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 | See No Evil |  | | |
See No Evil, 2006 | |
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| deutscher Start: | 2007 | | Herstellungsland: | USA | | Regie: | Gregory Dark ("Flesh") |
| Drehbuch: |
Dan Madigan |
| Darsteller: | Glen Jacobs, Rachael Taylor, Samantha Noble u.a. | | Verleih: | Kinowelt | | Genre: | Horror | | Länge: | 100 Minuten | | FSK:
| nicht bekannt |
| Website: | Link nicht vorhanden | | Günstig DVD, Video, Buch oder Soundtrack zu "See No Evil" | 
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Inhalt:
Welch grausige Dinge der Serienkiller Jacob Goodnight (Glen Jacobs a.k.a. Wrestler Kane) anstellen kann, muss Officer Williams (Steven Vidler) am eigenen Leib erfahren. Die Machenschaften des Mörders fordern einen toten Polizisten und eine Schönheit mit herausgerissenen Augen. Williams kommt gerade so mit einer abgetrennten Hand davon, Goodnight ist daraufhin allerdings spurlos verschwunden.
Goodnights lebendes Opfer trägt ein schreckliches Trauma davon. 4 Jahre später wird dem Detective und einer Kollegin die Aufgabe zu teil eine Gruppe Jugendstraftäter, bei der Restaurierung eines heruntergekommenen Hotels, zu überwachen. Selbstverständlich haben u.a. Zoe (Rachael Taylor), Richie (Craig Horner), Michael (Luke Pegler), Kira (Samantha Noble), Melissa (Penny McNamee) und Christine (Christina Vidal) andere Dinge im Sinn als die eklige Absteige auf Vordermann zu bringen. Von Gier und Partylust getrieben, irren sie in kleinen Gruppen durch die dunklen Gänge des riesigen Hotels, auf der Suche nach einem Abenteuer. Ein gefundenes Fressen für den wahnsinnigen Serienkiller Goodnight, der seine Rückkehr auf brutale Weise feiert. |
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| Kritik:
Es kommt immer wieder vor, dass es Regisseure, deren gesamte Karriere sich auf Low-Budget-Filme beschränkt, in bessere, hochkarätigere Terrains zieht. Im Falle von Gregory Dark könnte der Kontrast kaum größer sein. Bisher nur durch Pornofilme in eben jener Undergroundszene mehr oder weniger bekannt, wurde ihm ein Budget von $ 8 Mio. in die Hand gedrückt und „WWF-Smackdown“-Autor Dan Madigan zur Seite gestellt, um einen trendy Terrorschocker mit klassischen Slasheranleihen zu filmen. Leider fehlt beiden Beteiligten fast jegliches Verständnis für dieses nicht ganz unkomplizierte Genre. Dass in ihrem Werk „See No Evil“ stets die Vorhersehbarkeit die Oberhand behält, ist das geringere Übel. Viel ärgerlicher ist, dass es sich hierbei um eine phänomenale Ansammlung an Stumpfsinn und Dämlichkeit handelt. Dennoch muss man Dark gratulieren, weil er ein neues Sub-Genre erschlossen hat: Man könnte es „Gore-Porno“ nennen.
Goodnight zerquetscht Köpfe mit Leichtigkeit. Diese Bezeichnung trifft nicht deshalb zu, weil in „See No Evil“ sonderlich viel georgelt wird. Ganz im Gegenteil. Mit nur einer kleinen Duschszene ist das Filmchen in dieser Hinsicht zahmer als Janet Jacksons Superbowl-Performance. Viel mehr weißt „See No Evil“ eindeutige, dramaturgische Parallelen zum handelsüblichen Porno auf. Hier geht es ausschließlich um die expliziten Szenen, sprich die Gewaltdarstellung. Nebensächlichkeiten wie Handlung oder Charakterzeichung wurden uninspiriert drum herum gehuddelt, womit folglich Interesse für die Figuren oder gar Spannung zu keinem Zeitpunkt aufkommt. Was den Bodycount angeht, hat „See No Evil“ allerdings einiges zu bieten. Es gibt zerschmetterte und abgerissene Gliedmaßen, durchbohrte Hälse, Fleischwunden, zertrümmerte Schädel, aufgespießte Körper und herausgerissene Augäpfel im Dutzend billiger. „See No Evil“ hat sogar ein kulinarisches Highlight zu bieten, bei dem eine blonde Trulla mit ihrem eigenen Handy gefüttert wird und der Zuschauer zusehen darf, wie das Mobiltelefon ihren Rachen hinunter wandert. Damit hat es sich dann aber leider schon mit den zweifelhaften Pluspunkten.
Vorerst verschont durch Tatoos: Kira. Das man in einem Horrorfilm über einige Lücken in der Logik hinweg sehen muss, ist nichts Neues. Was uns die Macher aber hier auftischen, ist eine Beleidigung für die Intelligenz des Zuschauers. Wenn man schon eine Geschichte mit Sträflingen als Hauptprotagonisten erzählen will, was nicht unbedingt förderlich für die Sympathiewerte ist, sollte man wenigstens darauf achten, dass man dieses Konzept auch konsequent durchzieht. Aber in „See No Evil“ genehmigen sich die Aufsichtspersonen einen Drink nach dem anderen an der geschlossenen Bar, während die Kids im Hotel herumgeistern, telefonieren, trinken und Drogen nehmen, aber nicht auf die Idee kommen einfach auszubüchsen, obwohl das eine Leichtigkeit wäre. Selbst wenn der Killer auftaucht und die Gruppe dezimiert, kommt niemandem in den Sinn einfach das Weite oder wenigstens Hilfe von außerhalb zu suchen. Stattdessen bewaffnet man sich bis an die Zähne, rennt aber trotzdem panisch kreischend weg, wenn man Goodnight (welch grandioser Name) auch nur riecht. Auch sonst verhalten sich die Teens durchgehend dämlich und geben eine Menge Stuss von sich, sodass man ihnen den Tod wahrlich gönnt. Zur genannten „erotischen“ Szene stellt sich die Frage, ob die Frau denn nichts Besseres oder Hygienischeres zu tun hat, als sich in einem geradezu ekelhaften Etablissement unter die Dusche zu stellen. Das Schlimme an diesem ganzen Schwachsinn ist, dass „See No Evil“ sich selbst furchtbar ernst nimmt. Erst die allerletzte Einstellung kann mit makabrem Humor überzeugen.
Wieder einer ohne Augen. Die Darsteller haben nicht den Hauch einer Chance positiv hervorzustechen. Zwischen Kreischerei, Wegrennen und nervigem, sinnbefreitem Dialoggeblubber ist kein Platz für schauspielerische Großtaten. Obwohl Kane ununterbrochen grimmig aus der Wäsche schaut, möchte man ihn knuddeln und ihm bedenkenlos die eigenen Kinder anvertrauen. Inszenatorisch kann man Gregory Dark durchaus Mühe bescheinigen. Er hat es verstanden seinen Stoff stylisch auf Zelluloid einzufangen. Wenn während hektischen Szenen die Blitze aufzucken, glaubt man sich in einem MTV-Videoclip wieder gefunden zu haben. Allerdings ist Dark so sehr damit beschäftigt seinen Film auf Hochglanz zu trimmen, dass er seine schick-schmutzige Kulisse völlig vergisst. Das dreckige Ambiente hätte es durchaus mit gelungenen Kulissen wie in „The Hills Have Eyes“ oder „Michael Bay`s Texas Chainsaw Massacre“ aufnehmen können, doch durch Darks Vorhaben, seinen Film so glänzend wie möglich abzuliefern, verpufft die Atmosphäre nahezu komplett.
Ein psychopathischer Killer zum lieb haben: Jacob Goodnight. Unterm Strich bleibt ein inszenatorisch lauer, inhaltlich sogar miserabler Terrorslasher, den selbst die Fangemeinde peinlich berührt links liegen lassen wird. Wer Filme wie „Saw“, „Hostel“, „Black Christmas“ u.s.w. nur angeschaut hat, um sich an der Gewaltdarstellung zu ergötzen ohne Wert auf Spannung, Atmosphäre oder sonstige Unterhaltung zu legen, dem sei auch „See No Evil“ wärmstens empfohlen. |
| | Fazit: „See No Evil“ ist nur Sadisten zu empfehlen, die ausschließlich an brutalen Szenen ihre Freude haben, während grundlegende Dinge wie ein intelligenter Handlungsverlauf, tiefsinnige Charakterzeichnung, Spannung und Atmosphäre vernachlässigt werden. |
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