title=
Filmfans online
HOME
NEWS
KINO
FILM
CHARTS
SERVICE
COMMUNITY
Celluloid Dreams
KONTAKT
 /TD>


Kritik suchen erweiterte Suche

0-9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

Sin City

 

Sin City, 2005

 
Poster zu 'Sin City' kaufen
deutscher Start:2005
Herstellungsland:USA
Regie:Frank Miller, Robert Rodriguez (Spy Kids)
Drehbuch: Frank Miller, Robert Rodriguez
Darsteller:Bruce Willis, Mickey Rourke, Clive Owen, Jessica Alba u.a.
Verleih:

Buena Vista International
Genre:

Action/Drama/Krimi/Thriller
Länge:124 Minuten
FSK: ab 18 Jahren
Website:

Link aufrufen

Günstig DVD, Video, Buch oder Soundtrack zu "Sin City"
DVD zu 'Sin City' kaufen
Musik zu 'Sin City' kaufen Musik zu 'Sin City' kaufen Buch zu 'Sin City' kaufen
 

Inhalt:


Drei harte Männer, drei spannungsgeladene Geschichtsstränge, jede Menge aufreizende „Femme Fatales“ und skrupellose Psychopathen in einer Stadt der Gewalt-Vorherrschaft: „Sin City".

Bild 1 zu Sin City
Hartigan (Willis) und der zwielichtige Bob (Madsen) auf der Suche nach Nancy.

Detektiv Hartigan (Bruce Willis) ist auf der Spur eines psychopatischen Mädchenschänders, der die elfjährige Nancy Callahan verschleppt hat. Als er ihn findet und zur Rechenschaft ziehen will, fällt ihm sein Partner Bob (Michael Madsen) in den Rücken. Roark Jr. ( Nick Stahl), der Sohn des Senators (Powers Boothe), überlebt und plant eine bestialische Rache.

Bild 2 zu Sin City
Marv (Mickey Rourke) auf dem Weg zur blutigen Rache.

Marv (Mickey Rourke), ein Koloss von einem Kerl, verbrachte gerade die Nacht seines Lebens mit seiner Angebeteten, die er Goldie (Jaime King) nennt. Er erwacht und Goldie ist tot, sie wurde in seinem Beisein ermordet. Die Polizei ist unwahrscheinlich schnell zur Stelle und alles stinkt nach Intrige. Marv zieht aus, um in einem gnadenlosen Rachefeldzug die Mörder seiner einzigen Geliebten zu schlachten.

Bild 3 zu Sin City
Dwight (Clive Owen) und seine „Walküre“ Gail (Rosario Dawson).

Dwight (Clive Owen) lässt sich auf eine Nacht bei der Kellnerin Shellie (Brittany Murphy) ein. Doch ihr Ex-Freund Jacky Boy (Benicio Del Toro), ein Psychopath ohne Gewissen, belästigt mit seinem Schlägertrupp die hilflose Shellie. Dwight, als rechtschaffener Charakter, sieht in Jacky Boy eine wachsende Gefahr und eilt ihm hinter her. Dieser legt sich aber gerade selbst den Strick um den Hals, denn auf Frauenfang hat er sich in „Old Town“, dem Territorium der Prostituierten, den falschen Ort ausgesucht. Eine unerwartete Schlacht steht bevor und Dwight trifft auf seine alte Flamme Gail (Rosario Dawson).

Kritik:


Grosse Ereignisse - so sagt man - werfen ihren Schatten voraus. „Sin City“ ist einer der am sehnsüchtigst erwarteten Filme des Kinojahres 2005. Robert Rodriguez („El Mariachi“, „Desperados“, „From Dusk Till Dawn“) hat sich mit dem „Sin City“-Schöpfer und Comicikone Frank Miller in einer gleichberechtigten Regie-Zusammenarbeit an den schwierigen Stoff herangewagt. Rodriguez nimmt wie gewohnt gleich alles selbst in die Hand: Regie, Drehbuch, Musik, Kamera und Schnitt. Kleines Zückerchen: Quentin Tarantino darf als sog. „Guest Director“ bei einer Szene Regie führen. Die Flut der filmischen Comicausschlachtung nimmt eigentlich keinen Abbruch. Dazu habe ich an anderer Stelle genügend Kritik geübt, schließlich gibt es neben den Superheldenstorys auch innovativere Filmszenarien; ich spreche zum Beispiel von Filmen wie „Ghost World“ oder „American Splendor“ und auch asiatischen Manga-Adaptionen wie „Shark Skin Man & Peach Hip Girl“ oder „Blue Spring“. „Sin City“ schwimmt nicht im Mainstream und darf ruhigen Gewissens als Innovation bezeichnet werden, denn bisher hat es noch Keiner gewagt einen Comic auf solche Weise zu adaptieren. Durch den Comicstil, die dezent eingesetzten Farben und den „Film Noir-Charme“ besticht „Sin City“ visuell wie noch keine Comicumsetzung zuvor. "Sin City" ist nicht einfach die neue Referenz der Comicadaptionen, sondern die absolute „Gratwanderung“ der Comicverfilmung. Ein Vergleich würde ins Irrationale abdriften, und daher spielt „Sin City“ eigentlich außer Konkurrenz. Der Film wird sowohl seine Verehrer als auch Antipathietreiber ernten.

Bild 4 zu Sin City
„Sin City“ ist eine verrückte, aber auch schöne Stadt.

„Sin City“ portiert wie noch kein Film zuvor einen Comic auf die Kinoleinwand. Der Kultcomic von Frank Miller wurde nahezu „Eins zu Eins“ auf Zelluloid gebannt. Aus technischer Sicht bereits eine schwer beeindruckende, handwerkliche Leistung (Unmengen an Greenscreen-Aufnahmen). Die zwei Stunden sind ein audio-visuelles Fest für die Sinne. Das Bild ist in einem plastischen Grauton gehalten, der an mattschimmerndes Graphit erinnert, während ein leuchtender „Schwarz/Weiß“- Kontrast heraussticht. Das stimmungsvolle Schattenspiel wird durch die präzise Verwendung einzelner Kolorierungen wie beispielsweise stechende grüne Augen, ein anmutiges rotes Kleid, laszive rote Lippen, Blut, den stinkenden „Yellow Bastard“, Feuer, Goldies Locken oder glänzende Autolackierungen veredelt. Die Figuren sprechen haufenweise Monologe aus dem "Off", was die Comicstimmung zusätzlich untermauert. Viele Szenen enthalten Autofahrten, in denen in bester Comicmanier die Wagen schwungvoll über die Strasse brettern. Die schönen Regen- und Schneeeffekte sind nur ein Part, die vom hohen Grad der Detailverleibtheit zeugen.

Bild 5 zu Sin City
Dwight versucht Jacky Boy vergebens ins Gewissen zu reden.

„Sin City“ setzt sich aus drei Comicstorys („The Yellow Bastard“, „The Hard Goodbye“, „The Big Fat Kill“) zusammen, die sich zeitweise tangieren und chronologisch überschneiden. Die Figur von Josh Hartnett - „The Salesman“ aus „Booze Broars & Bullets“ - spielt die "Ouvertüre" sowie den "Schlussakkord" bei der Reise in die Welt von „Sin City“. Ein nahezu unvergleichliches Starensemble wurde aufgeboten und ausschließlich alle Rollen wurden mit erstklassigen Darstellern besetzt. Die Castliste kann sich wahrlich sehen lassen: Josh Hartnett, Marley Shelton, Bruce Willis, Michael Madsen, Jessica Alba, Nick Stahl, Powers Boothe, Mickey Rourke, Jaime King, Elijah Wood, Rutger Hauer, Clive Owen, Brittany Murphy, Benicio Del Toro, Rosario Dawson, Devon Aoki, Alexis Bledel, Michael Clarke Duncan, Carla Gugino und Rick Gomez. Die Schauspieler harmonieren hervorragend und stehen ihren skurrilen Vorlagen in nichts nach. Man könnte sich einzelne Figuren herauspicken und näher beleuchten, jedoch angesichts des Umfanges sowie der Tatsache, dass mehrere Figuren eine tragende Rolle besitzen - einige sind sicherlich mehr gewichtet und hervorstechend -, erscheint der Gesamteindruck angebracht. Bei der musikalischen Begleitung von Bildern hatte Rodriguez bisher selten einen Fehlgriff getätigt und auch bei "Sin City" hat er und seine Crew gekonnt ausgezeichnete Musikstücke zusammengewürfelt.

Bild 6 zu Sin City
„The Yellow Bastard“ (Nick Stahl) ist ein Psychopath der ganz üblen Sorte.

Die Glorifikation der „Gewalt“: Ich will es nicht beschönigen, ich halte „Gewalt“ für ein notwendiges stilistisches Mittel und in manchen Genres im künstlerischen Sinne für wertvoll. Ja, ich kann mich daran oftmals vorzüglich erfreuen. Ihrer Vielseitigkeit und Intensität - ich spreche nicht von banaler Gewaltverherrlichung, sondern den subtilen Formen der Gewaltdarstellung - kann Filmkunst entspringen, die darin „Gewalt“ eine angemessene Form verleiht, welche das jeweilige Geschehen aussagekräftig fundiert. Die hohe Kunst beherrschen am Ende wohl diejenigen, die „Gewalt“ und ihre Wirkungen eindrücklicher ohne offensichtliche Gewaltanwendung zu zeigen vermögen. Was eindeutig nicht das Ziel oder der Weg von „Sin City“ ist, obschon „Liebe“ unterschwellig die eigentliche Motivation bleibt. Doch bevor ich gänzlich abweiche und die Thematik in Bezug auf Film verlasse (Die interessante Diskussion über die Vorstellung und die Bedeutung von „Gewalt“ würde den Rahmen bei weitem sprengen.)... Ich persönlich habe mit Gewaltdarstellungen im Allgemeinen überhaupt kein Problem, solange diese nicht moralisch verwerflich und in allen Belangen unästhetisch erscheint. Die Inszenierung in „Sin City“ bewegt sich auf fotogenem sowie humorvollem Niveau. Durch den Comicstil wirken die einzelnen Gewaltexzesse entschärft und Rodriguez hat ein Händchen dafür, die Gewaltdarstellung nicht unnötig ausufern zu lassen. Dessen ungeachtet kein Film für Zartbesaitete, die „Gewalt“ in ihrer destruktiven, subversiven und sadistischen Form grundsätzlich meiden.

Bild 7 zu Sin City
HOT: Jessica Alba (Nancy) als Go-go-Girl im Cowboylook.

"Sin City" hinterlässt einen fulminanten Eindruck davon wie engagiert Rodriguez und Miller an diesem Projekt feilten. Der Film ist die wohl bestmögliche Umsetzung dieses Comicstoffes und die bisher präziseste Verfilmung eines Comics überhaupt. Eine gesunde saftige Portion „Style“, welche die teilweise leicht angestaubte Kinolandschaft Hollywoods bitternötig hatte. Ein eng an seine Vorlage gebundenes Meisterwerk - ein Film, über den es sich zu diskutieren lohnt.

Fazit:


Robert Rodriguez und Frank Miller bereichern das Genre der Comicverfilmungen und setzen einen sündhaft guten Meilenstein. „Sin City“ wird zum Leben erweckt und überzeugt stilsicher durch die atemberaubende und technisch aufwändige Visualisierung, den stimmungsvollen Soundtrack, die Cast der Superlative sowie den gewaltgeladenen Kultinhalt.
 

Bewertung[?]::

Userbewertung:

Autor:

Mr. Blonde

Eingetragen am:

13.04.2005

Aufgerufen:

83060 Mal

Diskutiere über "Sin City" im Forum

Weitere Kritik:


Eine Vervielfältigung oder Verwendung unserer Kritiken in anderen elektronischen oder gedruckten Publikationen ist ohne unsere ausdrückliche Zustimmung nicht gestattet. Jegliche Zuwiderhandlung bringen wir ohne Wenn und Aber zur Anzeige!




SEITENSUCHE

Web auf CD (lokal)
Anzeigen:
UMFRAGE

Welcher Film aus Mai 2009 gefiel dir am besten?

Simons Geheimnis
17 Again
Der Womanizer
Last House on the Left
Der Junge im gestreiften Pyjama
Zwölf Runden
Nachts im Museum 2
Illuminati
A Boy
Public Enemy No. 1 - Todestrieb
WIR sind Papst!
Ichi - Die blinde Schwertkämpferin
Star Trek
My bloody Valentine 3D
anderer Film

Ergebnis
Archiv
Umfrage vorschlagen
NEWSLETTER
Immer auf den neuesten Stand mit CD...

E-Mailadresse:
eintragen
austragen

VOTE FOR US
MovieNation.de - One Passion, One Nation! - Topliste

zum Seitenanfang
| • Hinweise zum Datenschutz | • Nutzungsbedingungen | • © 2003-2009 Celluloid-Dreams.de |
Sitemap 1 2 3 4
Blu-ray Filme Filmering.at Cineclub.de Bollywoodsbest.de Bolly-wood.de Filmfacts.de Movie-Infos.de Regiecut.de DVD Beilagen DVDimHeft.de