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Robert Altman´s Last Radio Show

 

A Prairie Home Companion, 2006

 
Poster zu 'Robert Altman´s Last Radio Show' kaufen
deutscher Start:2007
Herstellungsland:USA
Regie:Robert Altman ("Gosford Park")
Drehbuch: Garrison Keillor, Ken LaZebnik
Darsteller:Garisson Keillor, Meryl Streep, Lily Tomlin u.a.
Verleih:

Kool Filmdistribution
Genre:

Drama/Komödie/Musik
Länge:105 Minuten
FSK: ab 0 Jahren
Website:

Link nicht vorhanden

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Inhalt:


Wir schreiben irgendeinen Abend in den 70ern: Die Radioshow „A Prairie Home Companion“ ist die Beliebteste in ganz Amerika. Das liegt zum einen an den Live-Qualitäten, da sie vor einem großen Publikum direkt aus dem Fitzgerald Theatre in St. Paul, Minnesota gesendet wird, zum anderen an den talentierten Interpreten wie den beiden Schwestern Yolanda (Meryl Streep) und Rhonda (Lily Tomlin), den Cowboys Dusty (Woody Harrelson) und Lefty (John C. Reilly) und anderen leidenschaftlichen Sängern sowie den witzigen Anekdoten und erfundenen Werbeslogans von Moderator GK (Garrison Keillor).

Bild 1 zu Robert Altman´s Last Radio Show
Garrison Keillor moderiert auch die echte Radioshow.

An diesem besagten Abend wartet ein handfester Schock auf alle Beteiligten dieses populären Radioformats: Der Sender wird geschlossen. Die letzte Sendung läuft bereits. Während der Sicherheitsmann Guy Noir (Kevin Kline) Backstage einer mysteriösen Frau im weißen Mantel (Maya Rudolph) hinterher jagt, will das restliche Personal den finalen Auftritt noch einmal in vollen Zügen genießen und die letzte Sendung mit einem unterhaltsamen Paukenschlag beenden.

Kritik:


Robert Altman ist von uns gegangen. Der Regie-Altmeister starb am 20. November 2006 in Los Angeles an den Folgen einer Krebserkrankung im Alter von 81 Jahren. Sensationelle 55 Jahre war er im Filmgeschäft tätig, drehte noch sensationellere 86 Filme, produzierte 39 und schrieb 37 Drehbücher. Darunter lassen sich Topfilme wie „MASH“, „Nashville“, „Short cuts“ oder „Gosford Park“ und die Kultserie „Bonanza“ finden. Im letzten Jahr wurde er sogar mit einem Oscar für sein Lebenswerk bedacht. Als habe er es geahnt, sind Abschied und Tod zentrale Themen in seinem letzten Film „Last Radioshow“, was aber keineswegs bedeutet, dass sein Werk ein Trauerkloß ist. Ganz im Gegenteil. „Last Radioshow“ ist eine echte Gute Laune-Explosion und so luftig-locker wie kaum ein zweiter Film in den letzten Jahren.

Bild 2 zu Robert Altman´s Last Radio Show
Welch ein Ereignis: Meryl Streep und Lindsay Lohan im Duett.

Der Film basiert auf der Radiosendung „A Prairie Home Companion“, die seit 1947 gesendet wird und mittlerweile 35 Mio. Haushalte auf der gesamten Welt erreicht. Das einzigartige Konzept der Sendung ist simpel aber vielversprechend: Es wird ein Mix der besten Songs aus den Bereichen Country, Folk, Jazz, Blues und sogar Oper live vor Publikum vorgetragen. Verbunden sind die Gesangseinlagen von kurzen Geschichten über einen Detektiv namens Guy Noir (im Film auch eine reale Figur) oder die fiktive Stadt Lake Wobegon sowie kurzweilig ausgedachte Werbesongs und Slogans, die im Stile der 50er und 60er überspitzt präsentiert werden. Der Moderator dieser Sendung, Garrison Keillor, hat selbst das Drehbuch verfasst und spielt die Hauptrolle. Der Film ist halb-fiktiv, halb-dokumentarisch. Die Kamera folgt den Protagonisten vor und hinter der Bühne, wobei ein paar von ihnen wirklich existiert haben, andere wiederum nicht. Einige der Nebendarsteller haben sogar persönlich in der Radioshow mit gewirkt.

Bild 3 zu Robert Altman´s Last Radio Show
Dusty, Lefty und Guy Noir tratschen im Backstage-Bereich.

Eine Handlung im herkömmlichen Sinne, mit Spannungsbogen und allem drum und dran, gibt es in „Last Radioshow“ nicht. Einige kleine Handlungsstränge ergeben sich aus den Charakterzeichnungen und den Beziehungen zueinander, die allerdings eher nebensächlich sind. Der Film beschränkt sich auf die Sendung vor und hinter der Bühne, wie sie gestaltet wird und wie die Mitwirkenden über alte Zeiten tratschen und dem Ende mit Wehmut entgegen sehen. Für ein kommerzielles Publikum ist „Last Radioshow“ nicht zwingend geeignet. Wer sich aber auf den Zauber des Films einlassen kann wird definitiv belohnt. Die Figuren sind sympathisch und echt, wie aus dem Leben gegriffen. Die Dialoge sind wunderbar pointiert. Das riesige Staraufgebot kann sich sehen lassen und ist in bester Spiellaune.

Bild 4 zu Robert Altman´s Last Radio Show
Der Großmeister in Aktion: Robert Altman.

Größen wie Woody Harrelson, John C. Reilly, Meryl Streep, Lily Tomlin und Lindsay Lohan begeben sich vor das Mikro um Klassiker des amerikanischen Liedguts zu schmettern. Andere Stars wie Kevin Kline, Tommy Lee Jones und Virgina Madsen sorgen hinter den Kulissen für Furore. Der Geschmack des Abschieds wippt zwar in jeder Szene mit, trübt die ausgelassene Stimmung aber in keiner Weise. Diese Gelassenheit schlägt sich auch in Altmans Inszenierung wieder, der keinen Wert darauf legte seinen Film auf Hochglanz zu polieren. Die Kamera schwirrt um die Protagonisten herum und durch die ausgesprochen sorgfältig ausgearbeiteten Kulissen und stört sich nicht daran falls sie einmal in Spiegeln zu sehen ist, was dem Film seinen dokumentarischen Charakter beschert und noch authentischer wirken lässt. Die 100 Minuten Laufzeit sind wie im Flug vorbei und der Zuschauer wird glücklich und zufrieden aus dem Kino entlassen.

Bild 5 zu Robert Altman´s Last Radio Show
Ein gut-gelaunter Abgang: Meryl Streep und Lily Tomlin.

So huldigt Altman in seinem letzten Film dem lockeren Lifestyle der dargestellten Künstler und natürlich der zeitlosen Musik und feiert den erfundenen Abschied dieser legendären Radiosendung und gleichzeitig auch seinen eigenen. Sicherlich ist „Last Radioshow“ auch eine letzte Botschaft, die verbietet über seinen Tod zu trauern, sondern viel mehr anweist mit Freude auf die alten Zeiten und seine vielen großartigen Filme zurückzublicken. In Letztere kann sich nun auch sein finales Werk nahtlos einreihen. Vor Nostalgie, Charme, spritzigem Humor und Wärme nur so strotzend hat „Last Radioshow“ alles, was erstklassiges, anspruchsvolles Unterhaltungskino ausmacht und beschert dem Großmeister Robert Altman einen überaus würdigen Abgang, an den man sich gerne erinnern wird.

Fazit:


Robert Altman schwelgt in seinem letzten Film in herzerwärmender Nostalgie und beschert dem Kinopublikum ein ebenso anspruchsvolles wie leichtfüßiges Vergnügen, voller schmissiger Songs und Topstars in Bestform. Ein denkwürdiger Abschied für eine bescheidene Legende. Ruhe in Frieden, Robert. Wir werden dich vermissen.
 

Bewertung[?]::

Userbewertung:

Autor:

Kevin

Eingetragen am:

09.02.2007

Aufgerufen:

4354 Mal

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