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Lucky Number Slevin

 

Lucky Number Slevin, 2006

 
Poster zu 'Lucky Number Slevin' kaufen
deutscher Start:2007
Herstellungsland:USA
Regie:Paul McGuigan ("Wicker Park")
Drehbuch: Jason Smilovic
Darsteller:Josh Hartnett, Bruce Willis, Lucy Liu u.a.
Verleih:

Constantin Film
Genre:

Drama/Krimi/Thriller
Länge:106 Minuten
FSK: ab 16 Jahren
Website:

Link nicht vorhanden

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Inhalt:


Manchmal trifft einfach alles aufeinander: Slevin (Josh Hartnett) hat gerade seinen Job verloren, als er seine Freundin mit einem anderen im Bett erwischt. Er beschließt erstmal seine Sachen zu packen und eine Weile bei seinem Freund Nick unterzukommen. Gerade ist er in der fremden Stadt angekommen, wird er auch schon überfallen und ausgeraubt. Nebst Geld wird er seiner Papiere entledigt und somit auch gleich seiner gesamten Identität. Nachdem er nämlich bei Nick angekommen ist, der vom Erdboden verschluckt scheint und die Bekanntschaft von Gerichtsmedizinerin und Hobby-Detektivin Lindsay (Lucy Liu) gemacht hat, tauchen 2 mafiöse aussehende Typen bei ihm auf und kidnappen ihn, da sie nach Nick suchen, Slevin aber nicht ausweisen kann, dass er nicht Nick ist.

Bild 1 zu Lucky Number Slevin
Vom Verlierer zum unfreiwilligen Auftragskiller: Slevin.

Er wird zum „Boss“ (Morgan Freeman) gebracht, eine lokale Gangstergröße. Dieser macht ihn auf seine, also Nicks, Spielschulden aufmerksam und verlangt, dass er jene abarbeitet, indem er den Sohn des „Rabbis“ (Ben Kingsley), der Anführer eines verfeindeten Gangsterregimes, um die Ecke bringt. Doch damit noch immer nicht genug: Nur kurze Zeit vom „Boss“ entlassen, wird er auch schon von der nächsten Bande eingepackt, die ihm zum „Rabbi“ bringt, der ulkiger Weise direkt gegenüber vom „Boss“ residiert. Auch hier hat er, also Nick, einige Spielschulden. Mittlerweile hat auch der Cop Brikowski (Stanley Tucci) ein Auge auf Slevin geworfen, der in ihm eine Möglichkeit sieht, die beiden Gangsterbosse endlich dingfest zu machen. Außerdem scheint ein mysteriöser, bislang namenloser Auftragskiller (Bruce Willis) im Hintergrund die Fäden zu ziehen und einen eigenen, perfiden Plan zu verfolgen. Eine mörderische Achterbahnfahrt beginnt, in der nichts ist wie es scheint.

Kritik:


Die Story klingt nicht nur komplex. Das ist sie auch. Paul McGuigan, Fachmann für Gangster-Filme, schuf eine fintenreiche Thriller-Komödie voller Wendungen und einer Vielzahl von Überraschungen, denn mehr zu verraten als in der obenstehend Inhaltsangabe wäre ein echtes Verbrechen an der Menschlichkeit. Wie in einem verworrenem Puzzle liefert McGuigan dem Zuschauer von Szene zu Szene Teile, die es gilt zusammen zusetzten, was sich als hartnäckige Aufgabe herausstellt. Wenn der Regisseur zum Schluss die große Auflösung mit noch größerem Knalleffekt auffährt, sind selbst die cleveren Zuschauer verdutzt, die, trotz straffer Inzenierung, die Zeit aufbringen konnten, einige der Mysterien zu lösen, denn ähnlich wie im Falle von Chris Nolans „Prestige“ sind hier die verschiedenen Schlusstwist ineinander verschachtelt. Doch auch um „Lucky Number Slevin“ herum gibt es einige Rätsel. Das größte lautet: Warum, in Gottes Namen, hat es dieser grandiose Thriller, trotz außerordentlicher Starpower, nicht in die deutschen Kinos geschafft hat?

Bild 2 zu Lucky Number Slevin
Slevin und Lindsay verstehen sich auf Anhieb.

Der Einstieg in die Geschichte gestaltet sich schon verwirrend. In den ersten 10 Minuten müssen bereits ein paar Namenlose dran glauben, wobei der Täter zunächst unbekannt bleibt und die Morde nicht in Verbindung mit dem eigentlichen Geschehen gebracht werden können. Wer es zwingend darauf anlegt, die Schlusspointe vorzeitig zu entlarven, dem sei gesagt, dass in „Lucky Number Slevin“ nichts rein zufällig geschieht und die scheinbar noch so unwichtigsten Details eine Fährte zum großen Finale legen. Nach diesem rabiaten Einstieg schlägt der Film auch gleich einen versöhnlichen Ton an. Ab hier halten sich der komödiantische Teil und die beklemmende Thrillerstimmung konsequent die Waage, wobei sich Ersterer stets in subtilen aber wirkungsvollen Bahnen bewegt. Die Lacher beschränken sich auf die ausgefeilten und wunderbar pointierten Dialoge und die herrlich überzeichneten Figuren, allen voran Held Slevin, der seiner scheinbar ausweglosen Situation überraschend locker und smart entgegensieht.

Bild 3 zu Lucky Number Slevin
Der Cop und die Gerichtsmedizinerin ahnen nicht, wie tief sie mit drin stecken.

„Lucky Number Slevin“ erfindet das Rad keineswegs neu. Drehbuchautor Jason Smilovic stellt sich allerdings raffiniert an, fügt eine Vielzahl von Versatzstücken geschickt zusammen und verhilft Genrekennern zu einem fast satirischem Vergnügen. Die Vorbilder sind schnell ausgemacht: Neben einigen Filmen von Tarantino hatten Brian Singers „Die üblichen Verdächtigen“ und „Last man standing“, in dem Bruce Willis die exakt gleiche Rolle verkörpert, offensichtlich eine inspirierende Wirkung auf Smilovic. Nebenbei gibt es noch einige Zitate wie zu einigen James Bond-Filmen und zu Hitchcocks „Der unsichtbare Dritte“, deren Thematik sich auch im Handlungsverlauf niederschlagen. Somit bietet der Film für Genrefans eine Beschäftigung mehr, wo die Parallelen zu anderen Streifen ausfindig gemacht werden können. Das ist ein guter Grund sich „Lucky Number Slevin“ noch einmal anzuschauen.

Bild 4 zu Lucky Number Slevin
Bruce Willis in seiner Paraderolle als Auftragskiller.

Unbedingt zu erwähnen sind natürlich die bestens aufgelegten und in Vielzahl vorhandenen Stars. Josh Harnett, dem man diese Vorstellung zunächst gar nicht zugetraut hätte, passt perfekt in die Rolle des spitzzüngigen und coolen Slevin. Immer mehr wird deutlich, dass er als Schauspieler unterschätzt wird. Nebenbei hat er das zweifelhafte Vergnügen ein Drittel des Films lediglich mit Handtuch bekleidet zu bestreiten. Morgan Freeman hat vergleichsweise wenig Spielzeit, was er aber wie immer durch eine exzellente Präsenz wett macht. Ähnlich verhält es sich mit Ben Kingsley, pardon, Sir Ben Kingsley, der in letzter Zeit dazu neigt, seinen schauspielerischen Einsatz dem Niveau des Films anzupassen (siehe Uwe Bolls Sondermüll „BloodRayne“). Da „Lucky Number Slevin“ auf hohem Niveau angesiedelt ist, zeigt sich auch Kingsley von seiner besten Seite. Besondere Beachtung verdient die Diskussion über seine gegensätzliche Rabbi/Gangster-Tätigkeit. Bruce Willis spielt seine Paraderolle auf gewohnt hohem Level. Lucy Liu zeigt dagegen mal wieder eine neue Facette. Sonst eher biestige Rollen spielend, ist sie hier fast schon süßlich und umwerfend charmant. Auch Stanley Tucci macht als bissiger Bulle eine gute Figur.

Bild 5 zu Lucky Number Slevin
Hartnett verbringt 30 Minuten des Films im Handtuch.

Ein Manko von Filmen, die ihre Daseinsberechtigung vor allem aus raffinierten Plottwists beziehen, ist natürlich, dass sie ihren Reiz verlieren nachdem man sie einmal angeschaut hat. Zum Glück hat sich Smilovic angestrengt und mit seinen Zitaten und komplizierten Wortspielen eine gute Basis geschaffen, um diesen Makel zu umgehen. Doch auch Regisseur McGuigan hat sich einiges einfallen lassen. Die ausgefeilten Schnitte, die exzellente Kameraführung und vor allem auch Kulissen und Ausstattung sind bemerkenswert und entwickeln zudem eine ganz eigene Symbolik. Es ist ein Spaß die Metaphern, die einige Einstellungen zu bieten haben zu deuten und ein Grund mehr „Lucky Number Slevin“ ein weiteres Mal anzuschauen. Der Haken an McGuigans Werk ist an anderer Stelle zu finden, denn wenn der Zuschauer all die cleveren Plottwists hinter sich gelassen hat, offenbart sich ihm die Message, die der Streifen vermitteln will. Hier wird dann Lynchjustiz und ein radikaler Gerechtigkeitssinn zelebriert, was einen bitteren Nachgeschmack hinterlässt.

Bild 6 zu Lucky Number Slevin
Das Treffen der Auftragskiller: Profi und Amateur.

Begibt man sich allerdings bedenkenlos in diese wilde und humorvolle Achterbahnfahrt von einer Thriller-Komödie und genießt lediglich die überraschenden Wendungen ohne deren Sinn zu hinterfragen, wird man mit einem der besten Thriller des Jahres belohnt. Eine Schande, dass dem deutschen Kinopublikum diese Perle vorenthalten wurde. So dürfen sich die Videotheken freuen, wo sich „Lucky Number Slevin“ schnell zu einem großen Geheimtipp mausern wird.

Fazit:


Hochkomplexe, clevere und witzige Thriller-Komödie mit großem Unterhaltungswert und Topstars in Hochform.
 

Bewertung[?]::

Userbewertung:

Autor:

Kevin

Eingetragen am:

21.01.2007

Aufgerufen:

27072 Mal

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