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Königreich der Himmel - Kingdom of Heaven

 

Kingdom of Heaven, 2005

 
Poster zu 'Königreich der Himmel - Kingdom of Heaven' kaufen
deutscher Start:2005
Herstellungsland:USA
Regie:Ridley Scott ("Black Hawk Down")
Drehbuch: William Monahan
Darsteller:Orlando Bloom, Eva Greenm Liam Neeson, Jeremy Irons u.a.
Verleih:

20th Century Fox
Genre:

Drama/Kriegsfilm/Romanze
Länge:145 Minuten
FSK: ab 12 Jahren
Website:

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Inhalt:


Jahr 1186 nach Christus: Angesiedelt zwischen dem Zweiten und dem Dritten Kreuzzug erzählt „Königreich der Himmel“ die Geschichte des Hufschmiedes Balian (Orlando Bloom), dessen Glauben an Gott nach dem Tod seiner Frau und dem Sohn verloren scheint. Ein gewisser Baron Godfrey von Ibelin (Liam Neeson) taucht überraschend auf und offenbart ihm aus heiterem Himmel, dass er sein leiblicher Vater ist. Balian, der noch unter dem Schock seines Verlustes leidet, schließt sich aufgrund zwingender Umstände dem Zug des Vaters an, um dem König der Heiligen Stadt Balduin (IV.) und dessen Friedensbemühungen zu dienen. Im Beisein des strebenden Vaters leistet Balian den ritterlichen Eid. Balian reist von nun an unter dem Titel „Balian von Ibelin“ ins Heilige Land und in ein ungewisses Schicksal.

Bild 1 zu Königreich der Himmel - Kingdom of Heaven
Baron Godfrey von Ibelin mit seinem unehelichen Sohn Balian.

Die Figur des Balian basiert vage auf der des historischen Balian von Ibelin (Barisan der Jüngere), seine Herkunft im Film ist frei erfunden. Die Figur des Godfrey von Ibelin ist rein fiktionaler Natur und lehnt sich an ein imaginäres Bild eines der seltenen moralbesonnenen Kreuzritter, die nach dem alten Ritterkodex lebten. Der Vorname Godfrey stammt vermutlich von Godefroy de Bouillon, einer der drei Anführer (seine Brüder Balduin (I.) von Boulogne und Eustach III.) des Ersten Kreuzzuges (von Papst Urban II. ausgerufen / 1095 - 1099) und erster „König“ - er betitelte sich als „Beschützer des heiligen Grabes“ - Jerusalems. Sein Nachfolger wurde Bruder Balduin I. (25.12.1100 / erster, offiziell gekrönter König Jerusalems). Der Film gipfelt in der berühmten Schlacht gegen Saladin/Salah ad-Din Jusuf ibn Ajub (Ghassan Massoud), welche die 88 Jahre der Christenherrschaft über Jerusalem beendete (2.10.1187) und eine der schwerwiegendsten Rückschläge der Kreuzzüge darstellte. Der Titel "Königreich der Himmel" resultiert wohl aus einer „zu“ präzisen Übersetzung des englischen "Kingdom of Heaven". Der Begriff rührt von verschiedenen Überlieferungen - darunter auch nichtchristliche - in denen die "Heilige Stadt" bevorzugt als "Himmelreich" oder "Reich der Himmel" bezeichnet wurde.

Kritik:


Bombastkino kündigte sich mit "Königreich der Himmel" an, denn kein geringerer als Ridley Scott ("Alien", "Blade Runner", "Thelma & Louise"), der schon bei "Black Hawk Down" und "Gladiator" in optischer Brillanz eine beeindruckende Bildwirksamkeit vollbrachte, sitzt auf dem Regiestuhl. Die Vorzeichen waren eindeutig: Ridley Scott wird die Leinwand zum Beben bringen. Man erinnert sich an die Atmosphäre in „Gladiator“, wo man von Anfang an zur Brust genommen wurde und sich das Gefühl breit machte mitten im Kampfgetümmel und der Arena zu stehen. Bei mir persönlich war die Erwartung an „Königreich der Himmel“ jedoch schlagartig gedämpft, als der Hauptakteur bekannt wurde: Mr. Blonde`s "Lieblingsjungstar" Orlando „Langhaar“ Bloom („HdR Trilogie“, „Fluch der Karibik“, „Troja“). Doch durch Vorurteile soll diese Kritik nicht befleckt sein und so sei gesagt, dass Orlando Bloom`s Darbietung zwar untalentiert wie immer wirkt; er jedoch nicht die Schuld am Scheitern des Filmes trägt. Das eigentliche Problem ist die fade Geschichte, die nebst den historischen Verfälschungen in allen Belangen nicht zu überzeugen vermag. Dass die historischen Ereignisse nicht präzise eingearbeitet wurden und mehr als Aufhänger für ein Schlachtenepos dienen sollen, wird gleich zu Beginn klar.

Bild 2 zu Königreich der Himmel - Kingdom of Heaven
Der leprakranke König Balduin IV. hat wahrlich ein schweres Kreuz zu tragen.

Die Zutaten für eine zielstrebige Darstellung des monumentalen Kampfes um die Heilige Stadt, Jerusalem, sind grundsätzlich simpel: Zwei verfeindete Parteien (Christen/Kreuzfahrer und Muslime/Sarazenen), eine Hand voll Intrigen und Konflikte - angezettelt durch einen widerwärtigen und hochnäsigen Tyrannen aus Frankreich (Guy von Lusignan) - sowie ein heroischer Jüngling, der alle verlorenen Tugenden des ehrenwerten Ritterordens in sich vereint; die historischen Elemente werden dabei zu Gunsten der praktischen Hollywood-Geschichte geformt bzw. verworfen. Gleich zu Beginn tritt Baron Godfrey von Ibelin (Liam Neeson) in die Schmiede von Balian (Orlando Bloom) und erkürt ihn durch eine magere Erklärung und den berühmten Einzeiler Darth Vader`s zu seinem Sohn. Die Geschichte kommt ohne Umschweife rasch ins Rollen. Der ganze Auftakt ist zwar durchaus stimmungsvoll inszeniert, allerdings in der Ausführung schwer erträglich und klischeehaft. Die hölzernen Charaktere sind unausgewogen und agieren schablonenhaft, besonders Balian ist keine gelungene Identifikationsfigur. Die gesamte Starpower scheint verschwendet angesichts der miserablen Charakterzeichnung, den langatmigen und oft unspektakulären Dialogen.

Bild 3 zu Königreich der Himmel - Kingdom of Heaven
Nicht nur Vagabunden, Ritter und Sarazenen bevölkern das Heilige Land.

Wer über die Hintergründe der Kreuzzüge etwas bewandert ist, erkennt rasch, dass die Vorhaben der Kreuzfahrer bei weitem nicht so ehrbar waren, wie man in „Königreich der Himmel“ Glauben machen will. Die meisten dieser Kreuzfahrer waren nämlich ein Haufen plünderndes Gesindel, die während ihren Kreuzzügen stets Leid und Schrecken mit sich führten. Bei der Eroberung Jerusalems sollen knapp 80000 Menschen, darunter hauptsächlich Frauen und Kinder, geschlachtet worden sein. Das gesamte Ausmaß der Kreuzzüge und die damit verbundenen Kriegsverbrechen bleiben unabschätzbar. Unter dem Banner und der Absolution des Vatikans vereinen sich die grausamsten und größten Massenmorde unserer Geschichte. Das materielle Interesse stand wohl bei den meisten Kreuzfahrer im Vordergrund oder sie waren geistliche Märtyrer, die bedingungslos - unter dem Motto "Deus lo vult" (Gott will es) - in den Krieg eilten. Tatsachen, die Ridley Scott schlicht zu unbedeutend - bzw. ohne Aussagekraft - reflektiert. Lediglich einige Personen wie Reynald (Brendan Gleeson) oder Guy de Lusignan (Marton Csokas), erscheinen als „einfältige“ Kriegsbestien, obschon keiner dieser Kreuzfahrer ein koscherer Friedensapostel war - auch Balian nicht! Darüber hinaus ist allerdings die Darstellung der Muslime recht versöhnlich geraten, wodurch sich der Hauptkritikpunkt erweitert: Der Film ergreift weder Partei noch stützt er sich seriös auf Überlieferungen; und ist gerade deshalb so distanziert und gegenstandslos. Die Schlachten sind zwar imposant, aber für das Geschehen und die Figuren kann man sich nicht wirklich erwärmen. Ein fiktives Schlachtepos hätte man auch ohne historische Hintergründe verfilmen können, sogar „King Arthur“ hatte mehr dramatischen Biss als „Königreich der Himmel“. Wieso ein Film über die Kreuzzüge nicht das wahre Ausmaß des Leids zeigt, welches besonders der Zivilbevölkerung galt, bleibt unverständlich.

Bild 4 zu Königreich der Himmel - Kingdom of Heaven
Feuerwerk fürs Gemüt - die Schlachtinszenierung ist „scottisch“.

Die aufwändige Inszenierung ist bei einem solchen Budget mehr eine Selbstverständlichkeit als eine besonders erwähnenswerte Kür, gerade wenn ein Ridley Scott Regie führt. Dennoch muss man sagen, dass der Kampf an der Stadtmauer mit dem Trebuchet-Beschuss optisch sowie akustisch den Rettungsanker wirft. Wäre die Ausstattung nicht so prachtvoll, dann würde die Wertung noch weiter sinken. Dennoch gibt es auch hier Anlass zu negativer Kritik: Die Schnitte wurden teilweise unvorteilhaft gewählt, der Soundtrack ist über lange Strecken etwas monoton und die Atmosphäre liegt schlicht meilenweit hinter einem Film wie Gladiator zurück.

Bild 5 zu Königreich der Himmel - Kingdom of Heaven
Balian verteidigt Jerusalem mit Raffinesse und all seiner Kraft.

Die schauspielerischen Leistungen sind dürftig. Orlando Bloom spielt für seine Verhältnisse vermutlich überdurchschnittlich und eindeutig besser als in Troja - was selbst für ihn keine Herausforderung darstellen dürfte. Jeremy Irons (Tiberias) sowie Ghassan Massoud (Saladin) gefallen in ihren Nebenrollen am besten; auch Brendan Gleeson als fanatischer Kriegstreiber Reynald kann noch überzeugen. Andere Schauspieler bekommen erst gar keine Gelegenheit in ihrer Rolle aufzuleuchten, denn trotz der langen Spielzeit bleiben sie unscheinbar. So sind Newcomerin Eva Green (Sybilla) und vor allem der maskierte Edward Norton (Balduin IV.) unter Wert besetzt. Ein ca. eine Stunde längerer Director`s Cut wurde bereits angekündigt und so darf man hoffen, dass die Charaktervertiefung zumindest im Heimkino vorteilhafter gelingt.

Fazit:


„Königreich der Himmel“ ist eine opulente Mogelpackung, die weder historisch relevant noch fesselnd die Thematik der Kreuzzüge und den Kampf um Jerusalem präsentiert. Anspruchsloses Kino ohne Sinnfälligkeit oder Nachhaltigkeit.
 

Bewertung[?]::

Userbewertung:

Autor:

Mr. Blonde

Eingetragen am:

18.05.2005

Aufgerufen:

58413 Mal

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