title=
Filmfans online
HOME
NEWS
KINO
FILM
CHARTS
SERVICE
COMMUNITY
Celluloid Dreams
KONTAKT
 /TD>


Kritik suchen erweiterte Suche

0-9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

Motel

 

Vacancy, 2007

 
Poster zu 'Motel' kaufen
deutscher Start:2007
Herstellungsland:USA
Regie:Nimród Antal ("Kontroll")
Drehbuch: Mark L. Smith
Darsteller:Kate Beckinsale, Luke Wilson, Frank Whaley u.a.
Verleih:

Sony Pictures
Genre:

Abenteuer
Länge:85 Minuten
FSK: ab 16 Jahren
Website:

Link nicht vorhanden

Günstig DVD, Video, Buch oder Soundtrack zu "Motel"
DVD zu 'Motel' kaufen
Musik zu 'Motel' kaufen Musik zu 'Motel' kaufen Buch zu 'Motel' kaufen
 

Inhalt:


Amy (Kate Beckinsale) und David (Luke Wilson) Fox haben es nicht leicht. Nach dem Verlust ihres Sohnes steht ihre Ehe vor dem Aus. Auf der Rückkehr von einer Party beschließt David eine Abkürzung durch den Wald zu nehmen. Ein fataler Fehler: Denn nachdem ihr Auto den Geist aufgegeben hat, sehen die beiden sich gezwungen durch die Walachei zu laufen und in einem heruntergekommenen, abgeschiedenen Motel unterzukommen, bevor sie den Wagen am nächsten Morgen abschleppen lassen können.

Bild 1 zu Motel
Kate Beckinsale und Luke Wilson in Angst und Schrecken.

Im Motel angekommen häufen sich seltsame Begebenheiten. Der Manager des Etablissements Mason (Frank Whaley) wirkt alles andere als vertrauenserweckend und im Zimmer angekommen hämmert ständig ein Unbekannter gegen die Außen- und Nachbartür. Schließlich entdecken Amy und David einige Videos auf denen Motelgäste ermordet werden und Kameras, die im ganzen Raum in Luftschächten und anderen Verstecken verborgen sind. Die beiden ahnen bereits, in was sie hier hinein geraten sind: Sie befinden sich in den Fängen von Snuff-Film-Fetischisten und sind als die nächsten Hauptdarsteller/Opfer schon fest eingeplant.

Kritik:


Spätestens jetzt ist es amtlich: Hollywood saugt jungen Filmemachern die kreative Energie ab! Wie sonst soll man erklären, dass das Hollywood-Debut von Nimrod Antal, derart farblos und routiniert geraten ist? Eben jener Nimrod Antal aus Ungarn, der vor 3 Jahren mit seinem Erstling „Kontroll“ auf dem Fantasy Filmfest noch für Furore sorgte, indem er das Leben der Budapester U-Bahn-Kontrolleure ins Zentrum seiner Geschichte rückte, das Ganze mit kafkaesken Mystery- und Horrorelementen und Sozialkritik anreicherte und schließlich mit einer Nicht-Auflösung in bester Lynch-Manier trumpfte. Das war zwar nicht der ganz große Wurf, hatte aber Hand und Fuß und mehr Herz und Ideen als alle Hollywood-Plastik-Produktionen zusammen. Nun also „Motel“. Der ist zwar nicht völlig versumpft, bleibt aber in nahezu allen Belangen hinter seinen Möglichkeiten zurück.

Bild 2 zu Motel
Nicht unbedingt spaßiges Home-Entertainment.

Dabei ist es noch nicht mal fehlende Spannung oder Atmosphäre, die „Motel“ so sehr zu schaffen macht. Es ist auch nicht die düstere und schmutzige Kulisse. Und es sind auch bestimmt nicht die beiden Hauptdarsteller, die mit Kate Beckinsale und Luke Wilson erstaunlich prominent ausgefallen sind. Es ist in erster Linie das einfallslose Drehbuch von Mark L. Smith, das nun nicht unbedingt die Attribute „klares Profil“, „innovative Ideen“ und „hoher Wiedererkennungswert“ in sich vereinigt, dem sich aber die Inszenierung von Antal bedingungslos anpasst. „Motel“ ist ein Horror-Thriller wie jeder andere zurzeit geworden. „Motel“ ist Schema F mit Feuer unterm Arsch.

Bild 3 zu Motel
Achtung, Kate! Hinter dir!

Nach einer soliden Einleitung gibt Antal richtig Gas, arbeitet seine 85 Minuten Laufzeit gewissenhaft ab und gönnt weder dem Zuschauer noch seinen Protagonisten eine Atempause. Das macht Spaß und hält den Adrenalinpegel auf konstant ordentlichem Niveau und auch für kleine, erschrockene Hüpfer seitens des Publikums ist „Motel“ des Öfteren gut. Das Ärgernis ist auch nicht wirklich, wie der Film letztendlich geworden ist, sondern dass hier mehr drin gewesen wäre. Wenn Mark L. Smith nämlich keine besseren Ideen hat, als seine Protagonisten durch unterirdischen Gänge zu scheuchen, auf der Flucht vor 2 Masken-Slashern mit großen Messern, anstatt die Snuff-Video-Thematik in tiefsinnigere Gefilde zu führen oder einfach seine beiden Hauptcharaktere ordentlich zu zeichnen, worüber auch Fr. Beckinsale und Hr. Wilson mit ihren soliden Darstellungen nicht hinweg täuschen können, darf man ruhig mal den Kopf schütteln. Die einzigen Überraschungen die Smith in der Hinterhand hat, kommen so breitärschig und klischeetriefend angefahren, dass man sie schon Stunden vorher erahnen kann und werden dann auch noch von einige Ungereimtheiten überschattet.

Bild 4 zu Motel
Durch Geheimgänge gelingt den beiden die Flucht.

Antal kann da leider nur noch wenig raus reißen. Die surreal-düstere Inszenierung von „Kontroll“ ist einer standardisierten Hochglanz-Ästhetik, die mittlerweile niemanden mehr hinter dem Ofen hervorlocken dürfte, gewichen. Da kann der Regisseur nur noch wenige Akzente setzen. Wenn er z.B. mit Spiegeln hantiert oder hell/dunkel-Verhältnisse auslotet, springt immer eine ansprechende Szene heraus. Als Pluspunkt zu vermerken ist zum einen die Darstellung von Frank Whaley, der seine Figur herrlich skurril anlegt, zum anderen der sparsame Gebrauch von Kunstblut, was eine willkommene Abwechslung darstellt. Ansonsten gibt es noch eine gute Prise Suspense und einige Hitchcock-Reminisenzen, die aber aufgrund der permanenten Oberflächlichkeit kaum noch ins Gewicht fallen.

Bild 5 zu Motel
Ist der Polizist die letzte Rettung?

So schlimm ist das alles eigentlich gar nicht, aber man hatte sich einfach mehr erhofft und wäre gerne um den nächsten Einheitsbrei-Horror-Klon herum gekommen. Die Schuld ist womöglich beim Studio Sony Screen Gems zu suchen, die sich mittlerweile als Fachleute für glattgebügelte Horrorkost profiliert haben. Mit „Motel“ führen sie ihre Tradition, nach Werken wie „The Fog“, „Unbekannter Anrufer“ oder „The Grudge“, nahtlos fort. „Motel“ ist unterhaltsam, aber nur einer unter vielen. Selbiges wird man auch von Nimrod Antal behaupten müssen, wenn er seine Vorschuss-Lorbeeren nicht bald anständig nutzt. Einer unter vielen.

Fazit:


Durchaus spannender, temporeicher und atmosphärischer, aber völlig innovationsloser Horror-Thriller, der, aufgrund eines schwachen Drehbuchs, hinter seinen Möglichkeiten zurück bleibt.
 

Bewertung[?]::

Userbewertung:

Autor:

Kevin

Eingetragen am:

24.06.2007

Aufgerufen:

10535 Mal

Diskutiere über "Motel" im Forum

Weitere Kritik:


Eine Vervielfältigung oder Verwendung unserer Kritiken in anderen elektronischen oder gedruckten Publikationen ist ohne unsere ausdrückliche Zustimmung nicht gestattet. Jegliche Zuwiderhandlung bringen wir ohne Wenn und Aber zur Anzeige!




SEITENSUCHE

Web auf CD (lokal)
Anzeigen:
UMFRAGE

Welcher Film aus Mai 2009 gefiel dir am besten?

Simons Geheimnis
17 Again
Der Womanizer
Last House on the Left
Der Junge im gestreiften Pyjama
Zwölf Runden
Nachts im Museum 2
Illuminati
A Boy
Public Enemy No. 1 - Todestrieb
WIR sind Papst!
Ichi - Die blinde Schwertkämpferin
Star Trek
My bloody Valentine 3D
anderer Film

Ergebnis
Archiv
Umfrage vorschlagen
NEWSLETTER
Immer auf den neuesten Stand mit CD...

E-Mailadresse:
eintragen
austragen

VOTE FOR US
MovieNation.de - One Passion, One Nation! - Topliste

zum Seitenanfang
| • Hinweise zum Datenschutz | • Nutzungsbedingungen | • © 2003-2009 Celluloid-Dreams.de |
Sitemap 1 2 3 4
Blu-ray Filme Filmering.at Cineclub.de Bollywoodsbest.de Bolly-wood.de Filmfacts.de Movie-Infos.de Regiecut.de DVD Beilagen DVDimHeft.de