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Lonely Hearts Killers

 

Lonely Hearts Killers, 2006

 
Poster zu 'Lonely Hearts Killers' kaufen
deutscher Start:2007
Herstellungsland:USA
Regie:Todd Robinson ("Amargosa")
Drehbuch: Todd Robinson
Darsteller:John Travolta, Salma Hayek, Jared Leto u.a.
Verleih:

3L Filmverleih
Genre:

Drama/Krimi/Thriller
Länge:108 Minuten
FSK: ab 16 Jahren
Website:

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Inhalt:


USA, Ende der 40er: Raymond Martinez Fernandez (Jared Leto) ist ein berüchtigter Betrüger. Er widmet sich meist älteren, reichen, alleinstehenden oder verwitweten Damen, verführt sie mit seiner charismatischen Ausstrahlung und zuckersüßen Worten, um sie schnellstmöglich nach Strich und Faden auszubeuten und sitzen zu lassen. Als er mit der hübschen Martha Beck (Salma Hayek) Selbiges vor hat, durchschaut die vom Leben gebeutelte, clevere Lady sein durchtriebenes Spiel von Anfang an, stellt ihn allerdings nicht bloß, sondern rettet ihn aus einer verzwickten Situation. Die beiden werden zum Paar und zum Betrügerduo, wobei Ray weiterhin dasselbe Spiel treibt, aber von Martha, die sich als seine Schwester ausgibt, begleitet wird. Es dauert nicht lange, bis Marthas Eifersucht eskaliert und ein erstes Opfer nicht nur ihr Geld, sondern auch ihr Leben los ist.

Bild 1 zu Lonely Hearts Killers
Ein erstklassiger Betrüger: Jared Leto als Ray Fernandez.

Als der emotional abgestumpfte Cop Elmer C. Robinson (John Travolta) vom Selbstmord einer jungen Frau hört, ist er sofort interessiert, obwohl derlei Fälle schon lange nicht mehr zu seinem Dienstbereich gehören. Da seine eigene Frau sich vor 4 Jahren ebenfalls das Leben nahm, wobei hierfür noch immer keine Gründe gegeben sind, hofft er seine Schuld nun durch diesen Fall wett zu machen. Zeitgleich muss er sich mit seinem störrischen Sohn Eddie (Dan Byrd) herumschlagen und findet Zuflucht in einer geheimen Affäre mit der Sekretärin Rene (Laura Dern). Die Ermittlungsarbeiten von Robinson und seinen Kollegen Hildebrandt (James Gandolfini) und Reilly (Scott Caan) bringen sie auf die Spur der „Lonely Hearts Killers“ Ray und Martha, deren Blutspur sich mittlerweile durchs ganze Land zieht.

Kritik:


„Lonely Hearts Killers“ basiert ausnahmsweise tatsächlich auf einer wahren Begebenheit. Regisseur und Drehbuchautor Todd Robinson ist kein geringerer als der Enkel von Elmer C. Robinson, die Hauptfigur seines Films, die in den 40er Jahren das Gangsterpärchen Ray Fernandez und Martha Beck dingfest machte. Robinson hütete sich aber davor in die Subjektivität abzurutschen, den Zuschauer mit intimen Details des Großvaters Leben zu erschlagen und ihm ein filmisches, pathetisches Heldendenkmal zu setzen. Stattdessen widmet er beiden Parteien eine ausgewogene Menge an Spielzeit und fängt die Schattenseiten der Memoiren ein. Rein theoretisch könnte es sich bei „Lonely Hearts Killers“ um einen klassischen Film Noir im Stil der schwarzen Serie handeln. Damit hat Robinsons Werk allerdings nur die Detektivgeschichte, letztendlich eine eher nebensächliche Rahmenhandlung, gemein. Statt sich auf zwielichtige Figuren, überraschende Plottwist und actionreichen Thrill zu verlassen, nimmt Robinson das Ende seiner Geschichte vorweg und konzentriert sich tatsächlich auf das Wesentliche. Der Film hält das was der Originaltitel „Lonely Hearts“ verspricht (das „Killers“ wurde vom deutschen Verleih reißerisch und verfälschend hinzu gedichtet). Hier geht es um tiefenpsychologische Analyse von zwischenmenschlichen Beziehungen.

Bild 2 zu Lonely Hearts Killers
Das ermittelnde Trio: Robinson, Hildebrandt und Reilly (von rechts.)

Aus einer persönlichen Geschichte presst Robinson gekonnt eine universell gültige Story, die sich eindringlich mit Einsamkeit, Liebe und Leidenschaft beschäftigt. Seine Figuren, die größtenteils wirklich existiert haben, verfrachtet er in eine fiktive Welt in der wahre Liebe nur Wunschdenken zu sein scheint, jeder verzweifelt nach Zuneigung sucht, aber letztendlich niemand im Stande ist den anderen auch nur ansatzweise zu verstehen. Jeder der Charaktere fühlt sich auf seine Weise verlassen und sucht seinen eigenen Platz in dieser Welt. Haben sie doch echte Liebe gefunden, sind sie nicht fähig diese zu genießen oder loszulassen. Im krassesten Fall (Martha und Ray) entwickelt sich dieser simple Wunsch nach Zuneigung zur obsessiven Leidenschaft, die zunehmend außer Kontrolle gerät und in einem Blutrausch endet.

Bild 3 zu Lonely Hearts Killers
Eine attraktive Psychopathin: Salma Hayek als Martha Beck.

Seine Daseinsberechtigung bezieht „Lonely Hearts Killers“ in erster Linie aus seinen vielschichtigen und spannenden Charakteren. Das Betrügerduo entledigt sich nach und nach der Menschlichkeit und findet sich in einem Teufelskreis wieder, bei dem die fehlgeleiteten Gefühle und impulsive Eingebungen den Kampf gegen den gesunden Menschenverstand gewinnen. Wie Robinson es schafft, die beiden nicht als Monster darzustellen, obwohl sie Gegner seines Großvaters sind, ist beeindruckend. Währenddessen verkrampft sich Elmer C. Robinson in seinem Fall, um endlich über den mysteriösen Tod seiner Frau hinweg zukommen, vernachlässigt aber sein privates Umfeld und schiebt andere Probleme vor sich her, statt sie zu lösen. Um nicht in Bewunderung für seinen Großvater zu ertrinken, flüchtet sich Robinson verstärkt in diese tragischeren Handlungsstränge und tut gut damit, denn besonders die Ermittlungsszenen, die glücklicherweise nur wenig Laufzeit einnehmen, haben eine eher ermüdende Wirkung, zumal hier physische Spannung ganz klein geschrieben wird und diese Sequenzen auch sonst wenig zu bieten haben. Die spannendsten Szenen werfen eigentlich immer Jared Leto und Salma Hayek als mörderisches Duo ab, doch auch Robinsons Privatleben ist nicht uninteressant.

Bild 4 zu Lonely Hearts Killers
Ray bringt sich in eine missliche Lage.

In der ersten Hälfte hat „Lonely Hearts Killers“ große Probleme. Hier gibt es kaum eine Szene, die nachhaltig in Erinnerung bleibt. Robinson braucht lange bis aus den verschiedenen Figurenentwicklungen endlich mal eine Konsequenz resultiert. Bis dahin wird der Zuschauer lediglich durch die geschliffenen Dialoge, die Veränderung der Protagonisten und die famosen Darstellerleistungen bei der Stange gehalten. Erst in der zweiten Hälfte nimmt der Film richtig die Beine in die Hand, das letzte bisschen gute Laune verfliegt, die Stimmung wird beklemmender, der wummernde Score eindringlicher, die Bilder wirken düsterer, obwohl sich an der glasklaren Optik, den, für einen Film Noir, kräftigen Farben und den ruhigen Einstellungen und Schnitten nichts ändert, bis ein abruptes und unübliches Ende einen Schlusspunkt setzt. Hätte der gesamte Film die Intensität und den angemessenen Thrill-Anteil der zweiten Hälfte wären wir gefährlich nahe an der Höchstwertung. Schauspielerisch gibt es hier nichts zu bemängeln. Travolta („Pulp Fiction“) verkörpert, durch sein träges Spiel, die Figur des Robinson optimal. Salma Hayek („Irgendwann in Mexico“) brilliert als laszive Psychopathin und Jared Leto („Requiem for a dream“) möchte man fast aufgrund von Overacting durchwinken, wenn da nicht diese ganz besonderen Momente wären. Ergänzt durch James Gandolfini („Sopranos“), Scott Caan („Into The Blue“), Laura Dern („Blue Velvet“, „Inland empire“) und Dan Byrd („The Hills Have Eyes “) ist das Ensemble ein echter Hingucker.

Bild 5 zu Lonely Hearts Killers
Schüsse werden in „Lonely Hearts Killers“ nur selten abgegeben.

Letztendlich kann man festhalten, dass Todd Robinson ein beeindruckend tiefsinniges Krimidrama gedreht hat, dass dennoch einen zwiespältigen Eindruck hinterlässt. Wer sich nicht intensiver mit dem Film beschäftigt, wird nicht ganz zufrieden sein, ihn vielleicht sogar als langweilig empfinden, da es oberflächliche Unterhaltungswerte so gut wie nicht gibt und besonders die erste Hälfte recht langatmig daher kommt. Für ein echtes Highlight wären noch einige Spannungsmomente und Überraschungen mehr nötig gewesen und besonders retro ist „Lonely Hearts Killers“ nun auch nicht. Weder Fisch noch Fleisch, irgendwie, sondern ein komplexer Brei, der zwar wunderbar schmeckt, aber kein echtes Sättigungsgefühl hervorruft.

Fazit:


Nur selten fesselnder, aber atmosphärischer und vielschichtiger Film Noir-Ableger, der auf einer wahren Begebenheit basiert und mit starken Figuren, die von großartigen Darstellern verkörpert werden, auftrumpft.
 

Bewertung[?]::

Userbewertung:

Autor:

Kevin

Eingetragen am:

20.02.2007

Aufgerufen:

9509 Mal

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