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Mozart and the Whale

 

Mozart and the Whale, 2005

 
Poster zu 'Mozart and the Whale' kaufen
deutscher Start:2007
Herstellungsland:USA
Regie:Petter Næss ("Elling")
Drehbuch: Ronald Bass
Darsteller:Josh Hartnett, Radha Mitchell, Gary Cole u.a.
Verleih:

e-m-s
Genre:

Drama/Komödie/Romanze
Länge:94 Minuten
FSK: ab 12 Jahren
Website:

Link nicht vorhanden

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Inhalt:


Der schweigsame Donald (Josh Hartnett) ist ein nettes Kerlchen, aber auch ziemlich arm dran. Er leidet unter dem Asperger-Syndrom, eine Form des Autismus, womit sein Leben nicht gerade leicht ist. Verzweifelt versucht er mit dem „normalen“ Anteil der Menschheit in Kontakt zu treten, doch stößt meist nur auf Missgunst oder Ignoranz. So ist er durch einen peinlichen Unfall auch schnell seinen Job als Taxi-Fahrer los. Seine Freizeit verbringt er, neben seiner Manie für Zahlen, die er hervor holt wenn er nervös oder wütend ist, mit einer Selbsthilfegruppe für Autisten, die er selbst ins Leben gerufen hat und liebevoll betreut. Die Mitglieder dieser Truppe sind viel mehr auf Hilfe angewiesen, da ihre Krankheits-Symptome noch schwerwiegender sind, als die von Donald.

Bild 1 zu Mozart and the Whale
Donald und Isabelle kommen sich näher.

Als sich die quirlige Friseuse Isabelle (Radha Mitchell), auch unter dem Asperger-Syndrom leidend, ebenfalls in dieser Gruppe an meldet, wird das geregelte Leben von Donald ordentlich auf den Kopf gestellt. Die beiden haben sofort eine Schwäche füreinander und kommen sich immer näher. Isabelle quasselt wie ihr der Mund gewachsen ist, schert sich nicht darum, falls sie andere Menschen verletzt und versucht alles um aus der breiten Masse hervor zu stechen, womit sie das komplette Gegenteil von Donald ist. Dennoch planen die beiden eine gemeinsame Zukunft, was natürlich einige Probleme mit sich bringt. Zum einen ziehen sich Gegensätze manchmal nicht an, zum anderen würde Donald gerne ein Leben wie jeder andere normale Mensch führen, während Isabelle mit ihrer Norm-Abweichung rundum zufrieden ist. Beziehungs-Chaos Deluxe!

Kritik:


Britney Spears verschafft sich eigenhändig eine Glatze, stülpt sich anschließend eine Marilyn Monroe-Frise über und dackelt pflichtbewusst Richtung Entzugsklinik, Dieter Bohlen fährt hinter dem DSDS-Jury-Thresen seine Ellenbogen aus, um den bestmöglichen Blick auf die...ähm...Stimmen der sexy Kandidatinnen zu haben, Paris Hilton macht das was sie immer tut, hat aber seit neustem ihre beste Freundin (wie hieß sie noch gleich???) im Schlepptau, die offensichtlich in die Fußstapfen der wandelnden Schlagzeile treten will, Ede Stoiber geht mit wehenden Fahnen unter und im Big Brother-Haus tummeln sich die Bekloppten gleich im Dutzend billiger. Folglich gibt es auf dieser Welt schon reichlich Freaks, die man gerne gen Mond schießen möchte. Ganz im Gegenteil zu den liebenswerten Irren, die uns Regisseur Petter Naess und „Rain Man“-Autor Donald Bass in ihrer zuckersüßen Romanze „Mozart and the Whale“ zum Konsum vorsetzen. Die hätte man am liebsten rund um die Uhr um sich.

Bild 2 zu Mozart and the Whale
Isabelle lenkt Donald von seiner Höhenangst ab.

Das Asperger-Syndrom ist eine eher seltene Form des Autismus. Meist sind die Betroffenen hochintelligent, finden aber durch ihre komplizierte Ausdrucks- und Sichtweise der Dinge schwer Anschluss. Außerdem können sie mit Redewendungen ebenso wenig, wie mit Handwerk etwas anfangen. Mit dem Fachmann für derlei Themen, Donald Bass, mit an Bord, ist das natürlich der Stoff aus dem die guten Filme sind. Petter Naess bläßt zum Angriff für Toleranz und Gleichberechtigung und stellt uns die Hollywood-Stars Josh Hartnett und Radha Mitchell als Reiseführer zur Verfügung, die uns durch ein Liebes-Wirrwarr mit allerlei buntem Getier, Duschvorhängen, Primzahlen, Telefonterror, nicht vorhandenen, schwarzen Brettern, flotten und obszönen Sprüchen, den üblichen Beziehungskrisen und ulkigen Halloween-Kostümen (aus denen der Titel hervorgeht) begleiten, ohne die nötige Ernsthaftigkeit zu vergessen. Das ist nicht nur originell und witzig, sondern auch umwerfend charmant und angenehm unaufdringlich. Auf sympathische Weise wird dem Zuschauer ein sehr glaubhafter Blick in das Leben von Autisten geboten, die sich mit alltäglichen Problemen herumschlagen müssen und ihre Krankheit eben noch erschwerend hinzu kommt.

Bild 3 zu Mozart and the Whale
Tiere spielen für das Pärchen eine wichtige Rolle.

Mit dem Ensemble wurde widererwarten ein wahrer Glücksgriff getätigt. Josh Hartnett liefert nach „Lucky Number Slevin“ seine nächste Glanzleistung ab und erweckt den Eindruck, als habe er sich intensiv mit seiner Rolle beschäftigt. Sein Donald ist erstaunlich authentisch. In nichts nach steht ihm Radha Mitchell („Silent Hill“), die zum ersten mal in einer wirklich schwierigen Rolle zu begutachten ist. Ihre Isabelle fährt durch ihre ausgeflippte Art die meisten Lacher ein und ihr „Haaa!!!“ ist immer wieder aufs Neue erfrischend. Sie kann ganz ähnlich gelagerten Rollen wie Natalie Portmans Sam in „Garden State“ mühelos Paroli bieten. Nicht zu verachten sind auch die zahlreichen Nebendarsteller, die sich größtenteils aus den Mitgliedern der Selbsthilfegruppe zusammen setzen. Sie alle haben ihre putzigen Marotten und Eigenarten, zeigen aber auch glaubhaft tragische Aspekte auf und gleiten nie ins Absurde.

Bild 4 zu Mozart and the Whale
In einer alten Halle finden die beiden einen Ort der Ruhe.

Petter Naess zeigt, dass er etwas von seinem Handwerk versteht. Er hält sich die meiste Zeit dezent zurück und überlässt seinen tollen Darstellern und den perfekt pointierten Dialogen das Feld. Die Farbgebung ist schön hell und bunt, die Kamerawinkel sind stets perfekt ausgelotet und der nette Indie-Soundtrack sowie der Score ist gut gewählt. Ein Späßchen hat Bass sich schließlich doch erlaubt. Auf einem Jahrmarkt lässt er Donald mit imaginären Ziffern um sich schießen, womit dessen Zahlen-Obsession verdeutlicht werden soll. Sehr hübsch! Dass die Zielgerade bis zum Happy-End etwas überhastet bestritten wird, lässt sich letztendlich ganz leicht verkraften. „Mozart and the Whale“ ist eine rundum gelungene und hochunterhaltsame Tragikomödie, die leicht verdaulich ist und dennoch zum Denken anregt. Ähnlich wie in „Transamerica“ wird hier ein ernstes Thema auf charmante und komödiantische Weise dargeboten. Nur ärgerlich, dass dieses kleine Meisterwerk es mal wieder nicht in die deutschen Kinos geschafft und dass obwohl „Mozart and the Whale“ zweifellos sein Klientel gefunden hätte. Was für eine Schande!

Fazit:


„Mozart and the Whale“ gewährt einen zuckersüßen Einblick in die schwierige Welt der Autisten und wartet mit 2 Topstars in Bestform auf.
 

Bewertung[?]::

Userbewertung:

Autor:

Kevin

Eingetragen am:

02.03.2007

Aufgerufen:

9416 Mal

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