title=
Filmfans online
HOME
NEWS
KINO
FILM
CHARTS
SERVICE
COMMUNITY
Celluloid Dreams
KONTAKT
 /TD>


Kritik suchen erweiterte Suche

0-9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

Planet Terror

 

Planet Terror, 2007

 
Poster zu 'Planet Terror' kaufen
deutscher Start:2007
Herstellungsland:USA
Regie:Robert Rodriguez ("Spy Kids")
Drehbuch: Robert Rodriguez
Darsteller:Rose McGowan, Freddy Rodriguez, Marley Shelton u.a.
Verleih:

Senator
Genre:

Action/Horror/Sci-Fi
Länge:105 Minuten
FSK: ab 18 Jahren
Website:

Link nicht vorhanden

Günstig DVD, Video, Buch oder Soundtrack zu "Planet Terror"
DVD zu 'Planet Terror' kaufen
Musik zu 'Planet Terror' kaufen Musik zu 'Planet Terror' kaufen Buch zu 'Planet Terror' kaufen
 

Inhalt:


Ein Experiment schlägt auf fatale Weise fehl. Eine Auseinandersetzung führt zum Ausströmen eines gefährlichen Gasses, das einen Killer-Virus beinhaltet, der jeden der mit ihm in Kontakt kommt in einen blutrünstigen Zombie, einen sogenannten Sicko, verwandelt. Diese Sickos marschieren prompt in Richtung einer Kleinstadt, wo u.a. die Stripperin Cherry (Rose McGowan) und ihr Ex-Freund, der Martial-Arts-Künstler Wray (Freddy Rodriguez) hausen. Nach einem Angriff der Zombies kommt Wray unversehrt davon, während Cherry schwer am Bein verletzt wurde, das im Krankenhaus amputiert werden muss. Dort hat die Krankenschwester Dakota (Marley Shelton) mit einem ganz anderen Problem zu kämpfen. Nicht nur dass viele Patienten mit ekelhaften, eitrigen Wunden übersät sind, sie befürchtet auch von ihrem eifersüchtigen Ehemann William (Josh Brolin) ermordet zu werden.

Bild 1 zu Planet Terror
Lass es krachen, Cherry!

Ihre Rettung folgt auf unerwartete Weise, als eine Horde Sickos über das Krankenhaus und über die gesamte Stadt herfällt. Die örtliche Polizei tut ihr bestes um die Gefahr zu bannen, scheitert allerdings kläglich, da sich jeder Gebissene ebenfalls in einen Zombie verwandelt. Es beginnt ein gnadenloser Kampf ums Überleben, als sich eine kleine Gruppe Überlebender, u.a. Wray, Dakota und Cherry, deren Bein mittlerweile durch ein Maschinengewehr ersetzt wurde, zusammenfindet, die den Sickos Einhalt gebieten wollen.

Kritik:


Es ist ein Szenario das jeder von uns kennt. 2 Jungs, meist im vorpubertären Alter, sitzen im Kinderzimmer, das selbstverständlich unaufgeräumt ist und dessen Wände liebevoll mit den großen Idolen aus der Bravo verziert wurden, und tun nichts als auf dem Boden sitzen und genüsslich einen Lachkrampf ausleben. Ruhe kehrt ein, einer sagt was Unverständliches und schon geht das schallende Gelächter von vorne los. Die liebe Mutti kommt mit Milch und Keksen in die Kinderstube und versteht nicht im Geringsten, was denn so unglaublich lustig ist, denn die Kids sind in ihrer eigenen Welt, die nur sie selbst nachvollziehen und sich herzlich darüber beömmeln können. So oder so ähnlich muss man sich Robert Rodriguez, Quentin Tarantino und die Entstehungsgeschichte des Grindhouse-Double Features vorstellen. Rodriguez und Tarantino haben sich hierfür in ihre eigene 70s-Exploitation-Welt zurückgezogen, die nur sie wirklich komplett durchschauen und die Außenstehende als etwas seltsam, aber dennoch äußert unterhaltsam empfinden. Dieser ungezwungene, träumerische Charme kommt nun auch Rodriguez´s Sektion „Planet Terror“ ungemein zu Gute, eine brachiale Unterhaltungs-Explosion, die einfach unglaublichen Spaß bereitet.

Bild 2 zu Planet Terror
Frauenpower im Doppelpack: Rose McGowan und Marley Shelton.

Sie ahnen es schon, meine Damen und Herren, „Planet Terror“ ist einfach sagenhaft! Zwar erfindet Robert Rodriguez, im Gegensatz zu seinem Kumpel Tarantino, das Genre nicht neu, sondern präsentiert einen altmodischen Zombie-Splatter, eine durchgestylte Variante von George A. Romeros „Zombie - Dawn of the Dead“, aber wo zur Zeit die gesamte Horror-Welt geradezu krampfhaft versucht, zu den alten Stärken der knallharten und kompromisslosen 70er zurück zu finden und dabei meist an eigenen Ambitionen, Ideen- und Mutlosigkeit scheitert, scheint dies Rodriguez so mühelos und locker aus der Hüfte zu gelingen, dass es eine wahre Freude ist. „Planet Terror“ rotzt und flutscht, hat ein Tempo drauf, wie kein Zweiter in diesem Jahr und reiht kongenial dunkelschwarzen, zu tiefst zynischen Humor an wirklich gelungene Spannungsmomente, ohne dass auch nur eine winzige Länge in Erscheinung tritt. Rodriguez zieht hier gnadenlos durch, ohne dem Publikum Verschnaufpausen zu gönnen, nimmt sich dabei nie so recht ernst, schafft es aber dennoch zu keiner Zeit in plumpe Parodie abzurutschen, sondern haucht seinen schrägen Figuren, trotz einer unglaublich straff gehaltenen Dramaturgie und Action-Dichte, einige Sympathiewerte ein, die zum Mitfiebern anregen.

Bild 3 zu Planet Terror
Das könnte ins Auge gehen.

Ein großer Teil des Unterhaltungswertes machen dann auch die zahlreichen, skurrilen Ideen von „Planet Terror“ aus, die Rodriguez in so ziemlich jeder einzelnen Szene untergebracht hat. Highlight ist hier ohne jeden Zweifel die provisorische Bein-Protese von Cherry, die sowohl als Maschinengewehr als auch als Granatwerfer zu gebrauchen ist. Wenn diese Waffe zum Einsatz kommt ist eine spektakuläre Action-Sequenz garantiert, aber auch sonst spart Rodriguez wahrlich nicht mit grotesk-spaßigen Over-the-top-Splattereien, mit reichlich umher fliegenden Körperteilen, zerplatzenden Schädeln und pulsierenden, Pestbeulen-artigen Vorunkeln, die die ekligen Zombies übersähen, auch gerne auf Fäkal-Ebene, wenn Geschlechtsteile platzen oder einfach wegschmelzen. Desweiteren wartet Rodriguez natürlich mit einem Arsenal an gewitzten Filmzitaten und genialen technischen Einfällen (einmal brennt sogar das Zelluloid durch) auf und lässt, neben seinen grandiosen Hauptdarstellern, Bruce Willis, Quentin Tarantino, Michael Biehn, Michael Parks, Josh Brolin und „Black Eyed Peas“-Fergie in grimmigen Nebenrollen glänzen.

Bild 4 zu Planet Terror
Ein Sicko im Endstadium. Lecker!
Dass hier auf technischer Seite alles im Lot ist, muss eigentlich gar nicht erwähnt werden. Das einzige was hier Up-to-Date gehalten wurde, sind die spektakulären Gore-Szenen und Special-Effects. Das ist auch gut so, denn sonst wären all die gewaltigen Actionszenen gar nicht möglich gewesen. Ansonsten wird hier mit kriseligen Bildern, Breitwand-Format und einem nostalgischen Synthesizer-Score getrumpft und die obligatorische Grindhouse-Atmosphäre heraufbeschworen. Die Hauptdarsteller füllen ihre Rollen optimal aus, wobei besonders lobenswert zu erwähnen ist, dass Rodriguez ihnen auch tatsächlich die Möglichkeit gibt, groß aufzuspielen und ihnen coole, comichafte Rollen auf den Leib geschneidert hat. Wie auch in „Death Proof“ wird besonders den Damen ein dominanter Part eingeräumt. Während Rose McGowan als heiße Stripperin Cherry gefällt, überzeugt Marley Shelton als sexy Krankenschwester Dakota, die an ihren Strapshaltern stets einige fiese Spritzen parat hält.

Bild 5 zu Planet Terror
Tarantino mal wieder in einer kleinen aber feinen Nebenrolle.

Robert Rodriguez stand schon immer, vielleicht zu Unrecht, im Schatten seines Freundes Quentin Tarantino. Es ist fraglich ob „Planet Terror“ das ändern wird, denn obwohl Rodriguez´s Film einen Tick besser ist als „Death Proof“, bleibt es doch nur eine großartige Kopie berühmter Vorbilder - da kann der Einfallsreichtum im Detail noch so groß sein - während Tarantinos Segment deutlich eigenständiger ist und damit mehr Innovation vorzuweisen hat. Dennoch beweist Rodriguez mit „Planet Terror“ zum wiederholten mal, dass er es einfach drauf hat, denn sein Film ist vielleicht sogar der insgesamt unterhaltsamste, weil rasanteste Film des Jahres neben Edgar Wrights „Hot Fuzz“. Solche Entertainment-Explosionen wie „Planet Terror“ gelingt wahrlich nur den wenigsten Regisseuren.

Fazit:


Trotz mangelnder Eigenständigkeit lässt Robert Rodriguez hier ein Feuerwerk an trashigen Ideen in einem aberwitzigen Tempo auf das Publikum los, dass 90 Minuten pausenlos allerbeste Unterhaltung geboten wird.
 

Bewertung[?]::

Userbewertung:

Autor:

Kevin

Eingetragen am:

02.09.2007

Aufgerufen:

56017 Mal

Diskutiere über "Planet Terror" im Forum

Weitere Kritik:

keine vorhanden


Eine Vervielfältigung oder Verwendung unserer Kritiken in anderen elektronischen oder gedruckten Publikationen ist ohne unsere ausdrückliche Zustimmung nicht gestattet. Jegliche Zuwiderhandlung bringen wir ohne Wenn und Aber zur Anzeige!




SEITENSUCHE

Web auf CD (lokal)
Anzeigen:
UMFRAGE

Welcher Film aus Mai 2009 gefiel dir am besten?

Simons Geheimnis
17 Again
Der Womanizer
Last House on the Left
Der Junge im gestreiften Pyjama
Zwölf Runden
Nachts im Museum 2
Illuminati
A Boy
Public Enemy No. 1 - Todestrieb
WIR sind Papst!
Ichi - Die blinde Schwertkämpferin
Star Trek
My bloody Valentine 3D
anderer Film

Ergebnis
Archiv
Umfrage vorschlagen
NEWSLETTER
Immer auf den neuesten Stand mit CD...

E-Mailadresse:
eintragen
austragen

VOTE FOR US
MovieNation.de - One Passion, One Nation! - Topliste

zum Seitenanfang
| • Hinweise zum Datenschutz | • Nutzungsbedingungen | • © 2003-2009 Celluloid-Dreams.de |
Sitemap 1 2 3 4
Blu-ray Filme Filmering.at Cineclub.de Bollywoodsbest.de Bolly-wood.de Filmfacts.de Movie-Infos.de Regiecut.de DVD Beilagen DVDimHeft.de