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Running Scared - Renn oder stirb

 

Running Scared, 2006

 
Poster zu 'Running Scared - Renn oder stirb' kaufen
deutscher Start:2006
Herstellungsland:USA
Regie:Wayne Kramer ("The Cooler")
Drehbuch: Wayne Kramer
Darsteller:Paul Walker, Cameron Bright, Vera Farmiga u.a.
Verleih:

ems
Genre:

Action/Drama/Krimi/Thriller
Länge:122 Minuten
FSK: ab 16 Jahren
Website:

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Inhalt:


Manche Menschen beklagen sich ja ständig darüber welch schwieriges Leben und vor allem welch nervenaufreibenden und anstrengenden Job sie doch haben. Jene sollten nun erst mal ganz ruhig sein und lieber einen Blick auf „Running Scared“ werfen, denn hier bekommen sie einen armen Kerl irgendwo in der amerikanischen Unterwelt zu sehen, der mit seiner Arbeit jegliche Vorstellung von Stress sprengt. Wenn dieser Job dann auch noch hinter dem Rücken von Gattin und Sohnemann geschehen soll, steigt der Faktor der Anspannung in ungeahnte Höhen.

Bild 1 zu Running Scared - Renn oder stirb
Die Schießerei fordert einige Opfer.

Der arme Kerl trägt den Namen Joey Gesell (Paul Walker), ein anständiger Typ aus der Unterschicht, der sich und Familie über die Runden bringt in dem er schmutzige Geschäfte im Drogenmilieu tätigt. Während einer Übergabe kommt es dann zu einem folgenschweren Zwischenfall: Maskierte Männer tauchen auf und eine brutale Schießerei wird eröffnet, die nicht alle Beteiligten überleben sollen. Dumm für Joey und Kumpanen, dass sich die nun toten Maskierten als Polizisten herausstellen. Folglich muss die Tatwaffe verschwinden, da diese besonders auffällig, weil mit allerhand Schnickschnack verziert, ist. Joey nimmt diese schwere Bürde auf sich und stopft das ungeliebte Objekt in ein vermeintlich sicheres Versteck im heimischen Keller. Doch damit nimmt das Unglück erst seinen Lauf.

Bild 2 zu Running Scared - Renn oder stirb
Da haben wir den Übeltäter: Joey mit der Unglückswaffe.

Denn Joey ahnt zunächst nicht, dass er bei dieser schändlichen Tat von Söhnchen Nicki (Alex Neuberger) und dem russischen Nachbarsjungen Olec (Cameron Bright) beobachtet wurde. Nachdem im Nachbarhaus nicht nur die Fetzen sondern auch die Kugeln geflogen sind, lässt sich Anzor (Karel Roden), der ebenso verrückte wie gewalttätige Vater Olecs mit einer Schussverletzung am Boden vor finden. Der Junge ist zusammen mit der bitterbösen Kanone verschwunden. Joey fürchtet um sein Leben, denn nun haben sowohl das Gesetz, das die Waffe mit den toten Polizisten in Verbindung bringen könnte, als auch seine Gangsterfreunde, aufgrund des fehlgeschlagenen Auftrags, einen guten Grund ihm das Lebenslicht auszublasen. Also schnappt der Kleinkriminelle seinen Sohn und startet eine irrwitzige Fahrt durch die nächtliche Unterwelt, um Olec ausfindig zu machen.

Kritik:


Liebe Logiker, im Folgenden werdet ihr eine analytische Ansicht zum Actionfilm „Running Scared“ verinnerlichen können. Diejenigen unter euch, die den Film bereits gesehen und ihn wahrscheinlich ohne wenn und aber in der Luft zerrissen haben, weil jener grob fahrlässig gegen den eigenen Realitätssinn verstoßen hat, sollen hiermit eines Besseren belehrt werden. Wem das nicht passt und stattdessen in seiner engstirnigen Eindimensionalität verhaaren will, soll bitte aufhören diese Rezension zu lesen. Und zwar genau JETZT. Noch da? Umso besser! Jetzt kurz zum Verständnis für all die, die sich entweder auf mein Angebot einlassen wollen, den Streifen noch nicht gesehen haben oder eben nicht zur Logikfraktion gehören. Die „kurze“ Inhaltsangabe da oben umfasst noch lange nicht das Spektrum an Handlung, das das neue Werk von Wayne Kramer aufweißt. Viel mehr ist das lediglich der Beginn einer skurrilen Odyssey, zu der sich allerhand bizarre Persönlichkeiten gesellen, von denen, nur so nebenbei, 80% dringend ein paar Sitzungen auf dem gemütlichen Sofa des Psychiaters ihrer Wahl nötig hätten. Zu diesen Charakteren zählen unter anderen die russische Mafia, ein paar korrupte Polizisten, Joeys Spießgesellen, eine Nutte und ihr Zuhälter und ein scheinheiliges Pärchen (das für meine Lieblingsszenen in „Running Scared“ verantwortlich ist- aber auch das nur am Rande) um nur einige zu nennen.

Bild 3 zu Running Scared - Renn oder stirb
Theresa ist panisch vor Sorge.

Diese Personen bringen dann auch noch LKW-Ladungen voll grotesken Wendungen mit sich, nach denen sich der Zuschauer ernsthaft fragt wo noch mal oben und unten waren und genau hier setzt mein Denkansatz für die Logikfraktion ein. Natürlich bietet „Running Scared“ Szenarien, die gegen jeglichen gesunden Menschenverstand verstoßen. Natürlich ist eine derartig verworrene Abfolge an seltsamen Ereignissen in der Realität nicht zu bewerkstelligen, selbst wenn der liebe Gott höchst persönliche seine Finger mit im Spiel hat. Es ist nur so, dass der Film niemals die Realität spiegeln wollte. Viel mehr karikiert er auf erstklassige Weise die Eigenarten der städtischen Unterwelt bzw. der unteren Schicht, was allein dadurch deutlich wird, dass die Stadt des Geschehens bis zum Schluss namenlos bleibt. „Running Scared“ lädt sein Publikum in eine bizarre Abart der Realität ein, in der nichts ist wie es scheint und lieb und nett nicht existieren. Hier gibt es aller höchstens abgrundtief böse und nicht ganz so böse, wobei die, die zunächst nicht ganz so böse wirken, die abgrundtief Bösen sind und umgekehrt. Somit ist es nicht störend sondern schlechtesten Falls ungewöhnlich oder verwirrend diese irrsinnige Aneinanderreihung an verrückten Situationen mitzuerleben.

Bild 4 zu Running Scared - Renn oder stirb
Was haben die Bengel nun schon wieder vor?

Noch dazu legt Kramers Werk ein Tempo an den Tag, das seinen Actionkollegen „Speed“ wie eine Horde Nacktschnecken im Wachkoma aussehen lässt. Jene Geschwindigkeit erweißt sich als Fluch und Segen zugleich. Zum einen führt sie dazu, dass der Zuschauer ununterbrochen bei der Stange gehalten wird, so gut wie nie die Möglichkeit zum Durchatmen erhält und der Spannungspegel sich konsequent auf hohem Niveau einpendelt. Zum anderen ist es von Zeit zu Zeit schwierig der ständig umschwingenden Handlung Folge zu leisten. Einmal geblinzelt, schon hat man den roten Faden verloren. Schauspielerisch bewegt sich „Running Scared“ auf einem soliden Level. Paul Walker tut die Rolle des Joey sichtlich gut, denn nun kann er, nach eindimensionalen Rollen wie die Pseudo-Coolness von „The Fast and the Furious“ oder der „Baywatch“-artigen Fleischschau in „Into The Blue“, mit feinen Nuancen, irgendwo zwischen krimineller Härte und panischer Verzweiflung, glänzen. Erwähnenswert ist auch Cameron Bright als Olec, der seine Rolle bierernst und sehr überzeugend darbietet. Der Rest des Casts bleibt, bis auf Vera Farmiga als Joeys charakterstarke und mutige Frau Theresa, relativ blass, weil den Darstellern, aufgrund des wahnsinnigen Tempos, selten die Chance gegeben wird, ihr schauspielerisches Können zu entfalten. Stattdessen wird dann einfach mal zu kleinen Effekthascherein in der Kulisse gegriffen, um einzelne Personen zu charakterisieren. Leider sind diese manchmal so penetrant (wie z.B. im Badezimmer des Pärchens), dass sie etwas plump wirken.

Bild 5 zu Running Scared - Renn oder stirb
Theresa vertraut Joey, obwohl sein Job ihr ein Rätsel ist.

Hervorragend ist allerdings wieder die optische Umsetzung. Was Cramer und Crew da mit der Kamera und im Cutting-room angestellt haben, ist schlichtweg sensationell. Selten so spektakuläre Kamerafahrten und Schwenks paaren sich mit einer extrem wilden Schnitttechnik, die die Hektik der Lage umgehend auf das nichts ahnende Publikum vor dem Bildschirm überträgt. Komplettiert wird das ganze vom gekonnten Einsatz mit CGI- und Gore-Effekten und „Running Scared“ mutiert zu einem einzigartigen Augenschmaus, dem sich keiner entziehen kann. Wenn Unklarheiten in der Story auftreten, werden blitzartige Rückblenden eingeschoben, die die Lücke füllen, was ebenso ein optisches Highlight, wie der brutale Schein-Showdown auf dem Eishockeyfeld, ist. Letztendlich müssen nun auch die zweifelnden Logiker überzeugt sein, denen ich dringend ans Herz lege, sich den Film noch einmal anzusehen. Das rate ich grundsätzlich allen Lesern, denn „Running Scared“ ist sicherlich einer der Action-Höhepunkte für 2006 und weiß immer wieder zu überraschen. Selbst im Abspann kann der Film punkten. Hier karikiert sich die Karikatur selbst, indem die gesamte Geschichte in abstrusen Bildern erneut geschildert wird.

Fazit:


Rasante Action, irrwitzige Wendungen, skurrile Charaktere, geniale Optik und dann auch noch ein gewisser Tiefgang- was will man denn mehr?
 

Bewertung[?]::

Userbewertung:

Autor:

Kevin

Eingetragen am:

05.08.2006

Aufgerufen:

12497 Mal

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