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Shortbus

 

Shortbus, 2006

 
Poster zu 'Shortbus' kaufen
deutscher Start:2006
Herstellungsland:USA
Regie:John Cameron Mitchell ("Hedwig and the Angry Inch")
Drehbuch: John Cameron Mitchell
Darsteller:Sook-Yin Lee, Paul Dawson, Lindsay Beamish u.a.
Verleih:

Senator
Genre:

Drama/Romanze
Länge:101 Minuten
FSK: ab 18 Jahren
Website:

Link nicht vorhanden

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Inhalt:


Das schwule Pärchen Jamie (PJ DeBoy) und Jamie (Paul Dawson) sucht die Beziehungsberaterin Sofia (Sook-Yin Lee) auf, um ihre Beziehung wieder in Schwung zu bringen, zumal ihnen ein Dreier vorschwebt, wobei Jamie leider nicht merkt, dass sein Freund von anderen Problemen geplagt wird. Sofia dagegen ist frustriert, weil sie keinen Orgasmus haben kann. Die Jamies empfehlen ihr deshalb den New Yorker Szene-Club „Shortbus“ zu besuchen, wo sich die sexuell-offene Underground-Gemeinschaft der Stadt trifft und ihr vielleicht geholfen werden kann.

Bild 1 zu Shortbus
Sofia (Sook-Yin Lee) hatte noch nie einen Orgasmus.

Während sich das Pärchen das Model und den Hobby-Musiker Ceth (Jay Brennan) für ihr sexuelles Abenteuer aussucht, begutachtet Sofia irritiert die freizügigen Orgien im Inneren des Clubs und lernt den/die Chef(in) Justin Bond (Justin Bond) und die Domina Severin (Lindsay Beamish) kennen, die ihr bei ihrer Suche nach dem weiblichen Orgasmus helfen will und selbst vom Leben frustriert ist. Eine Reise durch die Irrungen und Wirrungen der sexuellen und menschlichen Triebe beginnt in dessen Verlauf alle Beteiligten eine schwere Last los werden.

Kritik:


Die Schrittgeschwindigkeit in den Fußgängerzonen dieser Welt nimmt laut einer Studie immer weiter zu. Hektisch fegen die Leute vom einen zum nächsten Termin, in einer Welt in der seelische und zwischenmenschliche Probleme gerne hinten an gestellt werden und stattdessen täglich versucht wird die Karriereleiter effektiv zu erklimmen. In dieser Stress-Gesellschaft hat sich „Hedwig and the Angry Inch“-Regisseur John Cameron Mitchell eine kleine, imaginäre Oase des Friedens, der Liebe und der Ruhe geschaffen und lädt den Zuschauer ein in diesen „Shortbus“, um 98 Minuten lang die harte Welt da draußen zu vergessen und sich stattdessen der puren Lebensfreude hin zu geben. Neben den expliziten Sexszenen, die im Vorfeld für Furore sorgten, bietet „Shortbus“ auch etwas, was in der heutigen Zeit sehr rar geworden ist, nämlich Wärme und Geborgenheit.

Bild 2 zu Shortbus
Ein süßes Paar: Jamie und Jamie.

Dass „Shortbus“ inhaltlich nicht immer das halten kann, was sich Mitchell vor genommen hat, wird durch die unglaubliche Atmosphäre wett gemacht, die der Film verbreitet. Sobald man sich mal durch den furiosen Auftakt hindurch gekämpft hat, indem gleich 3 explizite Szenen in einander verschachtelt sind und der erste Schock, aufgrund des ungewohnt freizügigen Anblicks überwunden ist, zieht der Film sein Publikum hinein in diese Welt, in der Ausnahmsweise mal Wohlfühlen angesagt ist. Im New York nach dem 11. September, in dem normalerweise Glück und Hoffnung Mangelware sind, gestaltet Mitchell eine Kulisse, die vor Harmonie übersprudelt. Hier kann das Leben ungezwungen ausgekostet werden, egal ob in sexueller oder menschlicher Hinsicht. 3 Episoden dienen als Dreh- und Angelpunkt der Geschichte, in denen die Protagonisten jeweils unterschiedliche Heilungsprozesse in diesem merkwürdig surrealen Paralleluniversum durchlaufen und sich gegenseitig helfen zu sich selbst zu finden und ihre alltäglichen Sorgen los zu werden. Mit einer solchen Thematik hinterlässt „Shortbus“ zwangsläufig ein gutes Gefühl, obwohl er viele brisante Themen wie Kindesmissbrauch, Prostitution und Selbstmord einarbeitet.

Bild 3 zu Shortbus
Die Domina Severin ist unglücklich.

Manch einen mag es stören, dass hier nicht der große Tiefsinn aufgefahren und die Philosphie-Keule geschwungen wird. Mitchell maßt es sich einfach nicht an irgendwelche Schlüsse aus den Erlebnissen seiner Charaktere zu ziehen, sondern erzählt stattdessen frei aus dem Leben der Protagonisten ohne mit einem doppelten Boden zu arbeiten. Hier geht es eben viel mehr um ein gewisses Lebensgefühl, dem sich die Figuren hin geben, als um die Übermittlung einer belehrenden Botschaft. Die einzige Schwäche diesbezüglich lässt sich im Handlungsstrang der Sofia finden. Wo die anderen beiden Erzählebenen, die Geschichte der beiden Jamies und die der Domina Severin, sehr gut funktionieren, schafft Mitchell es nicht, klar zustellen, warum ihr die Suche nach ihrem Orgasmus so wichtig ist, dass sie alles andere vernachlässigt und welche Bedeutung der Orgasmus für sie hat bzw. welche Symbolik davon ausgeht, obwohl Sofia ein zentrales Element des Films darstellt. Diese nicht Nachvollziehbarkeit gipfelt im Schlussakt, der wahrlich brilliant inszeniert wurde, aber durch den übernatürlichen Touch übertrieben wirkt und den Realitätsbezug verliert.

Bild 4 zu Shortbus
Die Jamies versuchen es mit Ceth (Jay Brannan).

Die Inszenierung ist ohnehin eine der großen Stärken von „Shortbus“, denn neben den sympathisch gezeichneten Charakteren, sind es besonders Bild und Ton, die diese menschliche Wärme ausstrahlen, die den Film zu etwas besonderen machen. Der Szene-Club wird treffend als skurrile Plattform für allerlei schräge Figuren dargestellt. Die Sex-Szenen werden in ästhetische, ganz und gar nicht selbszweckhafte Bilder gehüllt, die den Akt als etwas völlig natürliches entlarven, egal ob Hetero oder Homo, ganz im Gegensatz zu den meisten anderen Produktionen, bei denen dem Sex immer entweder etwas Schmutzig-verruchtes oder Beschönigendes angehaftet wird. Unbedingt zu erwähnen sind auch der grandiose Soundtrack (der DVD von Senator im Steelbook beigelegt), der die Stimmung stets in die richtige Richtung lenkt und die komplette Darsteller-Riege, die den Figuren eine große Portion Natürlichkeit verpasst. Besonders haften bleiben die putzigen Papp-Miniatur-Aufnahmen der New Yorker Skyline.

Bild 5 zu Shortbus
Bizarre Auftritte stehen im „Shortbus“ an der Tagesordnung.

„Shortbus“ ist ein Film den man nicht analytisch angehen, sondern einfach auf sich wirken lassen sollte. Verkopfte Cineasten sind hier ebenso wenig erwünscht wie Verklemmte, denn hier wird schamlos aus dem Bauch heraus erzählt. Kann man sich allerdings darauf einlassen, wird man in einer Stimmung entlassen, die nur sehr wenig Filme vermitteln, so z.B. Zach Braffs Independent-Kulthit „Garden State“. Der Senator-Verleih hat eine gute Wahl damit getroffen „Shortbus“ in die kontroverse „Autobahn“-Reihe aufzunehmen, denn solch erfrischend andersartige Filme gehen oft genug in der Masse der DVD-VÖs unter. So wurde Mitchells Werk sogar ein Kinostart gewährt und somit der explizite Sex auf den deutschen Leinwänden salonfähig gemacht.

Fazit:


Ein Manifest auf das Leben! In wunderschönen Bildern und mit toller musikalischer Untermalung erzählt „Shortbus“ ungezwungen aus dem Leben von verschiedensten verlorenen Seelen, die durch die Befreiung ihrer Triebe und Emotionen zu sich selbst finden. Hoch die Tassen!
 

Bewertung[?]::

Userbewertung:

Autor:

Kevin

Eingetragen am:

02.09.2007

Aufgerufen:

7318 Mal

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Weitere Kritik:

keine vorhanden


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