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Schräger als Fiktion

 

Stranger than Fiction, 2006

 
Poster zu 'Schräger als Fiktion' kaufen
deutscher Start:2007
Herstellungsland:USA
Regie:Marc Forster ("Stay")
Drehbuch: Zach Helm
Darsteller:Will Ferrell, Emma Thompson, Dustin Hoffman u.a.
Verleih:

Sony Pictures
Genre:

Drama/Fantasie/Komödie/Romanze
Länge:113 Minuten
FSK: ab 6 Jahren
Website:

Link nicht vorhanden

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Inhalt:


Harold Crick (Will Ferrell) ist ein menschlicher Automat. Sein detailgenau durchgeplantes Leben läuft Tag für Tag immer in denselben Bahnen. Neben seinem Job als Steuerbeamter scheint sein Privatleben nicht stattzufinden. Freunde hat er keine. Höhepunkte oder denkwürdige Momente hat er schon lange nicht mehr erlebt, geschweige denn eine Beziehung zu einer Frau. Kurzum: Harold ist ein Verlierer wie er im Buche steht. Zu seinem Pech ist „Buche“ das passende Stichwort, denn obwohl er ständig eine Frauenstimme hört, die seinen Werdegang scheinbar nacherzählt und seine Umgebung ihn deshalb für verrückt hält, ahnt er nicht, dass es sich bei der Stimme um Karen Eiffel (Emma Thompson), eine renommierte Schriftstellerin, die nach 10 Jahren endlich ihre Geschichte über Harold beenden will, handelt.

Bild 1 zu Schräger als Fiktion
Harold bittet Professor Jules Hilbert um Hilfe.

Karen hat allerdings selbst keine Ahnung davon, dass es sich bei ihrer Romanfigur um einen echten Menschen handelt, dem genau das widerfährt, was sie zu Papier bringt. Zu Harolds Unglück ist Karen gerade mit ihrer Assistentin Penny (Queen Latifah) drauf und dran, sich ein passendes Ableben ihrer Romanfigur zu überlegen. Durch die Erzählstimme über sein Schicksal informiert, passt Harold das natürlich gar nicht in den Kram, zumal er mit der jungen Ana (Maggie Gyllenhaal) endlich einen Lichtblick in seinem tristen Leben gefunden hat. Er sucht Professor Jules Hilbert (Dustin Hoffman) auf, in der Hoffnung, er könne ihn aus dieser ausweglosen Situation befreien.

Kritik:


Was kommt dabei heraus, wenn sich ein junger Autor namens Zach Helm daran macht eine irre und fantasievolle Geschichte in Form eines Drehbuchs zu Papier zubringen, die geradezu nach Drehbuchautor Charlie Kaufman („Adaption“, „Being John Malkovich“) schreit, sich der gefeierte, Schweizer Allround-Regisseur Marc Forster dem Stoff annimmt und neben einem beeindruckenden Cast wie Dustin Hoffman, Emma Thompson und Maggie Gyllenhaal auch Blödelbarde Will Ferrell als Hauptrolle engagiert? Komplizierte Frage, simple Antwort: Eine starke Komödie, deren skurriler Charme aus allen Rohren schießt. Marc Forster darf mittlerweile sehr wohl als ein echtes Phänomen bezeichnet werden. Nach seinen prestigeträchtigen Ausflügen in die Genres Drama („Monster´s Ball“), Tragikomödie („Wenn Träume fliegen lernen“) und Psychothriller/Drama („Stay“) macht er auch nun mit „Schräger als Fiktion“ in einer lupenreinen, abgedrehten Komödie eine sehr gute Figur. Den größten Teil, um das Gelingen von „Schräger als Fiktion“ zu sichern, hat allerdings nicht Forster beigetragen sondern tatsächlich Debutant Zach Helm, dessen ausgezeichnetes Drehbuch schon die halbe Miete zu sein scheint. Die sorgfältig ausgearbeiteten Charaktere werden mit Hilfe von einer Vielzahl sympathischer Ideen die Herzen des Kinopublikums im Sturm erobern.

Bild 2 zu Schräger als Fiktion
Harold erfüllt sich einen Traum: Er lernt Gitarre spielen.

Die Geschichte beginnt gemächlich mit einem Blick auf Harold Cricks monotonen Alltag, wo bereits die Interaktion von Harold mit der Erzählerstimme für die ersten großen Lacher sorgt. Leider lässt sich Zach Helm in der ersten Hälfte etwas zu viel Zeit, um die einzelnen Charaktere intensiv zu durchleuchten und die Ausgangssituation aufzuzeigen. Die Haupthandlung dagegen bewegt sich eher schleppend voran und ein wenig Leerlauf muss überwunden werden. Damit hat es sich dann aber auch schon mit den Kritikpunkten. Die zweite Hälfte von „Schräger als Fiktion“, wenn die Geschichte ordentlich Drive aufgenommen hat, ist vortrefflich gelungen. Witzige Ideen lassen keinen Platz für Langeweile. Der Humor kommt aber nicht mit der Brechstange, sondern bewegt sich stets auf subtilem Niveau. Wenn Harold und Karen im letzten Akt aufeinander treffen, erreicht der Film seinen absoluten Höhepunkt. Hier gesellt sich noch eine gehörige Portion Dramatik zur komödiantischen Stimmung und bis zum großen, ebenso einfallsreichen wie packenden Show-down ist der Zuschauer längst dahin geschmolzen, selbst wenn die finale Schlusspointe doch etwas hinter den Erwartungen zurück bleibt.

Bild 3 zu Schräger als Fiktion
Harold und Ana kommen sich näher.

Wie auch in seinem Meisterwerk „Stay“ versteht es Marc Forster auch diesmal dem Zuschauer über die kleineren Startschwierigkeiten durch eine starke Bildsprache hinweg zu helfen. Besonders hervorzuheben sind hier die Graphiken und statistischen Diagramme, die in die Bilder geflochten werden, um Harolds eintönigen Alltag zu verdeutlichen. Auch Karens Tötungsfantasien wurden bemerkenswert originell in Szene gesetzt. Forster hat es aber auch verstanden wann er sich zurück zu nehmen hat. Nach der Halbzeit hält er sich dezent bedeckt und überlässt die Geschichte sich selbst, was auch wunderbar funktioniert. Hier besticht Forster nur noch durch seine ausgefallene Kameraarbeit und den perfekten Schnitten. Nebenbei schafft er es mit der einen oder anderen Einstellung einige Zitat zu ähnlich gelagerten Filmen zu schaffen. Eine Szene z.B. in der Harold auf einem Sofa vor einer Wand mit Himmeltapete sitzt (siehe unten), erinnert verdächtig an das Finale von Peter Weirs „Truman Show“.

Bild 4 zu Schräger als Fiktion
Die „Truman Show“-Gedenk-Einstellung.

Zunächst liegt der Gedanke nah, dass ein Darsteller wie Will Ferrell, der sonst eher in Filmen mit Schenkelklopfer-Humor agiert, einer komplexen Rolle wie die des Harold Crick nicht gewachsen ist. Diese Zweifel sind allerdings schnell aus dem Weg geräumt. Melancholisch, wortkarg und abgestumpft spielt er diese Figur genau so wie sie sein sollte. Dustin Hoffmann hat für seine Rolle bereits Vorarbeit geleistet. Er hat eine ähnliche Funktion, wie im noch verrückteren „I Heart Huckabees“ inne, was ihm natürlich vortrefflich steht. Auch beim weiblichen Teil des Ensembles ist alles im Lot. Emma Thompson ist sympathisch wie eh und je und erledigt ihre Aufgabe, die frustrierte Schriftstellerin mit Schreibblockade zu verkörpern, in gewohnter Perfektion. Maggie Gyllenhaal kommt dagegen richtig aus sich raus und verleiht ihrer Figur, der flippigen Ana, einen ganz eigenen Charme. Queen Latifah wurde der Maulkorb umgeschnallt, der ihr dennoch sehr gut steht. Sie beweist, dass sie auch ruhigere Rollen spielen kann. Nebenbei lässt sich auch die wunderbare Linda Hunt in einer kleinen Gastrolle als Therapeutin blicken.

Bild 5 zu Schräger als Fiktion
Karen und Penny auf der Suche nach der perfekten Tötung.

Unterm Strich ist eine sehr sehenswerte Komödie rausgekommen, die ruhig und leichtfüßig über die 113 Minuten Laufzeit hinweg gleitet. Zach Helm ist es gut gelungen klassische, komödiantische Elemente in seine außergewöhnlich schräge Story einzubetten und sie an den richtigen Stellen mit Tragik, schnulzigen Einschüben und skurrilen Einfällen zu versehen. Abschließend lässt sich feststellen, dass Marc Forster wohl in jedem Genre Fuß fassen kann und dass an diesem Werk der umständliche, deutsche Titel das Schlechteste ist. Hier hätte man es ruhig beim Originaltitel „Stranger than Fiction“ belassen können.

Fazit:


Skurril-herzige Ausnahmekomödie von Regieprimus Marc Forster mit bestens aufgelegten Stars und einigen optischen Leckerbissen. Charlie Kaufman muss sich in Zukunft vor Autor Zach Helm in Acht nehmen.
 

Bewertung[?]::

Userbewertung:

Autor:

Kevin

Eingetragen am:

26.01.2007

Aufgerufen:

7305 Mal

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Weitere Kritik:

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