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Pan´s Labyrinth

 

El Laberinto del Fauno, 2006

 
Poster zu 'Pan´s Labyrinth' kaufen
deutscher Start:2007
Herstellungsland:Mexiko/Spanien/USA
Regie:Guillermo del Toro ("Hellboy")
Drehbuch: Guillermo del Toro
Darsteller:Ivana Baquero, Sergi López, Maribel Verdú u.a.
Verleih:

Warner Bros.
Genre:

Drama/Fantasie/Horror/Thriller
Länge:119 Minuten
FSK: ab 16 Jahren
Website:

Link nicht vorhanden

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Inhalt:


Spanien, 1944: Der 2. Weltkrieg tobt. General Franco konnte sich durchsetzen. Kapitän Vidal (Sergi López) erhält nun die Aufgabe in einer ländlichen Gegend Nordspaniens die letzten Rebellentruppen zu eliminieren. Trotz dieses gefährlichen Unterfangens ordert er seine neue Frau Carmen (Ariadna Gil), hochschwanger und ihre junge Tochter Ofelia (Ivana Baquero) zu sich. Er will unbedingt bei der Geburt seines Sohnes anwesend sein. Die kleine Ofelia kann sich mit ihrem neuen Stiefvater nicht anfreunden. Während ihre Mutter sich von Vidals wohltätigen Taten ihr gegenüber blenden lässt, sieht Ofelia in ihm, das was er wirklich ist, nämlich ein gefühlloser, brutaler und vor allem böser Mensch, dem sein Auftrag über alles geht. Ofelia leidet sehr unter ihren neuen Lebensbedingungen, einzig das Hausmädchen Mercedes (Maribel Verdú) scheint sie zu verstehen und kümmert sich gut um das bücherverschlingende, kleine Mädchen.

Bild 1 zu Pan´s Labyrinth
Die magische Welt ist ebenso düster wie die Realität.

Eines Nachts wird Ofelia von einem seltsamen, kleinen Wesen besucht, das sie selbst als Fee bezeichnet. Die Fee führt sie zu einem Labyrinth, wo ein unheimliches Geschöpf, ein Faun (Doug Jones), bereits auf sie wartet. Dieser erzählt ihr, dass sie in einem früheren Leben eine Prinzessin, ein Kind des Mondes, gewesen sei und ihr Vater habe lange Zeit auf ihre Rückkehr gewartet. Er stellt sie nun vor 3 Herausforderungen, nach deren Erfüllung sie wieder zu ihrem Vater in das Zauberreich zurückkehren darf. Während Kapitän Vidal einen unerbittlichen Kampf gegen die Rebellentruppe führt und die Situation sich unaufhaltsam zuspitzt, setzt Ofelia alles daran, die ihr gestellten Aufgaben zu erfüllen und ihrem tristen Leben zu entfliehen. Doch schnell muss sie feststellen, dass die grauenvollen Kreaturen, die es in den Herausforderungen zu bewältigen gibt, mindestens ebenso gefährlich wie die Kriegsgeschehnisse sind.

Kritik:


Was immer man von „Pan´s Labyrinth“ gehört, gelesen oder selbst erdacht hat; es entspricht nie voll und ganz der Wahrheit. Das neue Werk vom überaus talentierten Regisseur Guillermo Del Toro, der sowohl in Hollywood („Blade 2“, „Hellboy“) als auch mit spanischen Independent-Filmen erfolgreich ist, lässt sich nur sehr schwer in irgendeine Sparte einordnen. In einer Schublade mit Fantasykollegen wie dem Herrn der Ringe ist der Streifen sicherlich nicht gänzlich falsch aufgehoben, atmosphärisch und erzähltechnisch, mit dem Kriegsbackround, erinnert „Pan´s Labyrinth“ aber dann doch eher an Del Toros Horrordrama „Devil´s backbone“ aus dem Jahre 2001. Ein erster Blick auf die Produktionswerte ist zunächst sehr trügerisch. Eine Laufzeit von „nur“ 119 Minuten und ein wahrlich sehr kleines Budget von $ 5 Mio. sprechen zunächst nicht für ein riesiges Fantasy-Epos. Doch spätestens seit „Wächter der Nacht“ sollte man sich auf diesen Eindruck nicht mehr verlassen. Sicherlich tritt „Pan´s Labyrinth“ in Sachen Action und Bombast um einiges kürzer als seine Kollegen, doch ansonsten ist del Toros Werk schlicht und einfach großartig. Nicht umsonst wird er bereits als heißer Favorit für den Oscar für den besten ausländischen Film gehandelt.

Bild 2 zu Pan´s Labyrinth
Mercedes ist die Einzige die Ofelia zur Seite steht.

Kinobesucher die mächtige Schlachten, riesige Fantasiewelten und Heerscharen von Ungeheuern und magischen Wesen erwarten, sind bei „Pan´s Labyrinth“ an der völlig falschen Adresse. Der fantastische Teil des Films beschränkt sich lediglich auf ein knappes Drittel der Laufzeit. Der Rest beschäftigt sich eindringlich mit der Rebellenverfolgung und Ofelias traurigem Leben in der „Obhut“ von Kapitän Vidal. Schon aus diesem Grund ist Del Toros Film seinen Genrekollegen in vielerlei Hinsicht voraus. Das verweben von realen Geschehnissen und magischer Welt geht nahtlos von statten, so dass sich viele Genre im Film vereinigen, wie z.B. Kriegsfilm, Drama, Thriller, Märchen, Fantasy bzw. Mystery und sogar eine ordentliche Briese Horror ist mit dabei. Guillermo Del Toro lässt dem Zuschauer sehr viel Raum für eigene Interpretationen. Bis zum Schluss bleibt unklar, ob das was Ofelia sieht real oder einfach ein Produkt ihrer Fantasie ist, um die Realität zu verarbeiten. Doch auch anderweitig bedient sich „Pan´s Labyrinth“ vieler Metaphern (häufig spielt Zeit eine Rolle), so dass es eine wahre Freude ist die Geschichte in Eigenantrieb weiter zu denken, die Bezüge zwischen Realität und Zauberwelt herzustellen und die einzelnen Puzzleteile nach Lust und Laune selbst zusammen zufügen.

Bild 3 zu Pan´s Labyrinth
Nur eines der gruseligen Geschöpfe, denen sich Ofelia stellen muss.

Für eine Art Märchen ist „Pan´s Labyrinth“ äußerst brutal geraten. Das Blut spritzt, Klingen schneiden in menschliches Fleisch und Gesichter werden aufs Heftigste verunstaltet. Del Torro geht mit seinen Protagonisten ganz und gar nicht zimperlich um und schleudert sie ohne mit der Wimper zu zucken in teils ziemlich eklige Szenarien. „Pan´s Labyrinth“ ist stellenweise sehr grausam, pessimistisch und absolut nicht für Kinder geeignet. Vor allem die schrecklichen Taten von Kapitän Vidal fordern hohen Blutzoll; doch auch in der magischen Welt sind blutige, schockierende Ereignisse zu begutachten, wenn z.B. eine Art Monster einer Fee den Kopf abbeißt. Eine FSK-Freigabe ab 18 wäre somit durchaus nachvollziehbar, doch gerade dieser hohe Blutzoll, der dem Film eine raue Authentizität verleiht, steigert die ohnehin schon überdurchschnittlich hohe Spannung weiter. Eine von Ofelias Aufgaben hält sogar eine amtliche Terrorpassage bereit, wie man sie nur aus sehr guten Horrorfilmen kennt.

Bild 4 zu Pan´s Labyrinth
Wahnsinnig gut gemacht: Der Faun.

Rein inszenatorisch liefert Del Torro wieder gewohnt herausragende Arbeit ab. Optisch ist „Pan´s Labyrinth“ einfach perfekt und ein echter Augenschmaus. Der Regisseur hat sich mal wieder fantastische und originelle Ideen für atemberaubende Bildkompositionen einfallen lassen, wenn z.B. die Kamera zunächst einen Blick in den Babybauch von Ofelias Mutter wagt, um dann in die Fantasiewelt abzutauchen. „Pan´s Labyrinth“ schlägt einen grunddüsteren Ton an. Die beiden gegensätzlichen Welten sind hervorragend ausgearbeitet. Die Realität wird in tristen Farben gehalten, während die magische Komponente den Zuschauer in einer Bilderflut aus düster-intensiven Farbtönen ertränkt. Besonders hervorzuheben sind die CGI- und Make-up-effekte. Vorneweg ist hier der Faun zu nennen, der wohl eine der bestdesigntesten Fabelwesen darstellt, die jemals eine Kinoleinwand erblickt haben. Untermalt wird die Bildsprache von einem traumhaften Score und erstklassigen Darstellerleistungen. Allen voran die junge Ivana Baquero, die zu letzt in Francisco Plazas „Horror Antholgy“-Beitrag (das spanische Pendant zur amerikanischen „Masters of Horror“-Reihe) „X-mas tale“ eine recht blasse Performance ab gab, aber nun ein Paradebeispiel an kontrollierter Schauspielkunst präsentiert.

Bild 5 zu Pan´s Labyrinth
Auch der märchenhaft aussehende Baum spielt eine wichtige Rolle im Film.

Die fantastischen Szenen, die stärksten Momente des Films, die etwas zu kurz kommen und die mangelnde Action sind tatsächlich die einzigen, kleinen Kritikpunkte die man „Pan´s Labyrinth“ vorwerfen könnte. Ansonsten gibt es hier nichts auszusetzen. Brutal und märchenhaft; rau und träumerisch; pessimistisch und doch zugleich voller Hoffnung ist Del Toros Streifen eine Perle voller Kontrast und Tiefsinn und somit einer der wenigen Fantasy-Filme, die ernsthaft zum denken anregen. Ein kleines Meisterwerk, an dem sich auch zukünftige amerikanische, Projekte in diesem Stil messen lassen müssen und ein wiederholter Beweis, dass die spanische Filmindustrie mächtig im Kommen ist. Applaus, Applaus, Applaus!

Fazit:


Ein perfekt inszeniertes, anspruchsvolles und sehr spannendes Märchen für Erwachsene mit doppeltem Boden.
 

Bewertung[?]::

Userbewertung:

Autor:

Kevin

Eingetragen am:

01.01.2007

Aufgerufen:

22708 Mal

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Weitere Kritik:

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