besondere Stärke von Boyles Inszenierung ist die Leibe zum Detail, wenn der Regisseur mit ungewöhnlichen Kameraeinstellungen überrascht, kurze Bildschnipsel plötzlich einschneidet oder hektische Stimmung mit verschwommen Bildern und schnellen Schnitten heraufbeschwört. Der Score donnert über diese Szenarien hinweg und presst den Zuschauer in den Kinosessel. Die hochkarätige Darstellerriege hat nicht allzu viel zu tun, füllt die verschiedenen Rollen eben so gut wie möglich aus. Positiv fällt allerdings auf, dass keiner der Charaktere besonders hervor sticht, weshalb man sich nie sicher sein kann, welche Figur als nächste das Zeitliche segnet.

Bild 5 zu Sunshine
Es kommt zu Reibereien innerhalb der Gruppe.

Mit „Sunshine“ hat Danny Boyle einen zukünftigen Sci-Fi-Klassiker geschaffen, der sich zu großen Filmen wie „2001 – Odysee im Weltraum“ oder „Apollo 13“ gesellen darf, auch wenn dramaturgisch nicht alles zu 100% stimmig ist. Dabei hielt man, nach sehr mäßigen Weltrettungs-Ergüssen wie „The Core“, das Sci-Fi-Genre für fast ausgestorben. So kann „Sunshine“ gerne als Reanimation des Genres gesehen werden und hat auch noch einen sehr positiven Nebeneffekt: „Sunshine“ wird Danny Boyle endgültig zum Star machen.

Fazit:


Eine bildgewaltige Weltraum-Odysee. Unkonventionell, intelligent und unfassbar spannend.
 

Bewertung[?]::

Userbewertung:

Autor:

Kevin

Eingetragen am:

20.04.2007

Aufgerufen:

6441 Mal

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