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Severance

 

Severance, 2006

 
Poster zu 'Severance' kaufen
deutscher Start:2006
Herstellungsland:USA
Regie:Christopher Smith ("Creep")
Drehbuch: James Moran, Christopher Smith
Darsteller:Danny Dyer, Laura Harris, Toby Stephens u.a.
Verleih:

Splendid Film
Genre:

Horror/Komödie/Thriller
Länge:96 Minuten
FSK: ab 18 Jahren
Website:

Link nicht vorhanden

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Inhalt:


Betriebsausflüge sind bekanntlich ein Übel für sich. Als wäre es nicht ausreichend, sich von den Kollegen schon Montags bis Freitags von 8 bis 17 Uhr nerven zulassen, sieht man sich bei eben jenen Ausflügen rund um die Uhr mit ihnen konfrontiert oder muss im schlimmsten Fall sogar ein Zimmer mit ihnen teilen. Für manch einen dürfte es schon der reinste Horror sein, den eigenen Chef nur in Handtuch bekleidet aus dem Badezimmer schlendern zu sehen. Was Regisseur Christopher Smith in seinem neuen Streifen „Severance“ allerdings mit seinen braven Angestellten treibt, erreicht ganz neue Dimensionen. Er schickt sie nicht nur in die tiefste russische Walachei, wobei sich die Unterkunft nicht als halb so luxuriös herausstellt wie versprochen, sondern lässt auch noch eine Horde schießwütiger Guerillas auf sie los. Aber erst mal von vorne.

Bild 1 zu Severance
Der wenig spaßige Ausflug beginnt.

Die Mitarbeiter der Palisade Defense Waffenfirma, unter anderem der chaotische Steve (Danny Dyer) und die hübsche Maggie (Laura Harris), sind genervt. Sie werden von ihrem Boss dazu verdonnert eine Art Teamworktraining über sich ergehen zu lassen. Als wäre das nicht genug, wird jenes auch noch in den tiefsten Wäldern Russlands durchgeführt. Als der Busfahrer kurz vor dem Ziel streikt, sieht sich die 7-Mann starke Truppe gezwungen, den Waldmarsch anzutreten und ihre Unterkunft in Eigenantrieb ausfindig zumachen. Nach einiger Zeit stoßen sie auf eine heruntergekommene Lodge. Sie sind sich nicht sicher ob diese für sie bestimmt ist, dennoch richten sie sich darin ein. Spätestens nachdem Harris (Toby Stephens) im Keller Akten über verschwundene Palisademitarbeiter entdeckt, Jill (Claudie Blakley) meint einen vermummten Mann vor ihrem Fenster zu sehen und der Busfahrer am nächsten Morgen tot aufgefunden wird, vermuten die Kollegen Fürchterliches. Der scheinbar friedliche Wald entpuppt sich als blutiges Schlachtfeld.

Kritik:


Es ist doch in Frage zu stellen, was uns Christopher Smith, der mit seinem straighten aber letztendlich doch nur durchschnittlichen U-Bahn-Schocker „Creep“ mit Franka Potente, einen kleinen Erfolg feierte, mit „Severance“ mitteilen möchte. Er schickt schablonenhafte Mitarbeiter irgendeiner Waffenfirma mitten in die russische Pampa und geht ihnen dann mit einer ganzen Armee von hinterwäldlerischen Terroristen, die den Fall des eisernen Vorhangs entweder verdrängt oder gar nicht erst mitbekommen haben, gehörig auf den Wecker (ironischerweise mit den Waffen der eigenen Firma). Das Drehbuch bewegt sich oft in dermaßen hanebüchenen und albernen Bahnen, will aber hier und da auch mal bierernst genommen werden. Smith baut einen Hauch von Atmosphäre und minimale Spannung auf, um diese im nächsten Moment, durch irgendwelche Albernheiten, gnadenlos gegen die Wand zu fahren und den Nervenkitzel des Publikums ad absurdum zu führen. Kann so ein Kamikaze-Projekt ernsthaft funktionieren? Aber Hallo!!!

Bild 2 zu Severance
Man kommt sich näher: Steve und Maggie.
„Severance“ vollführt eine beeindruckende Fusion der besten Attribute, die das britische Kino zu bieten hat. Da wäre zum einen natürlich der bitterböse, schwarze Humor, zum anderen Eigenschaften, der noch sehr jungen, so genannten „British wave of heavy horror“, zu der sich u.a. Neil Marshalls kongenialer „The Descent- Abgrund des Grauens“ zählen darf. Die Zündung der Gags ist nicht immer unbedingt auf die Originalität zurückführen; das Timing spielt hier eine weitaus größere Rolle. Witzige Überraschungen erwarten den Zuschauer meist an den denkbar unerwartetesten Momenten. So ist „Severance“ weniger ein Angriff auf die Nerven, sondern viel mehr auf das Zwerchfell. Doch von kindischem Klamauk ist „Severance“ weit entfernt. Von Slapstickeinlagen über Wortwitz, Filmzitaten und Splatterfun bis hin zu derber, politischer Unkorrektheit, ist hier für jede Art von Humor etwas dabei.

Bild 3 zu Severance
Von der netten Blondine zur gnadenlosen Kampfsau: Maggie.

Das man es hier nicht mit handelsüblichem „Survival-horror“ zu tun hat, wird relativ früh klar. So teilt der Boss der bunten Truppe via Videobotschaft mit, wie sicher man sich doch mit seiner Waffenfirma fühlen könne, während im Hintergrund Raketen gezündet und Häuser in die Luft gejagt werden. Das erste Drittel plätschert dann wenig spannend, aber umso witziger vor sich hin, etwa wenn berauschende Substanzen eingeworfen werden, vom Beischlaf oder wahlweise auch von der Verstümmelung der Kollegen geträumt wird oder wenn die Freunde wüste Theorien aufstellen, welche Gräueltaten in ihrer Unterkunft einst statt fanden. Sobald dann die erste Leiche auftaucht, geht es ans Eingemachte. Zwar hält sich der Goregehalt noch vergleichsweise in Grenzen, doch Fans dieses Genres kommen sicherlich auch teils auf ihre Kosten, wenn die Truppe bemerkenswert originell dezimiert wird. Im letzten Drittel gibt’s dann noch einen kurzen Abstecher zum Folterkammer-Horror a la „Hostel“, bevor die kurve zur Zielgeraden gekratzt wird und eine irre und temporeiche Hetzjagd durch den Wald beginnt, in der auch Mienen, Flammenwerfer, Bazookas und mit MGs um sich feuernde Prostituierte ihren Platz finden.

Bild 4 zu Severance
So sieht Steves Theorienbeitrag zur Unterkunft aus.

Einen Großteil seines Charmes bezieht „Severance“ von seinen Charakteren. Gewollt stereotyp sind sie deshalb so sympathisch, weil sie alle aus dem eigenen Umfeld bestens bekannt sind. Egal ob der arrogante, selbstverliebte Harris, das bieder-korrekte und pazifistisch angehauchte Mauerblümchen Jill oder der Gruppenführer Richard, der sich nicht so recht durchsetzen kann; alle hat man sie doch irgendwie ganz doll lieb. Aberwitzig ist es diese Büropersönlichkeiten in der Wildnis zwischen psychopathischen Killern vorzufinden. Die größten Sympathieträger sind wohl Danny Dyer als Steve und Laura Harris als Maggie. Während Laura Harris das immer nette All-american-girl mimt, das aber auch mal ordentlich auf den Putz hauen kann, wenn es drauf ankommt, gibt Danny Dyer den trotteligen Anti-Helden voller Hingabe. Selbstverständlich mutiert gerade er im Laufe der Geschichte zum gefeierten Retter; etwas anderes wünscht sich der Zuschauer auch gar nicht.

Bild 5 zu Severance
Muss ausnahmsweise Mal die Klappe halten: Jill.

Im Endeffekt kommt ein herrlicher und größtenteils stimmiger Horrorkomödienbeitrag unten raus, der mit vielen kleinen Überraschungen zu überzeugen weiß. Ein Scary Movie für Cineasten, sozusagen. Nach dieser durchweg positiven Kritik, fragt sich der aufmerksame Leser natürlich, wieso dann doch nur eher durchschnittliche 3,5 Filmklappen unten aufleuchten. Die Antwort ist eigentlich ganz einfach. „Severance“ ist definitiv kein Must-See. Er ist lediglich eine gute Wahl, wenn mal gerade nichts anderes zu haben ist und man sich dennoch 90 Minuten gut unterhalten wissen will. Doch nun zur Ausgangsfrage zurück: Was will uns Chris Smith mit seinem Werk sagen? Eigentlich gar nichts. Doch wann hat „eigentlich gar nichts“ das letzte Mal so wunderbar unterhalten?

Fazit:


Christopher Smith beschert uns eine irre Mixtur aus schwarzer Komödie und Survivalhorror, der einen vergnügsamen Kinoabend voller geschickt getimter Lacher garantiert.
 

Bewertung[?]::

Userbewertung:

Autor:

Kevin

Eingetragen am:

24.11.2006

Aufgerufen:

9647 Mal

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