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 | Mathilde - Eine große Liebe |  | | |
Un long dimanche de fiançailles, 2004 | |
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| deutscher Start: | 2005 | | Herstellungsland: | Frankreich/USA | | Regie: | Jean-Pierre Jeunet ("Mathilde - Eine große Liebe") |
| Drehbuch: |
Sébastien Japrisot(Novelle), Jean-Pierre Jeunet, Guillaume Laurant |
| Darsteller: | Audrey Tautou, Gaspard Ulliel, Dominique Pinon, Jodie Foster u.a. | | Verleih: | Warner Bros. Pictures | | Genre: | Drama/Kriegsfilm/Mystery/Romanze | | Länge: | 133 Minuten | | FSK:
| ab 12 Jahren |
| Website: | Link aufrufen | | Günstig DVD, Video, Buch oder Soundtrack zu "Mathilde - Eine große Liebe" | 
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Inhalt:
1917 werden fünf französische Soldaten, aufgrund des Verdachts auf Selbstverstümmelung, zum Tode verurteilt und zum Schützengraben "Bingo Crépuscule" deportiert, um dort zwischen den beiden feindlichen Lagern im Grenzbereich zu krepieren. Der Jüngste von ihnen ist Manech, der Verlobte von Mathilde.
Mathilde und ihre große Liebe... bzw. ihrem Liebeskummer.
1919, nachdem der Krieg vorbei ist, begibt sich die gerade 19jährige Mathilde, die eisern an das Band zwischen ihr und Manech glaubt, auf eine ausgedehnte Suche. Insgeheim spürt sie, dass Manech noch am Leben sein muss, und versucht ihren Geliebten mit allen Mitteln ausfindig zu machen. Mit festem Glauben und zäher Beharrlichkeit trotzt sie allem und jedem - selbst durch die erschütternsten Nachrichten lässt sie sich nicht beirren. Während den Nachforschungen stößt sie ständig auf Ungereimtheiten und Indizien, sodass Mathilde stets ein Fünkchen Hoffnung bleibt.
MMM: Manech mit Mathilde - Liebe ist stark, selbst auf dem Schlachtfeld.
An dieser Stelle empfehle ich - ausnahmsweise - die sehr informative und gelungene Website zu besuchen - es lohnt sich. |
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| Kritik:
Jean-Pierre Jeunet ist ein Garant für erstklassige Filme - kein Zweifel. Er gehört eindeutig zu diesen wenigen Regisseuren, bei denen ich im Vorfeld wenig Bedenken hege, dass ein neues Werk nicht überzeugen könnte. "Un long dimanche de fiançailles" - dessen unpassender deutscher Titel "Mathilda - eine große Liebe" lautet - ist da keine Ausnahme. Von der ersten Sekunde an merkt der Zuschauer wer hier am Werke war; denn die stilistischen Parallelen zum preisgekrönten Meisterwerk "Le Fabuleux destin d`Amélie Poulain" sind offensichtlich - natürlich kommt dies dem Film enorm zu Gute. Schließlich stammt das Drehbuch, welches eine Adaption des Erfolgsromans von Sébastien Japrisot ist, aus der Feder von Jeunet und Guillaume Laurant, die bereits Amélie das Leben einhauchten.
Imposante Aufnahmen - der erste WK war kein Zuckerschlecken.
Jean-Pierre Jeunet zieht meisterlich die Fäden und verbindet Optik, Musik sowie Schauspielerei in Harmonie. Er arbeitet gerne mit seinen eingespielten Leuten, so ist die Cast fast identisch mit jener von "Amélie"; ganz nach dem Motto: "Ein siegreiches Team wechselt man nicht aus". Bruno Delbonnel, der langjährige Kameramann von Jeunet, versteht sein Handwerk und setzt Produktionsdesignerin Aline Bonetto gekonnt in Szene, während Cutter Hervé Schneid alles in eine passende Form und Reihenfolge bringt. Die Kulissen sind prachtvoll, besonders das Kriegsgeschehen wurde beeindruckend verfilmt. Das kriegerische Ambiente gekoppelt mit Mathildes Erzählweise verleiht dem Ganzen eine triste, aber dennoch optimistische Stimmung. Kein Geringerer als Angelo Badalamenti - er gibt unter anderem bei Lynch den Ton an - verleiht dem Film seinen bestimmten Klang.
Mathilde (Audrey Tautou) hat stets noch einen Schimmer Hoffnung.
In der Hauptrolle besticht erneut Audrey Tautou, die in der Figur von Mathilde vollends aufgeht. In den Nebenrollen erkennt man viele bekannte Gesichter, wie: Jean-Pierre Becker, Dominique Bettenfeld, Clovis Cornillac, Marion Cotillard, Jean-Claude Dreyfus, André Dussollier, Ticky Holgado, Tchéky Karyo, François Levantal, Dominique Pinon und sogar Hollywoodsternchen Jodie Foster protzt mit ihrem Französisch - sie alle brillieren ausnahmslos. Die Geschichte ist stellenweise etwas verstrickt und man muss einwenig aufpassen, dass man am Ball bleibt. "Mathilde - eine große Liebe" ist eine schöne Geschichte, die inmitten des ersten Weltkrieges vom Suchen der Liebe entgegen aller Hoffnung erzählt, und dabei trotz aller Trauer mit Frohsinn übers Gemüt streichelt. |
| | Fazit: "Amélie" ist zurück - und diesmal mitten im ersten Weltkrieg. Die raue und erdrückende Kriegsgeschichte, welche den ernsthaften Rahmen bildet, ist alles andere als leichte Kost. Dennoch durchbricht Mathildes Charme und Eifer schnell das Eis, obwohl "Mathilde" nicht ganz so leichtflüssig unterwegs ist wie "Amélie". Jean-Pierre Jeunet gelingt abermals eine ergreifende Liebesmär mit fabelhaften Charakteren und bewegenden Bildern. |
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