title=
Filmfans online
HOME
NEWS
KINO
FILM
CHARTS
SERVICE
COMMUNITY
Celluloid Dreams
KONTAKT
 /TD>


Kritik suchen erweiterte Suche

0-9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

Shadowboxer

 

Shadowboxer, 2005

 
Poster zu 'Shadowboxer' kaufen
deutscher Start:2007
Herstellungsland:USA
Regie:Lee Daniels
Drehbuch: William Lipz
Darsteller:Cuba Gooding Jr., Helen Mirren, Vanessa Ferlito u.a.
Verleih:

Sony Pictures Home Entertainment
Genre:

Drama/Krimi/Thriller
Länge:89 Minuten
FSK: ab 16 Jahren
Website:

Link nicht vorhanden

Günstig DVD, Video, Buch oder Soundtrack zu "Shadowboxer"
DVD zu 'Shadowboxer' kaufen
Musik zu 'Shadowboxer' kaufen Musik zu 'Shadowboxer' kaufen Buch zu 'Shadowboxer' kaufen
 

Inhalt:


Rose (Helen Mirren) ist eine kaltblütige Auftragskillerin. Zusammen mit ihrem Partner, Stiefsohn und Lover Mickey (Cuba Gooding Jr.) hat sie sich einen guten Ruf im Untergrund erarbeitet und steht für saubere und reibungslose Arbeit. Mittlerweile macht ihr allerdings eine Krebserkrankung zu schaffen, weswegen sie nur noch einen Auftrag erledigen möchte. Der Gangsterboss Clayton (Stephen Dorff) will seine schwangere Geliebte Vicki (Vanessa Ferlito) los werden, weil er glaubt das Kind sei nicht von ihm. Als Rose schließlich mit geladener Waffe vor Vicki steht, um den Auftrag durchzuführen, wird sie, aufgrund des Anblicks der Schwangeren und ihren baldigen Tod im Hinterkopf, von der Menschlichkeit gepackt. Sie beschließt Vicki nicht zu töten, sondern in Sicherheit zu bringen, zu beschützen und das Kind zur Welt zu bringen, was Mickey gar nicht zu sagt. Es entwickelt sich eine richtige, kleine Familie, bis Clayton bewusst wird, dass seine Freundin noch lebt und sich auf die Suche nach ihr macht.

Kritik:


The Queen is not amused! Wäre sie zumindest nicht, wenn sie wüsste was Helen Mirren, die letztes Jahr die gute, alte Lizbeth in „The Queen“ verkörperte und damit zahlreiche Preise einheimste, u.a. den Golden Globe und den Oscar für die beste weibliche Hauptdarstellerin, vor dieser Rolle so alles anstellte. Im Thriller-Drama „Shadowboxer“ von Lee Daniels, das im Jahre 2005 abgedreht wurde, spielt Helen eine eiskalte Auftragskillerin, die mit ihrem Beschützer, Liebhaber und Stiefsohn Cuba Gooding Jr. fröhlich umher meuchelt, aufgrund einer Krebserkrankung und dem Anblick einer hochschwangeren Vanessa Ferlito allerdings ihre Menschlichkeit wieder entdeckt. Außerdem sind Stephen Dorff, Joseph Gordon-Levitt und Macy Gray in pikanten Nebenrollen zu entdecken. Neben einer gewaltigen Starpower hat „Shadowboxer“ aber durchaus noch weitere interessante Aspekte zu bieten, die ein Hereinschauen für Fans von außergewöhnlicher Filmkost durchaus lohnenswert machen, denn dieser Streifen ist in jeder Hinsicht ziemlich verrückt.

Bild 1 zu Shadowboxer
Rose (Helen Mirren) bei der Arbeit.

Besonders hervor sticht in „Shadowboxer“ ein geradezu chaotischer Wahn zur Strukturlosigkeit, der in allen Belangen gnadenlos durchgezogen wird. Das ist die chronische Krankheit, aber auch die stärkste Eigenschaft eines Films, der mit einem klar zu erkennenden, roten Faden zwar leichter zugänglich und wahrscheinlich auch wesentlich fesselnder gewesen wäre, aber gerade durch diese wüste Zusammenhangslosigkeit ein außergewöhnliches Profil und großen Wiedererkennungswert, letztlich auch an Qualität und Unterhaltungswert gewinnt. Drehbuchautor William Lipz hat sich einiges vorgenommen und Lee Daniels gibt sein Bestes um die Geschichte irgendwie zusammen zu halten. Zum einen wird eine Story, um ein Auftragskiller-Pärchen mit reichlich Action und Thrill erzählt, zum anderen versucht Lipz auch ein Drama zu entfalten, dass sich über mehrere Jahre streckt und vermittelt wie sich Gewalt nicht so einfach abschütteln lässt und sich sogar in die nachfolgenden Generationen verschleppt. Hinzu kommen einige breit angelegte Figuren, deren Vergangenheit ebenfalls aufgezeigt werden will. Dieses handlungstechnische Durcheinander ist ziemlich unterhaltsam, bleibt aber immer auf einer oberflächlichen Ebene, womit „Shadowboxer“ nie wirklich mitreißend ist oder Emotionen im Zuschauer weckt, obwohl das durchaus drin gewesen wäre.

Bild 2 zu Shadowboxer
Das seltsame Paar hält ein romantisches Picknick.

Auch die einzelnen Szenen sind komplett chaotisch aneinander gereiht, ohne das über längere Zeit eine Stimmung beibehalten wird. Meist setzt sie Daniels sogar in einen krassesten Kontrast zu einander oder lässt die Atmosphäre gleich während der Szene ins komplette Gegenteil umschwingen. Da haben wir auf der einen Seite realistische Drama-Szenen über das Familienleben zwischen Rose, Mikey, Vicky und ihren kleinen Sohn. Darauf folgen könnte z.B. eine Thriller-Szene, die stets überraschend explizit und hart daher kommen, mit abgehackten Körperteilen, fiesen Schusswunden oder besonders ausgefallen, wenn jemandem ein Queue in den Hintern gerammt wird. Oder vielleicht auch eine schockierende, aber auch sinnliche Inzest-Szene zwischen Rose und Mikey, die urplötzlich herein bricht und in der jede Menge Haut gezeigt wird (Cuba Gooding Jr. und Stephen Dorff ziehen sogar komplett blank). Oder eine zynische Trash-Szene, wenn plötzlich extrem skurrile Figuren ins Zentrum des Interesses rücken, vielleicht aber auch ein poetisch-surreal anmutender Moment, wenn wunderschöne Landschaftsaufnahmen mit klassischer Musik unterlegt werden. Der Fantasie sind hier wahrlich keine Grenzen gesetzt und daraus bezieht „Shadowboxer“ einen Großteil seines Charmes, da fröhlich geraten werden darf welch absurde Dinge hier als nächstes geschehen.

Bild 3 zu Shadowboxer
In Sachen Tötungsmethoden ist Clayton einfallsreich.

Die Inszenierung schließt sich hier natürlich nahtlos an und wurde auf die verschiedenen Stimmungen maßgeschneidert. Gestochen scharfe, weiche und harmonische Bilder von paradiesischer Natur oder zufriedenem Familienleben wechseln sich mit verschwommenen Aufnahmen und knalligen Farbtönen. Visuell punktet jede einzelne dieser Herangehensweisen, nicht zuletzt dank origineller Schnittfolgen, Einstellungen oder plötzlichen Bild-Einschüben. Die einzige Konstante sind hier die Darsteller, die allesamt Großes leisten. Besonders Helen Mirren und Cuba Gooding Jr. beeindrucken mit einer gesunden Mischung aus Härte und Herzlichkeit. Vanessa Ferlito überzeugt als ebenso verletzliche, wie starke junge Mutter und Stephen Dorff füllt seine Paraderolle als durchgeknallter Bösewicht optimal aus. Joseph Gorden-Levitt und Macy Gray dagegen schneien immer mal wieder als Sidekicks herein und sorgen durch ihre bizarren Darstellungen für einige unterhaltsam-überdrehte Passagen.

Bild 4 zu Shadowboxer
Joseph Gordon-Levitt spielt einen Gangsterarzt.

Nicht jeder wird mit dieser Art des Filmemachens auch etwas anfangen können, denn „Shadowboxer“ ist ziemlich eigen und daher sicherlich nicht für ein breites Publikum bestimmt. Wer sich allerdings für außergewöhnliches und abseitiges interessiert, wird an „Shadowboxer“ sicherlich seinen Spaß haben, denn immerhin hat Lee Daniels Werk eine erfrischende Eigenständigkeit vorzuweisen. Da die eigentliche Geschichte und die damit verbundene Spannungskurve weitestgehend auf der Strecke bleiben, ist das mutige Experiment allerdings nur halb geglückt. Daniels sollte aber unbedingt an diesem Stil fest halten und ihn noch ein wenig verbessern, denn das ist die richtige Richtung um bald den ein oder anderen herausragenden Film abzuliefern.

Fazit:


Ein inszenatorisches wie handlungstechnisches Durcheinandern, das auf diese chaotische Weise wirklich Spaß macht und sehr eigenständig daher kommt, aber bei all den Spielereien mit Stimmungen und verschiedensten Erzählebenen leider die eigentliche Geschichte und die Dramaturgie aus den Augen verliert, um den Zuschauer auch wirklich zu fesseln.
 

Bewertung[?]::

Userbewertung:

Autor:

Kevin

Eingetragen am:

22.10.2007

Aufgerufen:

6729 Mal

Diskutiere über "Shadowboxer" im Forum

Weitere Kritik:

keine vorhanden


Eine Vervielfältigung oder Verwendung unserer Kritiken in anderen elektronischen oder gedruckten Publikationen ist ohne unsere ausdrückliche Zustimmung nicht gestattet. Jegliche Zuwiderhandlung bringen wir ohne Wenn und Aber zur Anzeige!




SEITENSUCHE

Web auf CD (lokal)
Anzeigen:
UMFRAGE

Welcher Film aus Mai 2009 gefiel dir am besten?

Simons Geheimnis
17 Again
Der Womanizer
Last House on the Left
Der Junge im gestreiften Pyjama
Zwölf Runden
Nachts im Museum 2
Illuminati
A Boy
Public Enemy No. 1 - Todestrieb
WIR sind Papst!
Ichi - Die blinde Schwertkämpferin
Star Trek
My bloody Valentine 3D
anderer Film

Ergebnis
Archiv
Umfrage vorschlagen
NEWSLETTER
Immer auf den neuesten Stand mit CD...

E-Mailadresse:
eintragen
austragen

VOTE FOR US
MovieNation.de - One Passion, One Nation! - Topliste

zum Seitenanfang
| • Hinweise zum Datenschutz | • Nutzungsbedingungen | • © 2003-2009 Celluloid-Dreams.de |
Sitemap 1 2 3 4
Blu-ray Filme Filmering.at Cineclub.de Bollywoodsbest.de Bolly-wood.de Filmfacts.de Movie-Infos.de Regiecut.de DVD Beilagen DVDimHeft.de