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 | Scary Movie 4 |  | | |
Scary Movie 4, 2006 | |
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| deutscher Start: | 2006 | | Herstellungsland: | USA | | Regie: | David Zucker ("Scary Movie 3") |
| Drehbuch: |
Jim Abrahams, Craig Mazin, Pat Proft |
| Darsteller: | Anna Faris, Regina Hall, Craig Bierko u.a. | | Verleih: | Buena Vista | | Genre: | Horror/Komödie | | Länge: | 83 Minuten | | FSK:
| ab 12 Jahren |
| Website: | Link aufrufen | | Günstig DVD, Video, Buch oder Soundtrack zu "Scary Movie 4" | 
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Inhalt:
Gerade an jenem Wochenende, an dem sich in Tripods verwandelnde iPods die Welt vernichten wollen, muss Hafenarbeiter Tom Ryan (Craig Bierko, „Das Comeback“) sich um seine beiden Kinder kümmern. Gemeinsam machen sie sich mit dem einzigen noch fahrenden Auto auf, der tödlichen Gefahr zu entkommen. Als sie von der außerirdischen Invasion in die Enge getrieben werden, scheint ein kämpferischer Rebell (Michael Madsen, „Sin City“) ihnen in seinem Keller sicheren Unterschlupf bieten zu können.
Welcher Film wird hier parodiert? (Auflösung zu allen Fotos im Fazit)
Den Schlüssel zur Rettung der Welt scheint unterdessen die Pflegerin Cindy Campbell (Anna Faris, „Brokeback Mountain“), die sich im Haus einer alten Frau mit einem frechen, schwarzäugigen Geist herumschlagen muss, in den Händen zu halten. Zusammen mit ihrer Freundin Brenda Meeks (Regina Hall, „Honeymooners“) sucht sie nach dem Vorsteher eines kleinen Dorfes (Bill Pullman, „Dear Wendy“), der sein Städtchen mit Hilfe von schlecht kostümierten Monstern von der bösen Außenwelt abzuschirmen versucht... |
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| Kritik:
Es war so offensichtlich und die Wayans-Brüder hatten das Glück, es als erste zu erkennen: Mit seinen unzähligen Regeln („Ich bin gleich wieder da“ = Tod, Sex = Tod, Drogen = Tod, Treppe hinauflaufen = Tod) und jeder Menge Kultszenen, drängte es sich geradezu auf, das Teenie-Slasher-Genre endlich angemessen durch den Kakao zu ziehen. Und so entwickelte sich der superlustige 2000er-Hit „Scary Movie“ auch schnell zu einem Muss für jeden unterhaltsamen Videoabend. Nur ein Jahr später folgte mit „Scary Movie 2“ die Schnellschuss-Fortsetzung, die sich um Spukhaus-Thriller jeglicher Art drehte. Da diese aber schon seit Dekaden out sind und auch nicht allzu viele typische Merkmale besitzen, fielen den Wayans auch nicht genug Parodien ein, so dass sie oftmals auf unkomischen Brachialhumor umdisponieren mussten.
Schon einer der anspruchsvolleren Gags: Der klassische Schlag in die Eier.
Beim dritten Teil wechselte nicht nur der Regisseur, „Nackte Kanone“-Erfinder David Zucker übernahm das Ruder, sondern auch der Stil: Statt sich auf ein bestimmtes Horror-Subgenre festzulegen, wurden alle viel diskutierten Filme des letzten Jahres („Signs“, „8 Mile“, „The Ring“) und die Auswüchse der Pop-Kultur im Allgemeinen parodiert. Und die Änderungen zeigten durchaus ihre Wirkung, „Scary Movie 3“ konnte zwar nicht ganz mit dem Original mithalten, war aber um Längen besser als der unterirdische Nachfolger. Das gleiche Konzept soll nun auch den vierten Aufguss über die 83 Minuten retten, aber auch wenn mit Ang Lees „Brokeback Mountain“, Steven Spielbergs „Krieg der Welten“ und Tom Cruises superpeinlichen Auftritt bei Oprah Winfrey einige der berühmtesten Szenen des letzten Jahres als Grundlage für die meist unterhalb der Gürtellinie angesiedelten Gags herhalten mussten, ist das Ganze einfach nicht sonderlich lustig.
Hier fliegen nicht nur die Fäuste – sondern auch die Ohrläppchen.
„Scary Movie 4“ macht den großen Fehler, selbst eine Geschichte erzählen zu wollen – eine zusammenhanglose Folge von Parodien wäre wohl um einiges effektiver gewesen. Bei dem Versuch, die Handlungsstränge von „Krieg der Welten“, „Der Fluch - The Grudge“ und „The Village - Das Dorf“ irgendwie zusammenzuschweißen, fallen so viele gaglose Füllszenen an, dass das Tempo unglaublich darunter leidet. Das Erfolgsrezept des dritten Teils war, dass er sich seiner niedrigen Trefferquote zwar bewusst war, aber einfach die Gagdichte so sehr erhöhte, dass trotzdem noch genug zündeten. Im vierten Teil funktionieren prozentual ähnlich wenige Witze, es gibt aber einfach insgesamt viel weniger.
Wirksame Geisterbekämpfung sieht anders aus, aber lustig ist es trotzdem.
Auch innerhalb der einzelnen Episoden hat „Scary Movie 4“ große dramaturgische Probleme. Meistens beginnt Zucker sie mit ins Absurde überhöhten Szenen – die aber noch dicht an der Originalvorlage liegen. In diesen Momenten ist der Film mal mehr, mal weniger gelungen, aber fast immer unterhaltsam. Dann aber, wenn den Drehbuchautoren zum parodierten Film direkt nichts mehr eingefallen ist, wechseln sie einfach zu ihrer eigenen Mischung aus dämlichen Brachial- und nervigen Fäkalhumor. So beginnt die Parodie auf Präsident Bush (Leslie Nielsen, „Sehr verdächtig“) mit einer urkomischen Szene, in der der US-Präsident sich weigert, auf den Angriff der Aliens zu reagieren, weil er lieber das Ende eines Enten-Märchens hören möchte (eine Anspielung auf Bushs Kindergartenbesuch während der Angriffe aufs World Trade Center). Dann aber hantiert er auf einmal vor der UN-Vollversammlung mit einer Maschine herum, die die Klamotten der Politiker verschwinden lässt – eher peinlich als lustig. |
| | Fazit: Zu wenige Parodien, zuviel nicht funktionierende Comedy – so ist „Scary Movie 4“ nur selten lustiger als ein Comedy-Abend auf Sat 1. (nicht allzu schwierige Lösung: „Saw“, „The Village“, „Million Dollar Baby“, „The Grudge“) |
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