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München

 

Munich, 2005

 
Poster zu 'München' kaufen
deutscher Start:2006
Herstellungsland:USA
Regie:Steven Spielberg („Jurassic Park“)
Drehbuch: Tony Kushner, Charles Randolph, Eric Roth
Darsteller:Eric Bana, Daniel Craig, Mathieu Kassovitz u.a.
Verleih:

UIP
Genre:

Drama
Länge:164 Minuten
FSK: ab 16 Jahren
Website:

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Inhalt:


1972, die Olympischen Spiele verzaubern München. Die Welt schwimmt auf einer Welle der Begeisterung. Nicht ganz, denn Mitglieder der palästinensischen Terrororganisation „Schwarzer September" nehmen elf israelische Sportler als Geiseln und fordern die Freilassung von 200 in Israel inhaftierten Palästinensern. Beim Befreiungsversuch sterben alle Athleten sowie fünf der Terroristen.

Bild 1 zu München
Banges warten auf das nächste Ziel - Avner (Bana) und Robert (Kassovitz).

Die Reaktion der Israelis lässt nicht lange auf sich warten: die Exekution aller an dem Massaker beteiligten Palästinenser. Noch während die Aktion auf Hochtouren läuft, stellt der beauftragte Mossad-Agent (Eric Bana, „Hulk“) ihren Sinn mehr und mehr in Frage. Nach welchen Kriterien wurden die Ziele ausgewählt? Gehören sie auf die Todesliste, obwohl sie gar nicht am Attentat beteiligt waren? Das Unternehmen steht am Scheidepunkt.

Kritik:


In Steven Spielbergs „München“ („Krieg der Welten“) geht es nicht primär um den blutigen Anschlag der Palästinensergruppe „Schwarzer September“ 1972 auf die Mitglieder des israelischen Olympiateams. Auch wenn in den ersten zwanzig Minuten des Film diese Ereignisse in einem unglaublich gut inszenierten Bilderfluss nacherzählt werden, geht es vielmehr um die Folgen dieses Anschlags, die bis in die heutige Zeit reichen. Immerhin endet „München“ mit einer Aussicht auf die Türme des World Trade Centers, was nicht als Patriotismus oder Stimmungsmache fehlverstanden werden darf, es ist ganz einfach ein Ausblick auf die zukünftigen Ausmaße des in Bewegung gesetzten Kreislaufs der Gewalt. Anhand einer fünfköpfigen Gruppe Soldaten, die vom Mossad in außerhalb des Systems stehende Killer umfunktioniert wurden, exerziert Spielberg auf spannende, aber auch hochkomplexe Weise die blutigen Auswirkungen von falsch und richtig verstandenem Patriotismus, Rache, Hass, Angst und pervertierten Werten.

Bild 2 zu München
Avner erhält von seinem Mossad-Verbindungsmann Ephraim letzte Instruktionen.

Die Liste der zu ermordenden Terroristenführer enthält zu Beginn elf Namen. Den ersten Anschlag planen Avnar und seine Leute, auch wenn ein Auge immer in Richtung Budget schielt, mit viel Sorgfalt. Selbst als sie mit gezogenen Waffen in einem Treppenhaus vor ihrer Zielperson stehen, zögern sie, überprüfen noch ein letztes Mal, ob sie auch den Richtigen vor sich haben. Die Gräueltaten von München rechtfertigen für sie nur den Tod von Mitschuldigen, nicht aber von Unbeteiligten. Nach und nach lässt diese Sorgfalt nach. Bei ihrem nächsten Anschlag setzen sie zwar noch einmal alle Hebel in Bewegung, um das Leben eines unschuldigen Kindes zu schützen, aber wenn man getötet hat, gerät man in einen Rausch, das Leben wird immer wertloser. Statt gezielten Anschlägen ziehen sie irgendwann nur noch mit schweren Waffen selbst gegen kleine Armeen ins Feld und töten jeden, der sich ihnen in den Weg stellt. Der Terror wird immer mehr zu einem süchtig machenden Spiel. Desto mehr man angerichtet hat, desto stärker muss man sich einreden, für eine gerechte Sache zu kämpfen, desto weiter ist man bereit zu gehen. Was würde auch passieren, wenn man sich nach all den Toten eingestehen würde, dass man im Unrecht war?

Bild 3 zu München
Mitglied der Terror-Gruppe „Schwarzer September“ 1972 in München.

„München“ stellt sich weder auf die israelische noch die palästinensische Seite, er zeigt stattdessen die Absurdität und Sinnlosigkeit von Terrorismus in jeglicher Form auf. Die israelische Truppe besteht zwar aus Militärangehörigen, in ihrem neuen Job sind sie aber blutige Anfänger. Avnar ist eigentlich Personenschützer und kein Killer, Robert (Mathieu Kassovitz, „Die fabelhafte Welt der Amelie“), der Bombenspezialist, arbeitet eigentlich als Spielzeugbauer in Brüssel. Während der Anschläge wirken sie, als ob sie Agentenszenen aus bekannten Hollywood-Filmen einfach nur nachspielen würden, ohne selbst wirklich in der Materie zu stecken. Ganz deutlich wird die Absurdität der Handlungen in einer Szene, in der sich zwei Killertrupps im selben „Sicheren Haus“ einquartieren und sich wie die kleinen Kinder um das Radioprogramm streiten – im Endeffekt einigen sie sich auf Bill Withers „Ain´t no sunshine when she´s gone“.

Bild 4 zu München
Auch Familienzuwachs hält Avnar nicht davon ab, seinem Land weiter zu dienen.

Wo Spielberg drauf steht, ist auch Spielberg drin. Und so schreckt er auch in „München“ nicht vor großen emotionalen Szenen zurück. Die Spielberg-Verfechter werden wieder laut „Kitsch!“ schreien und das in den Vordergrund stellen der familiären Werte anprangern. Aber Spielberg lässt sich nun einmal nicht auf die Seite des letztjährigen „In“-Kanons zynischer Hollywoodproduktionen wie „L.A. Crash“ oder „Million Dollar Baby“ ziehen, sondern beschreitet weiter den Pfad tiefer Menschlichkeit, der sich durch sein gesamtes Werk schlängelt. Und dass ist auch gut so!

Fazit:


Ein filmisches und menschliches Meisterwerk.
 

Bewertung[?]::

Userbewertung:

Autor:

Christoph

Eingetragen am:

03.01.2006

Aufgerufen:

17169 Mal

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