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Lord of War - Händler des Todes

 

Lord of War, 2005

 
Poster zu 'Lord of War - Händler des Todes' kaufen
deutscher Start:2006
Herstellungsland:USA
Regie:Andrew Niccol (“Gattaca”)
Drehbuch: Andrew Niccol
Darsteller:Nicolas Cage, Bridget Moynahan, Ethan Hawke u.a.
Verleih:

20th Century Fox
Genre:

Action/Drama/Krimi/Thriller
Länge:123 Minuten
FSK: ab 16 Jahren
Website:

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Inhalt:


Der Handel mit Waffen ist ein dreckiges aber lukratives Geschäft. Und Yuri Orlov (Nicolas Cage, „Con Air“) ist darin der Beste. Nach bescheidenen Anfängen in New Yorks Stadtteil Little Odessa steigt er gemeinsam mit seinem Bruder Vitali (Jared Leto, „Alexander“) nach dem Fall des Eisernen Vorhangs zum mächtigsten Waffenschieber der Welt auf. Unmenschliche Diktatoren und legitime Staatsoberhäupter – Yuri versorgt sie alle. Partei ergreift er nicht, so lange die Kasse stimmt.

Bild 1 zu Lord of War - Händler des Todes
Name: Yuri Orlov (Nicolas Cage), Beruf: Waffenhändler, Gewissen: Keins.

Da heftet sich auf dem Höhepunkt seiner Karriere der Interpol-Agent Jack Valentine (Ethan Hawke, „Training Day“) an seine Fersen und Ehefrau Ava (Bridget Moynahan, „Der Anschlag“) stellt ihn vor ein Ultimatum. Yuri will sich für die Familie entscheiden, doch seine Kunden sind ihm unangenehm treu...

Kritik:


„Sind die großen Militärnationen, allen voran die USA, nicht in Wahrheit die schlimmsten Waffenschieber?“ oder „Würde die Welt, zumindest für die führenden Nationen, ohne halblegale Waffenhändler wirklich besser aussehen?“, Andrew Niccol („Simone“) weiß mit seiner schwarzhumorigen Politsatire „Lord of War“ die richtigen Fragen zu stellen, nur die Verpackung der Antworten schein wenig stimmig. Bissig-treffende Spitzen lassen sich nur selten finden, viel zu oft gleitet der Film hingegen ins Plakative ab und kommt so über oberflächliche Betrachtungen nicht hinaus. Schon die Eröffnungssequenz erweiß sich als für die ernsten Absichten absolut kontraproduktiv. Wir begleiten eine Gewehrpatrone – auf ihr reitend! – von der Produktion bis in das Gehirn eines afrikanischen Jungen. Dabei sind die Maschinen und auch die Patronen selbst so offensichtlich animiert, dass man sich in einem auf cool getrimmten Computerspiel wähnt. Es geht aber bei den Kritikpunkten des Films um die echte Welt, was Niccol bei der inhaltlichen Ausrichtung meist beachtet, aber wenn`s zum Formalen kommt, dafür umso häufiger zu vergessen scheint.

Bild 2 zu Lord of War - Händler des Todes
Name: Jack Valentine, Beruf: Interpol-Agent, Gewissen: Die Moral in Person.

An anderen Stellen hingegen ist die Coolness des Films, die in ihren besten Momenten gar an David O. Russells „Three Kings“ erinnert, durchaus passend. Zum Beispiel wenn Orlov in einem Meer aus leeren Patronenhülsen steht und mit kühler Polemik seine ganz eigenen Wahrheiten zum Besten gibt. Sprüche wie „There are over 550 million firearms in worldwide circulation. That`s one firearm for every twelve people on the planet. The only question is: How do we arm the other 11?“ und „You know who`s going to inherit the world? Arms dealers. Because everyone else is too busy killing each other.“ lassen den Zuschauer nach einem kurzen Schreck der Erkenntnis wirklich für zumindest einen Moment über unsere Welt nachdenken. Aber wenn Orlov dann bei einem grausamen Massaker in einem Flüchtlingslager zusehen muss und dieses nur durch eine künstlerisch wertvolle, blutverschmierte Hand auf weißem Stoff symbolisiert wird, zweifelt man doch wieder an Niccols Verständnis der Lage.

Bild 3 zu Lord of War - Händler des Todes
Name: Andre Jr., Beruf: Sohn des Diktators, Gewissen: Erschießt gerne Kinder.

Auch die Anlage der Hauptfigur Orlov ist nicht immer gelungen. Niccol versucht zwar mit allen Mitteln die Ambivalenz dieses Menschen, der auf der einen Seite den Tod verkauft und auf der Anderen seine Familie liebt, darzustellen, scheitert damit aber sobald sich Orlovs Gewissen meldet. Er gibt Cage, der die Rolle locker aus dem Handgelenk schüttelt, nämlich zu viele unnötige, mit der Zeit nervende Hilfen mit auf den Weg. So wirft Orlov zum Beispiel in einer viel zu offensichtlich inszenierten Szene die Cowboy-Pistole seines Sohnes angeekelt in den Müll. Auch der von Jared Leto dargestellte Bruder, der schon früh an seinem schlechten Gewissen zerbricht und in die Drogensucht abgleitet, dient einzig und allein dazu, Cages Charakter einen moralischen Pol entgegenzustellen. Natürlich ist das viel zu wenig, um das Interesse an einer solchen Figur über die Dauer von zwei Stunden zu rechtfertigen.

Bild 4 zu Lord of War - Händler des Todes
Unglaublich aber wahr. Dieses Bild stammt von einer deutschen Waffenschau.

Optisch geht Niccol genau den konträren Weg zu Fernando Meirelles mit „Der ewige Gärtner“. Statt auf große Bilder setzt er nämlich auf ausgefeilte Kompositionen und kann damit zumindest in einigen Momenten punkten. Besonders gelungen ist vor allem der 24-Stunden umspannende Schnellvorlauf, in dem Orlov hilflos mit ansehen muss, wie sein Flugzeug in der afrikanischen Einöde langsam aber stetig auseinander genommen und weggeschleppt wird. Auch wenn in einer Szene das Abfeuern jeder Patrone mit dem Geräusch einer klingelnden Kasse unterlegt wird, blitzt mehr als nur ein Funken Brillanz auf. Aber für jede gute Idee hatte Niccol leider auch zwei schlechte. Der Abgrund bleibt aber Orlovs „Goodfellas“-liker Off-Kommentar, der eher an die Verlesung einer UN-Resolution erinnert, als an die Aussagen eines zynischen Geschäftsmannes und Cages Rolle so noch den letzten Rest Glaubwürdigkeit raubt.

Fazit:


„Lord of War“ stellt zwar die richtigen Fragen, verpackt die Antworten aber nur selten in gelungene Satire, sondern kommt stattdessen eher recht plakativ daher.
 

Bewertung[?]::

Userbewertung:

Autor:

Christoph

Eingetragen am:

19.01.2006

Aufgerufen:

25949 Mal

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