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Stealth - Unter dem Radar

 

Stealth, 2005

 
Poster zu 'Stealth - Unter dem Radar' kaufen
deutscher Start:2005
Herstellungsland:USA
Regie:Rob Cohen („XXX – Triple X“)
Drehbuch: W.D. Richter
Darsteller:Josh Lucas, Jessica Biel, Jamie Foxx u.a.
Verleih:

Sony Pictures
Genre:

Abenteuer/Action/Sci-Fi/Thriller
Länge:120 Minuten
FSK: ab 12 Jahren
Website:

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Inhalt:


Die Navy-Piloten Ben Gannon (Josh Lucas, „Hulk“), Kara Wade (Jessica Biel, „Blade: Trinity“) und Henry Purcell (Jamie Foxx, „Ray“) sind die besten der Besten, ausgewählt aus einer Vielzahl von Piloten, als Team unschlagbar. Eines Tages bekommen sie ungewöhnliche Verstärkung: von einem hochmodernen Tarnkappenbomber, der nicht von einem Piloten, sondern von einem Computer mit künstlicher Intelligenz gesteuert wird. An ihrer Seite soll dieser unbemannte Stealth-Überschallbomber - genannt "EDI" (Extreme Deep Invader) - erste "Erfahrungen" sammeln.

Bild 1 zu Stealth – Unter dem Radar
Henry (Foxx), Kara (Biel) und Ben (Lucas) sind die Zukunft der US-Marine.

Als EDI allerdings unmittelbar nach einer erfolgreichen Ernstfall-Mission von einem Blitz getroffen wird, weist die Maschine plötzlich erstaunliche Eigenheiten auf. Der High-Tech-Jet entwickelt seinen eigenen Willen und gerät außer Kontrolle. Der ehrgeizige Führungsoffizier Cpt. George Cummings (Sam Shepard, „Don´t Come Knocking“) stellt sich dennoch gegen einen Abbruch des Programms und schickt stattdessen seine Elite-Piloten in einen scheinbar aussichtslosen Kampf. Um die Welt vor der globalen Vernichtung zu retten, müssen sie den Prototyp zerstören, da sonst eine Katastrophe droht: ein Atomkrieg.

Kritik:


Rob Cohens letzten Action-Blockbuster „The Skulls“, „The Fast and the Furious“ und „XXX – Triple X“ trafen den Zeitgeist, brachen Einspiel- und DVD-Verkaufs-Rekorde. Scheinbar hatte er das Geheimnis finanziellen Erfolges entschlüsselt, aber genau wie Michael Bay wurde er vom amerikanischen Publikum in diesem Sommer wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt, „Stealth“ flopte genau so unerwartet und gnadenlos an der Kinokasse wie „Die Insel“. Dabei punktet Cohen zumindest oberflächlich mit komplett übertriebenen Flug-Sequenzen, die abseits von kalkulierter Hollywood-Action mit viel Mut zur Absurdität überzeugen. Höhepunkt ist eine Luft-Betankung, bei der ein riesiger Ring aus ausgetretenem Kerosin Feuer fängt und der ganze Himmel sich in ein infernales Inferno verwandelt.

Bild 2 zu Stealth – Unter dem Radar
Darf ich vorstellen: Herbies jüngerer, aber größerer Bruder EDI.

Das heroische Quoten-Heldentrio besteht aus dem überheblichen Sprücheklopfer Lt. Ben Gannon, dem schwarzen Basketball-auf-dem-Finger-Dreher Lt. Henry Purcell und der sportlich-gut aussehenden Vorzeigefrau Lt. Kara Wade. Diese Drei, die in ihrer Freizeit nach dem Motto „Don´t Think, Drink!“ handeln und in Gesprächen selten über das Niveau von High-School-Teenies hinauskommen, sind die Elite der amerikanischen Marine – selbst Pete Mitchell, Tom Cruises Charakter in „Top Gun“, würde neben diesen „Kinder“-Soldaten wie ein Uni-Professor wirken. Die Kommunikation während der Jet-Einsätze läuft hier nicht nach dem langweiligen Alfa-Bravo-Charlie-Prinzip ab, vielmehr könnte man sie als Fuck-Fachgespräch bezeichnen - Ghetto-Slang gepaart mit technischen Bezeichnungen. Neben den coolen Sprüchen gibt es auch noch das ein oder andere emotionsgeladene Techtelmechtel, die Gefühle werden aber in den Gesprächen bestenfalls angedeutet, wirken eher wie ein notweniges Übel.

Bild 3 zu Stealth – Unter dem Radar
Das trinkfeste Trio bereitet sich pflichtbewusst auf den nächsten Einsatz vor.

Schon im Vorspann wird erklärt, dass das ganze „Stealth“-Projekt Teil des Kampfes gegen den Terrorismus ist. Sofort fragt sich der Zuschauer, ob es wirklich so sinnvoll ist, Terroristen, die von Natur aus ja oft Höhlenbewohner sind, mit einem Kampfjet zu jagen. Aber schnell beweist der Film, dass jeder Zweifel überflüssig war. Drei Terror-Führer planen in einem Hochhaus mitten in Ragoon einen Anschlag auf ein Öl-Unternehmen. Amerika hat nur 24 Minuten Zeit, diese einmalige Chance zu nutzen, also schickt man ohne vorherige Absprache mit der burmesischen Regierung die Kampfjets los – vom Radar werden sie ja nicht geortet – und jagt das Ding einfach in die Luft. Auch eine Berechnung, dass der Kollateralschaden im schlimmsten Fall tausend Zivilisten betragen könnte, hält nicht davon ab. Natürlich ist es nicht gleich schlecht, wenn man in einem Film moralisch verwerfliche Einsätze zeigt, vielmehr könnte man es als Satire auf die Selbstverständlichkeit der Amerikaner, ihr Terrorkampf sei wichtiger als alles andere auf der Welt, verstehen. Aber man sieht der Inszenierung nur zu deutlich an, dass die Macher den Einsatz nicht nur billigen, sondern klar befürwortet. Zu heldenhaft werden die Piloten gefeiert, Ben riskiert bei einem riskanten Flugmanöver, dass mit einem 2700 Mp/H Flug durch die Straßenschluchten Ragoons endet, heroisch sein Leben. Und der Zusammenfall des Gebäudes erinnert stark an den Einsturz der Twintowers – ein filmischer Racheakt für die Schmach des 9.September?

Bild 4 zu Stealth – Unter dem Radar
Cohen-Filme sind berühmt für ihre zahlreichen und ausufernden Explosionen.

Nachdem EDI vom Blitz getroffen und verrückt geworden ist, steigert sich der Film zunächst. Auch wenn die Stimme der durchgedrehten Maschine eher an einen Ausrufer in der U-Bahn erinnert, als an die kühle, undurchdringliche Computerstimme von H.A.L. in „2001 – Odyssee im Weltraum“, steigert sich die Spannung doch jedes Mal erheblich, wenn man leise einen Rock-Song - EDI hat sich alle Lieder der Welt illegal aus dem Internet runtergeladen - näher kommen hört. Cohen kritisiert mit dem Flugzeug-Amoklauf zum einen die unkontrollierbare Forschung und den unbedachten Einsatz von neuen Entwicklungen. Die Grenze des vertretbaren ist endgültig dann überschritten, wenn man Maschinen zugesteht, selbst zu lernen und so ihr Können nicht mehr hundertprozentig unter Kontrolle zu haben. Zum anderen macht er aber auch deutlich, dass es so etwas wie einen „Sauberen Krieg“ – ein Ausdruck, der mit den Luftangriffen im ersten Irak-Krieg Einzug in den Militär-Jargon erhielt – nicht gibt. Auch wenn die Bomber jedes Ziel treffen und jeder zivile Verlust minimiert wird, lassen sich technische Probleme nie komplett ausschließen. Eine Tatsache, die sich vor allem im zweiten Irak-Krieg wieder bestätigte, als amerikanische Raketen das Ziel nicht einfach nur um ein paar Meter verfehlten, sondern eine ganze verbündete Einheit attackiert wurde.

Bild 5 zu Stealth – Unter dem Radar
Zwei verliebte Kampf-Jets auf dem Weg in den wohlverdienten Feierabend.

All diese positiven Ansätze treten aber hinter dem grandios misslungenen Showdown zurück. Ben will Kara retten, die nach einem Treffer hinter feindlichen Linien in Nordkorea aussteigen musste. In mit Unmengen an Hurra-Patriotismus inszenierten Szenen werden ganze Bataillone in die Luft gesprengt und dass, obwohl sie nach dem unerlaubten Eindringen der amerikanischen Pilotin jedes Recht dazu haben, auf sie zu schießen. Ein unreflektierter Abgang, der klar Stellung dazu bezieht, dass ein amerikanischen Leben mehr Wert ist als verdammt viele „unzivilisierte“ zusammen und so auf besonders heroische Weise Menschen verachtet. Gleich nach diesem Massenmord wird ein einzelner, bei einem Unfall umgekommener Marine-Flieger von hunderten, in weißen Ausgehuniformen gekleideten Kollegen ehrenhaft verabschiedet, bevor Kara noch einen letzten Witz reißt und der Abspann kommt. Auch wenn die Macher sich der fatalen Aussage dieser Sequenz nicht bewusst gewesen sein mögen, ist sie an Zynismus nicht zu übertreffen.

Fazit:


Mit seinen absolut absurden Luftkampf-Sequenzen hat „Stealth“ an sich das Potential für einen unterhaltsamen Trash-Actioner, leider will er höher hinaus. Wer den politischen und moralischen Bullshit der ersten Stunde aushält, wird in der zweiten Hälfte mit gelungenen wissenschafts-kritischen Ansätzen überrascht, die aber im menschenverachtenden Showdown genau so platt gemacht werden wie die nordkoreanischen Grenzanlagen.
 

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Userbewertung:

Autor:

Christoph

Eingetragen am:

07.09.2005

Aufgerufen:

15498 Mal

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