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Saw 3

 

Saw 3, 2006

 
Poster zu 'Saw 3' kaufen
deutscher Start:2007
Herstellungsland:USA
Regie:Darren Lynn Bousman ("Saw II")
Drehbuch: James Wan, Leigh Whannell
Darsteller:Tobin Bell, Bahar Soomekh, Shawnee Smith u.a.
Verleih:

Kinowelt
Genre:

Horror/Krimi/Thriller
Länge:108 Minuten
FSK: ab 18 Jahren
Website:

Link nicht vorhanden

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Inhalt:


Die junge Ärztin Lynn Denlon (Bahar Soomekh) hat es zurzeit nicht leicht. Ihre Ehe scheint kurz vor dem Aus zu stehen und ihr Job in einem Krankenhaus ist selbstverständlich sehr nervenaufreibend und stressig. Die ganze Sache wird nicht besser, als sie nach einer anstrengenden Spätschicht hinterrücks überfallen und verschleppt wird. Als sie erwacht, findet sie sich in einer heruntergekommenen, abgelegenen Lagerhalle wieder, wo sie vom im Sterben liegenden Jigsaw (Tobin Bell) und seiner Komplizin Amanda (Shawnee Smith) willkommen geheißen wird.

Bild 1 zu Saw 3
Das erste Jigsaw-Spiel von „Saw 3“ hat es in sich.

Auch für Lynn haben sich die beiden sadistischen Bösewichte mal wieder ein mörderisches Spiel einfallen lassen, in dem es allerdings mal nicht nur um das Leben der Ärztin geht. Jigsaw hält noch eine „Spielfigur“ gefangen. Diese nennt sich Jeff (Angus Macfayden) und wird ebenfalls einem außergewöhnlichen Jigsaw-Spiel unterzogen. Er hält das Leben von mehreren Menschen in seinen Händen und kann diese sterben lassen ohne mit Konsequenzen zu rechnen. Lynn erhält nun die Aufgabe Jigsaw solange am Leben zu halten, bis Jeff sein Spiel beendet hat. Diese Aufgabe stellt sich als schwieriges Unterfangen heraus, nicht nur weil die nervöse und aufgebrachte Amanda der Ärztin ständig im Nacken sitzt. Doch Jigsaw wäre nicht Jigsaw, wenn sein Plan nicht weitaus größer und diabolischer wäre, wie es zunächst scheint.

Kritik:


Wirft man einen Blick auf eines der Filmplakate zu „Saw III“, scheint es als könne der Film kein Wässerchen trüben. Eine Krankenschwester räkelt sich lasziv, mit überschlagenen Beinen, auf einem kleinen Höckerchen. Eine Miene ziert ihr unschuldiges Gesicht, die eher einen gelassenen und zufriedenen als einen verängstigten Gemütszustand widerspiegelt. Weiße Strapse und ein knappes Krankenschwesternoutfit verhüllen ihre ordentlich gesäten, weiblichen Reize. Es scheint fast wie eine Einladung von Regisseur Darren Lynn Bousman zu einem luftig-lockeren Erste Hilfe-Kurs mit der bereits vorgestellten sexy Nurse. Wie nett! Doch kaum ist die Einladung dankend angenommen und der Ort des Geschehens erreicht, offenbart sich den bisher noch gut gelaunten Gästen ein morbides Szenario der übelsten Sorte. Das hübsche Gesicht der freundlichen Krankenschwester verzerrt sich zu einer schmerzgequälten Fratze, der man schreckliche Torturen deutlich ansieht. Überall stehen blutverschmierte Foltergerätschaften im Raum herum. Der dreckige Boden wird von Leichen und abgetrennten Gliedmaßen und Köpfen verhüllt, die das ohnehin schon alptraumhafte Ambiente nicht gerade gemütlicher machen. Diagnose: Jigsaw. The king of pain is back!

Bild 2 zu Saw 3
Obwohl sie sich hassen, müssen sie zusammen halten: Lynn und Amanda.

Lasst uns einen kleinen Rückblick wagen: Zu Beginn des Jahres 2004 enterte ein kleines, schmutziges Independentwerk die deutschen Kinos. „Saw“ hieß der Film, der von Regisseur James Wan und seinem Kumpel Leigh Whannel mit geringsten Mitteln geschaffen wurde. „Saw“ wurde nicht nur durch seine sehr gelungene Inszenierung, sondern vor allem durch seine innovativen Ideen zu einem Smashhit. Der Film verstand es blutrünstigen Sadismus mit einer zwar nicht besonders tiefsinnigen, aber äußerst cleveren und extrem spannenden Geschichte zu kombinieren und steht seitdem auch Pate für die härtere Gangart des Horrorgenre (, die eigentlich nur eine Rückbesinnung auf die 70er ist). Nur ein Jahr später wurde „Saw 2“ unter der Führung von Bousman, der nun auch für Teil 3 verantwortlich ist, fertig gestellt. Obwohl Teil 2 um einiges schwächer daher kam, da die unsympathischen Charaktere nur noch als Schlachtvieh zu gebrauchen waren, wurde der Erfolg des 1.Teils noch übertroffen. Nun geht es in die dritte Runde und Bousman nutzt mit dem Drehbuch von Leigh Whannel die Möglichkeit, um die Fehler des Vorgängers auszumerzen. Teil 3 ist zweifellos sehr gelungen; besser als „Saw 2“. Doch das hohe Niveau des Erstlings wird dennoch nicht erreicht. Zwar liefert Bousman eine makellose Inszenierung, mit heftigen Goreeffekten und höchstüberraschenden Wendungen ab, doch auch die Spielchen eines Jigsaw beginnen irgendwann zu rosten.

Bild 3 zu Saw 3
Tod durch Erfrieren: Wird Jeff die junge Frau retten?

Bousman beschränkt seinen Film diesmal auf wenige Charaktere und Drehorte, was ihm die Möglichkeit gibt die Charakterzeichnung besser zu gestalten als im Vorgänger. Die Hauptprotagonisten werden gerade gut genug vorgestellt und mit Sympathien beladen, dass der Zuschauer Mitleid mit ihnen haben kann. Des Weiteren zeigt „Saw 3“ neue, interessante Aspekte auf. So weiß vor allem der Handlungsstrang um Dr. Denlon zu fesseln. Hier müssen „Gut“ und „Böse“, in Form von Lynn und Amanda an einem Stang ziehen, um Jigsaw zu retten. Natürlich behandelt man einen Gehirntumor nicht mit Bohrmaschine und Kreissäge, doch „Saw“ war schon immer dem Effekt vor Logik und allem anderen dienlich. Wem das nicht passt sollte auch um den dritten Teil einen weiten Bogen machen. Im Laufe des Films kristallisiert sich Shawnee Smith als Amanda, als die interessanteste Figur des Streifens heraus. Zwar darf sie nicht den altklugen und berechnenden Charme eines Tobin Bell versprühen, doch gerät sie in einen Zwiespalt und beginnt an sich und Jigsaw zu zweifeln, was in häufigen Rückblenden wunderbar zur Schau gestellt wird, die nebenbei auch Handlungslücken der vorangegangen Filme schließt. Die Handlungsebene des Jeff wartet dagegen mit unvorstellbarer Brutalität auf und stellt die Frage, wie weit ein Mensch für Vergeltung gehen könnte. Er erhält die Möglichkeit den Tod seines Kindes zu rächen, muss hierfür aber auch über unschuldige Leichen gehen. Diese Szenen bescheren nicht eine Gänsehaut aus Mitleid zu den Opfern, da diese viel zu unbekannt und teils negativ belastet sind, sondern treffen heftig durch einen ungeahnten Härtegrad, der im Vergleich zu den letzten beiden Teilen noch deutlich gesteigert wurde.

Bild 4 zu Saw 3
Gilt schon jetzt als Kultbösewicht: Tobin Bell als Jigsaw.

Doch bereits in den ersten Szenen werden die Bedürfnisse der sadistischen Voyeure im Publikum befriedigt, wenn gleich 3 heftige Folterleckerbissen in den ersten 15 Minuten aus dem Hut gezogen werden. So wird gleich zu Beginn geklärt welch unschöne Dinge Eric Matthews durchmachen musste, nachdem er von Amanda in den Kellerraum eingeschlossen wurde. Außerdem wird dem Zuseher erneut eine kultverdächtige Tötung einer unbekannten Person geliefert und Dina Meyer als Polizistin Kerry, die in allen Teilen vertreten ist, muss lernen, was man mit einem Gefäß voller Säure alles anstellen kann. Schon hier trennt sich die Spreu vom Weizen und zartbesaitete Zuschauer werden bereits den Kinosaal verlassen. Die Inszenierung hat sich nicht groß verändert. Alptraumhafte, wilde Schnittfolgen paaren sich mit düsterer Optik und intensiven Goreeffekten. „Nine Inch Nails“- Mastermind Charlie Clouser steuert erneut den wirkungsvollen Score bei. Solide schauspielerische Leistungen fügen sich nahtlos in das Gesamtbild ein. Die Krönung ist abermals der grandiose Schlusstwist, der diesmal sogar in doppelter Ausführung zelebriert wird. Gleich zweimal wird die gesamte Geschichte des Films komplett umgekrempelt und aus einem anderen Licht dargestellt. Wahrscheinlich hat „Saw 3“ das beste Finale der „Saw“-Reihe auf Lager.

Bild 5 zu Saw 3
Kerry (Dina Meyer) ist dem Geheimnis um Jigsaw gefährlich nahe.

Das US-Einspielergebnis von $ 31 Mio., allein in der ersten Woche, spricht für sich. „Saw 3“ wird sich erneut als riesiger Kassenschlager herausstellen. Rein qualitativ landet er dennoch hinter Teil 1. Zwar ist die Inszenierung wieder sehr überzeugend und spannend ausgefallen, doch die Abnutzung lässt sich nicht verbergen. Teil 1 war deshalb so großartig, weil es etwas ganz Neues war. Mit dem nun mehr dritten Teil wirkt manches uninnovativ wiedergekäut, selbst wenn sich vieles durch die erneut clevere Geschichte, nervenzerreißende Spannungsmomente und den noch heftigeren Brutalitäten kompensieren lässt. Fest steht, dass Teil 3 der wohl perfekte Abschluss einer sehr guten Horrortrilogie gewesen, wenn nicht (wie könnte es anders sein) Teil 4 schon für Halloween 2007 geplant wäre. Klarer Fall von kommerzieller Ausschlachtung.

Fazit:


Teil 3 der „Saw“-Reihe ist wieder extrem spannend, sehr gut durchdacht, noch brutaler als die Vorgänger und schick inszeniert. Dennoch schafft er es nicht James Wans Teil 1 zu überbieten, weil die sadistischen Spiele von Jigsaw mit der Zeit einen Teil ihres Reizes einbüßen müssen.
 

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Userbewertung:

Autor:

Kevin

Eingetragen am:

08.11.2006

Aufgerufen:

163600 Mal

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Weitere Kritik:

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