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King Kong

 

King Kong, 2005

 
Poster zu 'King Kong' kaufen
deutscher Start:2005
Herstellungsland:Neuseeland/USA
Regie:Peter Jackson ("Herr der Ringe Triologie")
Drehbuch: Merian C. Cooper (Geschichte), Edgar Wallace (Geschichte), Peter Jackson, Fran Walsh, Philippa Boyens
Darsteller:Naomi Watts, Jack Black, Adrien Brody u.a.
Verleih:

UIP
Genre:

Abenteuer/Action/Drama/Fantasie/Sci-Fi
Länge:187 Minuten
FSK: ab 12 Jahren
Website:

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Inhalt:


Wir schreiben das Jahr 1933, die Zeit der Großen Depression in Amerika. Wie so viele findet die Varieté-Schauspielerin Ann Darrow (Naomi Watts, „Mulholland Dr.“) keine Arbeit. Sie lehnt faule Kompromisse ab und will ihre Seele nicht für eine Tingeltangel-Karriere verkaufen. Ziellos streift sie durch die Straßen von Manhattan. Bei ihrem verzweifelten Versuch, einen Apfel zu stehlen, wird sie von Regisseur Carl Denham (Jack Black, „School of Rock“) gerettet.

Bild 1 zu King Kong
Varieté-Künstlerin und Affenfreundin: Naomi Watts als Ann Darrow.

Der schillernde Denham scheint ebenfalls ein eigenwilliges Verhältnis zum Eigentum zu haben: Kurz zuvor hat er die einzige Kopie seines unvollendeten Films gestohlen, weil das Studio dessen Fertigstellung verhindern wollte. Noch an diesem Abend will Carl seine Crew an Bord des Dampfers S. S. Ventura versammeln, um auf die geheimnisvolle Skull Island im fernen Singapur zu reisen, wo er seinen Abenteuerfilm vollenden will.

Bild 2 zu King Kong
Schon auf der Überfahrt kommen Ann und Jack (Adrien Brody) sich näher.

Weil seine Hauptdarstellerin kurzfristig abgesprungen ist, kommt Ann dem Regisseur gerade recht. Die Schauspielerin reagiert skeptisch. Erst als sie erfährt, dass der gesellschaftskritische Bühnenautor Jack Driscoll (Adrien Brody, „Der Pianist“) das Drehbuch schreibt, lässt sie sich für die Rolle überreden – dass Driscoll den Job aus bloßer Geldnot übernahm, ahnt Ann noch nicht.

Bild 3 zu King Kong
Zunächst ist King Kong über den unerwarteten Besuch gar nicht erfreut.

Mit der naiven Schauspielentdeckung und einem genötigten Drehbuchautor an Bord verlässt Denhams Film-Dampfer den Hafen von New York und beginnt eine Reise, deren Verlauf sich niemand an Bord je hätte erträumen können.

Kritik:


Wenn man einen solchen Erfolg wie „Der Herr der Ringe“ zustande gebracht hat, hat man danach nur zwei Möglichkeiten. Entweder macht man es wie James Cameron nach „Titanic“, zieht sich erstmal für einige Jahre aus dem Regie-Geschäft zurück und kümmert sich um seine Hobbys (bei ihm: Filmen von verborgenen Wracks), oder man nimmt sich ein lange gehegtes Traumprojekt vor, das mit dem Erfolg im Rücken endlich zu finanzieren ist. Peter Jackson hat sich für Letzteres entschieden. Schon seit seiner Jugend träumte er davon, ein Remake vom „King Kong“-Original aus dem Jahre 1933 zu inszenieren. Bereits Mitte der 90er legte er einen ersten Drehbuchentwurf bei Universal vor, aber das Projekt wurde damals schnell wieder auf Eis gelegt. Mit dem nach Spielberg wohl momentan zweitgrößten Namen Hollywoods hat Jackson nun einen erneuten Anlauf unternommen und die finanziellen Hürden ohne große Mühen übersprungen. Nur einen Kompromiss musste er eingehen: Für die Lauflänge von drei Stunden und eine letzte Budgeterhöhung hat er auf einen Teil seiner Gage verzichtet.

Bild 4 zu King Kong
Bevor die Monster kommen, gilt es erstmal den Eingeborenen zu entkommen.

“Mit der Neuinszenierung von „King Kong“ bringt Jackson seine ganz eigene Vision des Klassikers auf die Leinwand: Größer, authentischer, beeindruckender.“ (Presseeinladung zu „King Kong“)

Die Einladung verspricht nicht zuviel. Natürlich ist der Film bei einem Budgetverhältnis von 670.000 $ gegen 207 Mio. $ größer. Natürlich ist der Film durch seine ausgefeilten CGI-Effekte authentischer, als es mit einer unausgegorenen Stop-Motion-Technik möglich war. Natürlich ist Jacksons Action-Amoklauf zumindest für heutiges Kinopublikum beeindruckender als ein kleiner Stoffaffe es sein könnte. Aber bedeutender ist er nicht. War das Original Anfang der 30er wegweisend und etwas ganz besonders, ist der neue „King Kong“ nur ein weiteres Event-Movie. Und auch wenn es bisher das Bombastischste ist, wird es in unseren wilden Kinozeiten nicht lange dauern, bis auch diese Effekt-Schlachten wieder übertroffen werden.

Bild 5 zu King Kong
Auf der Insel leben neben Kong auch überdimensionierte Echsen und Insekten.

„Monster gehören in B-Movies!“ (Carl Denham)

War der Klassiker ein echtes B-Movie, ist die Genre-Zuordnung der neuen Version nicht ganz so einfach. Schon der Vorspann ist eine Hommage an das klassische Hollywood und die Inszenierung des New York der 30er setzt diesen Ansatz konsequent fort – vor allem die Varieté-Szenen lassen den alten Geist wiederauferstehen. Auch die Überfahrt auf der S. S. Ventura erinnert an alte Zeiten, irgendwo zwischen traditionellem Liebesfilm und althergebrachter Verwechslungskomödie beweist Jackson seinen filmischen Blick auch für kleinere Szenen ohne überbordende Effekte. Erhebt sich Skull Island dann wie das Skelett eines riesigen Urtieres aus dem Nebel, folgt ein kurzes Intermezzo mit den Eingeborenen. In diesen Momenten, die stilistisch ein wenig an die ersten fünf Minuten des frühen Jackson Films „Braindead“ erinnern, gibt es äußerst interessante Stimmungswechsel, die den Film in eine ernsthaftere Richtung führen. Gerade noch bietet Denham einem kleinen Mädchen auf niedliche Weise ein Stück Schokolade an, da hat auch schon eines der Crewmitglieder einen Speer im Rücken. Die Hoffnung des Zuschauers steigt, dass auch mit King Kong (der nach 75 Minuten das erste Mal auftaucht) ein weiterhin genau inszenierter Film möglich ist. Leider haben die folgenden 100 Minuten Effekt-Schlacht mehr mit einer Rummel-Attraktion als mit Kino zu tun, sind aber ausgesprochen unterhaltsam und abwechslungsreich. Freunde des Samstag Abend Popcorn-Kinos werden sich staunend die Augen reiben.

Bild 6 zu King Kong
Der absolute Höhepunkt: Das Duell zwischen Kong und einer Horde T-Rex.

„Nur EINE Kreatur kann einen solchen Fußabdruck hinterlassen – der sagenumwobene Schneemensch!“ (Mitglied der Crew des Dampfers S. S. Ventura)

Durch die CGI-Effekte war es möglich, King Kong ein viel intensiveres Minenspiel zu gönnen und Jackson hat davon auch ausgiebig gebrauch gemacht. Die Entwicklung seiner Beziehung zu Ann Darrow ist so, auch wenn ihr immer noch viel zu wenig Zeit eingeräumt wird, interessanter als im Original. Nachdem er sie entführt hat, benimmt Kong sich zunächst wie ein kleines Kind. Er stößt Ann immer wieder um und freut sich darüber wie ein Schneekönig. Als Ann aber genug von dem Herumgealbere hat und sich nicht mehr umschmeißen lässt, ist Kong erst einmal mucksch und wirft aus Wut mit riesigen Felsbrocken um sich. Langsam entwickeln sich auf seiner Seite aber liebevolle Gefühle und er fängt an, sich um die zerbrechliche Ann zu sorgen und sie zu beschützen. Andersherum ist die Rolle von Naomi Watts eine kleine Enttäuschung, ihre Veränderung von der angsterfüllten Scream-Queen zur Tierschützerin erfolgt übergangslos.

Bild 7 zu King Kong
„Jurassic Park“ meets „Die Reise zum Mittelpunkt der Erde“.

Carl will von seinem Star Bruce Baxter, dass dieser für eine Szene auf eine Horde Langhalsdinosaurier zugeht:

Bruce: „Haben wir für solche Szenen nicht ein Double?“
Carl: „Wenn Du nicht im Bild bist, sieht es unecht aus.“
Bruce: „Diese Viecher hier wird keiner für unecht halten!“

Noch nie hat man so viele Special-Effects auf einem Haufen gesehen, wie in den letzten beiden Stunden von Peter Jacksons „King Kong“. Gegen dieses Feuerwerk wirken selbst „Der Herr der Ringe“ und „Krieg der Welten“ wie Knallerbsen. Die Effekte sind im Allgemeinen großartig umgesetzt, so dass es hier einfacher ist, die kleinen Schwächen aufzuzählen. Die Dinosaurier bewegen sich weit weniger natürlich, vor allem während der Stampede durch die Felsenschlucht, als in Spielbergs „Jurassic Park“. So wirken sie auch weit weniger bedrohlich, wird ein Mensch zertrampelt, wirkt das sogar eher belustigend. Zweitens sind die Übergänge in den Blue-Screen Szenen zu deutlich zu erkennen, dass könnte man wohlwollend aber auch als Reminiszenz an den klassischen Abenteuerfilm auslegen. Letztlich übernehmen die Effekte einfach zu sehr die Oberhand. In der ersten Stunde wurden so spannende Charaktere eingeführt, dass es eine Schande ist, sie während der restlichen Laufzeit zu ignorieren. Die Konzentration liegt so sehr darauf, in jeder Szene eine neue Riesenkreatur (von niedlich bis eklig und von überdimensionierten Mücken bis hin zu merkwürdigen Würmern mit vielen Zähnen im „Half-Life“-Stil ist alles vorhanden) einzuführen, dass der Verdacht nahe liegt, hier ging es auch darum, für die Level des Computerspiels genug Monster zu kreieren.

Bild 8 zu King Kong
New York - ein riesiges Spielzimmer voller Bauklotztürme zum umkippen.

“Es gibt noch Rätsel auf dieser Welt und wir alle können daran teilhaben – für den Preis einer Eintrittskarte.“ (Carl Denham)

Die Schauspieler überzeugen auf der ganzen Linie, die Rollen bleiben aber alle eindimensional. Naomi Watts ist die sensible Künstlerin, Adrian Brody der intellektuelle Held und Thomas Kretschmann der geheimnisvolle Kapitän. Nur die Rolle von Jack Black als Carl Denham offenbart einen riesigen Fundus an Möglichkeiten. Leider liegt hier die größte Schwäche des Films, er hat kaum zugegriffen. Denham ist ein Mann großer Visionen, der alles für seinen amerikanischen Traum, einen Abenteuerfilm in noch nie da gewesener Größe zu inszenieren, tun würde. Er würde nicht nur seine Großmutter verkaufen, er würde alle Menschen die er liebt, dafür opfern. An einigen Stellen, wenn Denham nach jedem Tod eines Kameraden die Einnahmen des Films den Hinterbliebenen verspricht, scheint ein Hauch der Kritik des Originals durch. Aber durch die für Black typischen Witzeleien wird sogleich wieder jeder Sprengstoff aus diesen Momenten genommen, die nächste Dino-Herde wartet schon.

Fazit:


Trotz allem Anspruch zu Beginn ist „King Kong“ ein klassisches B-Movie geworden, dass den Kinosaal wieder zu einer Jahrmarktsattraktion werden lässt – einer Geisterbahn mit ganz vielen Loopings. Ein bisschen weniger Radau und dafür ein wenig mehr Film hätte aber nicht geschadet.
 

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Userbewertung:

Autor:

Christoph

Eingetragen am:

07.12.2005

Aufgerufen:

24619 Mal

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