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Land of the Dead

 

Land of the Dead, 2005

 
Poster zu 'Land of the Dead' kaufen
deutscher Start:2005
Herstellungsland:Frankreich/Kanada/USA
Regie:George A. Romero ("Night of the Living Dead")
Drehbuch: George A. Romero
Darsteller:Lara Amersey, Pedro Miguel Arce, Asia Argento u.a.
Verleih:

UIP
Genre:

Action/Drama/Horror/Thriller
Länge:93 Minuten
FSK: ab 18 Jahren
Website:

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Inhalt:


Was übrig ist von der Menschheit, hat sich hinter den verstärkten Wällen einer Stadt verbarrikadiert, während Zombies in der Einöde vor den Mauern wüten. Die wenigen Reichen und Mächtigen der lebenden Restgesellschaft versuchen, sich die Illusionen eines normalen Lebens zu bewahren. Sie thronen in den exklusiven Fiddler´s Green-Türmen, der letzten Bastion der Oberschicht. Auf den Straßen darunter führen die übrigen Bewohner ein lange nicht so sorgloses Leben zwischen Spielen, Fleischhandel und Drogen. Sie greifen nach allem, was auch nur eine vorübergehende Ablenkung von der Hölle verspricht, zu der ihr Leben geworden ist.

Bild 1 zu Land of the Dead
Die Gore-Effekte gehören zum Besten seit der Einführung der CGI-Technik.

Sowohl die luftigen Höhen von Fiddler´s Green wie auch die traurigen Niederungen der Stadt werden von einer Handvoll skrupelloser Opportunisten in Schach gehalten, die von Kaufman (Dennis Hopper, „Easy Rider“) angeführt werden, der seine Hände in allen Geschäften der Stadt hat: vom legalen Immobilienhandel bis zu den weniger korrekten Machenschaften einer Welt am Abgrund. Um Essen und andere wichtige Güter für die Stadtbewohner zu beschaffen und den Wohlhabenden den gewöhnten Luxus zu besorgen, geht eine Gruppe von hart gesottenen Söldnern immer wieder auf Bergungsmissionen außerhalb der Stadt. Angeführt von Riley (Simon Baker, „The Ring 2“) und seiner rechten Hand Cholo (John Leguizamo, „Moulin Rouge“), beschützt von ihrem gepanzerten Gefährt Dead Reckoning.

Bild 2 zu Land of the Dead
Die letzte Hoffnung im Kampf gegen die Untoten – Dead Reckoning.

Rileys Traum ist eine Flucht in den Norden, wo eine freie Welt ohne Zäune existieren soll, und Cholo will in den luxuriösen Höhen von Fiddler´s Green leben, weit weg von der Gewalt, mit der er aufgewachsen ist. Derweil verändert sich das Leben sowohl vor als auch hinter den Mauern der Stadt. Unruhen und Anarchie machen sich breit bei den Unterprivilegierten, während außerhalb der Stadt eine Evolution unter den Untoten beginnt. Sie beginnen zu lernen, sich zu organisieren und miteinander zu kommunizieren. Als Cholo mit Dead Reckoning versucht, Millionen von Kaufman zu erpressen, werden Riley und seine bunte Truppe – darunter Slack (Asia Argento, „xXx - Triple X“) und Charlie (Robert Joy, „Resurrection - Die Auferstehung“) – losgeschickt, um Cholo zu stoppen und gleichzeitig die Stadt vor der näher rückenden Zombiearmee zu schützen.

Kritik:


Letztes Jahr schlug Zack Snyders Remake des Zombieklassikers „Dawn of the Dead“ in Fankreisen ein wie eine Bombe. Im Endeffekt handelte es sich aber nur um eine mäßig inszenierte Videoclip-Version des Romero-Meisterwerks, dessen Gore-Szenen menschenverachtend zynisch waren (Showmaster-Snipern) und dessen Konsumkritik auf eine mit Dudelmusik unterlegte Schuhanprobe-Sequenz reduziert wurde. Trotzdem hatte der Fehlschlag auch etwas Gutes. Aufgrund des weltweiten Erfolges schaffte es der wahre Meister des subversiven Horrorfilms George A. Romero endlich, die Finanzierung für seinen lang geplanten vierten Teil seiner „Dead“-Trilogie zusammenzukratzen. Auch wenn er in seiner Karriere so ziemlich jedem Horror-Sub-Genre, z.B. dem Vampirfilm („Martin“, 1977) oder dem Tierhorror („Der Affe im Mensch“, 1988), seinen ganz eigenen Stempel aufdrücken konnte, waren die Untoten immer die Basis seines Erfolges. Alles begann 1968 mit dem noch schwarz-weißen Klassiker „Die Nacht der lebenden Toten“, der sich in einem abgelegenen Landhaus nicht nur mit durchbohrten Gehirnen, sondern auch mit den Themen Vietnam, Rassismus und Massenhysterie beschäftigte. 1977 und 1985 kamen dann die beiden nicht minder interessanten Fortsetzungen „Zombie - Dawn of the Dead“, der in einem Kaufhaus spielte und bissige Konsumkritik übte, und „Zombie 2 – Day of the Dead“, bei dem auf einer Militärbasis das Verhältnis zwischen Soldaten und Forschern, zwischen Muskeln und Gehirn, analysiert wurde, in die Kinos.

Bild 3 zu Land of the Dead
Auch den Zombies zum Fraß vorgeworfen macht Slack noch eine gute Figur.

Landhaus, Kufhaus, Militärbasis – und nun? Romero hat sich als Setting für „Land of the Dead“ gleich eine ganze verbarrikadierte Stadt auserkoren. Purer Größenwahn oder tieferer Sinn? Für Romero sind die Zombies wie Afghanen oder Iraker: „Sie werden auf der Straße von Panzern beschossen und verstehen nicht, warum keiner sie mag.“ Holte die „Nacht der lebenden Toten“ die Leichenberge Vietnams in die Vorgärten der amerikanischen Landbevölkerung, zieht „Land of the Dead“ nun parallelen zu den Schwierigkeiten im Nahen Osten – das Problem eine eingenommene Stadt zu verteidigen wird nun an einer amerikanischen Metropole exerziert, so wird es für die eigene Bevölkerung erfahrbar. Belagernde Zombiehorden, die versuchen das bestehende System zu zerstören und Anarchie zu schaffen, stehen immer auch für Rebellion. In der sicheren Stadt haben sich trotz der Bedrohung von Außen elitäre Strukturen erhalten. Die Reichen wohnen in dem luxuriös ausgestatteten Wolkenkratzer Fiddler´s Green während die Armen in den Straßenschluchten ihr erbärmliches Leben fristen – dabei hätten sie jedes Recht sich gegen ihr Schicksal zu wehren. Aber der letzte Anstoß zum Aufstand muss von außen kommen, am Schluss werden die Zombies die Menschen aus ihrer Gefangenschaft retten und ihnen die Freiheit bringen. So kann man „Land of the Dead“ in Zeiten von Wahlbetrug und Medienmissbrauch auch als Aufforderung an die Amerikaner begreifen, endlich aufzuwachen und sich zu erheben.

Bild 4 zu Land of the Dead
Die Angst des Reichen (Hopper) vor dem unbekannten schwarzen Mann.

Schon in „Day of the Dead“ versuchte ein Wissenschaftler einen Zombie zu dressieren – am Ende konnte „Bub“ sogar einige Worte sprechen. In „Land of the Dead“ wird diese Idee einer Zombieevolution nun fortgesetzt. Die Untoten haben instinktive Wünsche, die denen lebender Menschen gleichen. Sie versuchen die Verhaltensweisen aus der Zeit vor ihrer Umwandlung zu kopieren – es gibt z.B. Musiker- und Tankwartzombies - und so eine funktionierende Gesellschaft aufzubauen. Sie entdecken die Möglichkeit verschiedene Gegenstände als Waffen zu benutzen, zunächst nur Stöcke und Baseballschläger, später aber auch vollautomatische Gewehre. Ihr letztes Ziel ist dasselbe der Menschen innerhalb der Stadt: Ein ruhiges Leben hinter den sicheren Mauern von Fiddler´s Green. Die Sympathien des Zuschauers sind dabei gleichmäßig verteilt, immerhin könnte es sich bei den Zombies ja auch um die nächste Stufe der menschlichen Evolution – eine Art neuer Affe – handeln.

Bild 5 zu Land of the Dead
Ein wichtiger Schritt der Zombieevolution – sie lernen Schwimmen.

Nach einem Vorspann mit Bildschnipseln aus dem 68er Original folgt eine aufwendige Kamerafahrt, in der die ersten „neuen“ Zombies vorgestellt werden und wie man sie in Romeros gesamter Arbeit noch nicht gesehen hat. Das hohe Budget eröffnet ihm die Möglichkeit auf einem viel höheren formalen Level zu arbeiten. Diese „bessere“ Technik kostet ihn aber seinen speziellen Independent-Look und rückt den Film optisch in die Ecke einer – wenn auch teuren – Direct-to-Video-Produktion. Im Gegensatz zu Snyders Remake sind bei Romero die Zombies mehr als nur Armani-tragende Zielscheiben, zum großen Teil sind es echte Charaktere – jeder hat seine Besonderheiten, die ihn von den Anderen abheben. So umgeht er die große Gefahr einen bloßen Zynismus-Schlachtfilm zu machen. Bei Bemerkungen wie „There is no nice Shooting, only good Shooting“ könnte man sein Werk sogar fast als moralisch bezeichnen.

Fazit:


Auch wenn Romero bei weitem nicht an seine früheren Meisterwerke herankommt, ist sein Film noch immer visionärer als im mittlerweile ziemlich verschlafenen US-Genre-Kino üblich. Trotzdem hätte man sich nach zwanzig Jahren mehr Weiterentwicklung und nicht nur eine solide Neuinterpretation gewünscht.
 

Bewertung[?]::

Userbewertung:

Autor:

Christoph

Eingetragen am:

24.07.2005

Aufgerufen:

23992 Mal

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