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 | Sideways |  | | |
Sideways, 2004 | |
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| deutscher Start: | 2005 | | Herstellungsland: | USA | | Regie: | Alexander Payne ("About Schmidt") |
| Drehbuch: |
Rex Pickett (Novelle), Alexander Payne, Jim Taylor |
| Darsteller: | Thomas Haden Church, Missy Doty, M.C. Gainey, Paul Giamatti u.a. | | Verleih: | 20th Century Fox | | Genre: | Abenteuer/Komödie/Drama | | Länge: | 127 Minuten | | FSK:
| ab 6 Jahren |
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Inhalt:
Jack (Thomas Haden Church), ein gescheiterter TV-Soap-Darsteller, der sich nunmehr mit lächerlichen Werbespots die Brötchen verdient, wird in einer Woche seine Verlobte Victoria (Jessica Hecht) heiraten. Weshalb er mit seinem Collegefreund Miles (Paul Giamatti), der gerade seine Midlife-Crisis pflegt, eine einwöchige Weindegustations-Tour unternimmt, bevor er den Bund der Ehe eingeht und sich endgültig der Junggesellenfreiheit entledigt.
Wein-Connaisseur Miles und Nochjunggeselle Jack.
Miles ist ein passionierter Weinkenner, der allerdings oftmals dazu neigt seine Probleme mit einigen Gläschen über den Genuss zu begießen. Von seiner Frau ist er schon seit zwei Jahren geschieden, worüber er bis heute nicht hinweg gekommen ist, aber auch seine Tätigkeit als Autor steckt gehörig in einer Sackgasse. In Ruhe und Abgeschiedenheit möchte er Jack durch die kalifornische Weinlandschaft führen. Doch dieser hat ganz eigene Pläne. Jack möchte noch einmal so richtig „einen wegstecken“ und auch Miles soll dieses Vergnügen wieder zuteil werden. So macht sich das ungleiche Gespann auf den Weg, um das Leben, den Wein und vor allem sich selbst besser kennen zu lernen. |
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| Kritik:
Alexander Payne („Election“) konnte sich auf dem Indie-Markt hervorragend etablieren: Schon sein letzter Film, „About Schmidt“ mit Jack Nicholson - der durch seine Starbesetzung zu einem Box-Office-Hit avancierte -, war eine herausragende Charakterportraitierung. Alexander Payne mischt gekonnt Dramatik mit Komik zu seinem unverwechselbaren Stil der vielschichtigen Tragikomödie. „About Schmidt“ war diesbezüglich düsterer und sarkastischer inszeniert und an einigen Stellen überwog etwas die Tragödie. „Sideways“ ist die leichtere Kost der Beiden - gleicht manchmal gar einer gebräuchlichen Beziehungskomödie. Unverkennbar aber dieser menschliche Touch, den Payne seinen Protagonisten verleiht, und den Schauspielern in ihren Rollen einiges abverlangt - die Darsteller sind hier noch der wahre Mittelpunkt. Erneut großartig und bereits preisgekrönt das Drehbuch (Alexander Payne und Jim Taylor) - Golden Globe „Bestes Drehbuch“ sowie „Beste Komödie“ -, welches den Roman von Rex Pickett würdig auf der Leinwand vertritt.
No Special-Effects - just life itself.
Paul Giamatti (Miles Raymond) und Thomas Haden Church (Jack) ergänzen sich vortrefflich in ihren Rollen. Paul Giamatti, der bisher stets die zweite oder dritte Geige spielen musste, und nie aus dem Schatten eines unbedeutenden Sidekicks treten konnte, zeigt eine Performance der Spitzenklasse. Nach seiner superben Darbietung in „American Splendor“ gelingt jetzt der wohlverdiente Durchbruch. Die Figur des Miles Raymond scheint für ihn wie maßgeschneidert. Melancholisch oder depressiv - er trifft den passenden Gesichtsausdruck, und die Gestik lässt die Korken knallen. Sein Charakter wäre allerdings nur halb so begeisternd ohne Jack (Thomas Haden Church), der die Geschichte ins Rollen bringt und Miles in verfahrene Situationen manövriert. Ebenfalls Lob gebührt den Nebendarstellerinnen Virginia Madsen (Maya) und Sandra Oh (Stephanie), die mit dem skurrilen Gespann kollidieren und den weiblichen Part der Story decken.
Das Leben ist oft auch physisch eine schmerzhafte Erfahrung.
„Sideways“ ist als Road-Movie konzipiert und wartet ständig mit humorvollen Überraschungen auf. Miles als Sammelbecken der Gefühle, welches bei Alkoholkonsum unerwartet überläuft, ihn aus seiner Introvertiertheit wirft und plötzlich platzen lässt. Ein feinfühliger Film, der belustigend, aber zugleich etwas bedrückend dem Leben auf den Schlips tritt. |
| | Fazit: Lieblich/herb, leicht und dennoch gehaltvoll: Ein Film der alles bietet, was sich der Kinofeinschmecker an Unterhaltung wünschen kann. Kurzweilig, aber auch nachhaltig - „Sideways“. |
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