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Reeker

 

Reeker, 2005

 
Poster zu 'Reeker' kaufen
deutscher Start:2006
Herstellungsland:USA
Regie:Dave Payne ("Alien Terminator")
Drehbuch: Dave Payne
Darsteller:Devon Gummersall, Tina Payne, Derek Richardson u.a.
Verleih:

Mc One
Genre:

Horror
Länge:87 Minuten
FSK: ab 16 Jahren
Website:

Link nicht vorhanden

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Inhalt:


Die Einleitung kennt der geneigte Horrorfan wohl schon in und auswendig: Eine Hand voll Twens kurvt durch die menschenleere Landschaft auf dem Weg zu irgendeiner Party. Im Fall von „Reeker“ sind es Gretchen (Tina Payne), Jack (Devon Gummersall), Nelson (Derek Richardson), Cookie (Arielle Kebbel) und Trip (Scott Whyte), die durch die Wüste karren und sich bereits auf einen Rave in der sagenumwobenen Area 51 freuen.

Bild 1 zu Reeker
Wer hätte das gedacht? Die Karre streikt.

Doch wie zu erwarten streikt in der Wildnis der fahrbare Untersatz und die Fünf finden Unterschlupf in einem verlassenen Motel. Als Erstes ist natürlich das Telefon tot. Zudem werden die Studenten von einer Reihe seltsamer Ereignisse, einem Dealer und einem alten Mann, auf der Suche nach seiner verschwundenen Herzensdame geplagt, bis der übernatürliche, allerhand Tötungswerkzeug schwingende „Reeker“ erscheint. Und mit dem ist nicht mehr zu spaßen.

Kritik:


In den 90ern wurde ein Genre geboren, dass uns noch bis zur Jahrtausendwende und darüber hinaus verfolgte. Inspiriert von Horrorklassikern wie „Halloween“ und erschaffen durch Kassenschlager wie Wes Cravens „Scream“ oder „Ich weiß was du letzten Sommer getan hast“ machte dort stets ein gruseliger Maskenmann jagt auf oftmals leicht bekleidete Teens. Dabei spielte des öfteren schwarzer Humor, Ironie und eine Veralberung der Horrorklischees eine leitende Rolle. Doch wie alles hatte auch das Teen-Horror-Genre ein Ende. Und was macht ein ambitionierter Filmemacher, wenn ein Genre ausgelutscht ist, man jenes aber nur ungern komplett fallen lassen möchte? Ganz klar, weiterentwickeln! So verwurstete man von nun an den „Mörder-schlitzt-Blondinen-auf“-Plot mit der Idee des Übernatürlichen. Dabei wurden bizarre Gestalten wie der Sensenmann höchstpersönlich oder andere fantasievolle Schreckensfiguren auf Zelluloid gebannt. Bestandteile wie Humor blieben außen vor. Stattdessen wollte man die Schreckschraube noch einmal gehörig anziehen. Eine erste Kostprobe bekam der Kinozuschauer mit „Jeepers Creepers“, der in der ersten Hälfte noch durch seine beklemmende Atmosphäre zu überzeugen wusste, jedoch in der zweiten Hälfte senkrecht nach unten durchstartete.

Bild 2 zu Reeker
Nelson und Cookie ahnen Schreckliches.

Im selben Fahrwasser bewegt sich nun Dave Payne´s „Reeker“, wobei dieser vom Niveau her eher der zweiten „Jeepers Creepers“-Hälfte ähnelt. Darin wird die „Hauptperson“, also der Reeker, stets von einer stinkenden Gaswolke begleitet, die den Duft des Todes symbolisieren soll, trägt eine Gasmaske und schlachtet mit unter anderem einer futuristisch gestalteten Bohrmaschine (Na ja, ist halt mal was anderes). Und das ist tatsächlich noch eine der originelleren Ideen mit der, der B-Movie aufwartet. Das vermeintliche Handlungskonstrukt ist so dünn und vorhersehbar, dass der Zuschauer den Film glatt mit einem anderen der tausend in den letzten Jahren gesehen B-Movie-Horrorstreifen verwechseln könnte. Wenn dann doch mal ein Versuch gemacht wird eine einigermaßen neuartige Wendung mit einzuflechten, ist die meist so hirnverbrannt und sinnlos, dass man nur noch den Kopf schütteln kann.

Bild 3 zu Reeker
Der Reeker setzt den Bohrer an. Autsch!!!

Mindestens ebenso blass wie die Handlung sind die Protagonisten. Für deren Entwicklung wagte man einen schmerzhaft tiefen Blick in die dunkelsten Ecken der rappelvollen Klischeekiste. Die ehrgeizige Heldin Gretchen zum Beispiel erinnert fader Weise an Sidney aus „Scream“ oder all die anderen Alphaweibchen, die uns in den letzten Jahren von der Leinwand entgegen schrieen. Quoten-Blondchen Cookie (allein der Name schon!!! Zitat Cookie: „Meine Eltern haben mich meinen Namen selbst aussuchen lassen als ich 3 war.“ Noch Fragen?) sammelt mindestens ebenso wenig Sympathien wie der großmäulige Vorzeigeprolet Trip. Von den Nebenrollen wie dem seltsamen Dealer wollen wir gar nicht erst sprechen. Der Zuschauer verspürt weder Angst um die Hauptpersonen noch irgendeine Art von Mitleid. Ganz im Gegenteil: Er wird nahezu zu Beifall gezwungen, wenn mal wieder eine der Figuren den Löffel auf brutale Weise abgibt. Lediglich die Figur des Jack setzt neue Akzente, da dieser blind ist und jener Zustand zwar verwendet, aber nicht voll ausgeschöpft wird.

Bild 4 zu Reeker
Ist dieses Opfer nicht eine Schönheit?

In Sachen Splatter setzt der Möchtegern-Schocker auf Altbewährtes, was dazu führt, dass die inzwischen abgehärtete Horrorgemeinde nicht überrascht und schon gar nicht schockiert ist. Auch ungeschulte Zuseher dürften für diese Effekte nicht mehr wie ein kurzes „Huch“ übrig haben, obwohl das ganze, rein technisch gar nicht übel aufbereitet wurde. Wie wir wissen, neigt der Trend und auch „Reeker“ in Sachen Gewalteffekten zur Realität, das heißt zu Make-up-effekten etc., statt zu aufwendigen Animationen. Aber auch einem blinden Huhn kann man mal ein Korn gönnen. In diesem Fall sind es zusammen mit den Effekten sogar drei. Zum einen dann noch die recht ansehnliche Grufti-Optik, die in Filmen in diesem Budgetrahmen eher selten ist. Zum anderen, und das ist der weitaus größere Punkt, die doch überraschend clevere Schlusspointe. Diese ist zwar schon ähnlich aus Filmen wie „Dead End“ bekannt, überzeugt aber dennoch, weil man so etwas wie Cleverness, im Angesicht des Niveaus das der Rest des Films an den Tag legt,nicht mal hat erahnen können. Somit rettet Regisseur und Drehbuchautor Dave Payne seinen „Reeker“ dann doch noch vor dem kompletten Super-Gau. Dennoch bleibt ein ekelhaft bitterer Nachgeschmack, in etwa wie das stinkende Reekergas, wenn der Zuschauer feststellt, dass er sich die ersten 80 Minuten hätte sparen können oder diese nur, unter großer Langeweile, gesehen hat um das Finale nach zu vollziehen.

Fazit:


„Reeker“ bietet Altbekanntes in einer eher schlechten Variation. Lediglich die recht unerwartete Auflösung des dürren Plots, unter dem in erster Linie die Figuren leiden, lässt ein wenig ungeahnte Kreativität durchblitzen. Dann lieber „Jeepers Creepers“ gucken und nach der Halbzeit abschalten.
 

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Userbewertung:

Autor:

Kevin

Eingetragen am:

09.05.2006

Aufgerufen:

14078 Mal

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