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 | Kismet - Würfel Dein Leben! |  | | |
Kismet - Würfel Dein Leben!, 2001 | |
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| deutscher Start: | 2005 | | Herstellungsland: | Deutschland | | Regie: | Lars Kraume ("Viktor Vogel – Commercial Man") |
| Drehbuch: |
Peter Wagner, Benjamin Lebert |
| Darsteller: | Caroline Korneli, David Sieveking | | Verleih: | Film1 | | Genre: | Doku/Fiction | | Länge: | 79 Minuten | | FSK:
| ab 0 Jahren |
| Website: | Link aufrufen | | Günstig DVD, Video, Buch oder Soundtrack zu "Kismet - Würfel Dein Leben!" | 
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Inhalt:
Radio FRITZ-Moderatorin Caroline und Filmstudent David sind beide Anfang 20 und haben sich noch nie gesehen. Aber beide machen sich Gedanken über ihre Zukunft und wagen ein besonderes Experiment: Sie wollen eine Woche miteinander verbringen und zu einem Ziel in Europa reisen. Dabei soll jede ihrer Entscheidungen ausgewürfelt werden, sechs Optionen stehen zur Auswahl, aber stets entscheidet der Würfel den nächsten Schritt.
Der Würfel entscheidet wohin die Reise geht!
Die Beiden begeben sich auf eine abenteuerliche Reise, die sie von Berlin über Leipzig und München nach Zürich führt. Dabei bringt sie der Würfel häufig auf sehr ungewöhnliche Wege, auf denen ihnen die unterschiedlichen Menschen begegnen und sie mehr als einmal bizarre Situationen durchleben. |
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| Kritik:
1999 stellte sich Benjamin Lebert, Autor des Jetzt-Magazins, einem außergewöhnlichen Experiment. Einen Tag lang sollte jede zu treffende Entscheidung durch den Würfel gefällt werden, die erste Frage betraf den Fuß, mit dem er aufstehen sollte. Abgesehen davon, dass man durch die Zufallsentscheidungen in abstruse Situationen gerät, bietet der Versuch die Antworten auf interessante Fragen: Befreien wir uns von allen sozialen und gesellschaftlichen Zwängen und legen unser Leben voll in die Hände des Schicksals, sind wir dann freier als zuvor, oder verstärkt sich die Abhängigkeit gar, weil der Würfel unser Leben bestimmt? Und hat es überhaupt eine Bedeutung seine Selbstbestimmung aufzugeben, oder ist sowieso alles vorherbestimmt?
Carolin, 20 Jahre, Radio-Moderatorin, Berlinerin
Regisseur Lars Kraume gefiel die Idee. Aus dem einen Tag wurde eine Woche, aus dem Zeitungsartikel ein Film und aus dem einen Verrückten wurden zwei – Radiomoderatorin Carolin und Filmstudent David. Auch der Handlungsspielraum wurde vergrößert, der normale Tagesablauf reichte nicht mehr aus, ein Road-Movie mit unbekanntem Ziel irgendwo in Europa sollte es werden. Die erste Entscheidung: Pferdestehlen in Wien, Demos organisieren in Augsburg, an die Nordsee oder nach München. Es fällt die Drei, Schweitzerdeutsch lernen in Zürich – klingt im ersten Moment nicht unbedingt nach der aufregendsten Variante, aber der Würfel hat gesprochen.
David, 22 Jahre, Filmstudent, Berliner
Es ist schon zu spät, die Reise sofort zu beginnen. Die beiden sich noch unbekannten müssen eine Nacht in Berlin überstehen. Der Würfel zeigt die Vier – ein Bekannter von David muss als Herbergsvater herhalten. Der erste große Zufall, der Bekannte ist auch Ex-Freund von Carolin. Schnell wird von Kismet (islamisch für das unabwendbare Schicksal) gesprochen, fordert man das Schicksal heraus, fängt es an mitzuspielen. Und so geht es weiter, ohne Geld immer auf der Suche nach dem nächsten Happen zu essen, wird getrampt, mit Zeugen Jehovas diskutiert und eine Kinovorstellung gestürmt. Und immer entscheidet der Würfel, bis uns die letzte Entscheidung in wunderbaren Schweitzerdeutsch am Züricher See vorgetragen wird.
Das Ziel vor Augen – Schweizerdeutsch in Zürich.
Ein Dokumentarfilm, der zudem noch auf einer einfachen DV-Handkamera gedreht ist: Nicht unbedingt die erste Adresse für spannendes Kino. Nach „Kismet – Würfel Dein Leben“ aber zumindest die Zweite. Haben ein Thriller (Wie schafft es der Held, die Verschwörung aufzudecken?) oder ein Krimi (Wer ist der Täter?) nur eine Spannungsquelle, hat „Kismet“ derer gleich drei. Zwei fremde Menschen müssen ein Woche zusammen verbringen, es werden unweigerlich die verschiedensten Gefühle entstehen, aber welche? Vielleicht hofft der Zuschauer sogar, die beiden mögen zusammenkommen, auch wenn Carolin einen Freund hat. Weiter ist da das Rollen des Würfels, das für die beiden Protagonisten Schicksal spielt. Die jeweils sechs Möglichkeiten werden zwar von David und Carolin selbst bestimmt, die gehen aber mit sich selbst nicht zimperlich um und damit das ein oder andere Risiko ein, außerdem sind sie ziemlich kreativ, was die möglichen Entscheidungen angeht. Letztlich steht über allem die große Frage der Realität, bzw. das Spiel mit der Inszenierung. Wie weit geht der Dokumentarfilm, wo fängt die Fiktion an. Eine Art deutsches „Blair Witch Project“, was wissen die Darsteller, sind die zufälligen Begegnungen nicht vielleicht Schauspieler, oder ist doch alles wahr? |
| | Fazit: Ein filmisches Experiment, spannender als mancher Thriller, das sich auf interessante Weise mit dem Thema Schicksal auseinandersetzt und gleichzeitig dazu ermutigt, mal alle Zwänge von sich zu weisen und ein Abenteuer zu erleben. |
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