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L.A. Crash

 

Crash, 2004

 
Poster zu 'L.A. Crash' kaufen
deutscher Start:2004
Herstellungsland:Deutschland/USA
Regie:Paul Haggis ("Casino Royale")
Drehbuch: Paul Haggis
Darsteller:Karina Arroyave, Dato Bakhtadze, Sandra Bullock
Verleih:

Universum
Genre:

Drama/Thriller
Länge:113 Minuten
FSK: ab 12 Jahren
Website:

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Inhalt:


„L.A. Crash“ erzählt die Geschichte von etwa einem Dutzend Menschen in Los Angeles. Diese sind völlig unterschiedlich, speziell in Sachen Hautfarbe, Nationalität, Kultur und finanziellem Wohlstand. Dennoch verläuft deren Leben innerhalb von 36 Stunden für kurze Zeit in derselben Spur. Sie begegnen sich, prallen buchstäblich gegeneinander und trennen sich wieder. Sie sind die Bewohner einer Metropole im ganz normalen Ausnahmezustand, gefangen zwischen Vorurteilen, Angst und Verzweiflung und an keinem von ihnen sollen diese 36 Stunden spurlos vorbeiziehen.

Kritik:


Episodenfilme sind bekanntlich eine Klasse für sich. Die guten Exemplare dieser Art schaffen es meist nicht die 2-Stunden-Grenze zu unterschreiten, überzeugen aber durch die sowie komplexe als auch beeindruckende Verflechtung der verschiedenen Handlungsstränge. „L.A. Crash“ ist da anders. Zwar werden auch hier die einzelnen Storylines gekonnt miteinander verknüpft, aber es läuft dann doch „nur“ auf eine Laufzeit von 108 Minuten hinaus. Die vergleichsweise kurze Länge tut der Intensität jedoch keinerlei Abbruch. Mit absoluter Perfektion führt Regisseur und Drehbuchautor Paul Haggis seine Figuren ein, stellt eindrucksvoll deren Standpunkt klar und lässt sie mit einem Knall und einer unglaublichen emotionalen Wucht aufeinander prallen, um ihnen somit eine Lektion fürs Leben zu erteilen.

Bild 1 zu L.A. Crash
Die beiden Clowns in L.A. Crash: Larenz Tate und Ludacris.

Dabei ist ein klares Schema zu erkennen: Mit einem bedeutungsschwangeren Monolog („...In L.A. berührt sich niemand. Wir sind doch alle immer nur hinter Metal und Glas und diese Berührung fehlt uns so sehr, dass wir miteinander kollidieren müssen, um überhaupt irgendetwas zu spüren.“) eröffnet Schauspieler Don Cheadle das Meisterwerk. In der nächsten dreiviertel Stunde werden alle wichtigen Charaktere fein säuberlich, in jeweils 2-3 Szenen vorgestellt und deren verschiedenen Lebensumstände und Verhaltensweisen unmissverständlich klar gemacht. Dabei wird vor allem deutlich, dass kein Mensch nur ein Gesicht hat. So z.B. der Polizist Ryan (Oscarnominierung für Matt Dillon). Dieser erweist sich einerseits als Rassist, aber auch als fürsorglicher Sohn, der sich um seinen kranken Vater kümmert.

Bild 2 zu L.A. Crash
Engel oder Teufel: Matt Dillon als Ryan.

Diese Einführung der Personen ist zwar interessant, weist aber noch keinen der großen Höhepunkte auf, mit denen der Streifen aufwartet. Jene ereignen sich erst im zweiten Teil, wenn sich die Verstrickungen bereits gebildet haben und sich diese nun eine nach der anderen mit gewaltigen Emotionen auflösen. Der erste dieser Höhepunkte, ist wohl auch der, der am meisten unter die Haut geht: Christine (Klasse: Thandie Newton) hatte einen Autounfall und ist nun kopfüber in ihrem Wagen eingeklemmt. Benzin läuft aus und das Auto droht zu explodieren. Ihre Rettung ist Ryan. Doch dieser hat sie Tags zuvor noch während einer Kontrolle sexuell belästigt und ihren Mann (Terrence Howard) gedemütigt. Christine weigert sich vehement sich von ihm helfen zu lassen und die Situation scheint zu eskalieren. Hier wird dem Zuschauer eine Szene geboten, die er wohl niemals wieder vergisst und die er immer mit „L.A. Crash“ in Verbindung bringen wird und das ist nicht mal die einzige. Es folgen viele weitere die ähnlich verstörend sind und die dem Zuschauer am laufenden Band Tränen in die Augen treiben.

Bild 3 zu L.A. Crash
Cameron (Terrence Howard) fühlt sich wieder schwarz.

Aber nicht nur diese Szenen haben es in sich, denn „L.A. Crash“ hat eine klare Message: Nieder mit Rassismus und Vorurteilen. Diese wird in jeder einzelnen Szene zelebriert. Zum Beispiel schläft Graham (Don Cheadle) mit seiner attraktiven Kollegin Ria (Jennifer Esposito), nimmt dann den Anruf seiner Mutter entgegen und wimmelt diese ab, indem er sagt er lege mit einer weißen Frau im Bett. Anschließend erklärt er Ria, dass er sie weit weniger verärgert hätte, wenn er gesagt hätte, dass er mit einer Mexikanerin im Bett liegt und Ria wird wütend. Ihre Mutter kommt aus Puerto Rico, ihr Vater ist Kolumbianer und keiner von beiden ist aus Mexiko. Ein gekonnter Seitenhieb gegen die Verallgemeinerung der Nationalitäten und von diesen scheinbar unwichtigeren Szenen sind im Film viele zu finden.

Bild 4 zu L.A. Crash
Woher kenne ich den denn? Richtig, das ist doch Tony Danza.

Zugegebenermaßen wären die cleveren Handlungsstränge und gewitzten Dialoge nur halb so wild, wenn die Umsetzung nicht ebenso perfekt wäre. Aber das ist nicht der Fall. Paul Haggis versteht es sein meisterhaftes Episodendrama gekonnt in Szene zu setzen. So erweist sich vor allem die musikalische Untermalung als besonders wirkungsvoll. Der Soundtrack wurde für einen Oscar nominiert. Der Schnitt hat sogar berechtigter Weise einen erhalten. Mit viel Ruhe führt die Kamera und die Schnitttechnik durch die einzelnen Szenarien. Selbst in den spannungsgeladenen Momenten wird davon nicht abgelassen, was eigentlich völlig untypisch aber dennoch überraschend intensiv ist. Dazu reihen sich eine ganze Menge namhafter Darsteller, die zur absoluten Hochform auflaufen: Sandra Bullock (die endlich den unwiderlegbaren Beweis bringt, dass sie was drauf hat), Brendan Fraser, Ryan Phillippe, Chris „Ludacris“ Bridges (Überraschend gut, weil man ihn sonst nur in oberflächlichen Rollen sieht), usw. .

Bild 5 zu L.A. Crash
Endlich mal wieder gut: Sandra Bullock.

Man sieht also, dass die drei Oscars, unter anderem für den besten Film, völlig berechtigt sind. An dieser Stelle möchte ich besonders Paul Haggis gratulieren, für den es nach seinem Drehbuch für das großartige „Million Dollar Baby“ erneut Auszeichnungen regnete. Mit „L.A. Crash“ zeigt er jetzt auch eine andere Seite. Was bei „Million Dollar Baby“ tragisch endete, geht bei diesem Streifen meist glücklich aus. Egal wie aussichtslos die Situation scheint, oft wendet sich dann doch alles zum Guten und die Sache wird noch emotionaler gestaltet. Somit wird klar, dass „L.A. Crash“ nicht das wahre Leben reflektiert, sondern eher so wie es sein sollte. Aber ich möchte ja nicht zu viel verraten. Seht ihn euch einfach an. Wer ein tiefgründiges, emotional-geladenes Drama mit wichtiger Message sehen möchte, wird begeistert sein.

Fazit:


Dieses zu tiefst anrührende und meisterhafte Episodendrama hat sich die volle Punktzahl redlich verdient, denn selten vermochte ein Film dermaßen unter die Haut zu gehen und mit seinen Handlungssträngen, Darstellern und Stilmitteln zu überzeugen.
 

Bewertung[?]::

Userbewertung:

Autor:

Kevin

Eingetragen am:

25.07.2006

Aufgerufen:

19150 Mal

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